07 Apr

Operation “Babelsberg”

Szene 1 (Vogels Wohnung):

Prenzlauer Berg, in einer Wohnung im ersten Stock wurden zwei verbrannte Körper gemeldet, in der Wohnung hat sonst nichts Feuer gefangen. Es ist Sonntagmittag, 5.4.2020.

  • eine Streife hat den Tatort kurz gesichtet und wartet jetzt auf die Spusi
  • ein Polizist steht vor der Wohnungstür, der andere steht bei der Nachbarin, die die Toten gemeldet hatte, im Gang, während sie in der Küche sitzt (1,5m Abstand).
  • Nachbarin: Melanie Meyer (30), Flugbegleiterin Lufthansa, seit 2 Wochen in Kurzarbeit, befreundet mit dem Nachbarpärchen, wollte ihnen aufgebackene Brötchen in die Küche legen und bemerkte den schlimmen Geruch in der Wohnung, die Tür zum Schlafzimmer stand offen
  • Melanie hatte die beiden Nachbarn abends noch kurz an der Tür gesehen und das mit den Brötchen ausgemacht. Die beiden kamen ja gerade vom Flughafen und hatten nichts zu essen im Haus. Sie haben eine leere Lufthansa-Maschine von Köln/Bonn nach Schönefeld überführt.
  • Melanie war gegen 5 Uhr morgens kurz wachgeworden, aber dann gleich wieder eingeschlafen.
  • In der Wohnung liegen auf dem Bett im Schlafzimmer zwei Skelette in Ascheumrissen, die Bettlaken und Decken sind nur leicht angeschmaucht, sonst ist nichts in Brand geraten.
  • drei Ringe liegen um die Fingerknochen zwei schmale Silberringe (Liebe ist ewig, M&D), ein breiterer Goldring (Martha&Reinhard, 5. April 1970)
  • Die Toten heißen:

Martin Vogel (Lufthansa-Pilot, geb. 1973)

Dieter Wolkenhain (Lufthansa-Copilot, geb. 1976)

Beide waren seit 4 Jahren ein Paar und lebten seitdem in Martin Vogels Wohnung zusammen.

  • Martin trug den Ehering seines Vaters als Glückbringer. Am Tag, als sein Vater zu seinem letzten Flug aufbrach, ließ er den Ring für Martin in einem Briefumschlag auf dem Küchentisch zurück.
  • In der Küche hängt ein Bild von Martins Vater:

Interflug-Kapitän Reinhard Vogel, geb. 1945, starb/verwand 1983.

Er war ein parteitreuer Mann und hatte sogar die Flugfreigabe für das kapitalistische Ausland.

Martin hatte nie herausgefunden, was mit seinem Vater passiert war. Die Partei schickte einen Verdienstorden und erklärte ihn für tot. Seine Frau Martha Vogel bekam die Mietwohnung als Eigentum übertragen. Sein Vater hatte seine Dienstuniform an, als er ging. Nach der Wende hatte Martin etwas halbherzig versucht herauszufinden, was mit seinem Vater passiert war, bekam aber keine Antworten.

  • Auf dem Laptop/Handy sind die Spezifikationen des letzten Lufthansa-Jobs:

Martin Vogel (Kapitän), Dieter Wolkenhain (Copilot), Nina Wengler (Flugbegleiterin) sollen einen Airbus A310 (LH 23) von Köln/Bonn nach Berlin-Schönefeld überführen, ohne Passagiere. Von Nina Wengler gibt es Kontaktdaten.

  • Nina Wengler, Flugbegleiterin, wohnt in Hamburg und ist gestern mit einer kleinen Linienmaschine noch nach Hamburg geflogen. Sie erzählt, dass die die Maschine in Schönefeld ganz abgelegen abgestellt haben, im Bereich F. Der Betonboden ist rissig, Stahlträger ragten aus dem Boden und alle haben sich lustig über diese Parkposition gemacht. Allerdings waren die üblichen Parkpositionen auch bereits alle mit abgestellten Maschinen besetzt.

Der Geist des Vaters (Reinhard Vogel):

An seinem Hochzeitstag manifestiert sich der Geist bei seinem Hochzeitsring … und erkennt, dass sein Sohn in einer homosexuellen Beziehung lebt. Er wird so zornig und sammelt von seinen Flugzeuggeistern so viel Energie, dass er seinen Sohn und seinen Partner zu Asche verbrennt. Gleichzeitig schlägt ein Blitz in LH 23 ein und die Skelette der Passagiere manifestieren sich auf den Sitzen. Auch ihre Geister bevölkern nun das Flugzeug.

