10 Mai

Ein vergifteter Putsch

SL: Karsten
SCs: Josefine, Ernst-August, Björn, Alex, Jean-Claude

Notizen

Nicodemos Putschversuch an drei Königinnenhöfen

Winterhof: Mab befiehlt Jean-Claude, sich um Berlin zu kümmern, Malk kommt als „Unterstützung“ mit

Sommerhof: Lily befiehlt Björn, sich um Berlin zu kümmern (der Winter zerstört die Tore).

Alex kommt zu Hause an, findet den Brief von Jean-Claude vor. Sie telefoniert mit Silvia (Schutzwesen für Polizisten).

Ernst-August kommt in Berlin an, er macht eine Prophezeiung.

Josefine ist mit ihrem Sicherheitsstab in Schloss Charlottenburg.

Björn fährt zu Ernst-August, der ihm von seiner Prophezeiung, Situation mit Roten Vampiren und Weißer Hof in Berlin – und von Jean-Claude und Alex.

Ernst-August fragt Björn nach seinen Plänen: Er will weg vom Sommerhof.

Ritter von Josefine.

Jean-Claude fährt zu Alex. Sex im Ritualkreis (Aufladung für Schutzwesten.

Max bringt die Schutzwesten. Er setzt sich mit Jean-Claude in den Schutzkreis, Alex macht das Ritual.

Ernst-August kommt zu Alex, fragt Alex und Jean-Claude nach ihren Zukunftsplänen, drängt auf Entscheidungen. Will wg. Prophezeiung hören, wo sie stehen.

Jean-Claude: Alex ist das Wichtigste.

Alex: Es ist wahre Liebe.

Alle zusammen zu Josefine in Schloss Charlottenburg.

Auch hier nordet Ernst-August alle ein, will wissen, wo jeder steht.

Er erzählt Josefine von Almathea – sie wird die Krone bekommen.

Es gibt keine Zukunft, in der Josefine Königin bleibt.

Björn spricht von seiner Liebe zu Alex (was sie umhaut).

Alex erklärt, dass es sie ihn geliebt hat – aber jetzt reiche es nicht mehr.

Josefine beleidigt fortwährend Jean-Claude und Alex.

Jean-Claude sagt sich als Ehemann von Josefine los. DRAMA

(Paktbruch)

Angriff der Roten Vampire mit Blutdämon.

Josefine sprengt Schloss Charlottenburg in die Luft.

Sprung durchs Fenster. 

Jean-Claude rettet zusammen mit Alex Menschen aus den danebenstehenden beschädigten Häuser.

Ernst-August schaut sich die mögliche Zukunft an.

Björn befragt Pixies, das ihn zu einem Schlachthaus mit Roten Vampiren führt.

Ernst-August und Josefine ins Safe House.

Björn, Alex und Jean-Claude töten Rote Vampire, zerstören Blutsee, retten einige Menschen.

Roter Vampirkönig in der Stadt. (Verfolger-Vampire befragt, getötet)

Alles im Safe House – weitere Anschuldigungen und Kränkungen.

Alex begibt sich als Patentante von Amalthea per Ritual unter Ernst-Augusts Anleitung auf eine Traumreise. Sie redet mit ihr in der Traumebene.

Almathea will die Krone!

Sie hat mächtige Unterstützung.

Jean-Claude setzt sich vor die Tür zum Traumritual – schläft ein. Alex fängt ihn liebevoll auf beim Öffnen der Tür.

Löffelchenschlafen auf Pritsche.

Nächsten Tag Reise zum Winterhof und zum Sommerhof.

Winterhof:

Winterritter, Pythia und noch Königin der Weißen Vampire von Berlin, Preußen und Böhmen

Sommerhof – Reise mit dem Zug nach Hamburg, weil es keine Tore mehr in HH gibt

Infos: 

Almathea wird von beiden Königinnen unterstützt.

Strafe für Josefins Einmischung in die Belange der Feen mit dem Ball für Pippa und somit Anerkennung ihres Status als Frühling.

Hinter Almathea steckt noch andere Unterstützung als die Königinnen.

Titania und Lily freuen sich, dass Björn Alex als Geisel mitbringt.

Doch Björn redet Alex da raus – freies Geleit wg. Verhandlung.

Titania will den Frühling als Hof behalten, weil der Frühling die Macht des Winters schmälert.

Sie will den Herbstmantel verbrennen.

Wenn Frühling und Herbst in die beiden Höfe jeweils als Vasallen integriert werden, bleiben es weiterhin zwei Höfe – aber trotzdem mit Frühling und Winter.

Mab fragt die Pythia wg. ihrer Prophezeiung.

Kann sie Königin bleiben, wenn es vier Höfe gibt? Nein.

Mab will lieber einen Herbsthof uns selbst Crown werden, als weniger Macht im Vergleich zum Sommer (Ungleichgewicht). 

Aber am liebsten will sie weder Frühling, noch Herbst.

Sie will den Frühling tot sehen (Winterritter).

Zurück im Safe House Info-Austausch.

Jean-Claude erklärt, dass er Pippa töten wird, wenn er den Kreis verlässt – sie dürfen ihn nicht rauslassen. Und der Malk wird Pippa sofort jagen.

Beschluss:

Zu Pippa fahren, sie überreden, sich dem Sommerhof anzuschließen.

Versuchen, eine Lösung für den Herbstmantel zu finden.

Nach Beratung schlägt Jean-Claude ein Dielenbrett los, zieht einen Nagel heraus und rammt sich den durch die Hand und nagelt sich am Boden fest. Keine Wintermacht mehr wg. Eisen.

Pippa wird vom Malk gejagt, wird eingesammelt.

Sie reden alle auf Pippa ein …

Pippa fragt, was sie ihr dafür geben.

Björn: Verhandlung mit Sommerhof

Ernst-August: Prophezeihung

Josefine:?

Tante Alex ist super pissed und gibt ihr die verlangte Unterstützung beim Weißen Rat als Deal

Pippa willigt in den Deal ein

Zu Ernst-August – ob der Herbstmantel noch da ist.

Pippa macht Unfug an Agnes‘ Kleiderschrank

Pippa bleibt mit Jakob in Ernst-Augusts Haus.

Sie holen Jean-Claude ab (und befreien ihn).

Noch mal Winterhof.

Ernst-August geht zu Agnes.

Der Rest zu Mab und Jean-Claude soll Mab den Herbstmantel zurückgeben. Die will den nicht. Ist not amused über ihren Ritter.

Derweil bekommt Ernst-August den Weg zu den Müttern erklärt.

Durch den Einhornwald. Kampf und Ritt auf dem Einhorn.

Gespräch mit den Müttern (seehr alte, kranke Mutter Winter)

Sie wurden mit Tee von Nicodemus vergiftet.

Dämonenblut. 

Engelblut hilft.

Zurück zu Alex, Max abholen.

Katholische Kirche. Gespräch mit Heiligenfigur.

Taxifahrt – arabischer Taxifahrer ist Uriel.

Blutkonserven.

Bei Alex Tee mit Engelblut.

Gespräch zwischen Max und Jean-Claude über Mülltrennung.

Zurück zu den Müttern.

Heilung durch Tee.

Töchter rufen. Mab und Titania.

Heilung durch Tee

Ungleichgewicht: Wünsche Alex, Ernst-August, Josefine.

Eingliederung von Frühling und Herbst in die Höfe.

Prüfung, ob Almatha geeignet ist für Herbstmantel.

Heilung und Freiheit von Björn.

Hilfe bei den Roten Vampiren

Zurück bei Ernst-August

Ausraster Jakob.90ß

Josefine erklärt Björn, dass er ihr Ritter bleiben kann – als Freund, nicht als Vasall

Jean-Claude will klären, ob alles in Ordnung ist – ist es nicht.

Josefine schreit ihn an, Björn macht ihn an. Nun ja.

Björn geht in den Garten (Pippa).

Ernst-August geht mit Jean-Claude ins Arbeitszimmer.

Josefine und Alex im Arbeitszimmer. Josefine überschüttet Alex mit Vorwürfen.

Alex bleibt ruhig.

Ernst-August drängt Jean-Claude auf eine Heirat mit Alex. Jean-Claude kann sein Versprechen gegenüber dem Vater von Alex, sein bester Freund, verstehen, möchte aber, dass sich Ernst-August nicht einmischt. Er und Alex müssen erst einmal miteinander SEIN – alles ist noch neu.

Und Jean-Claude erklärt, dass er sich freue, dass Ernst-August eine Aufgabe als Pythia gefunden habe, die ihn so erfüllt. Aber er vermisse den alten Freund, die Leichtigkeit und Freude, die dieser am Leben hatte. Die Zukunft ist nicht gewiss, wir leben in der Gegenwart: Ernst-August, lebe mit mir. Ernst-August ist … tief getroffen (aber gut). Jean-Claude sagt, er möchte kurz mit Alex reden.

Er geht zu Alex, die sich erleichtert in seine Arme schmiegt. Ein grauenvoller Tag für sie. Jean-Claude sagt, wie leid es ihm tue, dass sie alles abbekäme, denn er sei es, der das verdiene … 

Schließlich fragt er sie, ob ihr die Veränderung in Ernst-August aufgefallen sei – aber Alex kennt diesen nur als ernsten Mentor – nicht als Freund, wie Jean-Claude.

Er fragt sie, ob es für sie ok ist, wenn er den Abend mit seinem Freund verbringt – was es ist, sie möchte nur heim. Er wird später nachkommen.

Dann geht Jean-Claude mit Ernst-August in den Weinkeller. Er hat Jakob noch um einen Käseauswahl gebeten. Und dann überlässt sich Ernst-August Jean-Claudes Führung …

Alex geht nach Hause, wo sie Max antrifft – Abend auf der Couch bei Pizza und Bier.

Josefine geht mit Björn in ihr Safe House.

09 Mai

Brief des Winterritters

Brief von Jean-Claude an Alex

(Abenteuer: Nicodemus‘ Putsch. SL: Karsten – mit Ernst-August, Josefine, Björn, Alex und Jean-Claude).

Mon cœur,

als ich eben in das Schlafzimmer schaute, erhellte das erste Morgengrau dein geliebtes Gesicht. J’ai volé un baiser sur tes lèvres.
Jetzt siehst du friedlich aus, diese kleine Falte zwischen den Augenbrauen, die deinen Blick so kalt werden lässt, ist verschwunden …

Je suis vraiment désolé, dass dich Josefines Zorn so überrollt hat – dieser Zorn gebührt mir, denn ich habe das Ehegelöbnis aufgekündigt. Und ich bin mir sicher, dass mich ihr Zorn noch sehr viel mehr treffen wird als bisher. Eine wütende Josefine ist schon gefährlich – aber eine verletzte ist unberechenbar. Über mich kann sie wüten, schlecht reden, mich beleidigen – aber ich werde es nicht dulden, dass sie es bei dir weiterhin tut.
Ich wollte, sie könnte den Freund, den Onkel von einst sehen, der ich noch für sie sein kann. Die Zeit wird es zeigen.

Ich komme gerade von Ernst-August – es war eine lange Nacht mit meinem Freund – und ich konnte sein altes Selbst wieder durchblitzen sehen.

Mein Freund hat wahrlich eine schwere Bürde zu tragen, immer in die Zukunft zu sehen, sich ständig Sorgen über Schicksalsverläufe zu machen. Nein, ich beneide ihn nicht darum.

Doch er brachte mich ins Grübeln mit seinen Fragen nach der Zukunft. Sie ist unsicher, diese Zukunft und ich kann sie nicht vorhersagen. Ich kann nur sagen, wie ich sie gerne leben möchte: mit dir.

Noch nie habe ich so geliebt. Auch als Weißer Vampir liebte ich … doch nie war es so tief und wahr. Il faut que te le dise : je n’ai connu l’amour que par toi.

Und ich weiß, Ernst-August möchte so gern, dass ich wähle, zwischen dir und meiner Aufgabe als Winterritter. Aber das wäre genauso, als würde man von dir verlangen, dass du deine Tätigkeit als Warden oder Magierin aufgibst. Denn genau die definiert dich. Dein Gerechtigkeitssinn und deine Leidenschaft als Warden. Selbst wenn du vielleicht eines Tages das Amt nicht mehr ausüben wirst – du wirst dich mit all deinen Kräften immer für die Menschen einsetzen. Das ist ein Teil von dir. Und ich liebe dich dafür.

Als ich einst das erste Mal Winterritter wurde, war das ein Zufall, ich tötete den alten Winterritter und eroberte so unwissentlich den Mantel. Mich hatte niemand gefragt, ich hatte nicht gewählt. Und so übte ich dieses ungewollte Amt auch aus, voller Widerwillen. Dazu kam mein hungriges Monster, gegen das ich bereits kämpfte. Und diese beiden Pole zerrissen mich innerlich. So landete ich im Eis – und Mab entließ mich dank dir und Ernst-August. 

