24 Jan

Das Erbe der Schaumburg-Lippes

1. Teil: Visionen

Alex bekommt vom Weißen Rat den Auftrag, sich bei einem Anwalt in Berlin zu melden. Sie solle diesen Auftrag im Sinne des Weißen Rats erfüllen und sich als Warden beweisen.

Helmut wird von einem Anwalt aufgesucht, der ihn beauftragen möchte, eine Veranstaltung zu schützen – die Verlesung eines Testaments. Es werden Magier und eine Fee erwartet. Helmut nimmt den Auftrag für 15.000 Euro an.

Jean-Claude kommt bei Ernst-August vorbei und gibt ihm einen Schnee-Anstecker, den er von Mab hat machen lassen. Jean-Claude kann nicht sagen, worum es geht. Aber dieser Anstecker ist zum Schutz.

Linda Zervakis, Tagesschausprecherin, liest die Nachrichten, plötzlich werden ihre Augen glasig, sie sagt was von einem Terroristen, der am Alex in eine Menschenmenge rast. Danach bekommt sie Nasenbluten und bricht zusammen.

Max ist gerade im Dienst und sitzt in seinem Wagen beim Alex und sieht ein Auto auf eine Kindergruppe zurasen. Er schafft es, das Attentat zu verhindern.

Alex geht bei Björn vorbei. Sie trifft ihn dabei an, wie er sein Büro ausräumt. Alex erzählt Björn von ihrem Auftrag. Als sie zusammen ins Auto steigen wollen, werden sie gerade noch vor einem Blinken gewarnt – bevor das Auto in die Luft fliegt. Ein Attentat – auf Alex wg. des Auftrags?

Da bekommt Ernst-August eine Vision. Er sieht, wie ein Blitz in eine S-Bahn einschlägt und entgleist. Er fährt dorthin – dort stößt er auf Alex, Björn, Helmut und Max. Vor Ort ist ein Denarier, der einen Blitz in die S-Bahn leiten will. Das Unglück wird verhindert.

Vor dem Haus bei Ernst-August wartet ein Attentäter, den Max und Ernst-August stellen. Max findet durch Polizeiarbeit raus, dass hinter den Attentate anscheinend ein mächtiger Grieche steckt: Marinos Antypas – ein griechischer Mafiosi!

Auch Alex, Helmut und Björn kommen zu Ernst-August. Dort vor dem Haus tauch der Denarier auf, es ist Karl-Friedrich. Max und er liefern sich einen Kampf. Dann verschwindet der Denarier.

Helmut hat sich ein Gelände vor Berlin für die Testamentseröffnung ausgesucht und fährt dorthin. Er wird verfolgt, kann den Verfolger aber abhängen.

Der Sommerritter taucht in Berlin auf, denn Björn hat Lily kurz nach dem Besuch von Alex darüber informiert, dass in Berlin was läuft, was vielleicht dem Winter einen Vorteil verschafft. Dann taucht auch Jean-Claude auf, denn wo der Sommerritter ist, wird auch er hingeschickt …

Am nächsten Morgen ruft noch vor Morgengrauen Helmut von dem Orte der Testamentseröffnung an – die Toten graben sich durchs Erdreich. Sie fahren alle dorthin und wollen den Nekromanten stellen. Doch stellt sich als schwieriger heraus als gedacht, da der Nekromant einige Tricks auf Lager hat. Erst einmal gelingt es nur, die Trommel abzustellen.



2. Teil: Das Testament – Familienbande

Die Gruppe begibt sich nach drinnen – kurz darauf fährt Josephines weiße Stretchlimo vor und mit ihr Karl-Friedrich. Sie scheint einen Handel mit Karl-Friedrich zu haben.

Drinnen versammeln sich die Schaumburg-Lippes, es herrscht keine allzu herzliche Stimmung.

Der Anwalt erscheint und übergibt Alex das Testament, damit diese es verliest:

Das Testament

Willen von Graf Otto V. zu Holstein-Schaumburg:

In meiner Obhut liegt der Zugang zu einem der mächtigsten Mysterien unserer Geschichte, weshalb ich anno 1640 aus dem Leben schied, um den immer zahlreicheren Attentaten ein Ende zu setzten – und damit das Wissen über den Zugang zu diesem mächtigen Mysterium mit ins Grab zu nehmen.

Schon als mit dieser Obhut angetragen wurde, war das Mysterium entrückt. Doch es wurde vorhergesagt, dass es sich Ende eines pestgleichen Jahres 2020 wieder zeigen wird. Daher werde ich die Möglichkeit, sich würdig zu erweisen, das Wissen über den Zugang zu diesem Mysterium zu erreichen in die Hände meiner Erben legen.

Ich werde die Magier des Weißen Rates damit betrauen, die männlichen Erben meines Blutes zu diesem Zeitpunkt zu benennen.

Diese sind:

1. Alexander Prinz zu Schaumburg-Lippe (Sonnentempler)

2. Friedrich Christian (ehemaliger Prinz) von Schaumburg-Lippe (Nazi)

3. Karl-Friedrich von Schaumburg-Lippe (Dernarier Bachariel – Blitz Gottes)

4. Ernst-August von Schaumburg-Lippe

5. Georg Wilhelm zu Schaumburg Lippe (Hades)

Und
6. Alberich, Herzog des Sommers, um eine Schuld zu begleichen.

Den Erben wird eine Karte mit Orten ausgehändigt, 15 Orte sind angekreuzt. Dazu eine Apparatur. Die Erben müssen die 5 richtigen Orte herausfinden und dort Prüfungen bestehen. Sie werden dort Gegenstände erhalten. Einer wird das Erbe antreten.

Nachdem alles verlesen wurde, verlässt der Anwalt das Familientreffen.
Max wendet sich sofort Karl-Friedrich zu. Der erklärt ihm, dass es doch diese magische Versteigerung gab. Ob er da mal was von gehört habe … Da gab es die … da erklingt lautes Trompeten, die Wände erzittern … die Posaunen von Jericho. Und damit wird Helmuts Schutzmagie erschüttert.

Und das Trommeln geht wieder los. Der Nekromant. Alex stürzt aus dem Raum, Björn hinterher.

Das Schwert der Hoffnung
Neben Karl-Friedrich taucht eine weitere Gestalt auf – Achroniel. Karl-Friedrich dagegen verschwindet in einem Blitz. Ernst-August greift den Denarier mit einem Kältezauber an, was die Zeit ja verlangsamt. Doch das scheint nicht zu wirken

Da greift Friedrich-Christian Ernst-August an – es entbrennt ein Duell.

Achroniel wechselt die Gestalt. Er erscheint als Max’ Ehefrau, Helmut, der ihn angreifen will, sieht erst seine Mutter, dann ein 16-jähriges Mädchen: Pippa. Und Max sieht schließlich seinen kleinen Sohn.
Der Denarier ist der Engel der Masken.
Schließlich besiegt Max den Denarier. Dieser sagt, er wolle sich ergeben … Max will, dass dieser seine Münze abgibt. Doch dieser zögert. Schließlich nimmt der Engel wieder Achroniels Gestalt an und Max sieht Rot. Er tötet den Denarier und das Schwert der Hoffnung zerbricht.

Währenddessen stellen Alex und Björn den Nekromanten.

Ernst-August und Friedrich-Christian gehen nach dem Duell wie zivilisierte Aldige auseinander … in dem Ernst-August selbstverständlich gewonnen hat.

Schließlich verabschiedet sich auch Georg Wilhelm, der einzig netten Verwandte.

Als Alex von dem zerbrochenen Schwert erfährt, rastet sie aus und beschimpft Max, dass er mit seinem Egoismus das Erbe Sophias zerstört hätte – Max lässt es über sich ergehen, er fühlt sich schuldig, ist voller Selbstzweifel und Selbstanklage.

Schließlich versammeln sie sich wieder bei Ernst-August und versuchen herauszufinden, was die richtigen Orte sind. Dort ruft sie Josephine an. Sie weiß von Karl-Friedrich, dass die Wälder der Argolis der erste Ort ist.



3. Teil: Die erste Prüfung – Wo komme ich her?

Ernst-August, Alex, Helmut, Max und Björn gehen nach Griechenland – durch ein Sommertor von Björn.

1. Ort: Wälder der Argolis auf Peleponnes

Nemeischer Löwe, Opferdolch
Sie kommen in ein Gebiet, wo sie eine übernatürlich Präsenz ausmachen: Der Löwe streicht herum.

Doch da tut sich plötzlich vor ihnen ein Bereich auf – Ernst-August sieht sein Elternhaus und läuft darauf zu, Max und Alex hinterher. Helmut und Björn bleiben draußen, sie versuchen herauszufinden, was es mit diesem seltsamen Bereich auf sich hat – da treffen sie auf den Löwen.

Der große Bruder
Jetzt ist Ernst-August ist 6 Jahre alt, auch Alex und Max. Sie spielen ausgelassen im Garten. Ernst-Augusts Mutter kommt aus dem Haus raus und bringt Erfrischungen. Und dann taucht der 10 Jahre ältere große Bruder Karl-Friedrich auf – der geliebte und bewunderte große Bruder! Dieser wirbelt den kleinen Ernst-August durch die Luft. Als sie reingehen kommt der Vater, der strenge. Er fragt den kleinen Ernst-August, ob er seine Hausaufgaben erledigt hat. Doch das hat er übers Spielen vergessen. Da will der Vater ihn bestrafen, die Mutter stellt sich dazwischen, der Vater wird so zornig, dass er die Mutter schlagen will, was der Bruder verhindert.

Der junge Warden
1 Jahr später. Ein großes Fest wird gefeiert – sein Bruder ist zum Warden ernannt worden, den jüngsten, den es bisher gab. Das Haus ist voller Gäste, alles glitzert. Und auch der kleine Ernst-August, jetzt 7, ist aufgeregt. Sein Bruder tanzt mit seiner Mutter, dann holen sie ihn dazu.

Später spielt Ernest mit seinen Freunden Verstecken. Da geht die Tür auf und die Mutter kommt herein. Unterm Tisch beobachten Ernst-August, Alex und Max die Szene. Da ist auch dieser nette Onkel, Ernst-August mag ihn gern, der bringt ihm immer Geschenk mit. Seine Mutter und der Onkel unterhalten sich. Er sagt, dass er sie mitnehmen möchte, aber sie will nicht wegen des Kleinen. Doch der Onkel hat Angst um sie, denn wenn der große Sohn ganz weg ist, wird der Mann sie noch totschlagen. Dann küsst der Onkel die Mutter! Da geht die Tür auf und der Vater betritt den Raum, er erfasst die Szene, ergreift einen Feuerhaken und schlägt damit auf den Onkel ein. Der stürzt zu Boden – und bleibt so komisch verdreht liegen.

Lawbreaker
Da wirft sich die Mutter dem Vater entgegen – der hat den Feuerhaken immer noch hoch erhoben und holt aus, das todbringende Eisen auf den Kopf der Mutter gerichtet. In dem Moment stürzt der Bruder in das Zimmer, er kann gerade noch einen Feuerball schleudern – in dem der Vater verbrennt.
Später, der Bruder verabschiedet sich von der Mutter und Ernst-August. Er nimmt den Bruder hoch und sagt, der solle jetzt gut auf Mama aufpassen, denn jetzt sei er der Mann im Haus. Ernst-August drückt den Bruder und sagt ihm zum Abschied: Ich hab dich lieb.

