13 Dez

Outsider in Berlin

Museumsinsel, Ägyptische Ausstellung

  • Heute Vormittag hat Weißer Vampir Henri Waschkau hat versucht, SHW bei einer Presseveranstaltung der Bundespresseanstalt zu bezirzen.
  • Linken-Politikerin Susanne Hennig-Wellsow Staatssekretärin der Linken
  • Arkane Nullzone, die keine übernatürliche Macht zulässt, riesiger Bereich

Marienkirche

  •  Schutz von Berlin in der Grabplatte von Albrecht dem Bären bricht, fließt nach Köpenick
  • Alex: “Niemand opfert hier irgendjemanden!”
  • Zone der Antimagie geht grob vom Reichstag aus.

Siegessäule 

  • Outsider im Tiergarten beim Reichstag
  • Jean-Claude und Ernst-August machen Schulden bei Winter
  • Mordit in der Siegessäule eingesperrt

In die Schweizer Botschaft

  • Im Keller Mordit
  • Einfluss des verdorbenen Alberichs
  • Portal zu den Outer Gates geschlossen
  • Zwerge von Alberich
  • Portal in Alberichs Reich ist noch offen

In der Spree

  • Outsider in der Spree bekämpft. 
  • Björn Ritter Berlins, mit Preußen-Schwert
  • Jean-Claude als Ritter Mabs
  • Josefine hält mit Reichsapfel den Einfluss des Outsiders draußen

Wieder in der Schweizer Botschaft

  • Josefine ruft ihren Cleaner-Squad, um die besoffenen Outsider-versuchten Menschen zu beseitigen
  • Ernst-August fordert den Outsider zum Kampf, der sagt ab
  • Josefine & Jean-Claude verlassen den Ort mit Reichsapfel, um die Krone Preußens zu holen
  • Björn & Alex sind gefühlsverwirrt. Alex: “Wir sind nur Freunde!” Björn: “Aha. Nur Freunde. So Biertrinkfreunde. Kaffeefreunde.”
  • Outsider kommt und greift an (nicht körperlich)
  • E-A beschwört das Eis des Nullpunkts
  • Alex findet einen Bluttropfen mit Zeitassoziation und -flashbacks

Durch das Sommerportal

  • Blutstropfen sind hier auch vorhanden – offenbar ist jemand heftig verwundet worden, weg vom Portal ins Reich hinein
  • Björn dreht 3 Gruffs mit Wahrem Sommer um
  • Bietet Alberich an, sein Geschenk zurückzuforden, damit Alberich den Ring/Münze von Achroniel zurückfordern kann.
  • Erkenntnis: dann wird Achroniel wieder von der Münze befreit
  • Auf Josefines Drängen und Anfrage bei Alberich, ob er erlöst werden will, ersticht Björn Alberich und übernimmt seinen Mantel. “Verzeih mir, Alex.” -> Freier Wille ist weg
  • Das Reich verändert sich noch nicht sofort: das ist Björns Kampf
  • Kampf gegen den Outsider im Keller vom Herzogenschloss
  • Björn verleiht Josefine den Raum als Lehen, Josefine ihm im Gegenzug ihre Wohnung in Berlin, um den Outsider mit dem Reichsapfel auf ihrem Gebiet blockieren zu können.
  • Jean-Claude vernichtet den Outsider
18 Mai

Sophias Brief an Max

Berlin, 17. Mai 2020

Lieber Max,

ich sitze bei Ernst-August im Haus und schreibe dir einen Brief. Dabei sitzt du nur wenige Räume weiter. Aber ich habe gerade das Bedürfnis dazu.

Du hast mich gefragt, wie Gott all das Unrecht zulassen kann. Warum er nicht eingreift. Ich habe darauf nicht wirklich eine Antwort. Denn ich kenne seine Pläne nicht.  Wie du ja weißt, lenkt Gott meine Schritte dahin, wo ich gebraucht werde. Aber was ich dann dort tue, ist immer meine Entscheidung. Und auch ich habe gezweifelt und auch ich bin gestrauchelt. Ich bin nur ein Mensch, der versucht, das Richtige zu tun.

Wofür ich ihm immer dankbar sein werde, ist, dass ich dich kennenlernen durfte. Du bist ein so tapferer und starker Mann, der in höchster Not einen Pfad einschlug, der in das tiefste Dunkle hätte führen können. Aber du hast dem widerstanden, du konntest dieser Versuchung entsagen. Das verlangt so viel Mut. Dafür bewundere ich dich. Du sagtest, du kannst noch nicht wieder beten. Ich glaube für dich mit. Denn ich weiß, dass du ein gutes Herz hast. Nur – du musst davon auch überzeugt sein. Du sagtest, du fühlst dich hilflos im Angesicht des Bösen. Doch es ist nicht mein Schwert oder Alex’ Zauber, die einem Denarier entgegentreten – es ist ein mutiges Herz.

Das heißt nicht, dass du nicht versucht werden wirst und es heißt auch nicht, dass du nicht auch mal eine falsche Entscheidung triffst – aber ich glaube fest daran, dass du letztendlich immer wieder auf den rechten Weg zurückfinden wirst, denn es ist der Weg der Hoffnung – dein Weg.

Ich glaube an dich
Sophia

18 Mai

Sophias Brief an Alex

Berlin, 17. Mai 2020, im Haus von Ernst-August

Liebe Alex,

während du mit Ernst-August zu Josephine gefahren bist, habe ich das Kleid für heute Abend anprobiert. Ich habe ein seltsames Gefühl dabei. Ich habe dir ja bei unserem Gespräch gesagt, dass ich nie so geliebt habe wie du – also nicht einen Mann. Die Liebe zu Gott ist eine andere. Aber wenn ich jetzt an Zagreus denke … ihn hätte ich lieben können. 