Als ich das zweite Mal den Mantel des Winters wählte, war das aus freien Stücken. Auch wenn ich mein Menschsein noch kaum gelebt hatte, wusste ich doch, dass ich es nicht ertragen hätte, wenn 3000 Menschen geopfert worden wären. Ich bin diesen Handel bewusst eingegangen und habe mich sehenden Auges für das Amt des Winterritters entschieden. Du warst dabei und hast es erlebt.

Und auch wenn Mab ganz sicher keine gnädige Königin ist, bin ich ihr Ritter. Nur weil ich mir jetzt ein anderes Leben vorstellen könnte, will ich mein Wort nicht brechen – nicht hier. Geschweige denn, dass mich Mab ein zweites Mal lebend gehen ließe.

Ernst-Augusts Drängen haben mich in mich horchen lassen, ob ich der Winterriter bleiben will. Ja, das will ich. Ich will das Amt so gut ausfüllen, wie ich es kann. Das heißt nicht, dass ich mit allem einverstanden bin, was meine Königin von mir möchte und dass ich einfach alles umsetze. Und dass es nicht grauenvolle Momente gab und geben wird. Aber ich sehe Mabs Aufgabe in dieser Welt – und wenn sie fällt, fällt die Welt. 

Amour de ma vie, ich beschämte dich, wenn ich dir erklärte, wie gefährlich es an meiner Seite ist – denn als Warden ist dein Leben täglich in Gefahr. Nur … jetzt ist es noch etwas gefährlicher geworden. Aber du bist eine Kriegerin, die ihre eigenen Schlachten schlägt – und ich werde dir nicht immer zur Seite stehen können, wie ich es möchte. Aber eins kannst du gewiss sein: Mein Herz gehört nur dir.  

Tu es la lumière de ma vie, tu es mon soleil.

Jean-Claude

18 Jan

Die Schlinge des Verräters

SL: Tanja

Charaktere:
Silvia Petermann, grüne Ritterin von Berka, eine der 7 von Berlin und BKA-Ermittlerin für besondere Fälle 
Max Frey, Spion Uriels, Ex-Ritter des Schwertes, Polizist, Praktikant bei Silvia
Helmut Schmeißer, Stadtmagier, einer der 7 von Berlin, Vater des Frühlings
Tomasz Cerná, Weißer Vampir und Sicherheitsbeauftragter von Josefine
Rokko, eigentlich Friedrich von Dönhoff, Weißer Vampir, Rechte Hand von Josefine

Silvia Petermann wird angerufen, ihre Schwester Susanne aus Leipzig. Ihr Sohn, Finn, also Silvias Neffe, ist gestorben. Er hat sich erhängt. Schon der dritte Selbstmord. Susanne kann das einfach nicht glauben. Sie bittet Silvia, zu ihr zu kommen.

Bei Helmut ist Alarm. Nach dem letzten Streit ist Pippa verschwunden – auf eine Party. Seit 2 Tagen hat sie sich nicht gemeldet. Helmuts Mutter ist halb tot vor Sorge. Helmut ist gerade zu Josefine gefahren, da sie meint, sie hätte vielleicht was für ihn. Sie erklärt ihm, dass sie keine Kosten und Mühen gescheut hätte, um für ihn herauszufinden, dass Pippa nach Leipzig aufs WGT gefahren ist (sie hat ihr selbst das Ticket geschenkt). Sie ist großzügig und wird ihm die Limo mitgeben – und ihre rechte Hand Rokko, der kann behilflich sein. Außerdem soll er noch dafür sorgen, dass sein Vater, Weißer Vampir, wieder spurt, denn dieser hegt in Leipzig gerade selbstherrliche Tendenzen uns will aus dem Reich Josefine ausscheren.

Silvia fährt ins Präsidium, wo sie eine Einladung von Max‘ Chef folgt, der sie bittet, an einem Gespräch mit Max teilzunehmen. Der bekommt eine Standpauke gehalten, weil er unbefugt einen Wasserwerfer (Hexen-Abenteuer) eingesetzt hat und wird ohne Lohnfortzahlung für einen Monat suspendiert – die Kosten für den Einsatz des Wasserwerfers werden ihm zusätzlich in Rechnung gestellt. Danach kann Silvia ihren Praktikanten wiederhaben. Silvia reicht Urlaub ein und nimmt Max mit.

Hier weiß ich jetzt nicht mehr, wie ich euch zusammen bekommen habe.

Zusammen in der Limo fahren Max, Silvia, Helmut und Rokko nach Leipzig – Tomasz ist Chauffeur und hat einen eigenen Auftrag. Er soll Rokko im Auge behalten, ob dieser auch zum Verräter wird. Als sie in Leipzig reinfahren, bemerkt Helmut eine eigenartige Stimmung, die über der Stadt liegt: Melancholische Goth-Partylaune gepaart mit Verzweiflung. 

Um dem unsympathischen Afd-Schwager von Silvia auszuweichen, trifft sich diese mit ihrer Schwester im Park. Die anderen sind dabei, halten aber etwas Abstand. Susanne berichtet, dass Finn mit einer Freundesclique zusammen war, von denen sich mittlerweile drei erhängt haben. Von Finns Schwester Svenja erfährt Silvia, dass der Anführer der Clique Lestat ist – mit richtigem Namen Mike Schneider. Und dass sie immer ins Panometer gehen, einem angesagten Event-Club.

Events in der Stadt: WGT und Reenactment Völkerschlacht von 1813
Am Völkerschlachtdenkmal gibt es bereits Verkleidete und große Aufbauten.

Panometer

Sie machen sich auf den Weg dorthin. Am Eingang erkennt Rokkoo einen weißen Vampir und unterwirft diesen. Von ihm erfährt er alles über die letzte Nach – und dass der Vater von Rokko hier die Partys organisiert. Paula war bei ihm gewesen – eine jugendliche Vampirin und Schwester von Rokko – sie sei aber mit Lestate gegangen – der Anführer der Clique. Sie erfahren außerdem, dass auch Pippa hier war – sie verließ die Party mit jemand Älterem (wer?). Als sie gehen, lässt Rokko seinem Vater Grüße ausrichten.

Mike und Paula

Bei Mike
6 Weiße Vampire – Überfall vor der Mietskaserne
Tomasz, Kampf mit 2 Weißen Vampiren + Cafe-Szene (Mann auf Klo)
Rokko, Max, Helmut und Silvia mit 4 Weißen Vampiren – alle tot – im Innenhof
Eingeschüchterte Mutter von Mike.
Gespräch zwischen Silvia, Max und „Lestat“ – Mike. 
Gespräch zwischen Rokko und Paula.
Polizei kommt
Flucht (unerkannt)Info: Pippa verließ die Party mit einem Richard Weiß von Plaußig.

Gespür für die Stadt

Kasbeel, Denarier für Verzweiflung, Selbstzweifel, Angst 
Ein weiteres Gefühl ist älter, liegt darunter: Verrat.
Die Stadt greift die Max, Helmut, Rokko und Silvia an. Silvia widersteht. Tomasz wird erst später angegriffen.
Auf Max, Helmut und Rokko liegt der Aspekt Verrat.

Richard von Plaußig

Nachfahre von General Jaques LeBlanc, der die Schlachtpläne Napoleons an die Feinde verriet. 
Er ging damals einen Pakt mit Judas (Dämon) ein. Er bekam langes Leben und Macht. Er bekommt das Gut Plaußig geschenkt. Und ändert seinen Namen in Weiß von Plaußig.

Das Gut bleibt bis heute im Besitz der Familie (selbst Nazizeit und später in der DDR). Es ist ein Ort, wo Hochzeiten für die besser Betuchten ausgerichtet werden. Und viele bekannte Namen finden sich dort – bzw. berüchtigt, denn auffällig oft werden aus den Kindern der dort Getrauten zweifelhafte Berühmtheiten:
Günter Karl Heinz Guillaume (DDR-Spion, Willy Brandt)
Erich Gimpel (Spion für die Nazis, 2. Weltkrieg)
Richard Sorge (Spion für die Russen, 2. Weltkrieg)
Erika Wendt (Spionin für Schweden, 2. Weltkrieg)
Heinz Felfe (KGB, 1961)
Klara Knapp (Spionin für China, 2021)

Sohn: Rochus Weiß von Plaußig

Kapelle im Wald vor dem Gut:
Max findet heraus, dass diese Judas geweiht ist.

Auf dem Gut

Hochzeitsvorbereitung: Rochus mit Pippa
Pippa ist gefangen, wird von Hunderten von Nägeln durchbohrt
Dämonengesellschaft – Dämonen besetzen Menschen

Die Völkerschlacht: Ritual, um Judas zu beschwören

Menschen
Weiße Vampire
Schwarze Vampire
BerserkerDämonen am Denkmal mit Dernarier

Der Verrat
Nicodemus Archeleone

17 Jan

Mon amour! Jean-Claudes Brief an Alex

Mon cœur bien-aimé!

J’embrasse tes belles lèvres. 

Ich schreibe dir diese Zeilen in Eile, ich muss gleich nach Arktis Tor aufbrechen. 

Rote Vampire haben Berlin überfallen – sie wollen Josefines Hof auslöschen. Und der Sommer unterstützt das, indem er die Wege für das rote Geschmeiß zur Verfügung stellt. Allein hat es diese feige Sommerbrut nicht gewagt, mich hier in Berlin anzugreifen. Der Sommer will mich aus Berlin vertreiben. Ich muss Mab Meldung machen.

Frag Silvia nach den Einzelheiten, wenn du aus Edinburgh zurück bist, sie war bei allem dabei. Nur so viel: es sind bereits über 100 Rote Vampire in Berlin – und es werden wohl noch mehr kommen. Josefine bereitet sich auf den Krieg vor. 

Und noch eins, Josefine weiß von uns. Ich wollte es ihr ja längst gesagt haben … Ich habe sie versehentlich berührt – und verbrannt. Sex kann sie verstehen, aber Wahre Liebe …

Ich kann es ja selbst kaum glauben. Seit dem 29. Dezember ist die Welt eine andere. Die Sterne leuchten heller und in jedem Schneekristall sehe ich deine funkelnden Augen. Tes doigts délicats sur ma peau …

Ich hatte gehofft, wir hätten noch etwas mehr Zeit nur für uns. 

Ach, Josefine. Ich wollte sie nicht so verletzen. Aber ich will auch nicht mein Glück für sie opfern. Ich könnte es gar nicht. Comment pourrais-je ne pas t’aimer?

Ich habe mich mit Josefine ausgesprochen. Ich denke, sie hat verstanden dass ich ihr ein Freund, ein Verbündeter sein kann. Denn in diesem Krieg braucht sie jede Unterstützung.

Krieg in Berlin – achte auf dich. Tu es ma vie, mon étoile.

Ton pour toujours,

Jean-Claude

17 Jan

Berlin under attack

SL: Karsten

Charaktere:
Silvia Petermann, grüne Ritterin von Berka und BKA-Ermittlerin für besondere Fälle
Josefine von Richthofen, Königin der Weißen Vampire von Berlin, Preußen und Böhmen
Tomasz Cerná, Weißer Vampir und Sichherheitsbeauftragter von Josefine
Jean-Claude Baptiste, Winterritter


Ein Serienkiller in Berlin?

Silvia Petermann wird zu einem seltsamen Serienkiller-Fall dazugezogen. Mehrere Tote – Frauen wie Männer – wurden brutal umgebracht – die Kehle rausgerissen. Und an den Tatorten gab es riesige Klauenspuren.

Silvia ruft Alex an, um sie um Unterstützung zu bitten. Doch an ihrem Telefon meldet sich … Jean-Claude. Der erklärt ihr, dass Alex gerade in Edinburgh ist. Jean-Claude lädt sie ein, trotzdem zu kommen, er könne vielleicht auch helfen – und Silvia nimmt an. Sie fährt zu Alex und findet dort Jean-Claude, der sich über Alex Haus verbreitet hat – inklusive leerer Lieferkartons eines franz. Feinkosthändlers. Seufzend räumt sie etwas auf, während sie Jean-Claude über die Morde informiert.

Währenddessen pflegt Josefine ein Schäferstündchen mit der Polizeipräsidentin in einem ihrer Apartments. Tomasz, ihr Sicherheitsbeauftragter, ist vor Ort und weiß, dass es länger dauern kann. Deshalb beschließt er, seinem einträglichen Nebenerwerb nachzugehen und Jean-Claude franz. Delikatessen zu liefern (die er selbstverständlich mit Aufpreis weiterverkauft). Er fährt zu Alex‘ Haus, wo er den Mann seiner Chefin in Gesellschaft einer Polizistin findet – Petermann, er hat schon von ihr gehört.

Josefine ist früher fertig als gedacht und not amused, dass Tomasz mit der weißen Limo davongefahren ist. Kurzerhand lässt sie Tomasz über Tracking ausfindig machen und fährt dorthin – und ist überrascht, dass sie bei Alex vor der Tür landet. Noch überraschter allerdings ist sie darüber, dass Jean-Claude ihr die Tür öffnet – der sie völlig entgeistert anstarrt. Obwohl die ganze Situation dort recht eigenartig ist, wundert sich Josefine nicht weiter, schließlich hat Jean-Claude schon früher mit Alex geschlafen. Viel interessanter findet sie das, was Silvia zu berichten hat. Gemeinsam fahren sie einen Tatort besichtigen.

