10 Mai

Der Dolch verschwindet

(SL Karsten)

Jasmin (Katja Sturm: Polizistin bei magischer Spezialeinheit)

Boris (Maximilian Böker: Magiebegabter Schmied)

Tilo (Bernd Thoms: Sohn einer Sylter Sylphe)

Lena (Josefine von Richthofen)

Haushaltswaren-Messe in Berlin. Alex patrouilliert im Wardenmantel um Präsenz zu zeigen. Sie unterstützt den Schmied Max Böker beim Verfeinern seiner magischen Fähigkeiten, in der Hoffnung, dass er eines Tages in der Lage ist Warden-Schwerter zu schmieden. Josefine kommt an Max’ Stand um den restaurierten Säbel ihres Vorfahren (von Richthofen) abzuholen. Ein Wesen mit tellergroßen Händen umringt von Winterfeen taucht auf und will ihr den Säbel abnehmen. Max und Alex können sich den Säbel schnappen, aber es kommt zum Kampf der Winterfeen mit Josefines Bodyguards. Ein paar Sommerfeen enttarnen sich und stiften ebenfalls Chaos. Ein Wintertroll namens Gronk fordert Alex zum Duell. Alex darf Ort und Waffen wählen. Sie bestimmt Max zu ihrem Sekundanten.

Die Polizistin Katja Sturm kontaktiert Alex. Sie habe von einem Chinesen (über einen britischen Anwalt) den Auftrag bekommen einen bestimmten Dolch zu finden. (Es handelt sich um den Dolch des Kain.) Alex trifft sich mit ihr in einem von ihr selten besuchten Restaurant und erklärt Katja, dass der Dolch sehr gefährlich sei. Alex schaut in Katjas Seele und als sie von der Aufrichtigkeit der Polizistin überzeugt ist, verrät sie ihr, dass sie den Dolch versteckt hat. Im Restaurant fällt Katja ein Kellner mit merkwürdig unechten Haaren auf. Als Alex ihn mit der Sicht betrachtet, sieht sie eine aufrechtgehende krokodilähnliche Gestalt, die um die Gäste schleicht und eine Uhr und einen Diamantschmuck der Gäste näher zu betrachten scheint. Alex ist sich sicher, dass es sich um einen Vampir des Jade-Hofes handelt. Sie geht zu dem Kellner und stellt sich leise als Warden vor. Der Vampir sagt, sie wisse ja jetzt, wo sie ihn finden könnte. Derweil bekommt Katja eine MMS mit dem Bild ihrer Tochter geschickt und die Nachricht, dass sie den Dolch gegen die Tochter tauschen könne. Alex verspricht Katja zu helfen ihre Tochter zu retten, weigert sich aber den Dolch auszuliefern.

Die beiden Treffen sich mit Josefine, Bernd und Max im Sweet Sixteen-Club. Nach etwas Recherche kommt heraus, dass Josefines Vater die Berliner Mafia kontrolliert und Katjas Tochter von der Mafia gefangen halten wird. Mit einem Ritual kann Alex den Aufenthaltsort der Tochter lokalisieren: ein Plattenbau in Marzan. Derweil hat Josefine den Aufenthaltsort bei ihrem Vater in Erfahrung gebracht.

Die gesamte Gruppe fährt dorthin und unterwegs bittet Josefine Alex eindringlich, keine (destruktive) Gewalt bei der Befreiung anzuwenden. Josefines Vater darf auf gar keinen Fall Verdacht schöpfen, dass Josefine dem Warden die Verbindung zwischen Mafia und Weißem Hof verraten hat. Außerdem will Josefines Vater den Dolch haben.

(Josefine: „Alex, hältst Du mich für ein Monster?; Alex: „Nein, Du bist kein Monster.“)

Das Kind kann relativ unbemerkt befreit werden, erst auf dem Weg aus dem Haus gibt es Ärger, zumal auch Josefines Vater vorfährt um das Kind an einen anderen Ort bringen zu lassen. Josefine lenkt ihren Vater ab, in dem sie ihm verrät, wo der Dolch ist. Sie warnt vorher aber Alex vor ihrem Plan!

Alex bringt Katja, das Kind und Bernd zu Sophia Scholl-Latour, die die Flucht für das Kind ins Ausland organisiert.

Max fährt nach Tempelhof um als Sekundant für Alex das Duell auszutragen. Er gewinnt gegen den Troll und wird zum Star der Winterfeen.

Alex ruft bei Jean-Claude, dem neuen Winterknight, an und lässt ihn um ein Treffen in Köln und den zweiten Schließfachschlüssel bitten. Alex, Katja und Bernd machen sich durchs Nevernever auf den Weg nach Köln. Dort werden sie bereits von Weißen Vampiren erwartet, sie können aber eine Konfrontation vermeiden.

In der Sparkasse wartet bereits Jean-Claude mit einem Duzend Winterfeen. Er ist kalt und abweisend, als Alex ihn aber daran erinnert, dass er sie einmal geliebt hat, überlässt er ihr unauffällig den zweiten Schließfachschlüssel. Alex, Bernd und Katja flüchten zum Schließfach, während hinter ihnen der Kampf zwischen den Weißen Vampiren und dem Winterhof beginnt.

Das Schließfach ist leer! Auch ein Blick von Alex mit der Sicht zeigt, dass der Dolch nicht mehr hier ist. Die drei fliehen durchs Nevernever aus der Sparkasse.

Wo ist der Dolch?