Martin und Dieter hinterlassen ganz schwächliche und völlig verwirrte Geister.

Szene 2 (Flughafen Berlin-Schönefeld):

Über dem Flughafen hat eine Gewitterzelle aufgebaut. Es regnet und windige Böen fegen über das Gelände. Ab und zu blitzt es in den aufgetürmten Wolken.

Eine Flughafenkamera hat morgens um 5 Uhr einen Blitz aus wolkenlosem Himmel aufgenommen, der in LH 23 eingeschlagen ist.

Das Flugzeug, ein Airbus A310, steht im Bereich F. Der Beton ist rissig, es wächst Unkraut aus den Spalten, die senkrechten, aber leicht deformierten Stahlträger eines ehemaligen Hangars ragen in die Höhe. In der Nähe sind ein paar Flughafen-LKW (drei Containerwagen und ein Tankwagen) geparkt. Es regnet und Windböen fegen über das Gelände.

Im Boden um das Flugzeug und innerhalb des ehemaligen Hangars ist in den Beton ein dicker völlig mit Grünspan korrodierter Kupferring eingelassen. Er ist an vielen Stellen gebrochen. Bei genauem Hinsehen erkennt man, dass geschmolzenes Kupfer in viele alte Risse im Beton gelaufen ist. Danach setzt erst die Verwitterung ein.

Eine Treppe ist noch am Flugzeug angedockt.

Im Flugzeug sitzen die Skelette von 200 Passagieren auf ihren Sitzen und starren Euch aus leeren Augenhöhlen an. Es ist vollkommen still im Flugzeug und sehr kalt. Der Atem kondensiert.

Die Skelette sind angezogen, aber die Stoffe zerfallen sofort bei Berührung, wie auch die Skelette bei der geringsten Bewegung in sich zusammenfallen … um sich dann Augenblicke später in Ektoplasma zu verwandeln! Die Kleidung ist altmodisch und im Stil der 80er Jahre DDR. Alle tragen eine breite orangefarbene Armbinde, die mit feinen, völlig korrodierten Kupferfäden durchwirkt sind. Auch diese (inklusive des Kupfers) zerfallen und verwandeln sich in Ektoplasma. Ebenso wie vereinzelte Ausweispapiere und Fotos. Niemand trägt Schmuck o.ä. Die Gepäckfächer sind leer.

Es sind keine Skelette von Piloten oder Flugbegleitern an Bord.

Mit der Sicht oder mit Lore herrscht in dem Flieger das blanke Chaos. Hass, Verzweiflung, Todesangst sind die vorherrschenden Emotionen. Die Passagiergeister werden immer wieder von den Geistern der Crew überlagert, obwohl es von der Crew keine Skelett-Abbilder gibt.

Kampf im Flugzeug: Aspekt „Es ist sehr eng“

  • Irgendwann reißt ohne Vorwarnung eine Gepäckfachabdeckung aus der Befestigung und schießt durch das Flugzeug. Ebenso: ein Verbandskasten, Schwimmwesten von unter den Sitzen.
  • Über das Lautsprechersystem kommt: Aspekt „Infernalisches Kreischen“
  • Dann versucht der Business-Class-Vorhang und das Bordmikrophon einen nahestehenden Charakter zu strangulieren.
  • Der Teppich im Gang löst sich und bringt evtl. jemanden zu Fall.
  • Die Kopfstützenschoner aus Papier fliegen gezielt in die Gesichter der Charaktere.

Wer das Flugzeug verlässt: Alterness gegen +6 (fantastisch). Ein Blitz schlägt ein mit +6 und Weapons:4.

Über den Zaun des Flughafens sieht man, wie sich mehrere Einsatzfahrzeuge der Polizei nähern. Sie fahren zu drei unterschiedlichen Gebäuden außerhalb des Flughafengeländes (kleinere Firmen) dort wurde gemeldet: eine Angestellte, die von unbekannten Personen angegriffen worden ist, Sachbeschädigungen von unbekannten Personen. Alles zeitgleich mit dem Angriff im Flugzeug.

Außerdem schweben die 21 Geister eines Flugzeugunglücks (17. Juni 1989, Iljuschin-62MK der Interflug) auf das Flugzeug zu.

Auch die 72 Geister eines Absturzes vom 12. Dezember 1986, Tupolew Tu-134A der Aeroflot, nähern sich langsam, aber sicher, sind aber noch Kilometer weit entfernt.

→ Das Flugzeug zieht langsam, aber sicher alle Geister der Umgebung an, es bildet sich ein Strudel.