Rote Vampire in der Stadt

Dort untersucht Silvia noch mal alles – es sind wieder diese seltsamen Krallenspuren zu sehen und das Monster scheint über die Hauswand in die Wohnung des Opfers gekommen zu sein. Mit ihrem neuerdings verbesserten Geruchssinn (Bärengestalt) nimmt Silvia den Geruch des Täters wahr und erkennt den Fluchtweg – der sich dann aber verliert. Jean-Claude sieht, dass weder Winter, noch Sommer etwas damit zu tun haben – und erkennt in den Krallenabdrücken schließlich die Monsterklauen von Roten Vampiren.

Rote Vampire in Berlin – ein No Go für Josefine. Jetzt wird der Fall persönlich. Da bekommen sie die Nachricht, dass eines der Safehouses der Weißen Vampire überfallen wurde. Sie fahren dorhin. Drei tote Weiße Vampire und jede Menge Blut – aber keine Roten Vampire mehr. Die Straße davor ist leergefegt, die Prostituierten sind verschwunden. Tomasz lässt eine davon kommen (Wer hat den Muschis erlaubt, das Miezen einzustellen?) und sie erfahren, dass Rote Vampire hierfür verantwortlich sind. Es gibt eine Beschreibung der Fahrzeuge, die Silvia zur Fahndung ausschreiben lässt (nicht nähern, sofort Bericht erstatten!).

Winterfreundlichkeiten

In einer Seitenstraße öffnet Jean-Claude ein Tor zum Winter und tritt ein, Tomasz geht mit. Dort befragt er eine der Riesenspinnen, über welches Tor die Roten Vampire nach Berlin gekommen sind. Sie wisse, dass diese über den Sommer gereist sind und nicht über ihre eigenen Tore in den Schlachthallen. Sie gehen über ein Sommertor – über den Botanischen Garten. Als die Spinne nach der Beantwortung der Fragen wissen will, ob Jean-Claude ihr ein Geschenk mitgebracht hat, zeigt er auf Tomasz und meint, sie könne ihn behalten, wenn die Spinne Tomasz besiege. Dann lehnt sich der Winterritter zurück und schaut dem Kampf zwischen Tomasz und der Riesenspinne zu – er will sehen, was dieser Sicherheitsbeauftragte kann. Und der Weiße Vampir schlägt sich nicht schlecht, er treibt sogar die Spinne in die Flucht. Anerkennend klopft der Winterritter dem Weißen Vampir auf die Schulter. Dabei wird Tomasz von Hunger überwältigt und er bedroht Jean-Claude (Intimidation) – doch wer so viel Zeit mit dem Malk verbringt, lässt sich auch von einem Furchtvampir nicht beeindrucken (Disziplin). Immerhin weiß er jetzt, mit was für einem Weißen Vampir er es zu tun hat.

Von Blumen und Herzensangelegenheiten

Josefine, Tomasz, Silvia und Jean-Claude fahren zum Botanischen Garten, um sich das Tor des Sommers anzuschauen. Der Winterritter stapft angewidert durch den Garten, die Fäuste geballt – und wartet nur darauf, etwas zu töten (Sommer reizt den Winter). Silvia als grüne Ritterin Berkas fühlt sich wohl – und findet schließlich das Tor: Blumenname (?). Dort öffnet Silvia ihr 3. Auge und schaut sich alles an. Sie entdeckt Pixies, die sich panisch vor dem Winterritter verstecken. Durch die Blume erkennt sie das Tor, eine besondere Schlingbaumart ist der Wächter. Und sie kann erkennen, dass die Roten Vampire hier mit Erlaubnis durchkommen. Dann schweift ihr Blick zu Jean-Claude. Sie sieht ihn in einer mittelalterlichen dunkelblauen Ritterrüstung – und über dem Herzen ein Einstecktuch mit dem Buchstaben A, das wie ein heller Stern leuchtet.

Währenddessen organisiert Josefine mit Tomasz (ohne Silvias Wissen als grüne Ritterin), dass der Botanische Garten abgefackelt wird. Und alle weiteren Sommertore, die sie ausfindig machen können.

Brennende Liebe

Sie beschließen, zu Josefine ins Schloss Charlottenburg zu fahren. Doch dort passiert Jean-Claude ein Missgeschick. Die ganze Zeit hat er darauf geachtet, Josefine nicht zu berühren, doch alte Gewohnheiten sind stärker und er hilft seiner Frau aus dem Mantel – und streift mit seiner Hand Josefines Nacken, der direkt verbrennt. Er springt zwar sofort zurück – doch das Unglück ist geschehen. Fassungslos starrt Josefine Jean-Claude an, der nur stammelt: Ich wollte dir das mit Alex erklären …
Dann rennt Josefine auf ihr Zimmer. Silvia folgt ihr. Dort schlägt Josefine alles kurz und klein und bricht dann weinend zusammen. Silvia nimmt sie in den Arm – Josefine lässt es geschehen. Schließlich beruhigt sie sich – sie macht sich zurecht und mit Silvia kehrt sie zu Jean-Claude und Tomasz zurück.

Als sie zu den anderen zurückkommt, erklärt Josefine mit eisiger Mine, dass sie nicht darüber reden wolle, es gebe Wichtigeres. Sie lässt die Sicherheitsvorkehrungen all ihrer Etablissements verdoppeln. Dann beraten sie.

Blutiger Kampf

Da bekommt Silvia die Nachricht, dass die Autos gesichtet wurden – in der Nähe einer der Clubs von Josefine. Sie brechen gemeinsam auf, um zum Club zu fahren, doch mit dem Auto werden sie nicht so schnell sein, wie Jean-Claude – der brennt seit dem Vorfall mit Josefine darauf, etwas zu tun. Also rennt er los. Entnervt gibt Josefine Tomasz den Befehl, hinter Jean-Claude herzurennen (beide mystische Geschwindigkeit). Jean-Claude kommt beim Club an und sieht eine lange Warteschlange davor. Zuerst informiert er den Weißen Vampir am Eingang über einen wahrscheinlichen Überfall, woraufhin dieser den Club abriegelt. Jean-Claude verscheucht die Warteschlange. Dann kommen sie auch schon – 14 Rote Vampire – mit einem Magier-Vampir. Jean-Claude versucht sofort, sich zum Magier-Vampir durchzuschlagen, doch die schiere Masse an Gegner schafft er nicht allein. Er teilt gehörig aus, muss aber auch einstecken. Schließlich stößt Tomasz dazu und gemeinsam zeigen sie den Roten, was zwei Kämpfer drauf haben. Endlich kommen Josefine und Silvia an – und Silvia verwandelt sich in einen riesigen Pflanzenbär – der es mit allen (!) „Fußsoldaten“ aufnimmt, während sich Tomasz und Jean-Claude auf den Magier stürzen. Josefine greift auch ein. Das Blatt scheint sich zu wenden. Doch dann gelingt es den Roten Vampiren, zu fliehen (Concession).

Weißer Hunger und rote Intrigen

Jean-Claude und Tomasz wollen sie verfolgen, verlieren aber die Spur. Zurück beim Club, erfahren sie, dass sich Josefine unter die Feierenden (die nichts von dem draußen mitbekomme haben) gemischt hat. Hunger, gebrochenes Herz und Wut brechen sich Bahn – und sie nährt sich, ohne auf die Konsequenzen zu achten. Silvia geht Josefine hinterher und sieht, was passiert (eine Tote wird schon rausgezogen). Sie drängt sich zu Josefine durch und bietet sich ihr an – Josefine stürzt sich auf sie. Während Jean-Claude Silvia und Josefine im Club sucht, „tröstet“ Tomasz vor dem Club eine Frau, deren Mann von den Roten ermordet wurde. Er nährt sich von ihrer Verzweiflung. Drinnen erkennt Jean-Claude, dass es nicht so einfach sein wird, Josefine und Silvia da rauszuholen. So lässt er Winterkälte die Orgie abkühlen.

Draußen hat Tomasz bemerkt, dass einige Vampire zurückgekommen sind, um ihre Autos zu holen – und hat sich im Kofferraum mitnehmen lassen. Via Standortübermittlung lässt er die anderen wissen, wo das Safehouse der Roten Vampire ist – und schleicht sich schon mal allein in deren Versteck. Zwei lenkt er ab, sodass diese den Raum verlassen – den dritten tötet er und hängt die Haut des Monsters an die Tür – als kleine Einladung für die beiden anderen – die diese auch annehmen. Ein brutaler Kampf entwickelt sich, in dem am Ende auch noch Silvia und Jean-Claude eingreifen.

Danach kehren alle nach Charlottenburg zurück. Dort entnehmen sie den Unterlagen, die Silvia dort gefunden hat, die wahren Ausmaße des Ganzen:
Die Roten Vampire wollen Berlin einnehmen. Über 100 sind schon in der Stadt und sie sind nach guter alter Guerilla-Taktik in kleine Einheiten eingeteilt, die jeweils nur ihre Zelle kennen. Ziel ist es, alle Standorte der Weißen Vampire anzugreifen und – wenn es geht – auszulöschen. Außerdem geht aus den Papieren hervor, dass der Sommerhof das unterstützt, weil sie den Winterritter schwächen und aus Berlin vertreiben wollen. Denn der Winterhof hat schon zu lange zu viel Macht in Berlin.
Eine Kriegsansage!

Josefine und Jean-Claude

Nach den erschütternden Erkenntnissen, bittet Jean-Claude Josefine um ein Gespräch unter vier Augen. Sie willigt eisig ein. Ungelenk erklärt Jean-Claude, dass er das so nicht gewollt habe – und dass sie trotzdem auf ihn zählen könne, er unterstütze sie weiterhin und will ihr Freund bleiben (ha, das hört frau dann besonders gern!). Josefine rastet auch aus. Sie wirft ihm vor, dass er alles zerstöre. Es gehe schließlich um mehr als nur um sie. Alles, was sie aufgebaut haben, werfe er jetzt weg. Auf seinen Einwand, dass er die Rolle als ihr Königsgemahl weiterspielen könne, lacht sie ihn aus, da er nicht mal einem Kleinkind irgendetwas vormachen könne. Und dann am Weißen Hof. Und wie sieht es wohl aus, wenn eine Weiße Vampirkönigin ihren Mann durch Wahre Liebe verliere? Außerdem habe er jetzt ihre Freundschaft mit Alex zerstört. Daraufhin wird Jean-Claude kalt und meint, ohne ihn gäbe es keine Krone, um die sie sich jetzt so sorge. Und dass er Alex schon lange liebe. Doch dann erklärt Jean-Claude, er wolle sich nicht mit ihr streiten. Er bitte sie nur darum, Alex nichts zu tun. Woraufhin Josefine ihn nur anblickt und sagt: Geh mir aus den Augen.
(lief super)

08 Jan

Das Damengambit – Schlussakt

Die höchst subjektiven Eindrücke von Alex:

Mit den Wardens im Nevernever

Ich renne mit Ariadna, Ida und Orlova durch das Tor ins Nevernever auf die Wardens zu. Captain Luccio führt die Gruppe an. Das bedeutet Ärger. Ich frage mich, welcher meiner rezenten Fehltritte mir jetzt auf die Füße fallen wird. Aber das erfahre ich ja gleich. Viel schlimmer ist doch gerade: Der Rote Vampir-König ist entkommen! Er kennt jetzt die Namen von Ariadna, Ida und Orlova, ihre Titel und ihre Gesichter … das ist schon wieder so ein Super-GAU. Ich hätte die Peripherie besser sichern sollen. Ernst-August wäre das nicht passiert.

