01 Feb

Nach der Titanic

Brief von Jean-Claude an Alex

Meine liebe Alex,

bald werde ich zu Mab gehen – meiner Königin. Erneut ihr Winterritter, aber diesmal gewählt. Der einzig mögliche Weg aus unserem Dilemma. 

Mir scheint jetzt, dass alles vorbildlich von Mab so in Szene gesetzt wurde, um ihren Winterritter zurückzugewinnen. Sie hätte sich schließlich jeden menschlichen Magier nehmen können für das Ritual. Es gibt so viele, die nicht so skrupelbehaftet sind wie wir – wobei ich da Josefine ausnehme. Immerhin halte ich ihr zugute, dass sie gehandelt hat, wärhrend alle anderen wie erstarrt waren. Und sie wollte mich retten, damit mich Syltanus nicht einfach in Stücke zerreißt – was er getan hätte, wäre ich einfach das geblieben, was ich war, nur ein Mensch.

Auch dass der Weiße Rat zugegen war und nichts unternommen hat. Nun, ich habe diesen Magiern sowieso noch nie getraut. Aber Du Alex, was sagst Du dazu? Was ist ihr Spiel? Manchmal glaubte ich, dass Josefine paranoid ist, wenn sie so auf die Einhaltung unseres Vertrags mit dem Rat pochte – dass es eben nur einen Wächter in Berlin geben darf. Doch scheint mir das nur ganz gesunde Vorsicht zu sein. Du und Ernst-August seid unsere Freunde, aber der Rest … Sie hätten doch mit Leichtigkeit einen Syltanus für die Energie opfern können. Aber sie hielten sich heraus. Alles ränkeschmiedende Machtbesessene.  Warum haben sie sich auf Mabs Spiel eingelassen?

Ich habe mich darauf eingelassen, weil ich nicht noch mehr Tote verantworten wollte – mein Leichenberg ist hoch genug. Aber wir hätten das Tor auch nicht offenlassen können. Mab schien sich ihrer Sache doch sehr sicher. Sie setzt uns mit unseren Todfeinden an einen Tisch und zwingt uns zu einer Einigung. Wenn ich nicht ihr Winterritter geworden wäre, dann Denarier? Oder einfach nur wieder meinen alten Dämonen zurück? Du hast mir ja versichert, Du würdest da an meiner Seite stehen. Ich weiß, der wäre Dir sicher lieber gewesen, als der Winterritter …

Und wenn ich einfach hätte frei bleiben wollen, einfach ein Mensch. Wer hätte dann die Entscheidung getroffen? Für Josefine wären die 3.000 Tote der kleinere Preis gewesen. Besser als ein Krieg mit den Outsidern. Rein rechnerisch stimmt das sicher. Und früher hätten mich diese Toten auch nicht belastet.

Aber was ist mit Dir Alex. Welche Entscheidung hättest du getroffen? 

Oder dieser Praktikant von dir. Helmut. Niemand wollte das Opfer, aber keiner wollte entscheiden.

Nun, ich habe mich entschieden und bin bereit, dafür zu bezahlen. Winterritter. Wieder einen Schritt weg von meiner Menschlichkeit. Das scheint immer mein Preis zu sein.

Es tut mir leid, dass ich jetzt mein Versprechen gegenüber Josefine nicht so halten kann, wie ich das möchte – auch wenn sie ihre mir gegenüber schon so oft gebrochen hat. Aber ich werde so oft ich kann an ihrer Seite sein – sie hat einfach zu viele Feinde. Allerdings hat sie auch auf dem Schiff gezeigt, was in ihr steckt. 

Meine Königin ruft. Es wird Zeit. 

Ich hoffe, ich sehe Dich bald wieder. 

Auch wenn ich es Björn nicht gönne, Dir wünsche ich alles Glück der Erde.

Dein Jean-Claude

15 Jan

Die Jungfernfahrt der Titanic II

Brief von Jean-Claude an Ernst-August

Berlin, 9. April 2018, später Abend auf der Richthofen-Baptiste-Residenz

Mon trés cher ami Ernst-August,

Dein Diener Jakob sagt mir gerade am Telefon, dass Du nicht zu Hause weilst und er nicht wisse, wann Du wieder zurück sein würdest. Ich hoffe doch sehr auf Deine unverzichtbare Gesellschaft an meinem ersten Hochzeitstag morgen mit Josefine.