Falls ich nicht zurückkehren sollte – ich weiß auch nicht, warum ich das denke, aber als Ritterin des Kreuzes muss man immer auf alles gefasst sein – möchte ich dir danken, dass du meine Freundin bist Ich schreibe bist, denn ich werde, egal, was passiert, bei dir bleiben, denn ich weiß, die Liebe zu Gott ist groß und seine Wege sind unergründlich.

Ich würde gern öfter mit dir Zeit verbringen, aber unsere Leben lassen uns kaum die Zeit dazu. Gott schickt mich auf so viele verschlungene Wege, aber wenn du dabei bist, weiß ich, alles wird gut. Ich hätte noch gern mehr Gespräche im Schlafanzug nebeneinander im Bett mit dir geführt … Ich hatte gehofft, du wohnst wieder eine Weile bei mir. Aber ich glaube, das ist nur eine schöne Vorstellung, denn dieses Bild verblasst bereits. 

Alex, du hast so ein großes Herz und ich danke dir, dass ich darin Platz gefunden habe. Ich muss an unser Gespräch denken. Vielleicht ist Björn nicht der Richtige … Vielleicht ist er es. Die Liebe ist nie eine Garantie. Lieben kann man nur einseitig. Wenn sie erwidert wird, ist das ein großes Glück. Wenn derjenige das nicht tut, ja, das tut weh. Aber verschließe dein Herz nicht, denn es wird jemand kommen, der es wert ist, darin zu wohnen. Ich rücke dann auch etwas zu Seite 😉 

Und wenn es dir möglich ist, hab ein Auge auf Max, wenn ich es nicht kann. Er ist ein guter Mensch, doch er traut noch nicht genug auf sich. Manchmal braucht man eine Freundin, die an einen glaubt.

Ich werde diesen Brief Jakob geben, der wird wissen, ob und wann er ihn aushändigen soll. Vielleicht wird er ihn auch einfach verbrennen.

Dieses rote Kleid, ich bin gespannt, was du dazu sagst. Auf einen Abschlussball bin ich auch nie gegangen. Das würde ich gerne noch mit dir machen – auf deiner oder meiner Hochzeit tanzen. Wer weiß, wohin unsere Wege uns noch führen – wohin der Herr mich lenkt. 

Deine Sophia

P.S. Ich summe schon die ganze Zeit eine Zeile aus Major Tom 
I’m stepping through the door
And I’m floating in a most peculiar way
And the stars look very different today

07 Apr

Operation “Babelsberg”

Szene 1 (Vogels Wohnung):

Prenzlauer Berg, in einer Wohnung im ersten Stock wurden zwei verbrannte Körper gemeldet, in der Wohnung hat sonst nichts Feuer gefangen. Es ist Sonntagmittag, 5.4.2020.

  • eine Streife hat den Tatort kurz gesichtet und wartet jetzt auf die Spusi
  • ein Polizist steht vor der Wohnungstür, der andere steht bei der Nachbarin, die die Toten gemeldet hatte, im Gang, während sie in der Küche sitzt (1,5m Abstand).
  • Nachbarin: Melanie Meyer (30), Flugbegleiterin Lufthansa, seit 2 Wochen in Kurzarbeit, befreundet mit dem Nachbarpärchen, wollte ihnen aufgebackene Brötchen in die Küche legen und bemerkte den schlimmen Geruch in der Wohnung, die Tür zum Schlafzimmer stand offen
  • Melanie hatte die beiden Nachbarn abends noch kurz an der Tür gesehen und das mit den Brötchen ausgemacht. Die beiden kamen ja gerade vom Flughafen und hatten nichts zu essen im Haus. Sie haben eine leere Lufthansa-Maschine von Köln/Bonn nach Schönefeld überführt.
  • Melanie war gegen 5 Uhr morgens kurz wachgeworden, aber dann gleich wieder eingeschlafen.
  • In der Wohnung liegen auf dem Bett im Schlafzimmer zwei Skelette in Ascheumrissen, die Bettlaken und Decken sind nur leicht angeschmaucht, sonst ist nichts in Brand geraten.
  • drei Ringe liegen um die Fingerknochen zwei schmale Silberringe (Liebe ist ewig, M&D), ein breiterer Goldring (Martha&Reinhard, 5. April 1970)
  • Die Toten heißen:

Martin Vogel (Lufthansa-Pilot, geb. 1973)

Dieter Wolkenhain (Lufthansa-Copilot, geb. 1976)

Beide waren seit 4 Jahren ein Paar und lebten seitdem in Martin Vogels Wohnung zusammen.

  • Martin trug den Ehering seines Vaters als Glückbringer. Am Tag, als sein Vater zu seinem letzten Flug aufbrach, ließ er den Ring für Martin in einem Briefumschlag auf dem Küchentisch zurück.
  • In der Küche hängt ein Bild von Martins Vater:

Interflug-Kapitän Reinhard Vogel, geb. 1945, starb/verwand 1983.

Er war ein parteitreuer Mann und hatte sogar die Flugfreigabe für das kapitalistische Ausland.

Martin hatte nie herausgefunden, was mit seinem Vater passiert war. Die Partei schickte einen Verdienstorden und erklärte ihn für tot. Seine Frau Martha Vogel bekam die Mietwohnung als Eigentum übertragen. Sein Vater hatte seine Dienstuniform an, als er ging. Nach der Wende hatte Martin etwas halbherzig versucht herauszufinden, was mit seinem Vater passiert war, bekam aber keine Antworten.

  • Auf dem Laptop/Handy sind die Spezifikationen des letzten Lufthansa-Jobs:

Martin Vogel (Kapitän), Dieter Wolkenhain (Copilot), Nina Wengler (Flugbegleiterin) sollen einen Airbus A310 (LH 23) von Köln/Bonn nach Berlin-Schönefeld überführen, ohne Passagiere. Von Nina Wengler gibt es Kontaktdaten.