Captain Luccio und die Wardens sehen völlig fertig aus. Ich werfe einen unauffälligen Blick auf meine drei Begleiterinnen und stelle fest, dass die auch einen ziemlich erschöpften Eindruck machen. Ariadna und Orlova stellen uns bei Captain Luccio vor. Mist, das wäre mein Job gewesen. Initiative entglitten. Das wäre Ernst-August definitiv nicht passiert. Ich versuche, mit einem bissigen Kommentar noch was zu retten, der lässt Ariadna und Orlova aber gänzlich unbeeindruckt. Na egal, ich hab jetzt andere Probleme. Captain Luccio ist unangenehm intensiv an den Hexen interessiert. Jetzt bloß keinen Fehler machen – ich hab mein Wort gegeben, dass es keine blindwütigen Aktionen des Weißen Rates geben wird. Captain Luccio hört mir immerhin aufmerksam zu. Aus den Augenwinkeln sehe ich, dass Orlova sich wie selbstverständlich bei den anderen Wardens einreiht. Das sieht bei ihr so natürlich aus, wie sie da Teil der Wardentruppe wird. Ich hasse es, dass ich sie in dem Moment beneide. Abgelenkt gerät mein Bericht ins Stocken, Captain Luccio schaut mich tadelnd an. Ich komme stotternd zum Ende und merke, dass meine Ohren heiß werden. Das macht wieder keinen guten Eindruck. Ariadna fügt wortgewandt noch ein paar Details an. Ich staune über die geschliffenen Formulierungen, die ich nicht mal in geschriebener Form hinbekäme. Aber dann übertreibt sie schamlos, als sie versucht, meine Entscheidungen in ein besseres Licht zu rücken. Nett von ihr, aber Captain Luccio lässt sich von so was natürlich nicht beeinflussen. Trotzdem, coole Frau, diese Ariadna. Da fällt mir ein, dass ich sie unbedingt mal nach ihrem Schlagring fragen will. Mit dem habe ich sie ein paar wirklich eindrucksvolle Treffer bei den Roten Vampiren landen sehen. Jetzt berichtet Orlova ebenfalls dem Captain und ich zwinge mich, wieder aufmerksam zuzuhören. Neben den üblichen Spitzen gegen meine Entscheidungen, berichtet sie aber auffällig wenig über die Hexen. Das hebt sie sich wahrscheinlich für den Senior Council auf. Aber ich frage mich, ob sie überhaupt die Namenslisten gelesen hat. Ich bin mir nicht mehr sicher. Vermutlich eher nicht. Trotzdem, ich muss das noch mal unter vier Augen ansprechen, falls wir eine Gelegenheit dazu finden. Wenn ich nicht so schrecklich müde und unkonzentriert wäre.

Ida bereitet in der kurzen Verschnaufpause Tee zu. Sie strahlt so eine beständige Ruhe und Zuversicht aus, dass ich unwillkürlich ihre Nähe suche. Teetrinkend schweifen meine Gedanken ab, bis ich bemerke, dass Ariadna und Orlova eine Wache um das Lager organisiert haben. Daran hätte ich auch denken müssen. Die anderen Warden werfen mir abschätzige Blicke zu.

Ich hatte nicht den Eindruck, Ausflüchte gesucht zu haben, als Captain Luccio mich anwies, ihr zum Senior Council zu folgen, aber als ich sie in einem letzten Versuch daraufhinweise, dass ich noch nicht mal einen Mantel, geschweige denn ein Schwert habe, reagiert sie leicht genervt. Ich füge mich und folge dem Trupp. Ariadna und Ida werden explizit nach Edinburgh eingeladen. Orlova ist ganz in ihrem Wardentrupp aufgegangen. Sie sieht ja auch aus wie ein ordentlicher Warden.

Überfall in der Dunkelheit

Auf dem Weg zu sicheren Pfaden nach Edinburgh sinkt plötzlich Dunkelheit auf uns herab. Licht- und Feuermagie können die Schwärze nicht durchdringen, wie ich den Zauberworten und anschließenden Flüchen der anderen Wardens entnehmen kann. Ich höre leises Klicken hinter mir, wo Ariadna herumnestelt, und nehme an, dass sie eine Taschenlampe ausprobiert. Einen Effekt kann ich aber nicht erkennen. Ich verstehe noch gar nicht, was überhaupt los ist, da wird Ariadna neben mir von etwas angefallen. Orlova ruft irgendwas Taktisches, dessen Kürzel ich so rasch nicht interpretieren kann, dann senkt sich die Schwerkraft um uns herum. Gute Idee! Und offenbar behindert es den oder die Angreifer. Ich stelle mir vor, das Nevernever sei einer meiner Albträume und versuche, die Umgebung mit meinem Willen zu beeinflussen. Ich will Licht. Das Ergebnis ist mager, es wird nur geringfügig heller. Das alles fühlt sich zunehmend bedrückend an. Ich zucke unwürdig zusammen, als Ariadna mir praktisch ins Ohr brüllt: „Es sind Hobs! Wir werden von Hobs angegriffen!“ Ah! Sehr gut, dann weiß ich, was zu tun ist. Ich höre Idas Webplättchen neben mir klackern. Mir wird überraschend klar, dass das Geräusch mittlerweile positive Erwartungen bei mir auslöst. Dabei kenne ich die Frau noch gar nicht so lange, aber ich habe längst Vertrauen zu ihr gefasst. Und ich stelle fest, dass ich auch dem Wardentrupp vertraue. Hier sind alles fähige Leute in derselben miesen Situation, was uns definitiv zu einer Schicksalsgemeinschaft zusammenschmiedet. Egal was wir auch sonst voneinander halten, ich will, dass wir das alle unbeschadet überstehen! Ich denke flüchtig an Jean-Claude und daran, wie leicht und blitzschnell er mit seinen Winterkräften aus dieser Dunkelheit entkommen könnte. Da werden mir endlich die Möglichkeiten der drastisch abgesenkten Schwerkraft bewusst. Mit einem Satz nach oben gelange ich über die Zone der Dunkelheit – ein Sprung auf den Jean-Claude wirklich stolz wäre. Sein warmer Atem an meinem Ohr, entspannte Raubtiermuskeln, pure Glücksmomente. Als ich wieder zurück in die Dunkelheit sinke, umhüllt mich gleißendes Licht wie ein Mantel der Macht. Ich weiß noch nicht mal genau, wie das passiert ist. In meiner Lichtsäule sehe ich die Hobs kreischend vor der Helligkeit zurückweichen, aber offenbar kann niemand sonst mein Licht wahrnehmen. Ich brauche mehr Licht. Jean-Claudes Augen, in denen eine warme Flamme zum Leben erwacht. Sein noch ungewohntes strahlendes Lächeln. Das Licht meines Kaminfeuers auf seiner Alabasterhaut. Mein Lichtmantel explodiert und pures Sonnenlicht weitet sich ringförmig um mich aus. Wirbelnde Schneeflocken reflektieren die Strahlen millionenfach. Die Hobs vergehen heulend und jaulend. Meine Gefährten blinzeln in der jähen Helligkeit.

Später sitze ich auf dem Waldboden und warte, bis Ariadna mit dem Erste-Hilfe-Kit auch bei mir vorbeikommt, um die tiefen Krallenspuren zu verbinden. Niemand ist unverletzt aus dem Kampf herausgekommen. Es beschämt mich, dass ich die Dunkelheit nicht bereits vor dem ersten Angriff als die typische Hob-Düsternis erkannt habe. Immerhin war das nicht mein erster Kampf gegen die miesen kleinen Kreaturen. Ich kann mich an die Abbildung in Ernst-Augusts Kreaturenbuch erinnern. Und, dass ich die Kreaturenbeschreibungen auswendiglernen musste. Die anderen Wardens mustern mich kritisch, als wir aufbrechen. Captain Luccio pustet eine ziemlich große Schneeflocke (hier am Sommerhof!) von ihrer Hand. Ihr Blick ist so voller Misstrauen, dass selbst ich das bemerke.

Edinburgh

Als wir in Edinburgh ankommen, empfinde ich die Gänge und Hallen der Festung wie immer als bedrückend. Björn sagt, dass das an dem unverarbeiteten Trauma mit dem Verhör durch den Merlin liegt, aber darüber bin ich längst hinweg. Die Festung des Weißen Rates sollte Wärme und Sicherheit ausstrahlen. Stattdessen wirkt sie bedrohlich und mahnend. Es liegt an der Festung, nicht an mir.

Orlova gibt die Gastgeberin für Ariadna und Ida. Die Gräfin bewegt sich hier, als sei sie zu Hause. Ich fühle mich irgendwie fremd, aber ich bin auch ziemlich müde, da werde ich immer wehleidig.

Senior Council Member Listens-to-the-wind begrüßt uns schließlich. Von Ida ist er schwer beeindruckt, aber auch Ariadna wird gebührlich empfangen. Das macht mich nachdenklich und ich betrachte Ida zum ersten Mal nicht als exzeptionelle befreundete Magieanwenderin, sondern als die Schicksalsgewalt, die sie ist: die Skuld. Und Ariadna sehe ich zum ersten Mal als eine hochrangige Vertreterin einer alliierten übernatürlichen Macht. Ein paar beiläufig fallengelassene Kommentare von Captain Luccio kommen mir in den Sinn, in denen sie anmerkte, dass ich außergewöhnliche Bekanntschaften pflege. Würde sie in Berlin arbeiten, käme ihr das nicht mehr so verdächtig vor!

Nach den Begrüßungen lässt sich Senior Council Member Listens-to-the-wind von mir Bericht erstatten; er ist freundlich und aufmerksam, so wie ich ihn von unserem letzten Treffen noch kenne. Er ist der einzige im Senior Council, den ich wirklich mag, auch wenn ich großen Respekt vor ihm habe. Er ist kaum aus dem Raum, als Senior Council Member Ancient Mai umringt von vier Wardens eintritt. Ohne Umschweife stellt sie sich vor mich, nimmt meinen Kopf zwischen ihre Hände und starrt in meine Augen. Sie hätte einfach fragen können. Mein Herz pocht bis in meine Schläfen, was sie bestimmt mit ihren kalten Fingern spüren kann. Ich wünschte, ich hätte meine Angst besser im Griff. Die kalten Hände des Merlin an meinen Schläfen, die kalte Sondierung meiner Erinnerungen, die kalten Albträume, Björns Hand, die mich weckt. Als Ancient Mai ihre Finger von mir löst, steht mir der Schweiß auf der Stirn. Ein offenes Buch ist nichts gegen mich. Ich dagegen habe in die Seele der Weisheit der Zeitalter geblickt und senke ehrfürchtig den Blick. Noch bevor das Rauschen in meinen Ohren nachgelassen hat, sind Ancient Mai und ihre Wardens bereits gegangen. Ich lächle den anderen achselzuckend zu und zeige nicht, wie beschämend ich das finde.

Die Begegnung mit Senior Council Member Cristos ist von allen die verstörendste. Er gibt sich jovial, höflich und verständig. Ariadna ist ganz angetan von ihm. Er warnt mich sogar vor Senior Council Member McCoy. Ich bin so perplex, dass ich ihn vermutlich die ganze Zeit mit einem dümmlichen Gesichtsausdruck angestarrt habe. Am Schluss kann ich mich kaum daran erinnern, was ich überhaupt gesagt habe. Wäre Josefine hier, sie würde mich mitleidig belächeln. Ernst-August würde mich später im grünen Salon rügen.

Orlova wird von einem Warden in Captain Luccios Büro gerufen. Jetzt bekommt sie ihre Chance alles auszuplaudern und jede meiner Entscheidungen zu kommentieren. Immerhin hatten wir noch die Chance, kurz wegen der Hexen zu reden. Das kann sie natürlich auch gegen mich verwenden. Wenn sie mir mein Amt als Warden entziehen, habe ich immer noch Jean-Claude. Irgendwie wird alles gut – solange sie mich nicht hinrichten. Das müssten sie dann aber ganz schnell tun, bevor Jean-Claude davon erfährt … aber das werden sie ja wohl wissen … und mit einplanen … ein Plot gegen den Winterhof …

Als Orlova nach Stunden zurückkommt, wirkt sie zwar zufrieden, gibt sich aber nicht so überheblich wie sonst. Hm. Ist das jetzt gut oder schlecht für die Hexen und mich?

Ariadna und Ida begleiten uns, als Orlova und ich vor den Senior Council geführt werden. Das Ganze findet betont inoffiziell im Atrium statt, das ich bereits von früheren Besuchen mit Ernst-August kenne. Nachdem der Merlin und Senior Council Member McCoy Ida und Ariadna nun ebenfalls angemessen begrüßt haben, kommt McCoy ohne Umschweife zur Sache. Mit kaum unterdrücktem Zorn zählt er jede meiner größeren Entscheidungen als Warden der letzten paar Jahre auf und seziert sie gnadenlos im strahlenden Licht seiner konservativen Rechtschaffenheit. Klar, im Nachhinein bin ich auch immer schlauer. Ja, und vieles erscheint jetzt zweifelhaft. Mir auch. Ich übe mich in stoischer Gelassenheit, versuche aufmerksam zu sein und einen höflichen Gesichtsausdruck zu wahren. Ehrlich, McCoy, Sie zweifeln nichts an, das ich nicht bereits viele Male selbst angezweifelt habe. Besonders den Vertrag mit Josefine, an dessen Aushandlung ich noch nicht mal selbst beteiligt war. Aber es ist, wie es ist.