Das „hohe Fest”, das wir vor einem Jahr gefeiert haben – was für eine Farce. Nicht nur, dass sie mich direkt an unserer Hochzeit mit ihrer Jugendliebe betrog, was schließlich zu dem Desaster in Tromsö führte. Nein, das Jahr hielt noch weit mehr Überraschungen bereit. Und obwohl sie es versprochen hatte, konnte sie nicht aufhören damit, alles und alle zu manipulieren. Sie erträgt meine Menschlichkeit nicht. Hätte sie mit mir darüber geredet, ich hätte sie sogar verstanden. Sie ist noch so jung und will doch Königin sein. Ich weiß, dass sie meine Unterstützung braucht, die ich ihr doch schon immer gegeben habe. Aber mich ihrem Willen zu unterwerfen, zu versklaven … nachdem, was wir hinter uns haben. Das Gespräch im Hades. Ihre Beteuerungen … Immer nur so lange, wie es für sie adäquat bleibt. Und dann hat Alex, wie immer, meine geliebte Alex, mich erneut gerettet und den Bann auf sich genommen – was dazu führte, dass Björn in seiner Kurzsichtigkeit das Schwert der Hoffnung dem Untergang preisgab. 

Und jetzt soll also ein Jahr dieser Ehe „gefeiert” werden. Natürlich mit einem rauschenden Fest, darunter geht es nicht. Wie es sich für einen liebenden Gatten gehört, habe ich ihr einen Diamanten besorgt. Und nicht irgendeinen: Den Hope-Diamanten. Passenderweise wurde er im 17. Jh. von einem Namensvetter, Jean-Baptiste, in Indien gefunden. Angeblich soll der blaue Stein der indischen Gottheit Vishnu gehört haben und als er gestohlen wurde, soll sie alle Eigentümer verflucht haben. Ein treffliches Geschenk. Aber wie ich Josefine kenne, wird sie diesen Fluch einfach über andere bringen …

11. April 2019 Nachmittag auf der Titanic II

Ernst-August, lieber Freund,

schmerzlich vermisst. Ich hoffe, Du bist wohlauf. Jakob konnte immer noch nichts über Deinen Aufenthalt mitteilen. Ich vermute, Deine Gattin geruhte, nach Deiner Gesellschaft zu verlangen.

Es ist doch alles ganz anders gekommen. Ich sitze in meiner Kabine an Bord der Titanic II. Auf der Jungfernfahrt der selbigen. Am anderen Ende dieses elendigen Schiffes hat von Schwarzenberg, dieser widerliche Kretin, seine Kabine. Es kostete einige Mühen, nicht sofort mein Schwert in seinen Unterleib zu rammen. Doch ich greife vor.

Wir versammelten uns gestern in unserer Residenz, um mit unseren Freunden auf den ersten Hochzeitstag anzustoßen. Das wollten wir einen Tag vor der großen Feier tun. Dazu empfingen wir in unserem „Wellness”-Bereich, wie es wohl modern heißt. Josefine konnte so ihre, zugegeben superben, Formen in einem weißen Nichts am besten zur Geltung bringen. Zu unserer illustren Runde gesellten sich Alex, Christine – die Schwangerschaft steht ihr ganz hervorragend, sie scheint von innen her zu leuchten – und ein gewisser Helmut, auch ein Magier, ich glaube ein Praktikant von Alex. Alex hatte ich eine Weile nicht gesehen, wie immer erwärmte ihr Anblick mein Herz. Allerdings kann ich ihre Worte nicht vergessen. Das gezähmte Biest, nicht der Versager. 

Seit ich Mensch bin, sind die vielen Empfindungen, die ständig auf mich hereinprasselnd mehr als verwirrend. Mir war vorher nicht bewusst, wie bezaubernd Sommersprossen auf blasser Haut leuchten können, ohne, dass mich ein Hungergefühl überwältigt. Ich kann diesen Anblick einfach genießen. Ich sehe auch, wie schön ein altes Gesicht voller Falten strahlen kann oder wie wundervoll sich Wolken verformen. Hunger bekomme ich jetzt eher von dem Geruch frischer Brötchen statt von Schweiß – den ich sogar eher als abstoßend empfinde. Aber es ist auch mehr als schwierig, dieses Gefühlschaos zu bändigen. Die Umgebung als Beute, Feind, Verbündeter, nützlich oder uninteressant einzuordnen, vereinfacht ein Weltbild enorm. 

Zurück zum Eigentlichen: unserem Hochzeitstag. Ich überreichte Josefine den 46-karätigen Hope-Diamanten an einer weißgoldenen Halskette – und bekam die Quittung. Auch sie hatte sich ein gar fürstliches Geschenk überlegt. Einen Anzug aus feinstem Leder mit Drachenschuppenoptik – und auf dem Rücken eine Ziel-Markierung. Die einzige Stelle, an der ich verwundbar bin. Chapeau. Unserem fortwährenden Glück sind keine Grenzen gesetzt.