  • Nina Wengler, Flugbegleiterin, wohnt in Hamburg und ist gestern mit einer kleinen Linienmaschine noch nach Hamburg geflogen. Sie erzählt, dass die die Maschine in Schönefeld ganz abgelegen abgestellt haben, im Bereich F. Der Betonboden ist rissig, Stahlträger ragten aus dem Boden und alle haben sich lustig über diese Parkposition gemacht. Allerdings waren die üblichen Parkpositionen auch bereits alle mit abgestellten Maschinen besetzt.

Der Geist des Vaters (Reinhard Vogel):

An seinem Hochzeitstag manifestiert sich der Geist bei seinem Hochzeitsring … und erkennt, dass sein Sohn in einer homosexuellen Beziehung lebt. Er wird so zornig und sammelt von seinen Flugzeuggeistern so viel Energie, dass er seinen Sohn und seinen Partner zu Asche verbrennt. Gleichzeitig schlägt ein Blitz in LH 23 ein und die Skelette der Passagiere manifestieren sich auf den Sitzen. Auch ihre Geister bevölkern nun das Flugzeug.

Martin und Dieter hinterlassen ganz schwächliche und völlig verwirrte Geister.

Szene 2 (Flughafen Berlin-Schönefeld):

Über dem Flughafen hat eine Gewitterzelle aufgebaut. Es regnet und windige Böen fegen über das Gelände. Ab und zu blitzt es in den aufgetürmten Wolken.

Eine Flughafenkamera hat morgens um 5 Uhr einen Blitz aus wolkenlosem Himmel aufgenommen, der in LH 23 eingeschlagen ist.

Das Flugzeug, ein Airbus A310, steht im Bereich F. Der Beton ist rissig, es wächst Unkraut aus den Spalten, die senkrechten, aber leicht deformierten Stahlträger eines ehemaligen Hangars ragen in die Höhe. In der Nähe sind ein paar Flughafen-LKW (drei Containerwagen und ein Tankwagen) geparkt. Es regnet und Windböen fegen über das Gelände.

Im Boden um das Flugzeug und innerhalb des ehemaligen Hangars ist in den Beton ein dicker völlig mit Grünspan korrodierter Kupferring eingelassen. Er ist an vielen Stellen gebrochen. Bei genauem Hinsehen erkennt man, dass geschmolzenes Kupfer in viele alte Risse im Beton gelaufen ist. Danach setzt erst die Verwitterung ein.

Eine Treppe ist noch am Flugzeug angedockt.

Im Flugzeug sitzen die Skelette von 200 Passagieren auf ihren Sitzen und starren Euch aus leeren Augenhöhlen an. Es ist vollkommen still im Flugzeug und sehr kalt. Der Atem kondensiert.

Die Skelette sind angezogen, aber die Stoffe zerfallen sofort bei Berührung, wie auch die Skelette bei der geringsten Bewegung in sich zusammenfallen … um sich dann Augenblicke später in Ektoplasma zu verwandeln! Die Kleidung ist altmodisch und im Stil der 80er Jahre DDR. Alle tragen eine breite orangefarbene Armbinde, die mit feinen, völlig korrodierten Kupferfäden durchwirkt sind. Auch diese (inklusive des Kupfers) zerfallen und verwandeln sich in Ektoplasma. Ebenso wie vereinzelte Ausweispapiere und Fotos. Niemand trägt Schmuck o.ä. Die Gepäckfächer sind leer.

Es sind keine Skelette von Piloten oder Flugbegleitern an Bord.

Mit der Sicht oder mit Lore herrscht in dem Flieger das blanke Chaos. Hass, Verzweiflung, Todesangst sind die vorherrschenden Emotionen. Die Passagiergeister werden immer wieder von den Geistern der Crew überlagert, obwohl es von der Crew keine Skelett-Abbilder gibt.

Kampf im Flugzeug: Aspekt „Es ist sehr eng“

  • Irgendwann reißt ohne Vorwarnung eine Gepäckfachabdeckung aus der Befestigung und schießt durch das Flugzeug. Ebenso: ein Verbandskasten, Schwimmwesten von unter den Sitzen.
  • Über das Lautsprechersystem kommt: Aspekt „Infernalisches Kreischen“
  • Dann versucht der Business-Class-Vorhang und das Bordmikrophon einen nahestehenden Charakter zu strangulieren.
  • Der Teppich im Gang löst sich und bringt evtl. jemanden zu Fall.
  • Die Kopfstützenschoner aus Papier fliegen gezielt in die Gesichter der Charaktere.

Wer das Flugzeug verlässt: Alterness gegen +6 (fantastisch). Ein Blitz schlägt ein mit +6 und Weapons:4.

Über den Zaun des Flughafens sieht man, wie sich mehrere Einsatzfahrzeuge der Polizei nähern. Sie fahren zu drei unterschiedlichen Gebäuden außerhalb des Flughafengeländes (kleinere Firmen) dort wurde gemeldet: eine Angestellte, die von unbekannten Personen angegriffen worden ist, Sachbeschädigungen von unbekannten Personen. Alles zeitgleich mit dem Angriff im Flugzeug.

Außerdem schweben die 21 Geister eines Flugzeugunglücks (17. Juni 1989, Iljuschin-62MK der Interflug) auf das Flugzeug zu.

Auch die 72 Geister eines Absturzes vom 12. Dezember 1986, Tupolew Tu-134A der Aeroflot, nähern sich langsam, aber sicher, sind aber noch Kilometer weit entfernt.

→ Das Flugzeug zieht langsam, aber sicher alle Geister der Umgebung an, es bildet sich ein Strudel.