Dann ergreift Cristos das Wort und verteidigt mich. Ich kann vor lauter Überraschung den Worten kaum folgen. Warum macht er das? Welchen Plan verfolgt er damit? Will er mich zu seinem Werkzeug machen? Die Fragen überschlagen sich in meinem Kopf. Ich werde abrupt wieder aufmerksam, als die Vorwürfe gegen Ernst-August beginnen. Er habe bei meiner Ausbildung versagt? Habe mich falsch beraten? Mir nicht genügend Hilfe geleistet? Und am Ende wird sogar Orlova beschuldigt? Moment mal! Ich halte mich mühsam zurück, bis man mir das Wort erteilt und lasse nichts, aber auch gar nichts auf Ernst-August kommen. Und auf Orlova letztendlich auch nicht, wo kämen wir denn da hin! Plötzlich komme ich in diesen Redefluss, wo die Gedanken und die Worte eine Einheit bilden. Ich vergesse völlig, wer da alles vor mir steht und rede, argumentierte und verteidige. Sachlich und höflich, wie ich das von Ernst-August gelernt habe. Danke, Ernst-August! Am Ende habe ich schon den Eindruck, Listens-to-the-wind und vielleicht den Merlin überzeugt zu haben. Das reicht natürlich nicht, aber ich weiß nicht, was ich noch sagen soll, ohne mich zu wiederholen. Also schweige ich. Dann tritt Ariadna vor und verteidigt den Vertrag mit Josefine. Mit wohl gesetzten Worten, sprühendem Charisma und in diplomatischer Vollendung. Wow. So kann man so was also formulieren. Orlova grummelt irgendwas von Vergangenheit ruhen lassen und so. Okay. Und dann sagt Ida einen Satz, der alles ändert: Auch wenn Alex stets ein kleineres Übel wählen muss, sehe sie doch die besten Voraussetzungen für eine positivere Zukunft. Der Senior Council ist einen Moment sprachlos. Ida lächelt leise.

Nach der Beratung des Senior Councils werden Orlova und ich über die Beschlüsse informiert: Der Vertrag mit Josefine in Berlin bleibt bestehen. Orlova wird Deutschland als Warden zugeteilt und sie soll die Hexen-Community untersuchen. Ihr süffisantes Lächeln trifft mich wie eine glühende Lanze. Als wir gehen, raune ich ihr zu: „Ich will keine Hexenverbrennungen in Deutschland, verstanden?“ Und aus welchen Untiefen meiner Seele der Nachsatz „Aber Feuer können Sie ja nicht“ herkam, weiß ich auch nicht. Das war billig. Hat aber irgendwie gut getan.

05 Jan

Der Kampf um Matteos Seelenheil

Von: Karsten

Charaktere: Matteo Grasso, ein wahrer Gläubiger, gerade in den Diensten von Maeve, Jean-Claude Baptiste, Winterritter, Maximilian Frey, Träger des Schwerts der Hoffnung, Spion für Uriel

Brief von Jean-Claude an Ernst-August.

Werter Freund,

da ich dich heute nicht in deinem Heim antraf, bat ich Jakob, mir Papier und Tinte zu reichen. Ich will dich wissen lassen, was gerade passiert. Obwohl du es vielleicht als Pythia auch schon weißt. Ich brenne darauf, endlich von dir alles darüber zu erfahren. Jakob blieb auch recht vage, was deine Geschäfte betrifft. Ich hoffe, dich erreichen diese Zeilen bei bester Gesundheit.

Ich kann einen kurzen Abstecher bei dir machen, bevor ich wieder an den Winterhof eile. Ich stehe gerade nicht in der Gunst meiner Winterlady und … muss viel für sie erledigen. 

Matteo

Du erinnerst dich doch sicher an diesen Matteo, ein Freund von Alex, der die Schuld aus der Gerichtsverhandlung mit Alex auf sich nahm und diese mit einem Jahr am Winterhof ableistet …e. 

Matteo hat mich überrascht. Schien er anfangs doch recht erbärmlich – ich gab ihm keine Woche am Winterhof – hat er sich doch gemausert. Er ist so biegsam, wie eine dieser weichen Ruten – Maeve kann ihn bis zum äußersten biegen, aber er bricht nicht. In den letzten Monaten hat er sich dadurch am Winterhof Respekt verschafft.

Aber Maeve wäre nicht Maeve, würde sie nicht darüber nachsinnen, wie sie auch die biegsamste Rute zerreißt.

Brenne Hexe

Sie schickte mich mit Matteo in ein kleines Kaff der USA. Dort hatten sich mal wieder Christen zusammengerottet, um im heiligen Zorn jemanden zu verdammen. Allerdings hatten sie diesmal damit recht. Denn in der Gemeinde gab es eine Hexe, die ihre Kräfte nicht kontrollierte. Sie hatte damit bereits aus ihren Eltern wandelnde Zombies gemacht – von ihrem Gehirn schien nicht mehr viel übrig. Für dich und Alex wäre die Lage eindeutig gewesen.

Auch Maeve wollte, dass Matteo nun diese Hexe tötete. Denn er war nur unter der Bedingung in ihren Dienst getreten, dass er nichts gegen seinen Glauben tun werde. Und Maeve hatte die Bibelstelle parat, in der ausdrücklich befohlen wird, Hexen zu töten.

Durch die vergangenen Monate schien Matteo auch abgehärtet genug zu sein, dass er auch diesen Schritt tun würde. Aber ich wusste, das wäre es, was Maeve erreichen wollte, denn ein Mord würde Matteo brechen. Und er ist ein Freund Alex. Schon ihr zuliebe wollte ich das nicht. 

Ich dagegen habe schon so viele Morde auf mich geladen … Ich wollte es Matteo ersparen. Daher legte ich alles darauf an, in der Kirche für Unruhe zu sorgen – es gab einen Kampf mit fanatischen Anhängern, der allerdings nicht sehr ausgewogen war, weil ich die andere Seite war. 

Max

Als reichte diese Chaos nicht, kam auch noch Max dazu. Er meinte später, er hätte gespürt, dass er hier gebraucht werde. Ich hätte gern auf ihn verzichtet, denn das machte das Ganze noch komplizierter.

Als ich schließlich die Hexe zu fassen bekam und sie töten wollte, ging Max dazwischen. Und auf einmal war auch Matteos Gewissen wieder erwacht – und er warf sich schützend über die Hexe.

Genau darauf hatte Maeve gewartet – jetzt war sein Pakt mit dem Winterhof gebrochen und er gehörte ihr. Wie sie sofort demonstrierte und ihn auf die Knie schmetterte. In diesem Augenblick griff Max erneut ein und bot Matteo das Schwert der Hoffnung an – und dieser nahm es an. Ein neuer Ritter des Kreuzes.

Es hätte kaum einen schlechteren Zeitpunkt geben können. Maeve befahl mir sofort, ihr das Schwert zu bringen – und die beiden Menschen zu töten.

Vorher wollte ich nur Matteo retten – jetzt auch noch Max. Der stellte sich mit seinem Katanaschwert schützend vor Matteo, der verletzt am Boden lag. Ja, er ist ein guter Schwertkämpfer. Er kann auch sicher einige Runden durchhalten – aber ohne das heilige Schwert? 

Kampf auf Leben und Tod

Ich fing an, eine Schwertroutine gegen ihn zu kämpfen – und hoffte, dass er die sich ergebende Paraden erkennen würde. Was er tat. Wir boten Maeve einen heftigen Schwertkampf und ich wusste, ohne mein halbes Leben zu lassen, durfte ich hier nicht verlieren. Max begriff, was ich vorhatte und dränge mich schließlich so in die Ecke, dass ich mich in sein Schwert stürzen konnte. Schwer verletzt ging ich zu Boden. Maeve stieß einen wütenden Schrei aus, trat mir ihre Absätze in die Wunde und las mein Schwert auf. Damit verschwand sie in einer eisigen Wolke. Gnädigerweise wurde es dann Schwarz um mich. 

Später habe ich erfahren, dass Matteo mich noch versorgte.

Ja, Ernst-August, du weißt, was es heißt, am Winterhof versagt zu haben. Wir werden uns wohl eine Weile nicht sehen. Aber wenn sich die Gelegenheit ergibt, schaue ich bei dir vorbei.

In tiefer Verbundenheit,

Jean-Claude

05 Jan

Das kalte Testament

Von: Karsten

Charaktere: Matteo Grasso, ein wahrer Gläubiger, gerade in den Diensten von Maeve, Jean-Claude Baptiste, Winterritter, Maximilian Frey, Träger des Schwerts der Hoffnung, Spion für Uriel

Matteos Tagebucheintrag:

„Und als sie kamen an die Stätte, die ihm Gott gesagt hatte, baute Abraham daselbst einen Altar und legte das Holz darauf und band seinen Sohn Isaak, legte ihn auf den Altar oben auf das Holz und reckte seine Hand aus und fasste das Messer, dass er seinen Sohn schlachtete.“

Ich habe jegliches Gefühl für Raum und Zeit verloren. Ich fühle mich wie betäubt, benommen und alles liegt hinter einem Schleier.  Erinnerungen verblassen. Emotionen erstarren. Ich kann mich manchmal nicht mehr an die Verse einzelner Lieder und Gebete erinnern. Das ewige Eis lähmt mich, alles an mir. Es kriecht in mich hinein und beginnt mich zu verschlingen …

Doch jetzt, endlich wieder irdischen Boden unter den Füßen. Amerikanische Erde. Leicht von Eis und Schnee bedeckt. Doch das Kalt fühle ich nicht. Aber den Kirchengesang. Menschliche Stimmen. Gebete. In einer unscheinbaren Scheune trifft sich eine der vielen kleinen US-amerikanischen Kirchen. Sie nennen sich Krieger. Streiter mit Pick-ups, Schrotflinten und Karohemden. „Make America great again“, sind nicht die einzigen Aufkleber auf ihren schweren Kisten.

Lange stehe ich nur da und versuche die Nähe der Menschen auf mich wirken zu lassen. Ihre Stimmen, ihre inbrünstigen Gebete, die propagandistische und seelenlose Predigt von der kleinen Bühne herunter. Ich wanke wie eine vom falschen Licht hypnotisierte Motte in die erste Reihe, nehme schweigend Platz. Verharre. Und auch wenn hier nicht der Allmächtige spricht, so flutet jedes Wort in mich hinein …

Höhepunkt des Schauspiels soll ein Exorzismus sein. Ein besessenes Mädchen. Hilflose Eltern. Heilige aber falsche Formeln. Doch die Pointe misslingt. Jetzt erst erkenne ich die Gelähmtheit der Eltern – und das blanke Entsetzen des Predigers. Es ist die Kleine. Ihre Magie dringt in die Köpfe Unschuldiger ein.

Noch immer benommen versuche ich, zu helfen, zu schlichten, zu klären. Doch die Situation spitzt sich mehr und mehr zu. Ich finde nicht die richtigen Worte. Ich finde nur … Hass und Verzweiflung … und Kälte. Und dann erscheint sie. Die Götzin des Verrats und der Niedertracht. Die Herrin über Eis und Winter. Und sie speit Moses Worte heraus: „Die Zauberinnen sollst du nicht am Leben lassen.“ Mit einem Mal stürzt alles über mich herein. „Er, der Herr, Dein Gott, wird diese Leute ausrotten vor dir, einzeln nacheinander.“ „Wohl dem, der deine jungen Kinder nimmt und sie am Felsen zerschmettert!“ Und mit unbeweglicher Miene erscheint auch Jean-Claude, der Ritter des Winters. Als Zeuge? Vollstrecker? Wächter?

Die Alten der Kirche brüllen. Verbrennt die Hexe. Die Eltern bleiben teilnahmslos. Angst und Hass breiten sich aus. Ich dazwischen. Schreiend. Ringend. Hilflos. Oh, Herr. Führe mich. Sende mir ein Zeichen. Erlöse mich von dieser Bürde.

Das Mädchen, die Hexe, greift nach meinem Geist. Und es ist nicht das erste Mal. Sie ist nicht unschuldig. Sie ist außer Kontrolle … Mein Brüllen hallt durch die Scheune.

Da öffnet sich die Tür der Halle und ein Fremder tritt ein. Und es ward Licht. Warm, strahlend, voller Kraft. Hat der Allmächtige mich erhört? Max, so der Name des Gesandten, spricht zu mir. Ermahnt mich. Und doch spendet er mir Trost, Zuversicht und Wärme. Und er hilft, die angespannte Lage zu deeskalieren. Doch gerade, als sich alle Gemüter beruhigt haben, mischt sich der Ritter des Winters ein. Nimmt er eine Geisel? Was hat er vor? Schon stürmen mit Gewehren bewaffnete Menschen herein, falsche Krieger, Irrgeleitete. Es wird geschossen, doch zum Glück hilft auch hier erneut Max, die Situation zu entschärfen. Er findet jene Worte des Verständnisses und der Liebe, die mir augenblicklich nicht über die Lippen kommen wollen. Aber das Mädchen ist eine Zauberin. Zweifelsohne hat sie sogar die Gesetze des Weißen Rates verletzt. Maeve verlangt ihr Blut! Auch der Allmächtige? Während ich mit geballten und zitternden Fäusten vor der Kleinen stehe, holt Jean-Claude zum Schlag aus, um die Unglückselige zu richten. Nicht ich, sondern Max stürzt sich in den Schwerthieb … Alles in mir schreit. Der Dämon ist zurück und beginnt, mich zu zerreißen. Während die beiden noch miteinander ringen, werfe ich mich schützend auf die Hexe.