Die Einladung

Als wir gerade so schön beisammen waren, wurde ein Gast angekündigt. Ein Bote des Winterhofs wie sich herausstellte. Allerdings hervorragend getarnt. Ich glaube, es war Alex, die ihn durchschaute. Dieser Bote überbrachte uns jedem einzelnen eine Einladung – ja, er hatte sogar für Christine und Helmut eine persönlich adressierte dabei – zur Jungfernfahrt der Titanic II. Sie sollte am nächsten Tag starten. Und für Josefine und mich war die Hochzeitssuite reserviert. Ich gebe zu, ich hätte auch einen erneuten Ausflug in den Hades meiner Feier zum ersten Hochzeitstag vorgezogen, so fiel es mir nicht schwer, zuzusagen. Wie sich herausstellte, war die Gastgeberin eine gewisse Elizabeth Stuart – ob nur der Name an die Winterkönigin aus dem 17. Jahrhundert erinnerte? Nach einigem Hin und Her sagten wir alle zu.

Christine schien ein wenig verängstigt ob der Namensgebung des Schiffes und wollte von mir alle möglichen Zusagen für ihre Sicherheit. Ach, schwangere Frauen und ihre Eigenarten – man muss sie lieben. Um des lieben Friedens Willens rief ich schließlich bei Monoc Security an und wurde mit einem gut gelaunten Odin verbunden. Ich erfuhr mehr als staunend, dass auch dieser auf der Jungfernfahrt dabei sein würde. 

1. Tag: Gefährlicher Reiseantritt

Am nächsten Tag trafen wir uns erneut bei uns, um von hier gemeinsam zu starten. Außer Josefine und mir fuhren Alex, Christine und Helmut mit – ein Auto mit fünf Angestellten vervollständigte die Entourage. Doch kaum waren wir gestartet, überfiel Josefine ein unerklärliches Unwohlsein, ja fast Angst. Sie meinte, sie spüre etwas, das sie verfolge. Bevor wir halten konnten, spürten das auch andere – und plötzlich wurde unser Fahrer verletzt. Aus dem Nichts heraus. Wir konnten gerade noch anhalten und sprangen aus den Fahrzeugen, doch wir konnten unseren Angreifer nicht sehen. Diesem Helmut gelang es schließlich mit Magie, das Licht um den Angreifer irgendwie zu beeinflussen und wir konnten so wenigstens eine Art Umriss wahrnehmen. Auch Alex legte etwas über sie. Doch half das unseren Angestellten nicht, die alle angegriffen und brutal ermordet wurden. Wir kehrten umgehend zurück, nur um auf unserem Anwesen zu erfahren, dass auch dort ein Überfall stattgefunden hat. Alex besaß die Geistesgegenwart, einen Schutzkreis zu errichten, in dem wir alle, auch das Personal, Platz fanden. So hörten die Angriffe innerhalb dieses Kreises auf.

Helmut war indessen wohl zu einer Dönerbude gelaufen – das sind diese Imbiss-Häuschen mit traditioneller türkischer Küche, die tatsächlich ganz hervorragend munden kann – anscheinend kann Helmut aus den Ergebnissen dieser türkischen Kochkunst Wahrsagemagie entwickeln. Doch auch dort kam es zu blutigen Übergriffen wie er später berichtete. Die Magier konnten schließlich erkennen, dass auf der Einladung ein starker Schutzzauber von Mab lag, der erklärte, warum wir selbst keinen Schaden nahmen. So beschlossen wir, niemand anderen mehr in Gefahr zu bringen und augenblicklich durch das Niemandsland nach Dover aufzubrechen, wo das Schiff vor Anker lag. Unser Personal blieb einstweilen im Schutzkreis zurück. 

Titanic II: Unvermutete Gäste

Als wir letztendlich auf dem Schiff ankamen, erwartete Alex eine weitere Überraschung: Magier vom Weißen Rat waren anwesend und unterzogen alle Passagiere, die auf das Luxusdeck wollten, einer genauen Prüfung. Doch wurden wir als Königspaar standesgemäß empfangen und konnten nicht über eine nachlässige Behandlung klagen – bis wir an Deck von Schwarzenberg trafen, diesen elenden Nekromanten – samt seiner Gefolgschaft. Ich hätte ihm am liebsten sofort seinen widerlichen „Sieg heil”-Gruß mit Metall erwidert – aber wir waren ja Gäste. Doch hielten wir es an Deck nicht länger aus und begaben uns in unsere Suite. Jetzt sitze ich hier, schreibe dir diese Zeilen und weiß noch nicht, was der weitere Abend bringen wird. Es soll ein Kapitänsdinner geben, wo wir unsere Gastgeberin kennenlernen sollen. Ich bin mehr als gespannt, was das Ganze soll. Ach, ich vergaß zu erwähnen, dass Alex Pläne von dem Schiff hat, die ihr Björn besorgen konnte – ich nehme an, als Sommerhofangehöriger kann er hier nicht dabei sein. Nicht, dass ich ihn vermissen würde. Jedenfalls ist auf den Plänen zu erkennen, dass sich hier wohl eine riesige Konstruktion befindet, die eine Art fester Beschwörungskreis bildet. Warum und wieso entzieht sich unseren Kenntnissen … noch.