Belohnung: Sand. Der Opferdolch ist schon vergeben, da war jemand schneller.

Der Nemeische Löwe
Danach verschwindet diese Vision und sie stehen wieder in der sonnig beschienenen Landschafts Griechenlands. Doch da hören sie Löwengebrüll. Alex und Max rennen dorthin, wo sie Helmut und Björn im Kampf mit dem Nemeischen Löwen sehen. Ernst-August bleibt zurück. Lange schaut er auf den Bereich, wo sein Elternhaus stand.

Helmut und Björn haben mittlerweile die Erfahrung gemacht, dass der Löwe gar nicht mal so einfach zu bekämpfen ist. Denn der Löwe gilt als so gut wie unverwundbar. Doch Alex fällt ein, dass dieser Löwe von Hera abgerichtet wurde – und so befiehlt sie ihm, Sitz zu machen – und der Löwe gehorcht. Es ist schließlich so zahm, dass er Alex begeistert abschleckt. Sie nehmen 2 Strähnen aus der Mähne des Löwen mit.



4. Teil: Abend in der Taverne

Sie finden ein kleines Hotel mit einer Taverne davor. Sie setzten sich zusammen. Zuerst sind alle noch etwas ruhig. Essen wird bestellt. Langsam tauen alle auf. Doch Björn ist müde und geht als erster schlafen.

Max’ 1. Traum
Max betrinkt sich und schläft am Tisch ein. Dabei träumt er:
Dunkle Wohnung, Mondschein im Zimmer. Irgendwo leuchtet ein roter Laserstrahl. Du bewegst dich im Dunkeln hinein. Etwas klickt – du hältst inne. Dann eine Explosion, du wirst zurückgeschleudert. Sobald sich der Staub gelegt hat, erhebst du dich, gehst weiter und zu einem Tisch. Dort liegen Teile eines Scharfschützengewehrs. Du zögerst. Dann greift deine Hand nach einem Zielfernrohr. Du drehst dich um und verlässt den Raum. 
Als Max wach wird, weil Alex nicht mehr erträgt, wie er da sabbernd auf dem Tisch schläft, schaut er sich verwirrt um und blickt auf seine Hand. Kein Zielfernrohr. Er beschließt, ins Bett zu gehen.

Ernst-August und Helmut trinken Wein und erschaffen ein Ritual, um die nächste Vision Ernst-Augusts in einer Flasche einzusperren. Ein Joint spielt auch eine Rolle: Uns bleibt immer Griechenland.

Pippa
Nachdem sich Helmut einen Joint gedreht hat und diesen erst mal entspannt raucht. Duftet um ihn plötzlich alles nach Frühling, es liegt eine unvergleichliche Leichtigkeit in der Luft. Und da sieht Helmut Pippa. Das Mädchen, das er auch beim Engel der Masken gesehen hat. Sie erklärt, dass sie unbedingt ihren Papa besuchen wollte – nach einigen Kontrollfragen von Helmut glaubt er schließlich, dass dies Pippa ist. Alex sieht, dass Helmut sich mit der Luft unterhält und öffnet ihr 3. Auge. Da sieht auch sie Pippa und spricht sie an. Pippa freut sich über Tante Alex. Und auch Ernst-August öffnet das 3. Auge – und auch er kann die junge Dame begrüßen. Bei ihm ist sie allerdings noch etwas scheuer – er rieche so nach Winter.

Nach dieser Episode ordert Ernst-August mehr Wein, sie brauchen noch mehr Alkohohl für das Ritual, das sie hier in der Taverne sitzend in der Öffentlichkeit abhalten wollen. Alex ist etwas verzweifelt, weil sie die einzig Verantwortliche zu sein scheint.

Max steht wieder auf und findet seine Freunde unten vor. Doch vor allem findet er eine griechische Schönheit vor, die er schließlich mit aufs Zimmer nimmt.

Alex spricht mit Sophia
Alex ist entsetzt. Und fühlt sich allein. Sie geht an den Strand. Dort schaut sie in das nachtblaue Meer und stellt sich vor, dass das der Hades ist und spricht zu Sophia. Sie erzählt ihr, wie wütend sie auf Max ist und dass er ihr Erbe zerbrochen hat und das Schwert nie verdient hätte.

Und plötzlich antwortet ihr Sophia, die neben ihr steht. Alex schaut sie nicht an, aber sie unterhalten sich. Alex fragt, ob Sophia glücklich ist, was diese bejaht. Und sie erklärt ihrer Freundin, dass Max das Schwert verdient hat. Und dass er es sein Weg ist, seine Entscheidung. Vielleicht musste er das Schwert verlieren. Es ist sein freier Wille, seine Bestimmung zu wählen.
Dann warnt Sophia Alex vor Georg Wilhelm. Sie erzählt, dass dieser einen Pakt mit Zagreus hat und man ihm nicht trauen könne. Zum Abschied drückt Sophia Alex’ Hand und hinterlässt ihr darin einen Diamanten.

Mabs Wünsche
Als Ernst-August auf sein Zimmer geht, erwartet ihn dort seine Gattin. Agnes erklärt ihm Mabs Wünsche bezüglich der Schulden, die er noch bei ihr hat: Sie will die Erste sein, die von dem Orakel eine Prophezeiung erhält. Ernst-August hält dieses Ansinnen für viel zu hoch. Nach einer Diskussion erklärt Agnes, dass sie, bzw. Mab, ihn das Ganze überdenken lässt. Dann widmet sich Ernst-August seinen ehelichen Pflichten.

Max’ 2. Traum:
Im Morgengrauen wälzt sich Max in seinem Bett herum. Erneut wird er von seltsamen Träumen geplagt:
Ein Raum mit Springbrunnen, Feng-Shui-Kerze, Bonsai und Tatami-Matten auf dem Boden. Es strahlt das Sonnenlicht zum Fenster herein. Du schaust dich um, gehst durch den Raum, betrachtest Schmuck, einen Raumbedufter, einen weißlichen Kristall. Schließlich bleibst du vor einem Armband stehen, das aus beschrifteten Obsidianperlen besteht. Du greifst danach und steckst es ein.

Als Max schweißgebadet erwacht, ist die griechische Schönheit verschwunden – der Traum hängt ihm noch seltsam nach. Er beschließt, die Nebel der Nacht bei einem Bad im Meer loszuwerden.

Am Frühstück erfahren sie, dass Björn aufgebrochen ist, um eigenen Geschäften nachzugehen. Alex erzählt den anderen, was ihr Sophia über Georg Wilhelm gesagt hat.

Attentat
Schließlich fahren sie mit einem gemieteten Landrover los. Auf der einsamen Landstraße werden sie beschossen – die Attentäter sind wieder da. Vor ihnen auf der Straße sind Minen. Dank der Fahrkünste von Max und gemeinsamen magischen Aktionen entkommen sie dem Attentat. Während der Fahrt erreicht Ernst-August eine Version, die aber von der Flasche abgefangen wird.

Sie machen eine Pause bei einer Taverne. Dort entdeckt Max einen Tracer, die ihm die griechische Schönheit wohl zugesteckt hat. Helmut legt einen Zauber darauf.

Gemeinsam schauen sie sich die Vision an: Das Ritual einer Pythia.

Da klingelt Max’ Handy: Michael Carpender. Er bestärkt Max, dass dieser trotz des zerbrochenen Schwert ein Ritter ist.



5. Teil: Die zweite Prüfung – Wer geht mit mir?

Während sie noch zusammensitzen, tritt Björn zu ihnen. Er will erst nicht sagen, was er gemacht hat. Doch dann legt er den Opferdolch auf den Tisch. Alexander Prinz zu Schaumburg-Lippe hatte ihn.

Es entbrennt eine Diskussion, wer wem traut – wer sind die wahren Freunde?

Schließlich wird die Fahrt fortgesetzt.

2. Ort: Stymphalos

Stymphalische Vögel, Melodie

Stymphalische Vögel, Sümpfe, Sumpfleichen mit ausgepicketen Augen:
Kampf gegen die Vögel – Alex verstärkt die Schwerkraft, Ernst-August lässt alle levitieren, Helmut setzt die runterfallenden Vögel unter Strom (Blitzschlag).

Becirct
Bis auf Max werden alle becirct und Max hat alle Hände voll zu tun, dass niemand im Sumpf versinkt. Dann gehen sie über eine Wiese bis zu einem Bergpfad in Visionen gefangen, bis auf Max:
Ernst-August schreitet voller Elan durch eine sonntägliche Frische, den Spaziergang schwingend.
Björn und Alex hüpfen Hand in Hand, bis Alex schließlich Björn küsst. Und dieser den Kuss erwidert.
Helmut dagegen sucht für seinen Alu-Grill eine gute Stelle im Tierpark.
Schließlich wird Ernst-August noch etwas schneller – und stürzt über eine Kante in die Tiefe. Max rennt hinterher.

Die Aufgabe
Da sieht er, dass Ernst-August neben einem Römer in Toga steht – 10 Meter unter ihnen auf einem schmalen Pfad.
Plötzlich kommen alle wieder zu sich. Und der Römer stellt sich als Renaldus vor, der Wächter dieses Ortes. Er war der Letzte, der damals ein Orakel empfing, das ihm ein glückliches Leben ermöglichte. Deshalb ist er jetzt der Wächter, bis eine neue Pythia gefunden wurde.
Er erklärt Ernst-August und Björn, dass diese beiden von den Sirenen eine Melodie lernen müssen. Aber leider wird man wahnsinnig, wenn man Sirenen lauscht. Aber der Weg dahin beginnt hier – sie gehen durch einen Bogen, worüber steht: Wer geht mit mir?
Ernst-August geht durch, danach Björn. Sie sehen sich nicht. Als die Freunde durchgehen, sehen sie den einen auf dem linken Pfad, den anderen auf dem rechten. Alex und Helmut gehen mit Ernst-August, Max mit Björn.

Lehrer John Dee
Ernst-August ist 17 Jahre alt und trifft seinen Lehrer John Dee. Dieser erklärt ihm, dass jeder ein persönliches Sternenbild hat. Diesen müsse Ernst-August jetzt finden.
Dann steht Ernst-August mit Alex und Helmut in einem Heckenlabyrinth. Ein Eber, ein paar Skorpione, ein sich ständig änderndes Labyrinth später – und mit Alex’ aufgeribbelten Mantel als Wollfaden und Ernst-Augusts Leitstern in Form einer Eule finden sie aus dem Labyrinth heraus.
Dann steht Ernst-August wieder vor seinem Lehrer John-Dee, der ihn lobt und meint, er werde ein großer Magier, genauso wie sein Bruder. Zum Abschied gibt er Ernst-August eine Eulen-Brosche.