Operation Babelsberg:

Der Kader Elementare Kräfte (KEK) der DDR bestand aus drei Personen, zwei Männern und einer Frau. Vera Bachmann war ursprünglich Mitglied des Weißen Rates, stellte dann aber ihre Fähigkeiten der Stasi zur Verfügung und „trat aus dem WR aus“. Sie lebte mit zwei Männern zusammen, beide ebenfalls talentierte Zauberer, aber nicht Mitglieder des Weißen Rates. Ludwig Bremer und Fritz Bikowski. Die drei waren praktisch nie getrennt und schützten sich so gegenseitig, besonders vor den Wardens. Sie waren alle drei psychisch manipulative Lawbreaker. Weil die Wardens die drei nicht in die Finger bekamen, wurden die Wege durchs Nevernever stark bewacht. (Inoffiziell: Kommune Bachmann.)

Bei der Operation Babelsberg ging es darum ein komplettes Flugzeug zu verschleiern, ohne die Technik zu kompromittieren. Das eigentlich gut vorbereitete Ritual musste dann Anfang November 1983 überstürzt abgeschlossen werden, als das NATO-Manöver Able Archer den Eindruck vermittelte, dass ein Angriff des Westens unmittelbar bevorstünde. Das Flugzeug sollte am 8. November 1983 eine Atombombe direkt nach Bonn fliegen, wo während des Manövers das temporäre NATO-Hauptquartier eingerichtet war. Um das Flugzeug tarnen zu können, musste es während des Fluges kontinuierlich mit Energie versorgt werden, was durch 200 unfreiwillige Passagiere (politische Gefangene) bewerkstellig wurde, die kurz vor dem Besteigen des Flugzeugs mit Zyankali vergiftet wurden. Ein temporaler Verzögerungszauber sorgte dafür, dass sie nur langsam an den Gift starben.

(Am 8. November wurden 200 politische Gefangene aus der Untersuchungshaftanstalt Berlin-Hohenschönhausen verlegt. Wohin ist nicht belegt, aber klar ist, sie wurden zum Flughafen Berlin-Schönefeld gebracht.)

Die Maschine Iljuschin IL-62 der Operation Babelsberg hatte die Flugnummer IF-13. Ihre Route führte sie in direkter Linie nach Bonn. Der Flug war sogar offiziell angemeldet, obwohl es nie Flugnummern mit einer 13 gibt. Als die Maschine über dem Harz war, kam der Befehl des Ministerium für Staatsicherheit die Operation sofort abzubrechen. Da das Flugzeug per Funk nicht erreicht werden konnte (wegen des Schleiers), musste das Ritual von den Zauberern abgebrochen werden. Die gewaltige Energie wurde in den Boden entlassen, der Kupferring schmolz, der Beton zersprang und der Hangar stürzte ein. Die Technik von Flug IF-13 setzte aus, das Flugzeug stürzte in eine Schlucht im Harz.

Einen Tag später wurde die Atombombe geborgen und das gesamte Gebiet zum Sperrgebiet erklärt. Nach der Wende wurden die Zäune und die Schilder erneuert. Sperrgebiet, Gefahr durch alte Kriegsmunition. Irgendwie hat niemand dieses Gebiet wirklich auf dem Schirm.

Szene 3 (Harz, Absturzstelle von Flug IF-13):

Das Sperrgebiet umfasst ein tiefeingeschnittenes, dicht bewaldetes Tal im Harz. Die alte Iljuschin liegt am ewig schattigen Grund des Tales, völlig überwuchert. Der Zaun mit den Warnschildern ist an mehreren Stellen kaputt und an einer Stelle führt auch ein kaum sichtbarer Trampelpfad in das Tal.

Es gibt keine Fahrwege zur Absturzstelle. Der Fußmarsch dauert etwa eine Stunde durch unwegsames steiles Gelände.

Über dem Trampelpfad ist nach ca. 100 Metern eine Alarmfalle angebracht. Ebenso finden sich mehrere umgebaute Wildkameras mit Sendern.

Die Prepper sind mit modernen Armbrüsten, Recurvebögen und Handfeuerwaffen ausgerüstet. Außerdem haben sie mehrere Fallen gebaut. Sie besitzen Tarnkleidung und Scharfschützentarnung.

2 Personen halten Wache am Eingang zum Tal (Ravioli-Dose) Recurvebogen und Jagdgewehr.

Ein Prepper, der sich gerade selbst mit einer Action-Cam filmt, hat ein Gewehr.

Ein Wikinger-Prepper, mit Recurvebogen.

Ein schwer bewaffneter Bundeswehrprepper, der mit sich selbst spricht.

30 Mrz

Brief von Jean-Claude an Ernst-August (Seuche)

Berlin, im Mai … heute ist es der zweite dieses Wonnemonats

Mon cher ami Ernst-August,

ich war gerade zu einer außerordentlichen Sitzung in Berlin – du hast sicher davon Kenntnis erlangt. Hielten dich nicht dringlichste Geschäfte von Berlin fern, ich bin gewiss, du weiltest an unserer Seite.

Mein geschätzter Freund, wie sehr vermisse ich deine wertvolle Gegenwart, denn die Ereignisse überstürzten sich erneut – und erneut war es dein elender Bruder, Karl-Friedlich, der uns wie die Puppen tanzen ließ.

Doch ich greife vor. Ich beginne in Bellevue.

Wir ­– das waren nebst meiner Wenigkeit Alex, die mir ein wenig hohlwangig erschien und doch wie stets mein Herz erwärmte. Ergänzend Helmut, dieser nicht unbeleumdete Stadtmagier, den ich als loyal und ehrenhaft erlebt habe –  allerdings, du wirst es sicherlich auch mit einigem Grauen festgestellt haben – ohne jeglichen Stil gesegnet. Ich leugne nicht, dass die Mode in diesem Jahrhundert einige Bequemlichkeiten hervorbrachte, die auch mich manches Mal verlocken, doch wie ein erwachsener Mann auf diese unsäglichen kurzen engen Beinkleider verfallen kann, die höchstens einem Säugling angemessen kleiden … 

Aber ich schweife ab. 