12. April 2019 frühen Morgenstunden auf der Titanic II

1. Abend: Käpt’ns Dinner – Duellforderung

Es ist tiefe Nacht, fast schon morgens. Ich sitze sehr betrunken in meiner Kabine und kann trotzdem nicht schlafen. Ernst-August, es ist … ausweglos. Und das sage ich, der ich Josefine geheiratet habe, meinen Dämon aufgegeben … Aber jetzt. Was für ein abgekartetes Spiel. Als wir abends zum Dinner kamen, erwarteten und zuerst einige weitere Überraschungsgäste. Neben Odin und Sigrun setzen sich uns auf die andere Seite gegenüber: Syltanus, der Drache, daneben Nicodemus Archelone, der Denarier, gefolgt von dem widerlichen Schwarzenberg mit einem Priester. Und das wird dich am meisten interessieren: Auch dein Bruder Karl-Friedrich war dabei. Ja, du liest richtig. Wir befanden uns in einer illustren Gesellschaft von Todfeinden. Und der einzige Grund, warum wir uns nicht alle sofort bis aufs Blut bekämpfen war die Gastgeberin: Mab. Ja, Mab. Die Königin von Luft und Dunkelheit persönlich hatte eingeladen. Und sie sprach das Gastrecht für diesen Abend aus. Du weißt ja, was Mab davon hält, wenn man dies ignoriert.

Und wir waren nur zu einem Zweck hier: Wir sollten ein Ritual durchführen, das ein Tor zu den Outsidern verschließt. Wie es sich anfühlt, wenn die auftauchen, haben wir ja in Berlin erlebt. Ein offenes Tor in diese Welt bedeutet den Tod für zigtausend Menschen. Oder für 3000 Menschen. Denn so viele befinden sich auf diesem Schiff, die wir für das „größere Ganze” opfern sollen, denn es braucht die Lebensenergie von so vielen Menschen, um das Tor zu schließen. Bis auf meine geliebte Gattin ist das für uns undenkbar. Aber auch, dass die Outsider weiter in unsere Welt eindringen. Während des Essens und dem Tanz danach drehten sich meine Gedanken immer wieder wie ein Kreisel um dieses Problem. Im Grunde läuft es darauf hinaus, 3000 jetzt zu töten oder viele Tausende danach sterben zu lassen. 

In meinem Leben habe ich sicher schon mehr als 3000 Menschen getötet. Etwas, was mir früher sehr leichtfiel. Aber jetzt, ohne Dämon, da sehe ich jeden einzelnen Menschen. Jeder ist anders.

Wie zu erwarten, hat die Gegenseite kein Problem damit – doch Mab will, dass wir zusammen entscheiden. Irgendwann ist mir der Kragen geplatzt als Syltanus immer nur Alex anstarrte – da fragte ich ihn, wie viel Energie denn in ihm stecke. Und er antwortete selbstherrlich: Mehr als die von 3000 Menschen. Ich hatte die Nase so voll von all dem Gerede, kein Ausweg – also habe ich Syltanus zu einem Duell gefordert. Sollte er gewinnen, wäre ich das 1. Opfer von 3000 Menschen. Sollte ich gewinnen, wäre er das Opfer. Höhnisch lachend willigte er ein.

Jetzt sitze ich hier, nachdem ich eine Menge Alkohol in mich reingeschüttet habe – zusammen mit diesem neuen Magier, Klaus, ach nein, Helmut … Netter Kerl. Hat mich hergebracht. Ich bin wohl erst mal eingeschlafen. Aber jetzt sitze ich hier und bin einfach nur wütend. Verdammt. Ich habe Syltanus auch mit dem Drachentöterschwert nichts entgegenzusetzen.

Meine Gedanken kreisen. Wenn ich falle, wird Josefine allein sein am Königshof. Keine Frage, sie wird es schaffen, das hat sie heute Abend bewiesen. Sie war ganz Königin. Für mich schöner noch als Mab. Und sie strahlte eine ruhige Souveränität aus. Vor dem Abendessen habe ich ihr dann noch mein eigentliches Geschenk zum Hochzeitstag übergeben: die Hochzeitskette meiner Mutter. Sie sah wunderschön damit aus.