Lehrerin Frau Pöppler
Björn ist 13 Jahre und muss nachsitzen – mal wieder wurde er von Mitschülern reingelegt. Doch die Klassenlehrerin Frau Pöppler übernimmt das Nachsitzen und erzählt Björn den Anfang einer Geschichte, die er fortsetzen soll. Ein Drache hat eine Jungfrau entführt. Björn soll die Jungfrau retten, wie macht er das?
Björn ist mit Max in einer Drachenhöhle. Zusammen schleichen sie sich tief in die Höhle hinein und sehen, dass der Drache ein Nest pflegt, in dem ein großes Drachenei liegt – daneben die schlafende Jungfrau.
Während Max für Ablenkung sorgt, indem er den Drachen vom Nest weglockt und ihn mit dem Schwert bedroht, kann Björn unter einem Schleier zum Nest schleichen, er hebelt das Ei aus dem Nest, das den schrägen Höhlenboden runterrollt. Das lenkt den Drachen wiederum von Max ab und er saust seinem Ei hinterher. Björn kann jetzt die die Jungfrau hochnehmen und gemeinsam mit Max aus der Höhle rennen – aus dem ihnen der Drache noch eine Feuerwolke hinterherschickt.
Erneut sitzt Björn im Klassenzimmer, wo ihn Frau Pöppler für seine fantasievolle Geschichte lobt. Sie sagt, Björn kann jetzt heimgehen, seine Mutter wird noch arbeiten, aber vielleicht kann er ihr ja auch eine schöne Geschichte beim Heimkommen erzählen. Sie schenkt ihm einen Füller, mit dem er seine Geschichten aufschreiben soll.

Nach diesen Episoden treffen sich alle auf einer Wegkreuzung. Die Freunde beschließen, die Gruppen neu zu mischen und Max tauscht mit Helmut seinen Platz. Danach geht Ernst-August mit Max und Alex den Weg nach links weiter, während Björn mit Helmut nach rechts geht.

Thomas Lehmann
Kriegsschauplatz – Ernst-August ist mit seinem Freund Thomas im Krieg – wie schon so oft, bilden sie gemeinsam mit NAME? ein Dreigespann, wo einer dem anderen sein Leben anvertraut. Diesmal müssen sie einen Nekromanten, die Krähe, jagen, der gerade seine Toten über das Feld zu den Soldaten schickt.
Thomas verteidigt zusammen mit Max die Soldaten und tötet die Untoten. Ernst-August und Alex suchen den Nekromanten. In einem Dorf, das teilweise noch bombardiert wird, ist es totenstill – denn hier sind nur die Toten. Niemand lebt mehr. Ernst-August und Alex stellen den Nekromanten in einer Schule. Doch der hat sich mit einer Illusion gut getarnt, sodass er einen Feuerball auf sie werfen kann, bevor ihn Ernst-August überwältigen kann. Alex wird schwer verletzt. Ernst-August verurteilt den Nekromanten und tötet diesen, indem er ihm den Kopf abhaut.
Währenddessen metzeln sich Max und Thomas durch die Untoten. Als sie mal Pause machen können, erzählt Max, dass er einen kleinen Sohn hat – Thomas erklärt, dass auch er eines Tages eine Familie haben möchte.
Als Ernst-August und Alex wieder zu ihnen stoßen, gönnen sich die beiden Freunde, Thomas und Ernst-August, einen kleinen Schluck. Sie fühlen sich tief verbunden.

Bern Krause
Mafia-Szenario
In einer Lagerhalle ist Björn mit seinem Kollegen Bernd auf dem ersten Außeneinsatz. Sie machen ihre Ausbildung in einer Detektei und sollen eine Halle übewachen, wo vermutlich die Mafia Drogen verschiebt. Auch Helmut ist dabei. Bernd sorgt für eine Ablenkung. Björn und Helmut schleichen sich zu zwei Räumen, wo in dem einen drei Wachmänner getötet werden sollen – in dem anderen Raum will ein Mann gerade eine Frau vergewaltigen. Helmut und Björn teilen sich auf. Helmut rettet die Frau und Björn, ganz Ritter, stellt mit seinem Schwert die Mafiosi – und rettet die Wachmänner. Nach dem Einsatz strahlt Bernd Björn an – das ist der tollste Job, den man haben kann!

Diese Wirklichkeiten verschwinden und sie treffen sich alle wieder auf der Kreuzung. Ernst-August hat die Flasche mit dem Monogramm von Thomas, Björn trägt die alte Armbanduhr von Bernd (der mittlerweile verstorben ist).

Die Sirenen
Die Gruppe blickt nun auf ein Tal mit Wasserfall, wundersamen Pflanzen und badenden Sirenen – eine Bild so kitschig schön, dass es allen den Atem verschlägt. Die Gruppe wappnet sich, indem Alex eine Kerze schmilzt und sie sich alle Wachs in die Ohren stopfen. Bis auf Alex betreten alle das Tal. Ernst-August und Björn setzten sich jeweils neben eine Sirene. Ernst-August verbeugt sich vor der Schönheit, nimmt den Wachs aus den Ohren und hört deren Gesang zu, der schrecklich-schön ist.
Björn versucht, den Gesang mit einer App auf seinem Handy aufzunehmen. Anscheinend wird der Gesang aufgenommen, aber löscht sich beim Abspielen. Also nimmt auch Björn den Wachs aus den Ohren und lauscht.
Ernst-August und Björn widerstehen dem Wahnsinn, indem sie sich an ihre geschenkten Gegenstände (Eulenbrosche, Flasche, Füller, Uhr) klammern.

Belohnung: Sand + Melodie

Nach der Prüfung stehen sie direkt am Auto, wo sie sofort beschossen werden, aber das Auto mit den Attentäter rast davon. Ernst-August weist darauf hin, dass sie unter dem Auto nachschauen sollten – und tatsächlich, da ist eine Autobombe. Helmut nimmt sich ihrer an und bespricht sie mit einem Joint:
Hey, wie geht es dir? Ich bin so wütend, ich könnte explodieren! Hey, chill doch mal …



6. Teil. Dritte Prüfung – Was sagt man über mich?

Abend in der Taverne
Essen, Gespräche
Gespräch zwischen Alex und Björn, Björn will wieder Mensch werden.

Papa Schmeißer
Der Geist von Papa Schmeißer besucht Helmut. Er redet dem Sohn zu, dieser solle doch die Mutter seiner Tochter heiraten. Er hinterlässt ihm seine Armbanduhr.

Max’ Visionen
Max sieht einen Überfall im Museum.

Besuch der Sommerlady
Lily führt ein Gespräch mit Björn, sie will, dass er Pythia wird.

Max und Achroniel
Max ist immer noch mit Achroniel verbunden. Anscheinend sieht einer durch die Augen das anderen.

Kyzikos: Hekates Reich

Ernst Augusts Beerdigung
Jean-Claude und Helmut tragen den Sarg.

Grabreden von Agnes, Jean-Claude, Helmut, Josefine
Außerdem: Almathea (und Alex), Karl-Friedrich, 2 Schwestern (Kopf-ab-Ernst – getötete Kinder), Mab

Björns Beerdigung
Mutter von Björn (die ihren Sohn so selten sieht)
Grabreden von Lily, Ernst-August, Max, Helmut, Jean-Claude
Außerdem Überlebende/Verwandte von Sylt

Belohnung: Sand, das Goldene Vlies ist vergeben

Insel südl. von Cythera – Welche Spuren hinterlasse ich?
(Garten der Götter, Zyklopen, Auge)

Überfall
Scharfschützen und Erdmagie

Deal mit Mab
Ernst-August und Björn vereinbaren, dass Mab das erste Orakel hört, Titania das zweite – wenn einer von den beiden die Pythia wird. Danach entlässt Mab Ernst-August aus dem Winter – mit einem eisigen Kuss.

Friedrich Christian von Schaumburg-Lippe
Der Nazi wird überwältigt – zur Überraschung von Alex und Ernst-August ist dieser kein Lawbreaker. Sie machen einen Deal mit ihm: Er kann gehen, muss aber diesen Ort hier verlassen – und sie wollen Infos von ihm. Sie erfahren, dass Alexander Prinz zu Schaumburg-Lippe, der Sonnentempler, die Attentäter angeheuert hat. Außerdem hat dieser das Goldene Vlies.



7. Teil: Vierte Prüfung – Welche Spuren hinterlasse ich?

Insel südl. von Cythera
Garten der Götter, Zyklopen, Auge

Zwei Parteien
Kurz vor dem Eingang zum Garten der Götter: Abgestürzter Hubschrauber. Alle Insassen scheinen tot – Assassine mit dem Zeichen von Marinos Antypas, aber auch andere, die haben ein Wappen – Schaumburg-Lippe + die Initialen GW= George-Wilhelm.

Anscheinend hat ein Felsbrocken den Hubschrauber zum Absturz gebracht. Hinter dem magischen Schleier bewachen Zyklopen den Eingang zum Garten der Götter. Die haben wohl den Felsbrocken geworfen.

Der weiße/schwarze Rat
Ein Assassine hat überlebt. Helmut kann im Handy eine Nummer nachverfolgen – eine Nummer in Langley, CIA.
Der Einsatz läuft über den Griechen, doch eigentlich steckt die CIA dahinter – und dahinter verbirgt sich noch ein Name: Gregori Cristos

Määhäää!
Da Zyklopen durch einen Schleier hindurchschauen können, muss ein Plan her:
5 Schafe werden geschoren. Verborgen unter dem Schafsfell und mit Schafsgemecker von Helmuts Handy geht es durch das Zyklopenland bis in die Höhle.

In der Höhle gibt es eine Grube voller stinkendem Schlamm, die gegen die Angriffslust des Gartens schützt. Alle schmieren sich damit ein.

Der Garten der Götter
Fantastische Blumen, Bäume und andere Pflanzen. Alle eher tödlich. Im Garten noch weiter getötete Assassine/Gegner. Alle von den Pflanzen getötet. Auch Georg-Wilhelm ist tot.
Hesperiden bewachen den Garten, Zyklopen pflegen ihn.

Eine Hesperide schließt Freundschaft mit ihnen – sie bietet ihnen ein frisches Kätzchen an. Nachdem alle davon abgebissen haben, können sie die Hesperide verstehen.

Brennender Dornbusch
Im Garten gibt es einen Dornenbusch. Max geht dorthin. Der Dornenbusch fängt an zu brennen. Und Max beginnt zu beten. Uriel erscheint ihm. 
Angebot: Göttlicher Spion bei Achroniel.
Uriel erklärt ihm, dass er kein Schwert braucht, um ein Ritter des Kreuzes zu sein.

Drachenweisheit
Die Hesperide führt Ernst-August und Björn zu dem dreiköpfigen Drachen Ladon, der im Garten den Baum der goldenen Äpfel hütet – die goldenen Äpfel der Unsterblichkeit. Der Drache gewährt Ernst-August und Björn eine Frage, die er wahrhaftig beantworten wird.

Björn möchte wissen, wie er den Mantel Alberichs ablegen kann. Der Drache kann keine einfache Antwort geben. Ein Mantel der Macht kann man nicht leicht ablegen. Vor allem, da dieser Mantel auch ein Teil der Macht des Sommers ist. Es wird kein leichter Weg werden. Björn wird etwas brauchen, mit dem er eine Verhandlung führen kann. Es ist nicht unmöglich, aber ein langer Weg, der eine Strategie braucht.

Ernst-August möchte wissen, wie er Karl-Friedrich retten kann. Der Drache erklärt, dass Karl-Friedrich alles vergessen hat, er weiß nicht mehr, wie sein Leben früher war. Er muss ihn daran erinnern.

Dann erklärt Ladon ihnen, dass das Orakel der älteste Drache ist und dass dieser wieder erwacht. Apollo hat ihn damals eingeschläfert, obwohl er allen erzählt hat, er hätte ihn getötet. Und jetzt braucht er für seine Visionen eine Pythia. 
Dazu muss die Pythia den Test bestehen – und dann wird der Drache wählen.

Der Drache zeigt Ernst-August und Björn ihre Spuren.