Anwesend war auch, wie so oft, der Stachel in meinem Fleisch, Björn, seines Zeichens Emissär des Sommerhofs und Herzensträger meiner geliebten Alex. 

Dazu überstrahlte die Schönheit meiner Gattin unsere Zusammenkunft. 

Wie du ja weißt, lieber Freund, weilte ich die letzten Monate auf meinem Weingut. Dort grollte ich meinem Eheweib aus der Ferne. Für ihr widerspenstiges Wesen, ihr unkontrolliertes Benehmen, das mich dazu zwingt, die ehrenhaften Eheverhältnisse zu verteidigen, für ihre Unberechenbarkeit, ihre moralischen Fehlentscheidungen, ihren beklagenswerten Mangel an Loyalität. Stets fühle ich mich in ihrer Gegenwart gezwungen, geradezu getrieben, Verhältnismäßigkeiten zu berichtigen, für uns eine Moralität zu beweisen, die zu keinerlei Zweifel berechtigt. Erschöpft von diesem Kampf gegen Windmühlen habe ich mich zurückgezogen.

Als ich sie in Bellevue nach all dieser Zeit erlebte, war ich überrascht, wie gut sie allein zurechtzukommen schien. Sie war ganz Königin. Kühl – zu mir – aber bestens vorbereitet auf das Zusammentreffen; ihre Gastlichkeit und vollkommene Souveränität waren beeindruckend. Ich hatte vergessen, wie schön Josefine ist. Wenn man tagein und tagaus die schönste Rose vor sich hat, nimmt man deren Schönheit als selbstverständlich.

Unsere Ehe stand nie unter einem günstigen Stern. Damals, als Josefine als junges Mädchen zu mir kam, vergötterte sie mich. Ich war ihr Held, sie wollte so sein wie ich – oder besser, sie wollte das sein, was Legenden aus mir machten – ihr Onkel Jean. Teurer Freund, du weißt, dass auch ich zweitweise das Monster in mir übernehmen ließ. Lange, lange Jahre. Meine Toten gehen in die Hunderte. Es zeugt von Hochmut, ihr das heute zum Vorwurf machen zu wollen, was ich einst ohne Reue auslebte. Meine neu gefundene Moralität und später meine Menschlichkeit, ich habe sie wie eine weiße Fahne vor mir hergetragen. 

Die Ehe mit Josefine war das Ergebnis politischer Erwägungen. Eine Königin gibt es nur mit einem König. Vor allem, eine so junge Königin. Du weißt, was folgte, sie verriet mich noch in der Hochzeitsnacht und ich demütigte sie … Und dann kam Ragnarök, das Bild, als ich Alex wie tot liegenließ, um Josefine zu retten. Ein erneuter Verrat. Fortwährend fügten wir uns gegenseitig kleine und größere Verletzungen zu. Ich benahm mich, als sei ich ein unerfahrener Jüngling und nicht über 300 Jahre älter als sie. 

Ernst-August, wie sehr lässt Josefine mich all meine Jahre vergessen. Sie lebt all die unwiderstehlichen arroganten und selbstüberschätzten Attituden einer jungen, schönen Frau aus – und ich falle auf jede einzelne herein. Wie ein tumber Tor. Ich verwandle mich in einen wütenden, polternden, schnaufenden Stier, der alles niedertrampelt, was sich meiner Gerichtbarkeit zufolge, der Ehre oder irgendeiner Moral im Wege steht. 

Ja, sieh hat mich verraten, sie hat uns alle verraten. Sie ist kapriziös, schwierig, nicht einschätzbar, immer auf ihrer Seite ­– genau das, was jeder weiße Vampir mit seiner Muttermilch aufsaugt. Doch dabei ist sie erstaunlich loyal und letztendlich sind wir es, die ihr wichtig sind. Dass sie dabei nicht unsere Moral übernimmt … wer sollte ihr das vorwerfen. Ich sicher nicht. Und doch tue ich es. Ich verurteile sie, schlage sie, stoße sie von mir. Sie tut das auch, aber sie braucht Führung – ich sollte sie ihr geben.

Und da ich das nicht tat, es schmerzt mich, dir das sagen zu müssen, hat sie sich deinem Bruder Karl-Friedrich anvertraut. Dieser hat ihre Jugend schmählich ausgenutzt, ihr Briefe geschrieben, ihr Vertrauen erschlichen – und uns alle hintergangen. Er hat Pippa ­– du erinnerst dich an das Gefäß des Frühlings und Tochter des Stadtmagiers – mit einem Entropie-Fluch belegt und dabei deine Signatur kopiert. Sodass jeder andere außer Alex, die das nicht glauben wollte, annehmen musste, du hättest das Kind verflucht. 

Überdies hat er sich mit Maeve zusammengetan, um ein Attentat auf Mab zu verüben – auf dem Beltaine-Ball, den ich mit Josefine ausrichtete – im Auftrag von Mab. Auf diesem Ball wurde das Frühlingskind an den Sommerhof übergeben – und der Herbstmantel an den Winterhof. Du kannst dich sicher an den Herbstmantel erinnern, den wir Alberich gaben. Mab nannte es ein Ereignis, das es seit Tausenden von Jahren nicht mehr gab. Und genau dieses Ereignis wählte Maeves neuer Buhle aus, um einen Königsmord zu begehen – den wir vereitelten.

Doch Karl-Friedrich ist auf der Flucht. Und ich werde ihn jagen. Er hat Josefine verletzt, er hat Alex verletzt und er wollte Mab töten. Ich werde ihn finden – und ich werden ihn töten, Ernst-August, auch wenn er dein Bruder ist. 

Ich weile noch in Berlin, so lange mich Josefine hier braucht.

Lass mich wissen, wie es dir ergangen ist. Ich vermisse deinen wertvollen Rat und deine freundschaftliche Verbundenheit.