12. April 2019 Nachmittag auf der Titanic II

2. Tag: Feinde

Was für ein Vormittag. Ich wollte meinen Kopf auslüften gehen und bin an Deck und dort nur knapp einem Mordanschlag entkommen. Was kann man auch naiv sein. Völlig unüberlegt inmitten unserer Feinde – ich hätte mir auch gleich Josefines Anzug mit dem Zielkreuz anziehen können. Schwarzenbergs SS-Schergen. Zum Glück kam Alex dazu und hat mich – mal wieder – gerettet, sonst läge ich jetzt am Grund des Ozeans. Zurück in der Suite entdeckte Alex Abhörzauber an unserer Tür – und verhinderte einen weiteren Anschlag, was aber trotzdem unsere Tür kostete und die halbe Suite verwüstete. 

Mein Freund, Du fehlst hier massiv.

Mit Dir wären wir lange nicht so unvorbereitet hier. Wir waren noch mitten in unseren Diskussionen, als wir Besuch bekamen: Nicodemus, der Denarier. Ich bin bisher tatsächlich noch keinem Denarier persönlich begegnet. Und Nicodemus soll ja der mächtigste unter ihnen sein. Er war jedenfalls formvollendet höflich – und bot mir eine Münze an. Sehr ruhig hat er meine Chancen zusammengefasst, wie sie jetzt gegen Syltanus stehen: ich habe keine. Ja, das ist allen mehr als bewusst. Mit dem Denarier hätte ich unglaublich wertvolle Hilfe und auch Unterstützung. Denn damit käme ein gefallener Engel, der an meiner Seite wäre. Immer. Ich hatte eine Vision von Kameradschaft und die Wärme, die damit einhergeht. Doch Josefine machte sofort sehr deutlich, was sie davon hielt. Auch Alex war eindeutig dagegen. Dankend lehnte ich ab. Nicodemus nahm die Münze wieder und erklärte, er würde das Angebot noch eine Weile aufrechthalten.

Danach – ich gebe es zu, es ist mir unangenehm, Dir davon zu schreiben – überfielen mich Selbstzweifel und ich schüttete mein Herz Alex aus. Ohne Unterstützung würde ich untergehen – und diese Unterstützung war entweder die Münze oder ich muss versuchen, meinen Dämon wieder zurückzubekommen. Denn als Mensch kann ich nichts gegen Syltanus tun. Ich will meinen Dämon nicht zurück. Jetzt da ich Mensch bin, genieße ich diesen Zustand, als sei ich ständig ein wenig betrunken. Aber wenn ich schon einen Dämon wählen muss, dann kann ich auch den mächtigeren nehmen und die Münze wählen. Alex meinte, wenn ich den Dämon wähle, dann könne ich damit umgehen, sie stehe an meiner Seite. Mit einem Denarier würde ich ein Monster Zugang gewähren, gegen das ich nicht bestehen könnte. Ich hielt wieder dagegen, dass ich allein sei und allein meine Dämonen – welchen auch immer – bekämpfen müsse. Irgendwann platze Alex der Kragen und sie warf mir vor, in Selbstmitleid zu ertrinken und zu vergessen, dass ich Freunde habe, die alles für mich tun, wie zum Beispiel sie selbst. Touché. 

Immerhin haben Christine und Helmut eine interessante Entdeckung gemacht: Syltanus scheint von seinem letzten Zusammenstoß mit Alex noch geschwächt zu sein und muss seinen menschlichen Körper täglich mit Infusionen stärken. Also ist er nicht auf der Höhe seiner Macht. Allerdings ist er auch halb so mächtig noch immer übermächtig für mich.

13. April 2019 früher Morgen auf der Titanic II

2. Abend: Käpt’ns Dinner – Mabs Gastrecht

Der zweite Abend gestaltete sich ähnlich wie der erste. Ein endloses Abendessen, gefolgt von Tänzen. Doch mit einem Unterschied: Von Anfang an herrschte eine eher fiebrige Stimmung. Ich habe sofort dem Alkohol zugesprochen. Mir war alles egal. Irgendwann nahm ich wahr, dass Josefine ausgerechnet mit Schwarzenberg tanzte und sich süffisant lächelnd mit ihm unterhielt. Dagegen hatte Mab Helmut zum Tanzen aufgefordert, der anfangs noch sehnsüchtig zu Sigrun schielte, mit der er die letzte Nacht verbracht hatte. Mab wollte wohl demonstrieren, wer hier die Gastgeberin war. Helmut hatte dann auch nur noch Augen für sie. Ich ging Sigrun auffordern. Zur Abwechslung sollte sie einen richtigen Mann in ihren Armen halten.