Ernst-Augusts Spuren
Fußspuren, die wohin führen oder wieder vergehen – z.B. kleine Fußspuren, die sich auflösen (keine Familie), dafür andere Fußspuren, wo Menschen gerettet wurden.

Deutliches Bild: 
Ernst-August verhandelt den Status Berlin, dass der weiße Hof hier einen Sonderstatus erhält. Fußspuren der weißen Vampire in Berlin vermehren sich und sind überall zu sehen. Wie ein Netz, das sich durch ganz Berlin zieht, durch alle Schichten (Polizeipräsident, Bürgermeister).

Björns Spuren
Auch hier sind verschiedene Fußspuren zu sehen, die vergehen oder mehr werden (gerettete oder nicht gerettete Menschen).

Deutliches Bild:
Eine Frau sucht Hilfe in Björns Detektei. Björn packt gerade als seine Sekretärin ihm eine Besucherin meldet, die keinen Termin hat. Björn winkt ab, er nimmt keine Klienten mehr an, er ist auf dem Weg zum Sommerhof und verlässt das Büro. 
Die Frau wird von der Sekretärin weggeschickt, sie ist verzweifelt. Als sie geht, wird sie verfolgt – und entführt. Es ist Julia, die Frau von Max.
Das Schwert der Hoffnung zerbricht.

Geschenke
Ladon schenkt den Gästen etwas:
Björn bekommt Apfelsamen.
Ernst-August erhält ein Papierschiff, das ihm Karl-Friedrich als Kind gebastelt hat.
Helmut kriegt Erde aus dem Göttergarten für Pippa, Alex einen Handspiegel.
Max nimmt eine Karte in Empfang, die ihm den Weg zu Lemnos und den Werkstätten des Hephaistos zeigt.

Belohnung
Sand für Björn und Ernst-August und jeder bekommt die Hälfte eines Stirnreifs.

Un-tot
Georg-Wilhelm ist wieder auferstanden – und mit ihm seine Schergen. Max geht zurück zum Dornenbusch und fängt dort heiliges Licht in Sophias Diamant ein (den Alex Max gegeben hat).
Kampf gegen die Untoten. Als Georg-Wilhem endlich besiegt ist, wird der Zauber aufgehoben, der die Zyklopen im Schlaf hält. Im Schafskostüm geht es zurück.



8. Teil: Verhandlungen und Verpflichtungen

Taverne
Zurück in der Taverne. 2 Verdächtige am Nachbartisch. Ernst-August und Alex provozieren sie:

Nicos, Sonnentempler.
Nicos ist ein Sonnentempler im Namen Tyr, er redet in Finnisch. 
Leon, der Pro … äh, der Bodyquard.

Verfolgung des Autos.

Villa in den Bergen
Ernst-August und Alex gehen vorne rein.
Marc von Eisenloh begrüßt die Gäste. Trinken, reden, Deals machen. Er ist mit Alexander Christian Viktor Hubert Prinz zu Schaumburg-Lippe verbündet. Deal: Sollte doch Ernst-August Pythia werden, kann sich Marc von Eisenloh einmal an ihn wenden, wenn er mal Hilfe braucht.

Dafür wird Johann, der Diener, sich am nächsten Tag mit ihnen treffen, denn dieser hat kein Abkommen mit Alexander Prinz zu Schaumpurg-Lippe.

Safeknacker
Björn, Max und Helmut brechen hinten ein.
Sie finden ein Arbeitszimmer mit einem Safe. Darin: 
Ein Spiegel für die Kommunikation
Ein Schreiben, das zeigt, dass Friedrich Christian an der Deportation von Juden nach Auschwitz beteiligt war. Damit wird dieser offensichtlich erpresst.
Eine schriftliche Anweisung von Christos
Geld, Diamanten.

Draußen wird das Auto von einer Panzerfaust angegriffen. Die Magier schützen sich und können fliehen. Doch das Auto bleibt stehen.

Donnerndes Sommerfest
Björn öffnet ein Tor, um abzukürzen. Dort wird er von Fix, dem Sommerritter empfangen – er soll ihn zur Sommerlady bringen. Alle gehen auf einen Hügel zu einem Palast. Dort wird ein Fest gefeiert mit Lily und Titania. Zeus ist Ehrengast.

Alex am Katzentisch! Björn, Helmut, Max und Ernst-August an der Tafel.Tanz und Gespräche. Alex ertantzt sich einen Platz an Zeus’ Seite.
Pippa, die Frühlingslady, ist auch da. Papa Helmuth ist hin und weg und völlig überfordert.
Max lenkt die Aufmerksamkeit der Sommerkönigin und Sommerlady auf sich.

Frühlingsgefühle
Pippa flirtet mit Ernst-August und verschwindet mit ihm nach draußen. Dort küsst sie ihn lange und ausführlich. Ernst-August ist wieder Anfang 20.
Alex greift ein. Sie hält erst Pippa eine Standpauke, dann Ernst-August und schließlich Helmuth.

Zeus schließt mit Björn einen Deal: Er wird ihn im letzten Kampf unterstützen, dafür wird er eines der ersten drei Prophezeiungen bekommen, wenn er Pythia wird.

Pippa wird von einem Zwerg abgeholt, ein Sohn von Alberich. Er ist Vormund von Pippa. 

Geschenke
Zum Abschied bekommt Alex von Zeus eine Münze.
Björn bekommt von Lily eine Sonnenblume, die zum Schutz dient.

Sie gehen zurück, beim Rückweg sehen sie, dass der Palast auf dem Hügel der Akropolis gleicht.
Alex fragt Björn aus, der erzählt ihr alle Zweifel und dass er nicht den Mantel behalten möchte.
Als Björn ein Tor aufmachen will, erklärt Max, dass Björn das woanders machen soll. Dann öffnet Ernst-August das Tor – und da stehen Zagreus und Sophia.



9. Teil: Verbündete und Feinde

Verräterische Geschenke
Zagreus will Münze und Sonnenblume nicht mitnehmen.
Untersuchung der Magier:
Auf der Münze liegt ein Aufspürzauber und ein Aphrodisiakum (Vergewaltigerdroge).
Auf der Sonnenblume liegt ein starker Schutzzauber – und Abhörzauber.
Beides wird in die Taverne gebracht.

Im Hades
Empfang im “Wohnzimmer”.
Zagreus erklärt, dass sie Unterstützung brauchen. Björn hat Zeus und Alexander Christian ist ein Sonnentempler im Namen von Ares. Also bietet Zagreus ihnen für den letzten Kampf einen Deal an: Er unterstützt sie mit seinen Mannen dafür müssen sie ALLE … zur Hochzeit kommen.

Alex und Sophia führen Mädchengespräche, während Ernst-August noch ein wenig mit Zagreus verhandelt. Was hilft gegen Ares? Eine Waffe von Hephaistos.

Mehr Frühlingsgefühle
Keine Rückkehr in die Taverne. Unterkunft in der Jugendherberge. Doch Ernst-August schläft lieber draußen – Alex geht mit ihm. Ernst-August ruft eine Dryade – und schläft mit ihr. Alex macht kein Auge zu.

Björn und Max schlafen friedlich in der Herberge.

Ein Ohr im Lager des Feindes
Johann kommt vorbei und erzählt Interessantes.
Mit dem Prinzen im Bunde:
Marc von Eisenloh und 5 andere Magier. Außerdem der Sonnentempler Nicos.
Karl-Friedrich ist auch dabei, er will vor allem eins: Ernst-August töten.
Friedrich-Christian ruht sich gerade in der Aphrodite in Athen aus.
Mama Hansen wurde entführt. (Sonst gibt es keine Angehörigen)

Helmut macht ein Ritual:
Sie sehen wie jemand Flyer verteilt. Kurz darauf kommt ein Krankenwagen und holt Mama Hansen ab.



10. Teil: Befreiung und Enthemmung

Sommerfurie
Als Björn versucht, den Sommer herbeizurufen erscheint Lily mit Fix. Sie ist sehr wütend über das, was Björn zu Alex gesagt hat – dass er nicht am Hof des Sommers bleiben will und dass er nicht Pythia werden will. Da Björn nur herumstammelt, wird das Ganze nicht besser und Lily erklärt, dass Björn keinen Zugriff mehr auf den Sommer hat, bis er sich besonnen hat.

Durch den Winter
Durch den Winter geht es nach Athen. Ein Spinnenmonster will angreifen, wird von Jean-Claude getötet. Plaudernd begleitet er die Gruppe bis zum Tor nach Athen.

Mama Hansen
Mit einem Suchzauber geht es zum Ort der Entführer – tief in Athens Slums. Max und Björn gehen von hinten rein. Alex, Ernst-August und Helmuth von vorne. Die Entführer werden unschädlich gemacht. Im Keller in einer Zelle steht ein Entführer mit geladener Waffe hinter Mama Hansen. 
Max verhandelt mit den Entführern die Freilassung von Mama Hansen.
Mama Hansen wird in der dt. Botschaft in Sicherheit gebracht. Wo auch die Beweise gegen Friedrich Christian gelagert sind.

Aphrodite & Adonis
In der Therme soll der Nazi sein. Max beschließt, sich die Therme schon mal anzuschauen und wird verführt. Ernst-August und Helmuth gehen hinterher und treffen dort Friedrich Christian.  Er hat einen Pakt mit Dionysus. Von diesem Pakt weiß Alexander nichts. Er wird auf ihrer Seite sein, wenn sie dafür das Schreiben aus dem Safe (von Marc von Eisenloh) verbrennen. 
Die Beweise werden vor Friedrich Christians Augen verbrannt. Es wird geschworen, dass keine weiteren Beweise existieren.
Orgie.

Björn und Alex finden im Büro der Therme interessante Infos auf dem Computer. Sie laden sie auf einem Stick. Alex und Björn finden Videos, die Wizard Gregori Cristos in der Therme zeigen. Diese Filme wurden im Auftrag von Friedrich Christian gesammelt.

11. Teil: Hephaistos

Beim Frühstück erscheint Fix – Björn soll was wegen Lily tun, sie ist unerträglich seit sie erfahren hat, dass Björn sie verlassen will. Er hat Björn Lilys Lieblingsgetränk mitgebracht: Rootbeer. Da Fix “fix und fertig” ist, bietet ihm Helmut sein Bett an, was dieser dankbar annimmt. (Gefallen vom Sommerritter)

Besänftigung eines Sommersturms
Helmut bricht mit Björn zum Sommerhof auf. Kaum sind sie im Sommer angekommen, da erscheint eine wütende Lily – mit Sommersturm und allem. Helmut erklärt, dass er hier ist, um seine Mutter zu besuchen. Lily beruhigt sich und begrüßt Helmut. Währenddessen baut Björn eine Ostersuche auf und lädt Lily dazu ein. Sie ist begeistert – und im Glück, als sie das Rootbeer mit Eis entdeckt. Etwas besänftigt bittet sie Helmut und Björn zum Sommerpalast. 

Helmut trifft seine deutlich verjüngte Mutter (die 80er lassen grüßen!) und Pippa. Helmut wird klar, dass er seine Familie möglichst rasch aus dem Sommerreich holen muss.
Björn spricht sich mit Lily aus und erzählt ihr seine gesamte Reise in den Sommerhof mit vielen Einzelheiten über die Gruppe (vor allem über seine Beziehung zu Alex). Dann gibt er ihr seine Kravattennadel (die Alex damals für die Hochzeit von Josefine und Jean-Claude für Björn ausgesucht hatte). Lily verzeiht Björn und gewährt ihm wieder seine Kräfte.