Ich hoffe, auf ein baldiges Wiedersehen.

Dein treuer Freund Jean-Claude

30 Mrz

Die Seuche

online am 29.03.2020

von Timo

mit Helmut (+ Pippa und Mama Schmeißer), Josefine, Jean-Claude, Björn und Alex

30. April 2020 in Berlin während der Corona-Krise

Der Beltaine-Ball

Es sind gerade alle in Josefines Residenz versammelt, als ein Bote des Winterhofes (Archibald Grimm) eine Nachricht von Mab überbringt. Bis heute Abend soll Jean-Claude den Beltaine-Ball ausrichten. Die Einladungsliste ist vorgegeben, es sind geladen die Königinnen und Damen des Sommer- und Winterhofes nebst Gefolge, sowie die Sieben von Berlin, Karl-Friedrich von Schaumburg-Lippe und die beiden deutschen Wardens. Josefine ist sofort bereit, ihrem Mann zur Seite zu stehen und den besten Ball zu organisieren, den diese Feen je gesehen haben.

Björn kann über „den Gärtner“ (via Alberich) in Erfahrung bringen, dass zu Beltaine (ebenso wie zu Samhain) die Unsterblichen für eine Nacht sterblich sind. Björn teilt diese Information mit allen anderen unter der Bedingung, dass sie ihm helfen, wenn er während des Balls in Nöte gerät.

Pippa ist krank

Archibald Grimm ist kaum aus dem Haus, als Mama Schmeißer anruft und Helmut mitteilt, dass Pippa schwer krank sei. Kurz entschlossen fahren alle zusammen in Josefines Limousine nach Marzan, wo Mama Schmeißer berichtet, dass Pippa die typischen Corona-Symptome entwickelt hat, obwohl sie von Dr. Christine Lauterbach negativ getestet worden war. Auch ein zweiter Arzt habe Pippa im Krankenhaus untersucht. Alex betrachtet Pippa mit dem Dritten Auge und stellt fest, dass noch ein Entropie-Fluch nachwirkt, der – auf den ersten Blick – die Signatur von Ernst-August zu haben scheint. Das Ritual sorgt dafür, dass die Chancen sehr schlecht für Pippas Überleben der Krankheit stehen. Nachdem Mama Schmeißer den zweiten Arzt beschreibt, wird klar, dass es sich um niemand anderen als Karl-Friedrich halten kann, was dann auch die magische Signatur des Entropie-Fluchs erklärt.

Um den Zauber zu brechen, benötigen Helmut und Alex einen Ritualfokus für Karl-Friedrich. Josefine gesteht, dass sie eine Affäre mit ihm hat und stellt die Liebesbriefe und die erste Rose von Karl-Friedrich zur Verfügung. Jean-Claude holt die Sachen blitzschnell aus der Stadtresidenz, liest aber alle Briefe, bevor er sie Alex übergibt. Er ist dabei wie versteinert und schleudert bei seiner Rückkehr das Kästchens Josefine zu Füßen.

Verrat – Karl-Friedrich

Helmut und Alex haben inzwischen ein Ritual vorbereitet und planen, die benötigten guten Chancen für Pippas Genesung von Karl-Friedrich abzuziehen. Kurz bevor das Ritual fertig ist, warnt Josefine Karl-Friedrich via SMS vor dem Zauber. Dieser kann über die Ritualverbindung einen Feuerball senden, den Alex jedoch mit Helmuts Hilfe ableiten kann. An Helmut und Alex bleibt jedoch ein temporärer Makel in Form von Pech hängen.

Inzwischen sind die von Mama Schmeißer gerufene Dr. Lauterbach nebst zwei Rettungssanitätern eingetroffen. Es ist aber schon klar, dass man Pippa auf keinen Fall nur mit Helmut als Schutz ins Krankenhaus bringen lassen will. Dr. Lauterbach kann aber feststellen, dass Pippa plötzlich auf dem Weg der Besserung ist.

Während des ganzen Chaos’ – Autofahrt, Diskussion, Ritual – behält Josefine einen kühlen Kopf und organsiert die Feier ­– sie wird in Schloss Sanssouci stattfinden, dazu wird ein Ensemble der Berliner Philharmoniker spielen, es wird eine Ballettvorführung geben, das beste Essen der Stadt ist bestellt.

Kampf in Gelsenkirchener Barock

Gerade wollen alle zurück zu Josefine fahren (inzwischen wurden alle Dinge, die als Ritualfoki für Pippa benutzt werden können in die Waschmaschine gestopft oder unter die Dusche gepackt), als ein Wintertroll, ein Sidhe-Lord und weitere Sidhe die Wohnung stürmen, bzw. durch die Fenster Eispfeile schießen. Jean-Claude wehrt die ersten Pfeile mit Wintermagie ab. Doch dann schnappt sich der Wintertroll Pippa. Helmut und Alex gelingt es gemeinsam Pippa aus den Klauen des Troll zu befreien, dann herrscht Josefine den Wintertroll an, wie er es wagen kann, den Winterritter anzugreifen, er solle vor dem Winterritte niederknien und ihm seinen Respekt bezeugen. Das verwirrt den Troll so, dass er bereit ist, sich zurückzuziehen – und dabei stottert, dass “sie” ihn doch geschickt habe. Bevor er weiterreden kann, ersticht ihn der Sidhe-Lord. Josefine schafft es, den Sidhe-Lord so anzustacheln, dass er Jean-Claude zu einem Zweikampf herausfordert – der ihn vor dem Haus annimmt. Während des Kampfes entfachen sich plötzlich die Reste des Feuerballs und greifen auf das Wohnzimmer über. Helmut nimmt Pippa und rennt zusammen mit seiner Mutter, Josefine und Björn die zehn Stockwerke hinunter – und Alex bekämpft das Feuer und löscht es schließlich auch.