Plötzlich wurde Schwarzenberg laut und beleidigte Josefine lautstark und griff sie an. Ich wollte bereits mein Schwert ziehen – da klatschte Mab in die Hände, die Musik verstummte und Schwarzenberg wurde von Eis eingeschlossen. Lächelnd wies sie auf das Gastrecht, das sie hier ausgesprochen hatte – und schnippte dann mit ihren Fingern. Und Schwarzenberg zersprang in Tausende von Eissplitter. Hut ab vor meiner Frau, sie hatte Schwarzenberg dazu gebracht, Mabs Gastrecht zu ignorieren. Meine geliebte Schlange. Danach spielte die Musik noch viel lauter auf und irgendwie war dieser Ausbruch an Gewalt wie ein Vorspiel. Noch auf der Tanzfläche fielen Sigrun und ich übereinander her. Mab verschwand mit Helmut und den Rest verlor ich aus den Augen. Irgendwann wachte ich in Sigruns Bett auf. Mein Körper fühlt sich an, als hätte ich tagelang Schlachten geschlagen. Lange habe ich keine solchen Schmerzen mehr gefühlt. Ernst-August sei gewarnt, falls du dir einmal eine Walküre als Bettgefährtin wählst. 

Ich sitze jetzt wieder in meiner Suite und schreibe dir diese Zeilen. Ich habe mein Schwert in diesem ganzen Lusttaumel in Mabs Ballsaal vergessen, doch mir ist so, als hätte Alex das Schwert mitgenommen. Wie immer die Besonnene.

13. April 2019 Nachmittag auf der Titanic II

3. Tag: Verzweiflung

O mein Freund, die Katastrophe ist eingetreten. Mein Schwert wurde gestohlen. Jetzt habe ich Syltanus nichts mehr entgegenzusetzen. Josefine hat die Nacht mit dem Priester dieses elenden Schwarzenberg verbracht, um mehr über die Machenschaften herauszubekommen. Sie hat herausgefunden, dass Schwarzenberg anscheinend einen äußerst starken Diebstabszauber gewirkt hat. Doch bevor sie mehr erfahren konnte, ging der Priester auch schon in Flammen auf – Syltanus hat ihn getötet. Er ist jetzt in dem Besitz des Schwertes. Alle wahnzitzigen Hoffnungen sind dahin. Ohne Schwert kann ich mich direkt zur Schlachtbank führen lassen.

Ach, noch eins, das Dich interessieren wird: Schwarzenberg hatte das vierte Buch Kemmlers in seinem Besitz, das Alex an sich genommen hat.

Wir haben darauf eine Menge Diskussionen geführt. Eine Unterredung mit Odin war auch dabei. Alex fragte ihn, ob er Loki damit beauftragen könne, für uns das Schwert zurückzuholen. Doch er konnte uns nur anbieten, einen Kontakt zu ihm zu vermitteln. Dafür wollte er aber auch das Buch Kemmlers haben. Ich hätte es ihm für weit weniger gegeben, immerhin traue ich ihm mehr, als fast jedem. Doch besonders Helmut wollte davon nichts wissen, aber auch den anderen war es nicht genug. Es ging ja auch nicht um ihr Leben … Alex hat das Buch jetzt verbrannt, also besteht keine Hoffnung mehr, um diese Hilfe zu bitten.

Immerhin habe ich für Christine ein Schutzamulett bei Odin in Auftrag gegeben, damit sie hier an Bord nicht verletzt wird. Sie ist schließlich nur ein Mensch zwischen all den … Monstern. Dafür hat Odin jetzt einen Gefallen bei mir offen. Bei Josefine auch, die für sich auch ein Schutzamulett geordert hat.

Danach kam Nicodemus noch einmal vorbei, um mir die Münze erneut anzubieten. Plötzlich hatte ich wieder eine Vision, wie ich mit Kameraden zusammen auf dem Schlachtfeld stehe, wie wir hinterher gemeinsam am Lagerfeuer sitzen, die Gesellschaft der anderen genießen. Wie Brüder, die alles miteinander teilen. Mich überfiel eine tiefe Sehnsucht. Nie mehr allein. Eine Gemeinschaft, wie sie nur unter Männern möglich ist. Dazu eine Macht, die ihresgleichen sucht. Ich würde Syltanus zerquetschen. Diesmal fiel es mir schwerer, die Münze nicht anzunehmen. Doch als ich Nicodemus auffordern wollte, sie wieder mitzunehmen, kam er mir zuvor. Er erklärte, dass er mir die Münze einfach leihweise überlasse und ich könne mich auch noch später dafür entscheiden. Wenn ich sie doch nicht wolle, könnte ich sie immer noch zurückgeben. Damit ließ er die Münze auf dem Tisch liegen und ging. Ich packte die Münze in ein Taschentuch und steckte sie ein.