Währenddessen opfern Ernst-August und Alex eine Ziege für Hephaistos nach einem Originalritualtext aus der Ilias.

Max kauft Aluminium und Stahl als Gabe für Hephaistos.

Eine Schifffahrt
Von Athen geht es durch den Sommer nach Troja. Von dort mit dem Schiff nach Lemnos. Die ersten Stunden verlaufen ruhig. Dann taucht eine Hydra auf – Max erweist sich als hervorragender Steuermann und Ernst-August trägt mit einer Lyra eine romantische Ballade vor, die Björn mit Illusionen unterstützt. Damit besänftigen sie die Hydra.

Danach kommt Nebel auf – alle setzen ihre Masken auf. Ein Flüstern greift nach ihnen. Sie hören ihre Lieben in höchster Not rufen. Fast alle schaffen es, der Versuchung zu entgehen, nachzuschauen … bis auf Max. Dieser reißt sich die Augenbinde ab – und kann nicht mehr steuern. Bevor Schlimmeres passiert, kann Alex ihn aus seiner Betäubung wecken.

In Hephaistos’ Werkstatt
Sie landen an einer Vulkaninsel. Sie sehen den Vulkanberg und den Weg dahin – eine Lava-Landschaft. Eine mechanische Eule taucht auf. Bevor diese Schaden anrichten kann, “übernimmt” Helmut sie. Daraufhin ist diese Helmuts treue Begleiterin. Um dem Lavaweg zu entgehen, wird das Schiff umgerüstet – zum Flugschiff.

Der Eingang zu der Werkstatt des Gottes ist im unteren Berg und offenbart ein riesiges Innere – voller Fallen und sich bewegenden Brücken und einem mechanischen Zyklopen. Max gelingt es, den Zyklopen abzulenken und sie gelangen schließlich zu Hephaistos. 

Das Schwert der Hoffnung
Max bittet Hephaistos, das Schwert zu schmieden. Als Gegenleistung wird er beim Kampf Hephaistos’ Namen preisen. Der Schmiedgott willigt ein.

Eine Rüstung und ein Schild
Als Hephaistos erfährt, dass Ares sich im Kampf um die neue Pythia einmischt, ist er mehr als willig, zu helfen: Er wird eine Rüstung und ein Schild schmieden, die Hephaistos Waffen nicht durchdringen können. Für Max die Rüstung, für Björn das Schild.

Feurige Alex
Hephaistos gefällt das Feuer in Alex und er schenkt ihr eine Flamme (Anwendung: Hephaistos Flamme 3x einsetzbar).

Helmuts Eule
Bevor sie zurückkehren, bittet Helmut um die Eule. Er lädt im Gegenzug Hephaistos nach Berlin ein, um ihm dort die mechanischen Wunder der Neuzeit zu zeigen.

12. Teil: Fünfte Prüfung – Wer will ich sein?

Telefonat mit Josephine
Telefonat zwischen Ernst-August und Josephine. Aufgrund Ernst-Augusts charmantem Hinweis, dass Josephine ihren Ehegatten Jean-Claude ja nicht habe halten könne (mit ihrem liederlichen Verhalten) und er bereitstünde, da zu vermitteln … lief das Gespräch etwas frostiger, als geplant. Gegen einen später zu bestimmenden Gefallen von Ernst-August gegenüber Josephine erklärt sich diese bereit, mit Karl-Friedrich zu sprechen, um ein Treffen zu arrangieren.

Voraussetzung für die Gefallen:
Gesetze der Magie werden beachtet
keine Freunde werden verletzt
Keine bestehenden Pakte dürfen gebrochen werden.

Josephine schickt eine Weile später die Koordinaten, wo sich Ernst-August mit Karl-Friedrich treffen kann: Auf der Akropolis.

Max’ Gebet
Max setzt sich kurz ab und findet ein Kreuz mit einer Jesusfigur. Dort betet er zu Uriel. Er bittet um Einsicht über den gefallenen Erzengel Barachiel. Max sieht Bilder von dem siebten Erzengel Barachiel. Der fühlt sich von seinem Vater zurückgesetzt, der Michael das Schwert gab. Man sieht Barachiel mit einem Kranz aus weißen Rosen.

Bei der Rückkehr zu den Freunden erzählt er davon. Als ihn Alex fragt, wie er das erfahren hat, erklärt er, dass er gebetet hat. Alex möchte wissen, seit wann er wieder glaubt. Max erzählt vom brennenden Dornbusch. Und dass er dort glücklich und wütend gleichzeitig war. Glücklich, dass es Engel tatsächlich gibt, wütend, dass es sie gibt und sie einfach alles Unglück geschehen lassen. Niemand hat ihm geholfen. Darauf mein Ernst-August, dass Engel dazu nicht da sein, in kleine Leben einzugreifen. Entweder es ist ein Glauben aus Überzeugung – oder keiner. Ein Streitgespräch entbrennt.

Doch schließlich brechen sie auf.

Großer Bruder
Durchs Niemandsland geht es zur Akropolis. Björn tritt mit dem Schild und einer weißen Fahne als erstes heraus. An seiner Seite Ernst-August, der sofort um die Bedingungen eines Parley bittet. 

Ein Blitz schlägt neben der Gruppe ein – der war für die Gruppe bestimmt, doch Karl-Friedrich nimmt ein Parley ernst. Ernst-August erklärt Karl-Friedrich, dass es ihm leidtut, dass er nicht wusste, dass Karl-Friedrich Mama gerettet hat. Und dass er ihm dafür danke – und dass er ihn liebe. Dass er seinen großen Bruder brauche.

Auf Karl-Friedrichs Gesicht spiegeln sich seine Emotionen – Überraschung, Erschütterung … Liebe. Bevor er antworten kann, wabert sein Gesicht und Barachiel will hervorbrechen. Doch Max legt Uriels Segen auf ihn – freier Wille. D.h. Karl-Friedrich und Barachiel sind gleichberechtigt, keiner kann einfach das Kommando übernehmen. Daraufhin spricht Ernst-August weiter mit seinem Bruder. Auch Björn schaltet sich ins Gespräch ein und erklärt Karl-Friedrich, dass er weiß, wie schwierig es ist, wenn man sich verändern möchte … (länger) … und dass er ihn unterstützen wird.

Karl-Friedrich und Ernst-August
Schließlich bricht Bachariel hervor. Als ob man ein zu langes Skelett unter Röntgenstrahlen sieht, so sieht die wahre Gestalt aus. Max spricht mit ihm, verunsichert und provoziert ihn. Er bietet ihm sein Schwert an, wenn er um Gottes Gnade bittet.

Ernst-August bittet Karl-Friedrich, die Münze loszulassen. Als Karl-Friedrich nach ihr greifen will, warnt Barachiel, was passiert, wenn er das tut: Zwischen den Säulen der Akropolis liegen 7 schlafende Kinder über denen Blitze hängen. Während das Gespräch weitergeht, setzen sich Björn, Alex und Helmut unter einem Schleier ab und schleichen zu den Kindern. Mittels Erdmagie und Hephaistos’ schöpferischem Feuer lässt Alex einen Faradayschen Käfig über den Kindern entstehen. Als Barachiel das sieht, lässt er die Blitze auf die drei ab, doch Helmut schützt sie.

Danach gibt Karl-Friedrich die Münze auf. Die Brüder liegen sich in den Armen. Doch Karl-Friedrich kann nicht bleiben, er will versuchen, noch einiges zu retten, was er mit Barachiel getan hat. Er wird zurückkommen – er wünscht Ernst-August Glück.

Die Kinder werden gerettet.

Daidalos – der Palast von Minos
Durch das Niemandsland gehen sie nach Kreta und kommen am Palast von Minos raus. Bevor sie aus dem Tor treten, lässt Helmut die Eule vorausfliegen, die vier Männer entdeckt, die mit Waffen im Anschlag liegen. Darauf lässt Ernst-August eine Illusion ihrer selbst entstehen, die die Gruppe angreift. Als die Angreifer merken, dass sie nichts ausrichten und Ernst-August ihnen gleichzeitig erklärt, dass es besser wäre, wenn sie sich zurückziehen, folgen sie diesem Rat.

Danach suchen sie den Eingang zum Labyrinth und finden nur einen verschütteten Höhleneingang. Als sie weitersuchen, sieht Helmut, wie aus den Ruinen der Palast entsteht.
Video: https://www.youtube.com/watch?v=4XJd88cTRsU

Sie sehen einen Griechen im altgr. Gewand, wie er den Leichnam eines jungen Mannes abdeckt. Daneben liegen verkohlte Flügel: Daidalos und Ikarus. Daidalos ist Stadtmagier von Kreta, Erfinder, Erbauer des Labyrinths. Er erkennt Helmut als Stadtmagier und gibt ihm eine Münze, auf der das Labyrinth abgebildet ist. Daidalos erklärt den Questgängern, dass sie jetzt die letzte Etappe ihrer Suche erreicht haben. Wer als Suchender das Labyrinth betritt, wird einen Preis dafür bezahlen.

Im Labyrinth
Mithilfe der Münze finden sie den Ort, wo sie zum Labyrinth wechseln können. Als sie davorstehen, erklärt Björn, dass er nicht als Suchender das Labyrinth betritt, sondern Ernst-August als Pythia unterstützen wird. Dann betritt Ernst-August als Suchender das Labyrinth, ein Leuchten umgibt ihn. 

Sie hören Huftrappeln und Schnauben durchs Labyrinth.

Helmut wirft die Labyrinthmünze in die Eule und sie wird zum Scout für die Gruppe. Helmut sieht durch die Augen der Eule verteilte Statuen: versteinerte Menschen. Aber es gibt auch eine Statue, die anders ist, die glänzt – und aussieht, wie Ernst-August. Außerdem gibt es … Gorgonen. 

Über dem Labyrinth kreist ein Foucaultsches Pendel, Wände verschieben sich.

Sie teilen sich auf: Die Stiergruppe und die Nicht-Stiergruppe. Björn, Alex und Max wollen den Minotaurus auf sich lenken, damit Ernst-August mit Hilfe von Helmuth seine Aufgaben erledigen kann.

Kampf mit dem Minotaurus
Max, Björn und Alex locken den Minotaurus durchs Labyrinth. Mittels Illusion rast er schließlich mit dem Kopf gegen die Wand. Alex zaubert einen Block (eiserne Ketten aus Erdmagie und Hephaistos’ schöpferischem Feuer) auf den Minotaurus und Max und Björn bearbeiteten ihn mit den Schwertern. Auch eine Gorgone schalten sie aus mittels der schimmernden Rüstung von Max aus.

Wer will ich sein?

1. Familie. Ernst-August sieht vergangene Beziehungen und eine mögliche in der Zukunft mit Kind. Doch er gibt den Wunsch auf, eine Familie zu gründen.

2. Karriere im Weißen Rat. Ernst-August sieht sich als Mitglied des Senior Council  und wichtige Entscheidungen treffen. Doch auch diese Karriereaussicht gibt er auf.

3. Das schöne Leben. Ernst-August sieht sich mit Jean-Claude Wein trinken, gutes Essen genießen, seine Sammlung Kunstwerke vervollständigen … Ernst-August gibt sein Leben als Hedonist auf.

Er will Pythia werden.