Operation Babelsberg:

Der Kader Elementare Kräfte (KEK) der DDR bestand aus drei Personen, zwei Männern und einer Frau. Vera Bachmann war ursprünglich Mitglied des Weißen Rates, stellte dann aber ihre Fähigkeiten der Stasi zur Verfügung und „trat aus dem WR aus“. Sie lebte mit zwei Männern zusammen, beide ebenfalls talentierte Zauberer, aber nicht Mitglieder des Weißen Rates. Ludwig Bremer und Fritz Bikowski. Die drei waren praktisch nie getrennt und schützten sich so gegenseitig, besonders vor den Wardens. Sie waren alle drei psychisch manipulative Lawbreaker. Weil die Wardens die drei nicht in die Finger bekamen, wurden die Wege durchs Nevernever stark bewacht. (Inoffiziell: Kommune Bachmann.)

Bei der Operation Babelsberg ging es darum ein komplettes Flugzeug zu verschleiern, ohne die Technik zu kompromittieren. Das eigentlich gut vorbereitete Ritual musste dann Anfang November 1983 überstürzt abgeschlossen werden, als das NATO-Manöver Able Archer den Eindruck vermittelte, dass ein Angriff des Westens unmittelbar bevorstünde. Das Flugzeug sollte am 8. November 1983 eine Atombombe direkt nach Bonn fliegen, wo während des Manövers das temporäre NATO-Hauptquartier eingerichtet war. Um das Flugzeug tarnen zu können, musste es während des Fluges kontinuierlich mit Energie versorgt werden, was durch 200 unfreiwillige Passagiere (politische Gefangene) bewerkstellig wurde, die kurz vor dem Besteigen des Flugzeugs mit Zyankali vergiftet wurden. Ein temporaler Verzögerungszauber sorgte dafür, dass sie nur langsam an den Gift starben.

(Am 8. November wurden 200 politische Gefangene aus der Untersuchungshaftanstalt Berlin-Hohenschönhausen verlegt. Wohin ist nicht belegt, aber klar ist, sie wurden zum Flughafen Berlin-Schönefeld gebracht.)

Die Maschine Iljuschin IL-62 der Operation Babelsberg hatte die Flugnummer IF-13. Ihre Route führte sie in direkter Linie nach Bonn. Der Flug war sogar offiziell angemeldet, obwohl es nie Flugnummern mit einer 13 gibt. Als die Maschine über dem Harz war, kam der Befehl des Ministerium für Staatsicherheit die Operation sofort abzubrechen. Da das Flugzeug per Funk nicht erreicht werden konnte (wegen des Schleiers), musste das Ritual von den Zauberern abgebrochen werden. Die gewaltige Energie wurde in den Boden entlassen, der Kupferring schmolz, der Beton zersprang und der Hangar stürzte ein. Die Technik von Flug IF-13 setzte aus, das Flugzeug stürzte in eine Schlucht im Harz.

Einen Tag später wurde die Atombombe geborgen und das gesamte Gebiet zum Sperrgebiet erklärt. Nach der Wende wurden die Zäune und die Schilder erneuert. Sperrgebiet, Gefahr durch alte Kriegsmunition. Irgendwie hat niemand dieses Gebiet wirklich auf dem Schirm.

Szene 3 (Harz, Absturzstelle von Flug IF-13):

Das Sperrgebiet umfasst ein tiefeingeschnittenes, dicht bewaldetes Tal im Harz. Die alte Iljuschin liegt am ewig schattigen Grund des Tales, völlig überwuchert. Der Zaun mit den Warnschildern ist an mehreren Stellen kaputt und an einer Stelle führt auch ein kaum sichtbarer Trampelpfad in das Tal.

Es gibt keine Fahrwege zur Absturzstelle. Der Fußmarsch dauert etwa eine Stunde durch unwegsames steiles Gelände.

Über dem Trampelpfad ist nach ca. 100 Metern eine Alarmfalle angebracht. Ebenso finden sich mehrere umgebaute Wildkameras mit Sendern.

Die Prepper sind mit modernen Armbrüsten, Recurvebögen und Handfeuerwaffen ausgerüstet. Außerdem haben sie mehrere Fallen gebaut. Sie besitzen Tarnkleidung und Scharfschützentarnung.

2 Personen halten Wache am Eingang zum Tal (Ravioli-Dose) Recurvebogen und Jagdgewehr.

Ein Prepper, der sich gerade selbst mit einer Action-Cam filmt, hat ein Gewehr.

Ein Wikinger-Prepper, mit Recurvebogen.

Ein schwer bewaffneter Bundeswehrprepper, der mit sich selbst spricht.

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