Und wieder waren wir kein bisschen weitergekommen. Helmut hatte schließlich die Idee, eine Schiffskapelle aufzusuchen. Ausgerechnet. Aber du wirst das Ausmaß meiner Verzweiflung erkennen, lieber Freund, wenn ich Dir sage, dass ich zustimmte. Auch Christine kam mit. Josefine war kurz nach Nicodemus’ Besuch gegangen, Alex auch.

Also saßen wir zu dritt in einer wirklich charmebebfreiten Schiffskapelle. Nun, hier sollte wohl jeder seinen Gott finden, ohne dabei von schmückendem Beiwerk gestört zu werden. Und tatsächlich hörte ich mich plötzlich beten … Sagen wir, ich fing an „Gott” Vorwürfe zu machen. Wo war er denn, wenn man ihn mal wirklich brauche, wenn 3000 Menschenleben auf dem Spiel stehen, das wäre doch mal ein guter Zeitpunkt, sich blicken zu lassen. Aber nein, er würde sich ja immer schön heraushalten. Genau wie damals, als mich meine Familie auf mein Leben als Weißer Vampir vorbereitete … Am Ende schrie ich fast. Doch da stand auf einmal ein kleines Mädchen neben mir. Es wollte ein Eis essen gehen. Irgendwie schien das genau das Richtige zu sein. Auch Helmut und Christine kamen mit. Es hatte etwas seltsam Tröstliches, in dem kleinen Café zu sitzen und dem Mädchen beim Eisessen zuzusehen – und dann heiße Schokolade zu trinken. Etwas, das ich seit Kindestagen nicht mehr getan habe. Rahel, so hieß das kleine Mädchen, war wirklich entzückend. Es versicherte mir, wie lieb es mich habe.

Als wir drei danach zusammen zur Suite zurückgingen, waren wir alle ruhiger und ich legte die Münze leichten Herzens in den Tresor. Nicht einmal die Tatsache, dass Alex meine geliebte Gattin dabei beobachtet hatte, wie sie mit Syltanus ein Abkommen geschlossen hat, konnte mich aus meiner Gelassenheit reißen. Josefine hat den Drachen dazu bekommen, mich aus dem Duell zu entlassen, wenn diese im Gegenzug alles dafür tut, dafür zu sorgen, dass die Magier am Ritual teilnehmen. Aber ich will ja gar nicht aus dem Duell entlassen werden. Ich weiß, Josefine sorgt sich. Aber den Tod von 3000 Menschen zu verantworten, nein, das kann ich auch nicht. Und obwohl wir keinen Plan mehr haben, bin ich gerade sehr zuversichtlich, während ich Dir diese Zeilen schreibe. Wir müssen uns bereitmachen, für den 3. Abend.

14. April 2019 Tagsüber auf der Titanic II

3. Abend: Winterritter

Mein Freund, Du wirst es ja mitbekommen habe, ich bin wieder Mabs Winterritter. Glaube mir, ich bin so überrascht wie Du. Aber der Reihe nach.

Der letzte Abend brach an, wie die anderen auch. Zuerst das Menü, danach der Tanz. Doch die Stimmung blieb gedrückt. Alles war wie unter einer Schneedecke, leise und gedämpft.

Ich selbst hatte einen Entschluss gefasst. Als es soweit war, forderte ich Mab zum Tanz auf. Ich fragte sie, nach meinem Dämon. Am Anfang des Tanzes schien sie geistesabwesend. Doch als sie verstand, dass ich sie um ein Geschäft bat, gab sie mir zu verstehen, dass sie ihren Winterritter zurückhaben wollte. Ich willigte ein. Sofort verschwand der Ballsaal um uns herum und ich lag mit Mab auf dem Tisch. Nun, Du und die gesamte übernatürliche Welt wart ja Zeuge …

So auch die Gesellschaft im Ballsaal. Wie mir später berichtet wurde, tanzte Alex da gerade mit Syltanus, als alle mitbekamen, was geschah. Syltanus soll vor Zorn geglüht haben und hat Josefine Paktbruch vorgeworfen. Damit löste er offensichtlich einen Fluch aus, der Josefine traf, da diese ja einen bindenden Vertrag mit ihm eingegangen war. Doch wurde der Fluch von Odins Schutzamulett aufgehalten, war aber so stark, dass er die Walküre umwarf, die wohl irgendwie an den Schutz gekoppelt war. Was können wir froh sein, dass Josefine so weitsichtig war, für sich einen Schutz zu beschaffen.

Ich hingegen verbrachte die Nacht auf dem Steintisch. Am Morgen danach schlug mich Mab erneut zu ihrem Ritter – selbst als Winterritter merke ich den Schlag noch immer. Und sie übergab mir ein Schwert. Grimfang. Und erklärte mir, wie ungehalten sie wäre, sollte ich das Duell nicht gewinnen.