Mein Eid ist gebrochen. Ich habe meine Aufgabe nicht erfüllt. Habe mich gegen Maeves Befehl gestellt. Ihr Wort trifft mich wie ein titanischer Hammer aus Eis, schmettert mich nieder. Kniescheiben splittern. Mein Blut quillt auf das Eis des Niemalslandes. Still knie ich vor ihr. Erwarte ewige Verdammnis. Aber ich gehe nicht zu Boden. Ich weine nicht. Ich schreie nicht. Und ich bitte nicht um Gnade.

Wieder steht Max vor mir. Er übergibt mir das Schwert. Die Heilige Klinge. Schwer liegt sie in meinen Händen. Schwerer noch als Alex‘ Bürde …

Meine Glaubensprobe ist vorüber. Alex‘ Schuld aber noch nicht beglichen. Der eisige Hauch des Winters lässt nie wieder von mir ab. Doch „sehet, ich habe euch Macht gegeben, zu treten auf Schlangen und Skorpione, und über alle Gewalt des Feindes; und nichts wird euch beschädigen.“  Mich ruft jetzt ein höhere Dienst.

Da befiehlt Maeve ihrem Winterritter: Bring mir das Schwert, töte die anderen.

Und wieder ist es Max, der meine Schuld bezahlt. Er stellt sich dem Winterritter entgegen und es entbrennt ein schreckliches Hauen und Stechen. Das Hin und Her scheint unendlich. Klingen klirren aufeinander. Eissplitter surren durch die Luft. Menschlicher Schweiß benetzt den Boden. Und dann stürzt sich der Winterritter voller Hass auf den armen Sterblichen. Doch dieser reißt, schon auf dem Boden liegend, im letzten Moment seine Klinge hoch und Jean-Claude richtet sich mit weit aufgerissenen Augen selbst. Der Kampf ist vorbei. Der Winterhof hat verloren. Blutend und stöhnend bricht der Ritter zusammen.

Mit schmerzenden Knien schleppe ich mich zu ihm, versuche die Wunde zu versorgen, seinen Tod abzuwenden. Doch der Allmächtige hat bereits entschieden. Jean-Claudes Dienst als Streiter des Winterhofes ist noch nicht vorüber. Er hat noch eine Rolle zu spielen …

04 Jan

Das Damengambit

von Karsten

Charaktere: Ida, Ariadna, Feodora, Alex (sowie Josefine, Max und in einer kurzen Gastrolle: der Winterritter)

20. März 2022: 

Vampirjägerinnen in Berlin

Ariadna und Feodora verfolgen eine Gruppe von Roten Vampiren durch das Nevernever. Sie verlieren die Vampire, als diese auf der Flucht das Nevernever verlassen. Als sie folgen, finden sich in Berlin wieder. Die Spur der Vampire ist erst einmal verloren. So fahren Ariadna und Feodora zum Haus von Alex, um sich dem hiesigen Warden vorzustellen.

Als Alex den beiden Vampirjägerinnen die Tür öffnet, huscht eine schwarze Katze mit ins Haus. Ariadna und Feodora bemerken hinter Alex noch den nackten Winterritter (o lala!), der aus dem Schlafzimmer flitzt. Gerade als Alex noch mit der Katze beschäftigt ist, klopft es wieder an der Tür – Ida steht davor. Nachdem diese einen Blick auf den Kater geworfen hat, bemerkt sie einen abgerissenen Schicksalsfaden an der Katze. Schließlich schaut sich Feodora die Katze mit ihrem dritten Auge an und erkennt, dass die Katze ein Familiar einer Hexe ist.

Hexennachricht aus dem Jenseits

Die Katze mauzt aufdringlich und will offenbar dringend kommunizieren. Alex improvisiert ein rasches Ritual, um mit der Katze zu sprechen. Die Katze sagt, dass sie ihre Nachricht nur der besten/stärksten Hexe in Deutschland übermitteln dürfe. Alex bestätigt kurzerhand, dass sie die richtige Person sei. Die Katze richtet die Nachricht aus, aber Alex ist ganz offensichtlich nicht die intendierte Empfängerin. “Schwester, meine Falle hat nicht funktioniert. Vermutlich bin ich jetzt tot.”

Feodora verbindet sich so mit der Katze, dass sie die Bilder sieht, die die Katze bei der Ermordung ihrer Hexe gesehen hat: Ein Monster mit Krallen!

Es kann nur einen Warden geben

Als man gerade darüber diskutiert, was es damit auf sich haben könnte, klopft es schon wieder an Alex‘ Tür. Ein Bote übergibt eine Einladung von Josefine an Alex. Es ist erstaunlich, wie schnell Josefines Spione von dem Treiben in Alex‘ Haus mitbekommen haben, denn zum Frühlingsball noch am selben Abend sind neben Alex auch Ariadna, Feodora und Ida eingeladen – sie sind explizit namentlich genannt. Dabei wird Alex auch klar, dass Feodora in Berlin nicht als Warden auftreten darf, der Vertrag zwischen dem Weißen Rat und den Weißen Vampiren erlaubt nur Alex als einzige offizielle Warden. Feodora ist empört, dass sich Alex gemein macht mit diesen Monstern. Auch für Ariadna ist das schwer zu verstehen, allerdings weiß sie auch, wie kompliziert Politik sein kann. Nach einer heftigen Diskussion lässt sich Feodora davon überzeugen, nur als Magierin des Weißen Rats aufzutreten, nicht als Warden.

Die Vier rüschen sich auf: Alex zieht ein rotes eng anliegendes Abendkleid mit Stiefeln an, Feodora trägt eine Robe in Tarnmuster, die trotz des etwas abgeschmackten Musters extrem stilvoll wirkt (extra Chip eingesetzt!). Ariadna geht in einem schwarzen Smoking (mit schusssicherer Weste) und Ida will offiziell als Norne gehen und kleidet sich entsprechend in mystische Nornengewänder.

Weiß-roter Frühlingsball

Alex bittet Jakob, sie alle zum Frühlingsball zu fahren. Der Ball findet im Schloss Charlottenburg statt, dass schon seit Jahren für Renovierungen gesperrt ist.

Bei Josefine angekommen stellt sich heraus, dass auch die von Ariadna und Feodora gejagten Roten Vampire als geladene Gäste anwesend sind. Das ist umso verwunderlicher, dass es auch überhaupt nicht im Interesse von Josefine liegen kann, dass sich Rote Vampire in Berlin aufhalten. Als Feodora am Eingang die Anwesenheit dieser Ungeheuer bemerkt, will sie die Situation eskalieren lassen – es ist nur Alex‘ Bemühen zu verdanken, dass das Gastrecht nicht gebrochen wird.

Ariadna beginnt direkt, sich unter die Leute zu mischen und ihre Erfahrung auf dem internationalen Parkett auszuspielen. Über mehrere Gesprächspartner findet sie schließlich heraus, dass unter den Roten Vampiren Barone, Magier und sogar ein Roter König anwesend sind. Hier ist offensichtlich etwas Größeres geplant.

Doch nach dem Essen eröffnet Josefine erst einmal den Frühlingsball: mit Pippa als Stargast unter den Debütantinnen. Nicht ganz unwichtig, weil damit Pippa erstmals offen als „Machtblock“ von Josefine anerkannt wird: Eine Aktion, die weder Sommer noch Winter unkommentiert lassen können.

Dabei gibt sich Josefine unnahbar und ganz königlich. Alex, die Josefine am Besten kennt, ahnt, dass sehr viel mehr hinter der Sache stecken muss, als es auf den ersten Blick scheint.

Währenddessen schleicht Ida im Haus herum und findet ein Besprechungszimmer mit Schreibtisch, an dem kürzlich verhandelt wurde. Sie “liest” die unmittelbare Vergangenheit der Möbel und Objekte und findet heraus: Im Berliner Zoll (Flughafen) steckt ein Frachtcontainer fest, an den dem die Roten Vampire dringend interessiert sind. Josefine, die solche Probleme sehr einfach lösen könnte, scheint daran aber nicht interessiert zu sein: Ein weiteres Indiz, dass Josefine trotz der Gastfreundschaft gegen die Roten Vampire spielt.

Rote Fracht

Ariadna, Feodora, Ida und Alex verschwinden vom Ball, indem sie Pippa bitten, eine Illusion ihrer Anwesenheit bis nach Mitternacht aufrechtzuhalten. Pippa kommt der Bitte nach – aber nur im Austausch eines Gefallens: Alex soll ein Wochenende lang Helmut beschäftigen, sodass sie freie Bahn hat. Alex lässt sich auf den Deal ein.

Alex, Ariadna, Feodora und Ida fahren zum Flughafen und dringen auf das abgesperrte und bewachte Zollgelände ein. Nach einiger Recherche (und Wahrsagungen) finden sie den betreffenden Frachtcontainer und öffnen ihn. Ariadna endteckt darin gut verpackte antike Ritualgegenstände aus Mexiko, die alle für Blutrituale von Roten Vampiren benutzt werden können. Ida prophezeit, dass Ariadna mit letzten Moment die wichtigen Infos finden wird.

Vier der Roten Vampire von Josefines Ball dringen auf der Suche nach ihrem Container ebenfalls auf dem Zollgelände ein. Es kommt zu einem erbitterten Kampf, in dem Alex, Feodora und Ida durch massiven Zaubereinsatz und Vampirangriffen ganz schön Federn lassen müssen. Ariadna dagegen teleportiert sich dank ihres magischen Rings hinter den Magiervampir und kann diesen am Zaubern hindern, indem sie ihm mit dem Schlagring mit den heiligen Symbolen den halben Kiefer wegschmettert. Am Ende kann der gesamte Inhalt des Containers aber mit Feuer- und Erd-Evokationen vernichtet werden. Wie prophezeit, findet Ariadna einen Aktenkoffer mit Dokumenten, die Aufschluss über die Intentionen der Roten Vampire geben. Einer der Roten Vampire kann allerdings nach dem Kampf entkommen.

Tote Hexen

Zurück In Alex’ Haus dreht die Katze fast durch und will jemanden zum Haus ihrer verstorbenen Besitzerin führen. Während die anderen verschnaufen müssen, folgt Ariadna der Katze bis zu einer einsam gelegenen Kate außerhalb von Berlin. Dort findet sie die tote Besitzerin aufgehängt und ausgeweidet in ihrer Küche. Offenkundig war die Frau eine Hexe gewesen. Der Rest der Truppe rückt an (Jakob ist so gütig und chauffiert wieder). Es finden sich Hinweise und Korrespondenz in dem “Hexenhaus”, die darauf hindeuten, dass es eine Hexen-Community in Deutschland gibt, von deren Größenordnung Alex als Warden gar nichts ahnte. Und Anfang Mai findet auf dem Brocken das nächste Groß-Event statt.

Sie fahren zur Absenderadresse im Harz, die auf dem zuletzt zugestellten Brief stand. Dort treffen sie in einem abseits gelegenen Haus eine ältere Dame (Edeltraut Wirtz) an, die eine Hexe mit überraschend deutlich ausgeprägter magischer Befähigung ist. Alex muss einiges an Überzeugungsarbeit leisten, damit die Hexe ihr vertraut. (Die Anwesenheit und Kommentare von Feodora sind da keine Hilfe. Feodora ist rechtschaffen empört, dass sich Alex überhaupt mit den potentiellen Gesetzesbrecherinnen einlässt und sogar Zugeständnisse macht.) Doch schließlich erfahren sie, dass der getöteten Hexe vor einer Weile aufgefallen war, dass es verdächtige Todesfälle in der Hexen-Community gegeben hatte. Sie stellte dem vermeintlichen Serienmörder eine Falle, als sie sich aber mit einem Roten Vampir konfrontiert sah und ihr gewaltsames Ende nahte, schickte sie ihre Katze mit einer Nachricht los, die aber fälschlicherweise Alex erreichte.

Die Informationen von Edeltraut und die Dokumente, die in dem Koffer aus dem Container stammen, lassen folgende Schlüsse zu: Die Roten Vampire wollen vulnerable Magiekundige dafür benutzen, um magische Tränke herzustellen. Dafür werden die Magiekundigen in Ritualen “ausgequetscht” und getötet. Die Tränke können dann die magischen Fähigkeiten der RV verstärken bzw. überhaupt erst ermöglichen. Die Hexen-Community, die nur locker organisiert ist und aus Individualistinnen mit eher schwach ausgeprägten magischen Fähigkeiten zur Verteidigung besteht, sind die perfekten Opfer für die Pläne der Roten Vampire.

Josefines Spiel

Ariadna, Feodora, Ida und Alex treffen sich unauffällig mit Josefine in einer Boutique. Alex versucht, Josefine zur Rede zu stellen, in der festen Überzeugung, dass Josefine gerne helfen würde, ihr als Gastgeberin der Roten Vampire aber strikte Grenzen gesetzt sind. Ariadna kann Josefine schließlich mit großartigem diplomatischen Geschick davon überzeugen, dass sie in der Lage sind, die Roten Vampire zu stellen, wenn sie mehr Infos von Josefine bekommen können. Josefine kann die Regeln des Gastrechts nicht brechen, kann daher nicht mit Ariadna sprechen. Sie lässt aber „zufällig“ ihren Laptop eine Weile unbeobachtet. Ariadna erfährt so, über welche Fähigkeiten die Rote Vampir-Truppe verfügt, um wie viele Kreaturen (14) es sich handelt und wie lange der Aufenthalt in Berlin noch dauert.