Mit diesem Vorsatz betritt er einen Raum, wo ihn eine berobte Gestalt empfängt. Sie fragt ihn, ob er Pythia werden will. Nachdem Ernst-August bejaht, erklärt er ihm, dass er dafür ein Opfer bringen muss: sein Auge. Er entnimmt das Auge.

Atem holen am Sommerhof
Björn lädt alle in Alberichs Reich ein, damit sie eine Pause einlegen können. Ernst-August erzählt von der letzten Aufgabe. Alex fragt ihn, ob es sich für ihn gelohnt hat, er bejaht. Und meint, wenn es eine andere Möglichkeit gegeben hätte, hätte er die Wahl vielleicht nicht getroffen. Aber niemand will Alexander als Pythia.

Die Vision zum Endkampf:

  • Sonnentempler mit Ares’ Kräften
  • Sonnentempler mit Tyrs Kräften
  • Marc von Eisenloh mit 4 weiteren Zauberern
  • Zwischen den “Alpha”-Göttern Ares und Tyr gibt es Gerangel!
  • Hinter Max steht Uriel
  • Ernst-August erhebt die Toten (Zagreus’ Macht)
  • Nymphen und Satyren, als ob ein Wahnsinn über der Szene liegt

Endgame

Alexander Prinz zu Schaumburg-Lippe, Sonnentempler (Ares)
Pythia-Gegenstände: Umhang, Stein (für Reif), Melodie

Verbündete:
Nicos, Sonnentempler (Tyr)
Marinos Antypas – griech. Mafiosi (Zeichen Hai-Flosse) über Gregori Chistos, Weißer Rat
Marc von Eisenloh + 4 weitere Magier

Scheinbare Verbündete:
Friedrich Christian von Schaumburg-Lippe (Thule)
Karl-Friedrich von Schaumburg-Lippe – Alexander glaubt, er sei Denarier

Ernst-August von Schaumburg-Lippe
Pythia-Gegenstände: Opferdolch, Stirnreif, Melodie

Verbündete:
Björn, Alex, Helmut, Max
Hades

Heimliche Verbündete:
Johann, Butler von Marc von Eisenloh
Friedrich Christian von Schaumburg-Lippe (Thule, Dionysos-Pakt)
Karl-Friedrich von Schaumburg-Lippe


Das Orakel von Delphi

Ritualgegenstände einer Pythia:
Umhang, Reif, Opferdolch, Stein, Melodie

Die Orte der Queste:

  1. Wälder der Argolis auf Peleponnes -> Nemeischer Löwe -> Opferdolch
  2. Ein nebliger See (Stymphalos) im Norden des antiken Arkadiens -> Stymphalische Vögel -> Sirenen, Melodie
  3. Kyzikos -> Ruinenstadt, bekannt durch die Argonautensage, als Iason und die Seinen auf der Suche nach dem Goldenen Vlies waren -> Umhang 
  4. Insel südl. von Cythera, Garten der Götter -> Zyklopen -> Reif
  5. Knossos -> Ruinen/antiker Herrschersitz des mythischen König Minos und Ort des  Labyrinth ­-> Minotaurus -> Stein für den Reif (Auge)

Nosce te ipsum
Wo komme ich her? Kindheit
Wer geht mit mir? Lehrer, Freunde
Was sagt man über mich? Grabreden
Welche Spuren hinterlasse ich? Konsequenzen von Handlungen
Wer will ich sein? Wünsche aufgeben, Ziel definieren

Eine magische Schmiede
Lemnos, älteste Vulkaninsel Griechenlands & mythischer Ort der Werkstätten des Gottes Hephaistos

15 Jan

Die Jungfernfahrt der Titanic II

Brief von Jean-Claude an Ernst-August

Berlin, 9. April 2018, später Abend auf der Richthofen-Baptiste-Residenz

Mon trés cher ami Ernst-August,

Dein Diener Jakob sagt mir gerade am Telefon, dass Du nicht zu Hause weilst und er nicht wisse, wann Du wieder zurück sein würdest. Ich hoffe doch sehr auf Deine unverzichtbare Gesellschaft an meinem ersten Hochzeitstag morgen mit Josefine.

Das „hohe Fest”, das wir vor einem Jahr gefeiert haben – was für eine Farce. Nicht nur, dass sie mich direkt an unserer Hochzeit mit ihrer Jugendliebe betrog, was schließlich zu dem Desaster in Tromsö führte. Nein, das Jahr hielt noch weit mehr Überraschungen bereit. Und obwohl sie es versprochen hatte, konnte sie nicht aufhören damit, alles und alle zu manipulieren. Sie erträgt meine Menschlichkeit nicht. Hätte sie mit mir darüber geredet, ich hätte sie sogar verstanden. Sie ist noch so jung und will doch Königin sein. Ich weiß, dass sie meine Unterstützung braucht, die ich ihr doch schon immer gegeben habe. Aber mich ihrem Willen zu unterwerfen, zu versklaven … nachdem, was wir hinter uns haben. Das Gespräch im Hades. Ihre Beteuerungen … Immer nur so lange, wie es für sie adäquat bleibt. Und dann hat Alex, wie immer, meine geliebte Alex, mich erneut gerettet und den Bann auf sich genommen – was dazu führte, dass Björn in seiner Kurzsichtigkeit das Schwert der Hoffnung dem Untergang preisgab. 

Und jetzt soll also ein Jahr dieser Ehe „gefeiert” werden. Natürlich mit einem rauschenden Fest, darunter geht es nicht. Wie es sich für einen liebenden Gatten gehört, habe ich ihr einen Diamanten besorgt. Und nicht irgendeinen: Den Hope-Diamanten. Passenderweise wurde er im 17. Jh. von einem Namensvetter, Jean-Baptiste, in Indien gefunden. Angeblich soll der blaue Stein der indischen Gottheit Vishnu gehört haben und als er gestohlen wurde, soll sie alle Eigentümer verflucht haben. Ein treffliches Geschenk. Aber wie ich Josefine kenne, wird sie diesen Fluch einfach über andere bringen …

11. April 2019 Nachmittag auf der Titanic II

Ernst-August, lieber Freund,

schmerzlich vermisst. Ich hoffe, Du bist wohlauf. Jakob konnte immer noch nichts über Deinen Aufenthalt mitteilen. Ich vermute, Deine Gattin geruhte, nach Deiner Gesellschaft zu verlangen.

Es ist doch alles ganz anders gekommen. Ich sitze in meiner Kabine an Bord der Titanic II. Auf der Jungfernfahrt der selbigen. Am anderen Ende dieses elendigen Schiffes hat von Schwarzenberg, dieser widerliche Kretin, seine Kabine. Es kostete einige Mühen, nicht sofort mein Schwert in seinen Unterleib zu rammen. Doch ich greife vor.

Wir versammelten uns gestern in unserer Residenz, um mit unseren Freunden auf den ersten Hochzeitstag anzustoßen. Das wollten wir einen Tag vor der großen Feier tun. Dazu empfingen wir in unserem „Wellness”-Bereich, wie es wohl modern heißt. Josefine konnte so ihre, zugegeben superben, Formen in einem weißen Nichts am besten zur Geltung bringen. Zu unserer illustren Runde gesellten sich Alex, Christine – die Schwangerschaft steht ihr ganz hervorragend, sie scheint von innen her zu leuchten – und ein gewisser Helmut, auch ein Magier, ich glaube ein Praktikant von Alex. Alex hatte ich eine Weile nicht gesehen, wie immer erwärmte ihr Anblick mein Herz. Allerdings kann ich ihre Worte nicht vergessen. Das gezähmte Biest, nicht der Versager. 

Seit ich Mensch bin, sind die vielen Empfindungen, die ständig auf mich hereinprasselnd mehr als verwirrend. Mir war vorher nicht bewusst, wie bezaubernd Sommersprossen auf blasser Haut leuchten können, ohne, dass mich ein Hungergefühl überwältigt. Ich kann diesen Anblick einfach genießen. Ich sehe auch, wie schön ein altes Gesicht voller Falten strahlen kann oder wie wundervoll sich Wolken verformen. Hunger bekomme ich jetzt eher von dem Geruch frischer Brötchen statt von Schweiß – den ich sogar eher als abstoßend empfinde. Aber es ist auch mehr als schwierig, dieses Gefühlschaos zu bändigen. Die Umgebung als Beute, Feind, Verbündeter, nützlich oder uninteressant einzuordnen, vereinfacht ein Weltbild enorm. 

Zurück zum Eigentlichen: unserem Hochzeitstag. Ich überreichte Josefine den 46-karätigen Hope-Diamanten an einer weißgoldenen Halskette – und bekam die Quittung. Auch sie hatte sich ein gar fürstliches Geschenk überlegt. Einen Anzug aus feinstem Leder mit Drachenschuppenoptik – und auf dem Rücken eine Ziel-Markierung. Die einzige Stelle, an der ich verwundbar bin. Chapeau. Unserem fortwährenden Glück sind keine Grenzen gesetzt.

Die Einladung

Als wir gerade so schön beisammen waren, wurde ein Gast angekündigt. Ein Bote des Winterhofs wie sich herausstellte. Allerdings hervorragend getarnt. Ich glaube, es war Alex, die ihn durchschaute. Dieser Bote überbrachte uns jedem einzelnen eine Einladung – ja, er hatte sogar für Christine und Helmut eine persönlich adressierte dabei – zur Jungfernfahrt der Titanic II. Sie sollte am nächsten Tag starten. Und für Josefine und mich war die Hochzeitssuite reserviert. Ich gebe zu, ich hätte auch einen erneuten Ausflug in den Hades meiner Feier zum ersten Hochzeitstag vorgezogen, so fiel es mir nicht schwer, zuzusagen. Wie sich herausstellte, war die Gastgeberin eine gewisse Elizabeth Stuart – ob nur der Name an die Winterkönigin aus dem 17. Jahrhundert erinnerte? Nach einigem Hin und Her sagten wir alle zu.

Christine schien ein wenig verängstigt ob der Namensgebung des Schiffes und wollte von mir alle möglichen Zusagen für ihre Sicherheit. Ach, schwangere Frauen und ihre Eigenarten – man muss sie lieben. Um des lieben Friedens Willens rief ich schließlich bei Monoc Security an und wurde mit einem gut gelaunten Odin verbunden. Ich erfuhr mehr als staunend, dass auch dieser auf der Jungfernfahrt dabei sein würde. 

1. Tag: Gefährlicher Reiseantritt

Am nächsten Tag trafen wir uns erneut bei uns, um von hier gemeinsam zu starten. Außer Josefine und mir fuhren Alex, Christine und Helmut mit – ein Auto mit fünf Angestellten vervollständigte die Entourage. Doch kaum waren wir gestartet, überfiel Josefine ein unerklärliches Unwohlsein, ja fast Angst. Sie meinte, sie spüre etwas, das sie verfolge. Bevor wir halten konnten, spürten das auch andere – und plötzlich wurde unser Fahrer verletzt. Aus dem Nichts heraus. Wir konnten gerade noch anhalten und sprangen aus den Fahrzeugen, doch wir konnten unseren Angreifer nicht sehen. Diesem Helmut gelang es schließlich mit Magie, das Licht um den Angreifer irgendwie zu beeinflussen und wir konnten so wenigstens eine Art Umriss wahrnehmen. Auch Alex legte etwas über sie. Doch half das unseren Angestellten nicht, die alle angegriffen und brutal ermordet wurden. Wir kehrten umgehend zurück, nur um auf unserem Anwesen zu erfahren, dass auch dort ein Überfall stattgefunden hat. Alex besaß die Geistesgegenwart, einen Schutzkreis zu errichten, in dem wir alle, auch das Personal, Platz fanden. So hörten die Angriffe innerhalb dieses Kreises auf.

