01 Jan

Eilige Zeit

SL Lena

Oder auch: der erste Denarier in Berlin

Weihnachten in Berlin; am 24.12. leiern “Heilige Nacht”, “Djingle Bells” und “Wham!” im Radio hoch und runter. Am Flughafen Tegel sitzen der letzte Warden Deutschlands, Alexandra Lehmann, der ehemalige GSG-Polizist, jetzt Söldner Heinz Schneider, die Kriegsberichterstatterin Sophia Scholl-Latour sowie die Ikebana-Erschafferin Kim Yuë im Empfangsbereich und warten darauf, Menschen abzuholen (Alex will Frau Bikowski nach Hause bringen, um mit ihr Weihnachten zu feiern). Alle Flüge sind wegen Schneegestöbers Stunden verspätet, eine bierselige Nachbarschaftsatmosphäre entsteht, während anderswo Weihnachten gefeiert wird.

Plötzlich stehen Hunde mitten zwischen ihnen, greifen einen alten Priester im Abflug-Bereich an. Während Alex versucht, gegen die Hunde zu kämpfen, die wie gebeamt schnell von Ort zu Ort springen, erkennt Heinz, dass ein kleines rotes Tentakelwesen den Zeiger der Uhr angehalten hat. Sophia entdeckt einen kleinen Mann mit Backenbart und Brille, der einen grauen Uhrwerker-Kittel anhat. Er scheint die Höllenhunde zu befehligen. Heinz kann im Kampf zwei Kollegen von der Polizei vor den Hunden retten.

Der Priester, Bruder Markus, verstirbt in den Armen von Kim und Sophia, die versuchen, ihn zu behandeln, und spricht gebrochen: „Mün-ze!“, bevor er zusammenbricht. Als Alex ihn mit dem Dritten Auge betrachtet hat, sieht er einen jungen Sämling in einer faulenden Schale aus zerfallendem Humus (wie eine Apfel, dessen Fleisch den Wachstum der Kerne nährt).

Zurück bei Alex finden sie ihre und Frau Bikowskis Wohnungen überfallen und ausgebrannt vor; der Keller ist verwüstet, 5 von 13 Katzen sind tot. Der Troll Susi kann verwundet in einem Müllcontainer einige Häuser weiter gefunden werden. Man entschließt sich zum Rückzug in der Stadtwohnung der Scholl-Latours in Charlottenburg. Heinz stellt Sicherungen und Kameras auf.

Als Kim ihre Ikebana-Schale aus ihrer Wohnung holen will, werden sie erneut von Achroniel und seinen Hunden überfallen (am Kottbusser Platz), jedoch nachdem sie schon in der Wohnung waren. Heinz kann den Höllenhund aus dem Treppenhaus rausschießen, während Sophia dem Uhrmacher hoch zur U-Bahn auf der Hochtrasse folgt. Dort konfrontiert sie ihn und erfährt, dass Achroniel, der gefallene Engel der Zeit, die Spur zu seiner Geliebten (Avriel, nun genannt Castariel) aufgenommen hat und sie aus den Händen des Judasordens befreien will. Die anderen kommen zur Hilfe und retten die Passanten in der Bahn, einer der Hunde ist durch Sophias Gebet verletzlich und wird von Heinz per Kugeln gesprengt.

Über die einzige Nummer in des Priesters Wegwerf-Handy kommt man in Kontakt mit Vater Johannes,  einem viel jüngeren Priester des Ordens des Heiligen Judas. Dieser Orden wurde, so erzählt Johannes, gegründet, um die von der Katholischen Kirche eingesammelten Münzen der Denarier vor dem Zugriff der übrigen Denarier zu schützen. Zweierteams von Priestern sind stets auf Reisen, bleiben nie länger als zwei bis drei Tage an einem Ort, benutzen stets Wegwerfhandys, hinterlassen keine Spuren, nehmen keinen Kontakt auf. Sie wechseln die Münzen per Münzwurf untereinander (sie tauschen sie also nicht regelmäßig), damit nicht einer immer dem Einfluss der Gefallenen ausgesetzt ist.

Man entschließt sich, mit Bruder Johannes eine Falle aufzustellen: Am Platz am Nordbahnhof (ehemals Grenzübergang Bernauer Straße), wo ein Weihnachtsmarkt aufgebaut ist, erschaffen sie mit Kims Hilfe ein riesiges Feng-Shui auf dem Platz. Heinz bereitet sich minutiös zu, und diverse Vorbereitungen werden getroffen.

Schlussendlich kann Alex den Denarier Achroniel töten, doch die Münze wird auf sie zugeschleudert und berührt ihren Magischen Schild. Da Alex die Münze in eine bestimmte Richtung treiben möchte, erschwert sie sich das Manöver zusätzlich und nimmt eine extreme Konsequenz (sie hört Achroniels Stimme).

Heinz bringt den Priester aus der Stadt, um ihm bei der Flucht zu helfen.

Im mundanen Berlin geht man von mehreren Terror-Anschlägen aus, die die Stadt getroffen haben, unter anderem auf dem Weihnachtsmarkt am Nordbahnhof.