Bevor sie sich verabschieden, berührt Josefine Alex am Arm – und verbrennt sich an der Wahren Liebe. Josefine zuckt zurück, erkennt, was es ist und zieht Alex wissend mit Björn auf. Doch Alex Gesicht verrät, dass sie da falsch liegt – und dem schuldbewussten Ausdruck nach ahnt Josefine, wer stattdessen dahintersteckt …

Kampf mit den Roten Vampiren

Doch mit den Informationen zu den Roten Vampiren können Alex, Feodora, Ida und Ariadna einen Plan ausarbeiten:

In Tempelhof soll ein Hinterhalt für die Roten Vampire gelegt werden. Die Hexen-Community wird eingespannt, aber auch Max, der mit einem Wasserwerfer Weihwasser versprühen soll. Alex und Feodora sind die Ablenkung, die in Tempelhof ein Fake-Ritual ausführen, dessen Ziel angeblich die Vernichtung der Roten Vampir-Delegation mit Hilfe des Aktenkoffers aus dem Container ist. Die von den Roten Vampiren heiß begehrten verlorenen Dokumente sind der Köder.

Von Josefine wird ein Abendessen zur angemessenen Verabschiedung ihrer Gäste veranstaltet, zu dem auch Ariadna, Feodora, Ida und Alex wieder eingeladen sind. Diese verabschieden sich aber recht früh von der Party. Die Roten Vampire müssen natürlich bis zum Schluss der Veranstaltung bleiben, die ja zu ihren Ehren ausgerichtet wird.

Überraschend kommen die Roten Vampire nicht mit Fahrzeugen in Tempelhof an, sondern treten aus dem Nevernever. Die anschließende Schlacht ist hart, die Hexen tun ihr Bestes, um das Nevernever dichtzuhalten, damit die Vampire nicht verschwinden können. Der Einsatz des polizeilichen Weihwasserwerfers wirkt sich auf die Kreaturen erhofft desaströs aus. (Der Wasserwerfer war den Tag über bereits von Max auf dem Platz positioniert worden und mit Luftballons, Girlanden und Info-Plakaten getarnt.) Trotzdem teilen die Roten Vampire ganz gehörig aus. Schließlich gelingt es den verbliebenen Vampiren, doch noch ein Tor zum Nevernever zu öffnen.

(Un-) erwünschte Hilfe

Doch als sie sich gerade absetzen wollen, kommt ihnen im Nevernever ein Trupp Wardens entgegen und macht einigen von ihnen den Garaus.

Alex ist entsetzt und gibt den Hexen hastig Anweisung zu fliehen, da sie befürchten muss, dass sie Wardens keinen großen Unterschied zwischen Vampiren und Hexen machen werden. Da fährt im nächsten Moment die Polizei mit Blaulicht und Martinshorn auf den Kampfplatz. Und der von Josefine versprochene Entsatz ihres Sicherheitsteam braust – absichtlich? – verspätet in die Szene.

Bevor die Tore zum Nevernever schließen, springen Alex, Feodora, Ida und Ariadna hinterher.

To be continued …

03 Jan

Nur eine Sekunde

Von: Lena
Charaktere: Warden Alex Lehman, Winterritter/Weißer Vampir Jean-Claude Baptiste, Stadtmagier Helmut Schmeißer, Ida Johnsson, Zukunftsnorne.
Kurze Auftritte: Warden Ernst-August von Schaumburg-Lippe, Björn Hansen, Dedektiv

Weihnachten 2016 – Auf dem Flachdach des Berliner Nordbahnhofs wehrt Alex im letzten Moment mit ihrem magischen Schild Achroniels Münze ab.


29.12.2021

In Berlin herrscht eine winterliche Kälte mit Blitzeis.

Ida

Ida ist eine junge Frau, die Helmut und Alex vor einigen Jahren trafen, als Idas Tante starb und die junge Frau unverhofft von ihr den Mantel der Zukunftsnorne erbte. Jetzt lebt sie allein in der Wohnung ihrer Tante in Berlin auf der Fischerinsel. Sie sitzt im Schlafzimmer, wo auch der Schicksalsbaum steht. Sie meditiert.

Helmut

Helmut kommt nach Hause in Marzahn – wo ihn ein Schlachtfeld erwartet. Pippa hat sich anscheinend über die ganze Wohnung ausgebreitet. Wütend verlangt er von ihr, dass sie aufräumen soll, worauf sie beleidigt in ihr Zimmer verschwindet. Als er ihr nacheilt, findet er dort ein Jüngelchen in Unterhosen vor. Er bittet diesen höflich, sofort zu gehen – und dieser verlässt auch sofort fluchtartig die Wohnung. Pippa ist völlig empört und es gibt eine Riesenszene.

Alex und Max

Alex trifft bei ihrem Heimkommen auf Max, der ja gerade bei ihr wohnt. Er wartet schon auf sie, denn er hat ungeheure Neuigkeiten: Er hat das Schwert der Hoffnung nicht mehr – er hat einen neuen Träger gefunden. Die Magierin lässt sich von dem Polizisten alles erzählen – wie Maeve Jean-Claude und Matteo in ein Nest in die USA schickt. Dort soll Matteo eine Hexe töten und Jean-Claude auf Matteo aufpassen. Max Eintreffen verhindert es, dass Matteo zum Mörder wird – und dafür zum neuen Träger des Schwertes. Maeve befiehlt daraufhin Jean-Claude, beide Männer zu töten und ihr das Schwert zu bringen. Stattdessen besiegt Max den Winterritter und Maeve nimmt einem schwer verletzten Jean-Claude noch das Schwert ab. The Winter Lady is not amused.

Alex hört sich alles an, auch besorgt, dass Max jetzt kein Schwert mehr trägt, da er sich ja als Träger des Schwerts so viele Feinde gemacht hat.

Jean-Claude

Arktis Tor. Jetzt, kurz nach der Wintersonnenwende, steht Mab im Zentrum ihrer Macht. Sie lässt Jean-Claude rufen, der – ohne Schwert und schwerverletzt (alle Konsequenzen dicht) zu ihr geht. Sie erklärt ihm, dass sie mit ihm in seinem Zustand nichts anfangen könne. Er solle nach Berlin gehen und über sein Schicksal nachdenken. Und erst zurückkommen, wenn er es gefunden habe.

Was Jean-Claude hört, ist: „Mach Urlaub.“
Er beschließt also, Alex zu besuchen – die erst etwas zögerlich die Tür öffnet, weil sie gerade von seinem Kampf mit Max gehört hat. Aber Jean-Claude und Max begrüßen sie wie Bros. Sie tauschen sich noch mal über das Geschehene aus – dann zieht sich Max unvermittelt zurück, bricht aber im Flur zusammen. Alex findet ihn, als er sich gerade übergibt. Das Gespräch mit Jean-Claude hat bei ihm eine schlimme posttraumatische Stressepisode ausgelöst. Alex hilft ihm, sich aufzurappeln und geleitet ihn ins Bad zum Duschen. Jean-Claude schläft erschöpft auf der Couch ein, ohne etwas von der Aufregung mitzubekommen.

Schicksalsfaden

Plötzlich geht ein übernatürliches Beben durch Berlin und Ida, Helmut und Alex werden ohnmächtig.

Ida wird wach und spürt, dass sich etwas verändert: Jemand zupft an einem Schicksalsfaden. Da geht die Tür zu ihrem Zimmer auf und ihre eigentlich tote Tante betritt das Zimmer. Ida ist völlig überrumpelt. Und sie merkt, dass sie nicht mehr im Vollbesitz ihrer Nornenkraft ist – denn jetzt hat auch ihre Tante wieder einen Teil davon.

Helmut kommt zu sich und will nach seiner Tochter sehen. Er öffnet die Tür zu ihrem Zimmer. Doch das Zimmer ist leer. Keine Pippa – überhaupt kein Anzeichen davon, dass das ihr Zimmer ist. Selbst die Fotos, wo seine Tochter mit ihm und Oma Schmeißer drauf waren, haben sich verändert: keine Pippa mehr. Als ob sie ausgelöscht ist.

Jean-Claude liegt noch auf der Couch und schläft nach wie vor. Aber Alex erwacht im Flur liegend. Sie eilt ins Bad, um nach Max zu sehen, aber dort findet sie ihn nicht. Sie bemerkt, dass auch seine Zahnbürste und sein Rasierer nicht mehr auf der Ablage stehen. Alex schaut in Max‘ Zimmer nach, doch von ihm fehlt jede Spur. Nicht nur sind seine Sachen weg, auch das ganze Zimmer ist anders eingerichtet.

Alex und Jean-Claude

Alex ruft nach Jean-Claude, der aus seinem Schlaf aufschreckt und – durch mystische Geschwindigkeit – sofort vor ihr steht. Als Alex sich unvermittelt so nah gegenüber Jean-Claude sieht, fällt ihr auf einmal wieder auf, wie gut Jean-Claude aussieht, wie anziehend er ist … Und Jean-Claude hat keinen Eisarm mehr, sondern wieder seinen normalen Arm. Überhaupt, es geht keine Winterkälte mehr von ihm aus. Die beiden schauen sich in die Augen … und küssen sich … lange. Jean-Claudes Augen werden silbrig. Das Schlafzimmer ist nicht weit …

Das erste Klingeln des Telefons überhört Alex noch – doch irgendwann geht sie an ihr … Festnetz. Eine aufgelöste Ida ist dran, die sich das Auftauchen ihrer eigentlich toten Tante nicht erklären kann. Aber sie weiß, dass jemand am Schicksal manipuliert hat. Gerade als sie aufgelegt hat, klingelt Helmut bei Alex durch, auch er weiß nicht, was los ist. Sie beschließen, sich bei Ida zu treffen. Und Alex stellt fest, dass sie kein Handy hat. Und offenbar auch gar keines besitzt.

Angst über Berlin

Auf dem Weg zu Ida bemerken alle, den fast frühlingshaften Regen mit schweren Gewitterwolken über der Stadt. Helmut als Stadtmagier erkennt, dass es die Sieben von Berlin nicht mehr gibt – nur ihn. Und dass über der Stadt eine kalte Angst liegt.

Bei Ida angekommen, spricht Alex mit Idas Tante, um herauszufinden, was diese weiß. Doch anscheinend ist es der Tante sehr unangenehm, mit Alex zu reden. Sie scheint sich vor ihr zu fürchten. Schließlich begibt sich Ida in das Schlafzimmer, um am Schicksalsbaum ein Ritual durchzuführen und zu schauen, wo genau dieser falsche Schicksalsfaden steckt.

Währenddessen nimmt Alex das Klackern von übergroßen Spinnenbeinen wahr. Sofort werden Erinnerungen an Achroniels Kreaturen wach. Und im nächsten Moment zerbirst schon die Wohnungstür, durch die zwei große Höllenhunde stürmen. Es entbrennt ein Kampf. Alex verbrennt mit einer sorgfältig kontrollierten Feuer-Evokation die Spinnen, die unter der Decke krabbeln, Jean-Claude kümmert sich um die Hunde.

Alexoniel

Da stürmt eine Frau mit Schwert durch die zerborstene Tür in die Wohnung. Vor der verblüfften Alex steht Sophia, die den Warden mit dem Heiligen Schwert bedroht und Alex offenbar nicht erkennt. Stattdessen fordert sie Achroniel zum Kampf. Und zum Grauen aller Anwesenden öffnet sich auf Alex‘ Stirn ein weiteres Augenpaar … Achroniel übernimmt (Disziplinwurf vergeigt). Für die anderen nicht sichtbar – denn Achroniel hält die Zeit an – liefert sich der gefallene Engel mit Sophia einen erbitterten Kampf, an dessen Ende Sophia tot zu Boden sinkt.

Ida sieht, dass hier unberechtigt ein Schicksalsfaden durchtrennt wurde – sie greift rückwirkend ein. Und bevor der Kampf zwischen Achroniel und Sophia tödlich endet, kann Ida Alex unterstützen (Disziplin wieder zurückgwonnen), sodass diese wieder das Steuer übernehmen und Achroniel in sich zurückdrängen kann. Sophia sinkt schwer verletzt zu Boden.

Jean-Claude weiß, dass es sich Alex nie verzeihen könnte, würde Sophia durch ihre Hand sterben. Auf seinen Armen trägt er Sophia ins Krankenhaus.