01 Jan

Verrat

SL Karsten

Oder: Verrat und Geburt an den Olympia-Hallen

Ernst-August hat von Alberich für den Herbstmantel einen adäquaten Gefallen erhalten: Das Wissen darum, wie er seine in Ungnade gefallene Frau Agnes von Windsor rehabilitieren kann. Die Informationen beinhalten ein Ritual, mit dem man das Kind vom Wintermantel befreien kann, indem ein Verwandter das Kind mit Magie tötet. Die Alternative, eine normale Geburt, würde die Mutter das Leben kosten, und den Teil des Wintermantels im Kind belassen.

In Berlin ist Josefine hochschwanger und kurz vor der Geburt. Sie verschwindet aus ihrer Wohnung und Jeans Obhut, um ein Neugeborenes zu töten, denn der Hunger in ihr lässt sich von älteren Menschen, deren Lebenskraft nicht mehr so stark ist, nicht mehr stillen – sie muss sich von Kindern ernähren, und sie kann sich nicht mehr zurückhalten. Tatsächlich beginnt das Kind in ihr, sich von Josefine zu ernähren und sie langsam zu töten. Die mystischen Prognosen für die Geburt bestätigen Alberichs Worte: wird dieses Kind geboren, muss Josefine sterben.

Ernst-August und Jean suchen nach Alternativen, die Mutter UND Kind retten, doch beider Priorität liegen auf der Mutter. Auf der anderen Seite gehen Josefines Hormone mit ihr durch, sie versucht um jeden Preis, ihr Kind zu bewahren.

Ernst-August, Alex und Jean gehen einen Handel mit Agnes ein: Sie bringt den Winter-Knight zuverlässig an eine bestimmte Stelle, damit Jean ihn so weit in Bedrängnis bringen kann, dass er auf die volle Macht des Wintermantels zurückgreifen muss – auch den Teil, der im Kind ruht. Das Ritual, das Alex und Ernst-August parallel abhalten, soll Mutter und Kind soweit schützen, dass man sie retten kann. Der Preis dafür: Das Kind soll Agnes übergeben werden und bei ihr aufwachsen. Im Gegenzug soll Ernst-August mit Agnes ein Kind zeugen, das wiederum in der Familie von Richthofen aufwächst. Jean wird beider Kinder Pate.

Als Josefine von den Plänen Wind bekommt, ist sie verzweifelt: man hat sie zu dem Schicksal ihres eigenen Kindes nicht einmal befragt. In ihrer Not ruft sie ihren Vater zu Hilfe und verrät den Plan der Freunde –  gibt dabei aber zu, dass alles geschieht, um ihr Leben zu retten. Der Vater, Manfred Alexander von Richthofen, schreitet zur Tat und zieht alle weißen Vampire der Familie ab, um eine schlagkräftige Armee aufzustellen. Sein Hauptgrund: Jean nimmt ihm in Berlin zum wiederholten Mal das Heft der Entscheidungsgewalt aus der Hand. Er muss handeln, um nicht als Witzfigur in der eigenen Familie dazustehen. Doch Jean wird misstrauisch und verlegt den Ort des Rituals kurzfristig.

So kommt es, dass alles geschieht wie geplant. Alex und Ernst-August halten das Ritual ab. Agnes bringt den Winterritter. Jean geht mit ihm ins Duell. Josefine opfert rituell ihre Fruchtbarkeit. Die Geburt schreitet fort, Josefine stirbt für einen kurzen Moment. Das Teil des Mantel des Winterritters wird gleichzeitig aus dem Kind herausgesogen.  Alex nimmt das Kind auf und überreicht es Agnes, obwohl Josefine sie anfleht, es nicht zu tun.

Doch ein feines Detail läuft falsch: Von Alex‘ Angriff umgeworfen und von Jeans Schwert durchbohrt stirbt Lloyd Slate durch Jeans Hand. Der Wintermantel löst sich vollständig und schwebt frei; Alex schubst ihn mit einem Windstoß vom Kind weg – direkt auf Jean zu. Der wird umhüllt und akzeptiert dessen Bürde.

Agnes verschwindet mit dem Neugeborenen ins Nevernever. Ihre letzten Worte an Ernst-August: „Die eine Seite des Handels ist erfüllt. Nun muss die andere Seite gewahrt werden.“

Als der Hof der Weißen Vampire erscheint, öffnet Ernst-August ein Tor nach Arctis Tor. Er streckt der völlig geschwächten, verzweifelten und wütenden Josefine die Hand hin und beschwört die Freundschaft der kleinen Gruppe. Mit der Aussicht darauf, ihr Kind zu sehen, folgt Josefine trotz ihres Verrats.

In Arctis Tor jedoch ist alles anders. Das Kind ist nirgendwo zu finden. Mab hält Hof für die Inauguration des Winterritters. Der Winterhof wartet nur auf einen Fehler des neuen Ritters und testet seine Macht aus. Während Josefine einen Sidhe verführt und herausfindet, wo Agnes ist – sie steht als Eisstatue im Wintergarten von Königin Mab.

Mab hat dadurch, dass sie Agnes eingefroren hat, sämtliche Lehnspflichten ihrer Lehnsfrau auf sich genommen. Dazu gehören die Sorgfaltspflicht für Josefines Kind – aber auch das Zeugen eines neuen Kindes mit Ernst-August, das dann der Familie von Richthofen gegeben wird.

Die Geschichte wiederholt sich also: Erst vollzieht Mab mit dem Winterritter die rituelle Hochzeit auf dem Stein des Sehens, bei dem alle mystischen Wesen auf magische Weise zuschauen können, dann leistet Ernst-August Mab den Beischlaf. Ein Kind wird gezeugt, dass aus den Ehepflichten entspringt und doch nicht Agnes‘ Schoß entspringt.

Man kehrt in dem sicheren Verständnis nach Berlin zurück, dass sich alles verändert hat – auch die Beziehungen zwischen den Freunden.