Währenddessen bekämpft sich Jean-Claude auf das Erbittertste mit dem Sidhe-Lord, ein Vertrauter Maeves. Er verhöhnt Jean-Claude, indem er ihm erklärt, dass er, der Sidhe-Lord, der neue Winterritter wird (wobei der Narr nicht bedenkt, dass das keine Fee sein kann) – aber das, was Jean-Claude wirklich trifft, sind seine Bemerkungen darüber, dass Josefine in Karl-Friedrich echte Liebe und Zuneigung gefunden hat. Mit aller Macht greif Jean-Claude an und verletzt die Fee schwer. Bevor es für diesen kritisch werden kann, verschwindet er ins Nevernever.

Gemeinsam fahren sie nach Bellevue. Zurück in Josefines Residenz, verfasst Jean-Claude handschriftlich die Einladungen ­ – wie von Grimm gefordert. Die Einladung enthält den Anlass, das Programm – und ganz wichtig: das Gastrecht Mabs. 

Der Deal

Schließlich bespricht man sich. Dabei wird allen klar, da Pippas Existenz nun nicht mehr geheim ist, dass sich ihre Zukunft heute Abend während des Balls entscheiden wird. Und das dies nur funktioniert, wenn Pippa zum Sommerhof kommt, während ein adäquater Machtanteil des Herbstes an den Winterhof gegeben wird.

Björn verhandelt mit Alberich und macht den Deal: Alberich soll Pippas Patenonkel werden, der Herbstmantel wird an den Winterhof übergeben. Oma Schmeißer wird als menschliche Ziehmutter mitgehen.

Am Abend auf Schloss Sanssouci wird klar, wie genial Josefine den ganzen Tag über diesen Event organisiert hat. Alles ist perfekt vorbereitet. Die noblen Gäste treffen ein. Die große Überraschung: An Maeves Arm schreitet Karl-Friedrich. Während Josefine noch an Jean-Claudes Arm um Fassung ringt, kommt Mab in einer Kutsche von Schimmeln gezogen an – Jean-Claude eilt sofort, um seiner Königin den Arm zu bieten. Diese ist – wie immer überaus kalt, gandenlos und prächtig – und voll des Lobes für Josefins Organisation (komisch, sie glaubt kein bisschen, dass ihr Winterritter damit was zu tun hat).

Frühling und Herbst

Der erste Teil des Abends verläuft wie geplant: Ein prächtiges Essen, alle amüsieren sich – oder tun so. Es wird reichlich getratscht, getuschelt und gelächelt … Vom Beobachten wir allen klar, dass die Sommerlady und die Winterlady gemeinsame Sachen machen, denn beide sind zu vertraut mit Karl-Friedrich. Das passt zu den Informationen von Björn, der herausfand, dass die Sommerlady einen Umsturz plant.

Schließlich steht Mab auf. Sie kündigt ein Ereignis an, dass es seit Tausenden von Jahren nicht gegeben habe. Titania tritt nach vorne, dann schaut Mab zu ihrem Winterritter. Der gibt Helmut ein Zeichen, dass er mit Pippa vortreten soll, der sich gefühlt EWIG dafür Zeit lässt. Nachdem ihm auch Alex zuredet und Björn ihm zunickt, tritt er endlich vor Mab und übergibt Pippa an Titania, die wie eine sommerwarme Mutter wirkt. Somit wird der Frühling in die Hände des Sommers gegeben. Alberich wird als Patenonkel genannt und Pippa ihm übergeben – der es schnell zur Erleichterung aller an Frau Schmeißer weiterreicht. Danach übergibt Alberich den Herbstmantel an Mab, die diesen zu Jean-Claudes Überraschung in seine Obhut gibt, damit dieser ihn behüte, bis es einen Träger gibt. Frühlung und Herbst haben wieder eine … Heimat.

Tanz um Leben und Tod

Jetzt wird zum Tanz aufgerufen. Josefine beobachtet, wie Maeve Karl-Friedrich küsst und dabei etwas in ihn übergeht. Ganz klar, dass ist die Vorbereitung zu dem von allen erwarteten Attentat auf Mab. Mab eröffnet mit ihrem Ritter den Tanz, Titiania mit Fix und Josefine fordert Karl-Friedrich auf, der eigentlich Mab auffordern wollte.

Gemeinsam bemühen sich im Folgenden alle darum Karl-Friedrich von Mab getrennt zu halten, während der Tanz jedoch ohne Gesichtsverlust weiterzugehen hat. Als Josefine mit Karl-Friedrich tanzt, ist dieser so erschüttert, dass er Eistränen weint. Denn sein “Ding” in ihm greift Josefine an, jede Runde immer und immer wieder. Sie wird schwer verletzt – alle beobachten sie und Helmut und Alex tanzen eilends heran, um abzuklatschen. Helmut stützt Josefine und führt sie von der Tanzfläche. 

Alex übernimmt und „fängt“ Karl-Friedrich in einem im Boden eingelassenen magischen Kreis ein. Sekunden zuvor hat Björn ihr seinen Wunschring auf den Finger gesteckt. Alex wünscht sich volle Kontrolle über ihr Drittes Auge und betrachtet sich Karl-Friedrich. In seiner Lunge steckt eine Art Seuche-Entität. Björn weiß inzwischen, dass es sich um den sog. „Königinnen-Tod“ handelt. Alex versucht, Karl-Friedrich zu überzeugen, die Seuche ihr zu übertragen, worauf er sich jedoch nicht einlässt. 