Nur eine Sekunde

Alex, Helmut und Ida versuchen währenddessen zu verstehen, was passiert ist. Ida konnte in ihrem Ritual erkennen, dass der Schicksalsfaden an Weihnachten 2016 geändert wurde. Die Änderung betrifft nur den Bruchteil einer Sekunde. Alex erinnert sich, dass sie damals in einer Winternacht am Nordbahnhof die Münze von Achroniel mit ihrem Schutzschild abwehrte. Ida erkennt, dass die jetzige (veränderte) Realität in der Sekunde beginnt, als Alex ihren Schild nicht rechtzeitig etabliert und die Münze im Reflex auffängt … und so Achroniels Münze annimmt. In der jetzigen (veränderten) Realität ist 2021, fünf Jahre nachdem Alex Achroniel verfiel. Anscheinend konnte Idas Tante die Erinnerung an den ursprünglichen Schicksalsfaden erhalten und diese auf Alex, Helmut, Jean-Claude und Ida übertragen. Sie „erinnern“ sich an ihr ursprüngliches Schicksal, bzw. was hätte sein können. Aber es wird allen auch bewusst, dass sich die erinnerte und die jetztige Realität zu vermischen beginnt. Alex kämpft beständig gegen Achroniels eingeflüsterte Versuchungen. Die Zeit drängt.

Im Krankenhaus sucht Jean-Claude Christine Lauterbach auf, aber auch diese erkennt ihn nicht. Doch mit seinem „Vampircharme“ und Christines Hang für die falschen Männer (gutaussehender blonder Fremder mit gefährlichem Raubtiercharme – check) kann Jean-Claude sie davon überzeugen, Sophia zu behandeln – und sie nicht offiziell im Krankenhaus einzuchecken. Da Jean-Claude zuvor seine übernatürlichen Vampirkräfte nutzen musste (im Kampf und um Sophia schnell ins Krankenhaus zu bringen), meldet sich sein hungriges Monster: er muss essen. Ein Anwalt im Krankenhaus, eine verschwiegene Ecke – und dann platzt Max in den Raum, als der Anwalt gerade seinen Verzückungstod stirbt (Pechkeks). Und auch Max erkennt Jean-Claude nicht. Er ist alarmiert durch die Situation. Offensichtlich ist hier ein Mann gestorben und dieser Franzose benimmt sich höchst fragwürdig. Doch bevor Max tiefer graben kann, haut Jean-Claude ab.

Josefine

Nach einem kurzen Telefonat beschließen sie, sich bei Josefine zu treffen.
Als Jean-Claude vor den anderen am Schloss ankommt, ist alles abgeriegelt. Am Eingang gibt es einen Wachdienst, die ein Wappen mit dem Buchstaben „L“ tragen. An Jean-Claude fährt ein Bus vorbei, der eine Gruppe Menschen ins Schloss bringt.

Die Wachhabenden grüßen Jean-Claude zwar respektvoll mit „Herr Baptiste“, fragen ihn jedoch, ob er WIRKLICH hineinwolle, lassen ihn aber passieren. Drinnen im Thronsaal bietet sich Jean-Claude ein erschreckendes Bild: Der ganze Raum ist eine einzige Orgie bei wilder Musik.

In der Mitte gibt es ein Pentagramm, darin ist Josefine zu sehen, wie sie im wilden Hunger Menschen verzehrt. Darüber scheint ein Energiestrahl nach oben zu gleißen. Ein Toter nach dem anderen wird aus dem Pentagramm gezogen. Und auch im restlichen Raum sterben die Menschen wie die Fliegen – von weißen Vampiren im Rausch getötet. Auch Jean-Claude wird von der Atmosphäre angezogen und seine Vampirinstinkte übernehmen (Disziplin vergeigt). Er kämpft sich durch die vielen Leiber zu Josefine durch, die sich in ihrer Ekstase sofort auf Jean-Claude stürzt. An ihr ist nichts Menschliches mehr. Sie fängt an, sich von Jean-Claude zu nähren.

Schließlich gelingt es Jean-Claude, sich aus Josefines Bann zu befreien und er taumelt in einen angrenzenden Raum. Dort trifft er auf Amalthea, die ihn kühl begrüßt. Während des Gesprächs merkt Jean-Claude zwar, dass mit Amalthea etwas wirklich nicht stimmt (Lore-Wert nicht geschafft), aber er ist zu abgelenkt, um zu erkennen, was sie ist. Er erfährt, dass Josefine auf Alex‘ Geheiß hin seit 1,5 (eineinhalb!) Jahren dort im Pentagramm ist – um die nötige Energie für ein Ritual zu sammeln. Und anscheinend hat Jean-Claude bei seinem letzten Besuch versucht, Josfine zur retten, obwohl es für sie keine Rettung mehr gibt.

Schreckensherrschaft

Alex, Helmut und Ida fahren indes mit einem Taxi zum Schloss. Der Taxifahrer hat Alex sofort erkannt – und sich panisch-ängstlich ihren Wünschen gefügt. Auf dem Weg fallen ihnen die bewaffneten Motoradfahrer auf, die Lederjacken mit dem „L“-Wappen tragen. Sie führen Kontrollen durch und als sie das Taxi überprüfen, wird Alex erkannt und bizzar unterwürfig von den Männern gegrüßt. Als sie mit dem Biker-Geleitschutz am Schloss ankommen, verfällt die gesamte Wachmannschaft in kriecherisch-ängstliche Unterwürfigkeit gegenüber „Frau Lehmann“. Sie wird auch darüber informiert, dass der gnädige Herr Baptiste angekommen ist.

Jean-Claude, Alex, Helmut und Ida treffen sich in einer Küche des Schlosses, um allen offiziellen Begegnungen auszuweichen. Sie tauschen sich aus und ihnen wird klar, dass „die andere Alex“ eine Schreckensherrschaft über Berlin ausübt. Mittels seiner mechanischen Eule kann Helmut einen Blick auf das Ritual im Thronsaal werfen. Helmut waren vorher schon weitere Orte in Berlin aufgefallen, an denen Energie gesammelt und in die tiefhängenden Gewitterwolken über der Stadt transferiert wird. Doch der Zweck der gewaltigen Energieansammlung in den Wolken erschließt sich den Magiern nicht.

Ida vermutet, dass das Ritual, das Achroniel wirkte, um im Gewebe des Schicksals diese eine Sekunde zu ändern, noch nicht abgeschlossen ist, bzw. die gewaltigen Kräfte noch nachwirken. Das würde bedeuten, dass der Schicksalsfaden noch geändert werden kann, um die Zeitmanipulation ungeschehen zu machen. Sie beschließen, zu Ernst-August zu fahren.

Mabs Macht

Auf dem Weg dorthin, halten sie am Tempelhofer Flughafen – dort, wo Jean-Claude einst den Winterritter erschlug. Dort wollen sie Verbindung mit Mab aufnehmen, um zu erfahren, warum statt Winter fast frühlingshaftes Gewitterwetter in Berlin herrscht. Jean-Claude stellt sich dort auf und ruft: Mab, Mab, Mab, ich rufe dich!
Und … Stella erscheint. Die Tochter von Mab und Ernst-August. Auch sie ist ein Denarier: Barachiel steckt in ihr. Mit seiner Hilfe (und weil Agnes in der geänderten Realität noch immer ihren Freien Willen hat) konnte sie den Wintermantel Mabs übernehmen. Ihr Angriff auf Jean-Claude hat nur teilweise Erfolg (durch Blitzschlag verletzt), denn er schafft es, sie zu vertreiben: Eine echte Winterkönigin braucht keine Hilfe von einem Denarier!
Doch eines erfahren sie von Stella: sie ist nicht einverstanden, dass Achroniel in seinem Ritual, das die Stadt überzieht, Luzifer aus dem Hades befreien will.

Ernst-August

Bei der Villa von Ernst-August angekommen, sind alle Anzeichen, dass die Villa mal den Schaumburgs gehörte, ausgelöscht. Überall prangt Alex Lehmanns „L“-Wappen. Die Tür wird von Jakob geöffnet. Dieser erkennt Alex mit toten Augen und begrüßt die „gnädige Herrin“. Auf Nachfrage, wo Ernst-August sei, erklärt Jakob, dass dieser sich nach wie vor im Keller befinde. Noch bevor sie sich dort hinwenden, erscheint Björn und begrüßt seine Frau, verblüfft, dass sie schon so früh zurück sei. Er wirkt entspannt – hinter ihm sieht man sein Arbeitszimmer, das wie ein Detektivbüro eingerichtet ist.

Jean-Claude saust in den Keller – und entdeckt Ernst-August. Sein Körper ist halb ausgeweidet und zu großen Teilen mit der steinernen Wand verschmolzen. Aber er lebt und leidet ungeheuerlich. Jean-Claude stößt einen Schrei aus und zieht sein Schwert: er wird seinen Freund erlösen.

Alex‘ Opfer

Alex und die anderen kommen in den Raum und sehen dort einen weinenden Jean-Claude vor seinem Freund knien, unfähig, das Schwert in die verbliebenen Körperteile zu rammen. Alex zieht Jean-Claude an sich und verspricht ihm, dass sie das rückgängig machen, dass sie Ernst-August retten werden. Dann rammt Jean-Claude sein Schwert in den Körper Ernst-Augusts … der seinen letzten gequälten Atemzug aushaucht.

Im Anblick dieses Grauens (und Alex wird klar, dass sie es war, die Ernst-August hier peinigte), entsagt sie unter Aufbietung all ihren Willens (mit Unterstützungswürfen) der Macht Achroniels. Jean-Claude muss Alex die Münze aus dem Arm schneiden. Der Denar wird in einem speziellen Behälter verstaut, den Alex in Ernst-Augusts Labor findet. Mit der Aufgabe der Münze verliert Alex ihre Magie.

Oben ertönt ein Schrei von Björn. Als sie bei ihm ankommen, sieht er Alex fassungslos an. Ihr Pakt mit Achroniel war Bedingung dafür, dass er seinem Feenpakt entsagen konnte. Vor ihren Augen wird Björn mit vorwurfsvollem, gekränkten Blick wieder zur Fee.

Schicksalhaftes Ritual

Um den Schicksalsfaden zu korrigieren, ist es notwendig, an den Platz von Achroniels Ritual zu gehen. Kein Ort könnte besser geeignet sein, als der, an dem Alex damals die Münze abwehrte … am Nordbahnhof. Einige Ritualparaphernalia müssen noch beschafft werden, womit Alex skrupellos ihre Biker-Gangs beauftragt. Diese beeilen sich, den Weisungen von Frau Lehmann nachzukommen. Auf dem Dach des Nordbahnhofs bereiten Ida, Helmut und Alex das Ritual vor. Ida kann über die Schicksalsfäden erkennen, dass Achroniel hier viele Menschen geopfert hat, um mit der Energie eine Brücke ins Jahr 2016 zu schlagen. Helmut will dasselbe mit Elektrizität bewerkstelligen, die er über ein Starkstromkabel von den Bahn-Oberleitungen abzweigt. Helmut wird mit Ida das Ritual durchführen, Alex kann ohne ihre magischen Kräfte nur handwerklich bei den Vorbereitungen unterstützen.

Während die Magier das Ritual vorbereiten, hält Jean-Claude Wache. Und da tauchen sie auf: Amalthea mit Castariel, dem gefallenen Engel der Wahren Namen und einem zusätzlichen Biker-Kontingent angeführt von Jaques de Molay, einem weiteren Münzträger. Castariel übernimmt mit Hilfe ihrer Wahren Namen die Kontrolle über sämtliche Biker, die sich auch ohne Umschweife gegen „Frau Lehmann“ und ihre Gefährten wenden. Doch zum Glück erkennt Ida, dass Castariel nicht ganz die Wahren Namen von ihr, Helmut, Jean-Claude und Alex kennen kann, da ihre Erinnerungen (und damit ihre Persönlichkeiten und Moral) aus der urspünglichen Realität kommen. So kann Jean-Claude einige Runden standhalten und sich der Übermacht erwehren – bis Castariel schließlich doch zu ihm durchdringt.

Wahre Liebe

Kurz bevor Helmut und Ida das Ritual abschließen können, befiehlt Castariel Jean-Claude, Helmut im Ritualkreis anzugreifen. Alex sieht die schreckliche Gefahr und stellt sich zwischen Helmut und Jean-Claude. Inständig versucht sie, zu ihm durchzudringen und erkennt in dem Moment, dass sie ihn wirklich liebt. Das verleiht ihren Worten eine Eindringlichkeit, die stärker ist als Castariels Einfluss auf Jean-Claude. Jean-Claude wandelt Castariels Todesbefehl so um, dass er Helmut lediglich mit einem mickrigen Eiszauber angreift, der wirkungslos am Schutzkreis abprallt.

Alex küsst Jean-Claude – und dabei verbrennen Jean-Claudes Lippen, der trotzdem zurückküsst. Dann, bevor Castariel erneut handeln kann, springt Jean-Claude vom Dach. Dieser Aufschub langt, um das Ritual zu beenden: die Schicksalsfäden werden wieder geordnet.

Es ist der 29.12.2021 – Alex, Helmut, Ida und Jean-Claude – wieder mit Eisarm – stehen auf dem Dach. Um sie herum ist es ruhig. Eine weiße Schneedecke hüllt Berlin ein. Der klare kalte Sternenhimmel funkelt über ihnen.

* Schneevorhang
Jean-Claude zieht Alex an sich heran …