Helmut war indessen wohl zu einer Dönerbude gelaufen – das sind diese Imbiss-Häuschen mit traditioneller türkischer Küche, die tatsächlich ganz hervorragend munden kann – anscheinend kann Helmut aus den Ergebnissen dieser türkischen Kochkunst Wahrsagemagie entwickeln. Doch auch dort kam es zu blutigen Übergriffen wie er später berichtete. Die Magier konnten schließlich erkennen, dass auf der Einladung ein starker Schutzzauber von Mab lag, der erklärte, warum wir selbst keinen Schaden nahmen. So beschlossen wir, niemand anderen mehr in Gefahr zu bringen und augenblicklich durch das Niemandsland nach Dover aufzubrechen, wo das Schiff vor Anker lag. Unser Personal blieb einstweilen im Schutzkreis zurück. 

Titanic II: Unvermutete Gäste

Als wir letztendlich auf dem Schiff ankamen, erwartete Alex eine weitere Überraschung: Magier vom Weißen Rat waren anwesend und unterzogen alle Passagiere, die auf das Luxusdeck wollten, einer genauen Prüfung. Doch wurden wir als Königspaar standesgemäß empfangen und konnten nicht über eine nachlässige Behandlung klagen – bis wir an Deck von Schwarzenberg trafen, diesen elenden Nekromanten – samt seiner Gefolgschaft. Ich hätte ihm am liebsten sofort seinen widerlichen „Sieg heil”-Gruß mit Metall erwidert – aber wir waren ja Gäste. Doch hielten wir es an Deck nicht länger aus und begaben uns in unsere Suite. Jetzt sitze ich hier, schreibe dir diese Zeilen und weiß noch nicht, was der weitere Abend bringen wird. Es soll ein Kapitänsdinner geben, wo wir unsere Gastgeberin kennenlernen sollen. Ich bin mehr als gespannt, was das Ganze soll. Ach, ich vergaß zu erwähnen, dass Alex Pläne von dem Schiff hat, die ihr Björn besorgen konnte – ich nehme an, als Sommerhofangehöriger kann er hier nicht dabei sein. Nicht, dass ich ihn vermissen würde. Jedenfalls ist auf den Plänen zu erkennen, dass sich hier wohl eine riesige Konstruktion befindet, die eine Art fester Beschwörungskreis bildet. Warum und wieso entzieht sich unseren Kenntnissen … noch.

12. April 2019 frühen Morgenstunden auf der Titanic II

1. Abend: Käpt’ns Dinner – Duellforderung

Es ist tiefe Nacht, fast schon morgens. Ich sitze sehr betrunken in meiner Kabine und kann trotzdem nicht schlafen. Ernst-August, es ist … ausweglos. Und das sage ich, der ich Josefine geheiratet habe, meinen Dämon aufgegeben … Aber jetzt. Was für ein abgekartetes Spiel. Als wir abends zum Dinner kamen, erwarteten und zuerst einige weitere Überraschungsgäste. Neben Odin und Sigrun setzen sich uns auf die andere Seite gegenüber: Syltanus, der Drache, daneben Nicodemus Archelone, der Denarier, gefolgt von dem widerlichen Schwarzenberg mit einem Priester. Und das wird dich am meisten interessieren: Auch dein Bruder Karl-Friedrich war dabei. Ja, du liest richtig. Wir befanden uns in einer illustren Gesellschaft von Todfeinden. Und der einzige Grund, warum wir uns nicht alle sofort bis aufs Blut bekämpfen war die Gastgeberin: Mab. Ja, Mab. Die Königin von Luft und Dunkelheit persönlich hatte eingeladen. Und sie sprach das Gastrecht für diesen Abend aus. Du weißt ja, was Mab davon hält, wenn man dies ignoriert.

Und wir waren nur zu einem Zweck hier: Wir sollten ein Ritual durchführen, das ein Tor zu den Outsidern verschließt. Wie es sich anfühlt, wenn die auftauchen, haben wir ja in Berlin erlebt. Ein offenes Tor in diese Welt bedeutet den Tod für zigtausend Menschen. Oder für 3000 Menschen. Denn so viele befinden sich auf diesem Schiff, die wir für das „größere Ganze” opfern sollen, denn es braucht die Lebensenergie von so vielen Menschen, um das Tor zu schließen. Bis auf meine geliebte Gattin ist das für uns undenkbar. Aber auch, dass die Outsider weiter in unsere Welt eindringen. Während des Essens und dem Tanz danach drehten sich meine Gedanken immer wieder wie ein Kreisel um dieses Problem. Im Grunde läuft es darauf hinaus, 3000 jetzt zu töten oder viele Tausende danach sterben zu lassen. 

In meinem Leben habe ich sicher schon mehr als 3000 Menschen getötet. Etwas, was mir früher sehr leichtfiel. Aber jetzt, ohne Dämon, da sehe ich jeden einzelnen Menschen. Jeder ist anders.

Wie zu erwarten, hat die Gegenseite kein Problem damit – doch Mab will, dass wir zusammen entscheiden. Irgendwann ist mir der Kragen geplatzt als Syltanus immer nur Alex anstarrte – da fragte ich ihn, wie viel Energie denn in ihm stecke. Und er antwortete selbstherrlich: Mehr als die von 3000 Menschen. Ich hatte die Nase so voll von all dem Gerede, kein Ausweg – also habe ich Syltanus zu einem Duell gefordert. Sollte er gewinnen, wäre ich das 1. Opfer von 3000 Menschen. Sollte ich gewinnen, wäre er das Opfer. Höhnisch lachend willigte er ein.

Jetzt sitze ich hier, nachdem ich eine Menge Alkohol in mich reingeschüttet habe – zusammen mit diesem neuen Magier, Klaus, ach nein, Helmut … Netter Kerl. Hat mich hergebracht. Ich bin wohl erst mal eingeschlafen. Aber jetzt sitze ich hier und bin einfach nur wütend. Verdammt. Ich habe Syltanus auch mit dem Drachentöterschwert nichts entgegenzusetzen.

Meine Gedanken kreisen. Wenn ich falle, wird Josefine allein sein am Königshof. Keine Frage, sie wird es schaffen, das hat sie heute Abend bewiesen. Sie war ganz Königin. Für mich schöner noch als Mab. Und sie strahlte eine ruhige Souveränität aus. Vor dem Abendessen habe ich ihr dann noch mein eigentliches Geschenk zum Hochzeitstag übergeben: die Hochzeitskette meiner Mutter. Sie sah wunderschön damit aus.

12. April 2019 Nachmittag auf der Titanic II

2. Tag: Feinde

Was für ein Vormittag. Ich wollte meinen Kopf auslüften gehen und bin an Deck und dort nur knapp einem Mordanschlag entkommen. Was kann man auch naiv sein. Völlig unüberlegt inmitten unserer Feinde – ich hätte mir auch gleich Josefines Anzug mit dem Zielkreuz anziehen können. Schwarzenbergs SS-Schergen. Zum Glück kam Alex dazu und hat mich – mal wieder – gerettet, sonst läge ich jetzt am Grund des Ozeans. Zurück in der Suite entdeckte Alex Abhörzauber an unserer Tür – und verhinderte einen weiteren Anschlag, was aber trotzdem unsere Tür kostete und die halbe Suite verwüstete. 

Mein Freund, Du fehlst hier massiv.

Mit Dir wären wir lange nicht so unvorbereitet hier. Wir waren noch mitten in unseren Diskussionen, als wir Besuch bekamen: Nicodemus, der Denarier. Ich bin bisher tatsächlich noch keinem Denarier persönlich begegnet. Und Nicodemus soll ja der mächtigste unter ihnen sein. Er war jedenfalls formvollendet höflich – und bot mir eine Münze an. Sehr ruhig hat er meine Chancen zusammengefasst, wie sie jetzt gegen Syltanus stehen: ich habe keine. Ja, das ist allen mehr als bewusst. Mit dem Denarier hätte ich unglaublich wertvolle Hilfe und auch Unterstützung. Denn damit käme ein gefallener Engel, der an meiner Seite wäre. Immer. Ich hatte eine Vision von Kameradschaft und die Wärme, die damit einhergeht. Doch Josefine machte sofort sehr deutlich, was sie davon hielt. Auch Alex war eindeutig dagegen. Dankend lehnte ich ab. Nicodemus nahm die Münze wieder und erklärte, er würde das Angebot noch eine Weile aufrechthalten.

Danach – ich gebe es zu, es ist mir unangenehm, Dir davon zu schreiben – überfielen mich Selbstzweifel und ich schüttete mein Herz Alex aus. Ohne Unterstützung würde ich untergehen – und diese Unterstützung war entweder die Münze oder ich muss versuchen, meinen Dämon wieder zurückzubekommen. Denn als Mensch kann ich nichts gegen Syltanus tun. Ich will meinen Dämon nicht zurück. Jetzt da ich Mensch bin, genieße ich diesen Zustand, als sei ich ständig ein wenig betrunken. Aber wenn ich schon einen Dämon wählen muss, dann kann ich auch den mächtigeren nehmen und die Münze wählen. Alex meinte, wenn ich den Dämon wähle, dann könne ich damit umgehen, sie stehe an meiner Seite. Mit einem Denarier würde ich ein Monster Zugang gewähren, gegen das ich nicht bestehen könnte. Ich hielt wieder dagegen, dass ich allein sei und allein meine Dämonen – welchen auch immer – bekämpfen müsse. Irgendwann platze Alex der Kragen und sie warf mir vor, in Selbstmitleid zu ertrinken und zu vergessen, dass ich Freunde habe, die alles für mich tun, wie zum Beispiel sie selbst. Touché. 

Immerhin haben Christine und Helmut eine interessante Entdeckung gemacht: Syltanus scheint von seinem letzten Zusammenstoß mit Alex noch geschwächt zu sein und muss seinen menschlichen Körper täglich mit Infusionen stärken. Also ist er nicht auf der Höhe seiner Macht. Allerdings ist er auch halb so mächtig noch immer übermächtig für mich.

13. April 2019 früher Morgen auf der Titanic II

2. Abend: Käpt’ns Dinner – Mabs Gastrecht

Der zweite Abend gestaltete sich ähnlich wie der erste. Ein endloses Abendessen, gefolgt von Tänzen. Doch mit einem Unterschied: Von Anfang an herrschte eine eher fiebrige Stimmung. Ich habe sofort dem Alkohol zugesprochen. Mir war alles egal. Irgendwann nahm ich wahr, dass Josefine ausgerechnet mit Schwarzenberg tanzte und sich süffisant lächelnd mit ihm unterhielt. Dagegen hatte Mab Helmut zum Tanzen aufgefordert, der anfangs noch sehnsüchtig zu Sigrun schielte, mit der er die letzte Nacht verbracht hatte. Mab wollte wohl demonstrieren, wer hier die Gastgeberin war. Helmut hatte dann auch nur noch Augen für sie. Ich ging Sigrun auffordern. Zur Abwechslung sollte sie einen richtigen Mann in ihren Armen halten.