Jean-Claude bittet daraufhin, dass Mab kurz aussetzt, damit er die Sommerlady auffordern kann. Er tanzt mit ihr und erklärt ihr, dass in diesem Raum alle Frauen versammelt sind, die er liebe – und wenn diesen etwas passiert, werde er ihren Ritter töten, obwohl er diesen wirklich schätze. Doch wenn sie nicht dafür sorge, dass Karl-Friedrich aufhöre, seine Frauen zu verletzen – und damit tanzt er Karl-Friedrich an und übergibt die widerstrebende Sommerlady an den Ernst-Augusts Bruder. Mit Alex tanzt er zu Mab und klatscht wieder ab, da diese gerade Björn als Tanzpartner hat. Karl-Friedrich versucht weiterhin, Mab abzuklatschen, doch Jean-Claude ist auf der Hut und tanzt als nächstes zu Titania und klatscht ab – Fix tanzt mit Mab davon. Wieder einige Minuten gewonnen.

Happy End

Inzwischen hat Josefine alle Informationen gesammelt und weiß, wie sie die Situation bereinigen kann. Sie unterbricht den Ball und fordert Karl-Friedrich auf, den Ball zu verlassen, da er einen tödlichen Virus in sich trage. Sollte er trotzdem bleiben und jemanden anstecken, wäre das ein eindeutiger Verstoß gegen das Gastrecht. Karl-Friedrich verlässt den Saal und verschwindet durch ein Tor ins Nevernever. Daraufhin verlassen auch die Ladys überstürzt den Ball. Mab ist sehr zufrieden und bedankt sich bei ihrem Ritter – sie hätte ihm ja nicht umsonst die Organisation des Balls übertragen, denn sie wusste, dass er auf sie aufpassen würde.

09 Jan

Brief an Alex

Dezember, der 20., Chez Baptiste, Landgut in Burgund

Ma chère amie Alex,

wie geht es Dir? Ich hoffe, Du konntest Deine Unstimmigkeiten mit Edinburgh klären.

Meine Königin hat mich wissen lassen, dass es auch in ihrem Sinne war, das Buch zu vernichten. Allerdings lastet sie mir die 3 Seelen/Namen an, die Odin noch gehört hat. Aber auch ich tue das. Ich war nur so erschüttert von diesem Grauen. Wir haben schon viel erlebt, aber das dort gehört zu den grausigsten Bildern, die ich je sehen musste. Die Schreie der Gepeinigten werden noch eine Weile meine Träume heimsuchen.

Aber genug davon. Ich habe Berlin den Rücken gekehrt und werde in Frankreich sein. Soweit es meine Winterrittepflichten erlauben, bin ich vorerst auf meinem Landgut in Burgund. Falls Du mal weg aus Berlin möchtest – und liebste Freundin, Dir sogar so etwas wie einen Urlaub gönnen möchtest, schau hier vorbei. Ein Spaziergang durch die Weinberge und abends ein guter Rotwein wirken Wunder.

Du weißt, wenn Du mich brauchst, komme ich.

Votre Jean-Claude

P.S. Falls Du mich dort nicht erreichst, wissen meine Anwälte, wo ich bin:
Claude & Sarkozy, Boulevard Malesherbes à Paris.

09 Jan

Brief an Josefine

Dezember, der 19., Chez Baptiste, Landgut in Burgund

Josefine, ma chérie,

vorerst bin ich auf meinem Landgut in Burgund.

Hier ist die Adresse meiner Anwälte:

Claude & Sarkozy, Boulevard Malesherbes à Paris.

Die werden immer wissen, wo ich bin, falls ich nicht telefonisch erreichbar sein sollte.

Solltest Du etwas brauchen, melde Dich. Selbstverständlich werde ich für alle repräsentativen Aufgaben zur Verfügung stehen, soweit es meine Winterritterpflichten erlauben.

À toi pour toujours  Jean-Claude

09 Jan

Brief von Jean-Claude an Ernst-August, 2. Seite

Dezember, der 19., Chez Baptiste, Landgut in Burgund, 2. Seite

So viel zu dieser Auktion um das Buch der Namen und wie wir es vernichtet haben. 

Die Neuigkeit um Deinen Bruder Karl-Friedrich ist allerdings besorgniserregend. Immerhin kann auch ich sagen, dass ich den Vampir-Fluch entsagen konnte. Doch ich kann in keinster Weise einschätzen, was daraus erwächst. Dass Dein Bruder plötzlich ein Guter wird, nein, daran glaube ich nicht. Vorher war er ein berechenbares Übel, jetzt ist er das nicht mehr. Und das macht ihn meiner Meinung nach noch gefährlicher.

Ich halte auch die Verbindung mit meiner Gattin Josefine für höchst unberechenbar. Heute ein Spielzeug, morgen tot – oder bewahre uns alle davor: eine Liebelei.

Mein lieber Freund, ich kann nicht erahnen, welche Gefühle das in Dir wecken muss, dass Dein Bruder nun kein Monstrum mehr ist. Auf meinem Landgut hier bauen wir einen hervorragenden Burgunder an. Komm vorbei, wenn Du einen guten Schluck brauchst.

Soweit es meine Pflichten bei Mab zulassen, werde ich hier anzutreffen sein. Ich habe beschlossen, Berlin erst einmal den Rücken zu kehren. Die Streitigkeiten mit Josefine sind zu zermürbend. Ihre Tändeleien und ihre Sprunghaftigkeit, die ich früher bezaubernd fand, stoßen mich mehr und mehr ab. Ich wünsche mir jemanden Verlässliches an der Seite, das kann mir aber Josefine nicht geben. So wie ich ihr auch nicht das geben kann, was sie möchte: einen König an ihrer Seite. 

Ein Freund hat mich gefragt, ob ich mit ihm nach Aleppo komme, einen Konvoi Ärzte ohne Grenzen begleite. Etwas Simples nur für Menschen tun. Scheint sehr verlockend.

bientôt, ton ami Jean-Claude

P.S. Falls Du mich nicht über das Telefon erreichst, kontaktiere meine Anwälte: Claude & Sarkozy, Boulevard Malesherbes à Paris