Plötzlich wurde Schwarzenberg laut und beleidigte Josefine lautstark und griff sie an. Ich wollte bereits mein Schwert ziehen – da klatschte Mab in die Hände, die Musik verstummte und Schwarzenberg wurde von Eis eingeschlossen. Lächelnd wies sie auf das Gastrecht, das sie hier ausgesprochen hatte – und schnippte dann mit ihren Fingern. Und Schwarzenberg zersprang in Tausende von Eissplitter. Hut ab vor meiner Frau, sie hatte Schwarzenberg dazu gebracht, Mabs Gastrecht zu ignorieren. Meine geliebte Schlange. Danach spielte die Musik noch viel lauter auf und irgendwie war dieser Ausbruch an Gewalt wie ein Vorspiel. Noch auf der Tanzfläche fielen Sigrun und ich übereinander her. Mab verschwand mit Helmut und den Rest verlor ich aus den Augen. Irgendwann wachte ich in Sigruns Bett auf. Mein Körper fühlt sich an, als hätte ich tagelang Schlachten geschlagen. Lange habe ich keine solchen Schmerzen mehr gefühlt. Ernst-August sei gewarnt, falls du dir einmal eine Walküre als Bettgefährtin wählst. 

Ich sitze jetzt wieder in meiner Suite und schreibe dir diese Zeilen. Ich habe mein Schwert in diesem ganzen Lusttaumel in Mabs Ballsaal vergessen, doch mir ist so, als hätte Alex das Schwert mitgenommen. Wie immer die Besonnene.

13. April 2019 Nachmittag auf der Titanic II

3. Tag: Verzweiflung

O mein Freund, die Katastrophe ist eingetreten. Mein Schwert wurde gestohlen. Jetzt habe ich Syltanus nichts mehr entgegenzusetzen. Josefine hat die Nacht mit dem Priester dieses elenden Schwarzenberg verbracht, um mehr über die Machenschaften herauszubekommen. Sie hat herausgefunden, dass Schwarzenberg anscheinend einen äußerst starken Diebstabszauber gewirkt hat. Doch bevor sie mehr erfahren konnte, ging der Priester auch schon in Flammen auf – Syltanus hat ihn getötet. Er ist jetzt in dem Besitz des Schwertes. Alle wahnzitzigen Hoffnungen sind dahin. Ohne Schwert kann ich mich direkt zur Schlachtbank führen lassen.

Ach, noch eins, das Dich interessieren wird: Schwarzenberg hatte das vierte Buch Kemmlers in seinem Besitz, das Alex an sich genommen hat.

Wir haben darauf eine Menge Diskussionen geführt. Eine Unterredung mit Odin war auch dabei. Alex fragte ihn, ob er Loki damit beauftragen könne, für uns das Schwert zurückzuholen. Doch er konnte uns nur anbieten, einen Kontakt zu ihm zu vermitteln. Dafür wollte er aber auch das Buch Kemmlers haben. Ich hätte es ihm für weit weniger gegeben, immerhin traue ich ihm mehr, als fast jedem. Doch besonders Helmut wollte davon nichts wissen, aber auch den anderen war es nicht genug. Es ging ja auch nicht um ihr Leben … Alex hat das Buch jetzt verbrannt, also besteht keine Hoffnung mehr, um diese Hilfe zu bitten.

Immerhin habe ich für Christine ein Schutzamulett bei Odin in Auftrag gegeben, damit sie hier an Bord nicht verletzt wird. Sie ist schließlich nur ein Mensch zwischen all den … Monstern. Dafür hat Odin jetzt einen Gefallen bei mir offen. Bei Josefine auch, die für sich auch ein Schutzamulett geordert hat.

Danach kam Nicodemus noch einmal vorbei, um mir die Münze erneut anzubieten. Plötzlich hatte ich wieder eine Vision, wie ich mit Kameraden zusammen auf dem Schlachtfeld stehe, wie wir hinterher gemeinsam am Lagerfeuer sitzen, die Gesellschaft der anderen genießen. Wie Brüder, die alles miteinander teilen. Mich überfiel eine tiefe Sehnsucht. Nie mehr allein. Eine Gemeinschaft, wie sie nur unter Männern möglich ist. Dazu eine Macht, die ihresgleichen sucht. Ich würde Syltanus zerquetschen. Diesmal fiel es mir schwerer, die Münze nicht anzunehmen. Doch als ich Nicodemus auffordern wollte, sie wieder mitzunehmen, kam er mir zuvor. Er erklärte, dass er mir die Münze einfach leihweise überlasse und ich könne mich auch noch später dafür entscheiden. Wenn ich sie doch nicht wolle, könnte ich sie immer noch zurückgeben. Damit ließ er die Münze auf dem Tisch liegen und ging. Ich packte die Münze in ein Taschentuch und steckte sie ein.

Und wieder waren wir kein bisschen weitergekommen. Helmut hatte schließlich die Idee, eine Schiffskapelle aufzusuchen. Ausgerechnet. Aber du wirst das Ausmaß meiner Verzweiflung erkennen, lieber Freund, wenn ich Dir sage, dass ich zustimmte. Auch Christine kam mit. Josefine war kurz nach Nicodemus’ Besuch gegangen, Alex auch.

Also saßen wir zu dritt in einer wirklich charmebebfreiten Schiffskapelle. Nun, hier sollte wohl jeder seinen Gott finden, ohne dabei von schmückendem Beiwerk gestört zu werden. Und tatsächlich hörte ich mich plötzlich beten … Sagen wir, ich fing an „Gott” Vorwürfe zu machen. Wo war er denn, wenn man ihn mal wirklich brauche, wenn 3000 Menschenleben auf dem Spiel stehen, das wäre doch mal ein guter Zeitpunkt, sich blicken zu lassen. Aber nein, er würde sich ja immer schön heraushalten. Genau wie damals, als mich meine Familie auf mein Leben als Weißer Vampir vorbereitete … Am Ende schrie ich fast. Doch da stand auf einmal ein kleines Mädchen neben mir. Es wollte ein Eis essen gehen. Irgendwie schien das genau das Richtige zu sein. Auch Helmut und Christine kamen mit. Es hatte etwas seltsam Tröstliches, in dem kleinen Café zu sitzen und dem Mädchen beim Eisessen zuzusehen – und dann heiße Schokolade zu trinken. Etwas, das ich seit Kindestagen nicht mehr getan habe. Rahel, so hieß das kleine Mädchen, war wirklich entzückend. Es versicherte mir, wie lieb es mich habe.

Als wir drei danach zusammen zur Suite zurückgingen, waren wir alle ruhiger und ich legte die Münze leichten Herzens in den Tresor. Nicht einmal die Tatsache, dass Alex meine geliebte Gattin dabei beobachtet hatte, wie sie mit Syltanus ein Abkommen geschlossen hat, konnte mich aus meiner Gelassenheit reißen. Josefine hat den Drachen dazu bekommen, mich aus dem Duell zu entlassen, wenn diese im Gegenzug alles dafür tut, dafür zu sorgen, dass die Magier am Ritual teilnehmen. Aber ich will ja gar nicht aus dem Duell entlassen werden. Ich weiß, Josefine sorgt sich. Aber den Tod von 3000 Menschen zu verantworten, nein, das kann ich auch nicht. Und obwohl wir keinen Plan mehr haben, bin ich gerade sehr zuversichtlich, während ich Dir diese Zeilen schreibe. Wir müssen uns bereitmachen, für den 3. Abend.

14. April 2019 Tagsüber auf der Titanic II

3. Abend: Winterritter

Mein Freund, Du wirst es ja mitbekommen habe, ich bin wieder Mabs Winterritter. Glaube mir, ich bin so überrascht wie Du. Aber der Reihe nach.

Der letzte Abend brach an, wie die anderen auch. Zuerst das Menü, danach der Tanz. Doch die Stimmung blieb gedrückt. Alles war wie unter einer Schneedecke, leise und gedämpft.

Ich selbst hatte einen Entschluss gefasst. Als es soweit war, forderte ich Mab zum Tanz auf. Ich fragte sie, nach meinem Dämon. Am Anfang des Tanzes schien sie geistesabwesend. Doch als sie verstand, dass ich sie um ein Geschäft bat, gab sie mir zu verstehen, dass sie ihren Winterritter zurückhaben wollte. Ich willigte ein. Sofort verschwand der Ballsaal um uns herum und ich lag mit Mab auf dem Tisch. Nun, Du und die gesamte übernatürliche Welt wart ja Zeuge …

So auch die Gesellschaft im Ballsaal. Wie mir später berichtet wurde, tanzte Alex da gerade mit Syltanus, als alle mitbekamen, was geschah. Syltanus soll vor Zorn geglüht haben und hat Josefine Paktbruch vorgeworfen. Damit löste er offensichtlich einen Fluch aus, der Josefine traf, da diese ja einen bindenden Vertrag mit ihm eingegangen war. Doch wurde der Fluch von Odins Schutzamulett aufgehalten, war aber so stark, dass er die Walküre umwarf, die wohl irgendwie an den Schutz gekoppelt war. Was können wir froh sein, dass Josefine so weitsichtig war, für sich einen Schutz zu beschaffen.

Ich hingegen verbrachte die Nacht auf dem Steintisch. Am Morgen danach schlug mich Mab erneut zu ihrem Ritter – selbst als Winterritter merke ich den Schlag noch immer. Und sie übergab mir ein Schwert. Grimfang. Und erklärte mir, wie ungehalten sie wäre, sollte ich das Duell nicht gewinnen.

Ich sitze jetzt wieder in meiner Suite. Die Karten sind neu gemischt. Josefine ist nicht erfreut. Sie wirft mir vor, dass ich sie alleine lasse. Meine Zusicherung, dass ich ihr auch als Winterritter zur Seite stehen würde, stimmte sie kaum milde. Ja, den Königstitel kann ich nun nicht mehr tragen. Kein Mann kann zwei Königinnen dienen. Aber ich werde es versuchen. Eben kam Nicodemus vorbei und hat die Münze geholt. Er fand meine Entscheidung bedauerlich.

14. April 2019 spät auf der Titanic II

4. Abend: Das Duell + das Ritual

Der letzte Abend brach an. Wir gingen ein letztes Mal zusammen zum Ballsaal, der sehr viel größer als vorher war, eindeutig für das Duell vorbereitet. Ich hatte meinen Winterritter-Rüstung mit Mantel angelegt – so schritt ich zu Mabs Tisch und verbeugte mich vor meiner Königin. Als Gunstbeweis übergab sie mir ihr Tuch – und danach habe ich Syltanus erschlagen. Gleichzeitig haben die Magier das Ritual durchgeführt und so tatsächlich das Tor zu den Outsidern unter einem Eisberg verschlossen. 

Interessantes Detail: Das Ritual war damals beim ersten Untergang der Titanic bereits durchgeführt worden – doch war der Eisberg mittlerweile geschmolzen. Deshalb musste das Ritual erneuert werden. Es scheint, als hätte der Sommerhof damit etwas zu tun. Zutrauen würde ich es ihnen.

Ich werde diesen Brief jetzt beenden. Meine besten Wünsche begleiten Dich und ich hoffe, Du bist wohlauf, aber ich nehme an, Mab wollte nicht, dass Du an unserer Seite weiltest. Es wäre wohl zu einfach gewesen … 

Wir werden uns sicher eine Weile nicht sehen. Du weißt ja, wo Du mich finden kannst. Bitte hab’ ein Auge auf Josefine, sie wird jetzt etwas einsam sein. 

Leb wohl mein getreuer Freund.

Dein Jean-Claude