Ich sitze jetzt wieder in meiner Suite. Die Karten sind neu gemischt. Josefine ist nicht erfreut. Sie wirft mir vor, dass ich sie alleine lasse. Meine Zusicherung, dass ich ihr auch als Winterritter zur Seite stehen würde, stimmte sie kaum milde. Ja, den Königstitel kann ich nun nicht mehr tragen. Kein Mann kann zwei Königinnen dienen. Aber ich werde es versuchen. Eben kam Nicodemus vorbei und hat die Münze geholt. Er fand meine Entscheidung bedauerlich.

14. April 2019 spät auf der Titanic II

4. Abend: Das Duell + das Ritual

Der letzte Abend brach an. Wir gingen ein letztes Mal zusammen zum Ballsaal, der sehr viel größer als vorher war, eindeutig für das Duell vorbereitet. Ich hatte meinen Winterritter-Rüstung mit Mantel angelegt – so schritt ich zu Mabs Tisch und verbeugte mich vor meiner Königin. Als Gunstbeweis übergab sie mir ihr Tuch – und danach habe ich Syltanus erschlagen. Gleichzeitig haben die Magier das Ritual durchgeführt und so tatsächlich das Tor zu den Outsidern unter einem Eisberg verschlossen. 

Interessantes Detail: Das Ritual war damals beim ersten Untergang der Titanic bereits durchgeführt worden – doch war der Eisberg mittlerweile geschmolzen. Deshalb musste das Ritual erneuert werden. Es scheint, als hätte der Sommerhof damit etwas zu tun. Zutrauen würde ich es ihnen.

Ich werde diesen Brief jetzt beenden. Meine besten Wünsche begleiten Dich und ich hoffe, Du bist wohlauf, aber ich nehme an, Mab wollte nicht, dass Du an unserer Seite weiltest. Es wäre wohl zu einfach gewesen … 

Wir werden uns sicher eine Weile nicht sehen. Du weißt ja, wo Du mich finden kannst. Bitte hab’ ein Auge auf Josefine, sie wird jetzt etwas einsam sein. 

Leb wohl mein getreuer Freund.

Dein Jean-Claude

11 Sep

Schwarzes Prag

Jean-Claude, Josephine, Björn, Magier Theo, Olga

Anwesen der Weißen Vampire in Prag
Jean-Claude im Garten des Anwesens, wo Björn auftaucht – der jetzt Emissär des Sommerhofs ist und den Auftrag hat, Jean-Claude als Sommerritter zu gewinnen.

Prag: Jüdischer Friedhof
Olga hat das Grab ihres Vaters auf dem jüdischen Friedhof besucht. Hamburger Magier Theo folgte der Spur eines schwarzen Vampirs.

Beim Grab von Olgas Vater: Präsenz schwarzer Vampirs, Ghul-Tunnel.

Josephine folgt Magier, der ohne sich Erlaubnis in Prag bewegte. Josephine, Theo, Olga gehen rein, gibt aber Jean-Claude noch Bescheid. Sie stolpern in ein Ghul-Nest. Olgas Vater taucht als schwarzer Vampir auf. Jean-Claude und Björn kommen auch dazu. Kampf. Schwarzer Vampir flieht.

Jean-Claude wirft sich während des Kampfes vor Joesphine und wird schwer verletzt. 

Anwesen der Weißen Vampire
Jean-Claude verführt Olga.
Wunden von Jean-Claude brechen wieder auf.
Danach bietet Björn an, Jean-Claude zu heilen und bringt ihn zu Lilly, damit der Deal mit dem Sommerritter eingefädelt werden kann.

Pakt mit Lilly

Lilly heilt Jean-Claude. 
Außerdem nimmt sie ihm das Salomon-Siegel.
Er kann 370 Jahre leben, ohne zu altern oder krank zu werden (hilft nicht vor Kampfverletzungen o.ä.

Jean-Claude lehnt das Amt des Sommerritters ab – verweist auf sein eigenes Königsamt.
Dafür lässt er sich auf Folgendes ein:
Jean-Claude besorgt den Sukkubus von Agnes und gibt ihn Lilly.
Jede gute Tat, die Jean-Claude für den Winter tut, muss er dem Winter im gleichen Umfang Schaden zufügen.

Josephine und Jean-Claude
Als Björn mit Jean-Claude zurückkehrt, erzählt er alles Josephine – die ihn daraufhin erfolgreich beherrscht.

Finale
Falle im Hause der verstorbenen Großeltern von Olga. Dort soll der schwarze Vampir hingelockt werden.

Gespräch zwischen Olga und dem Vater (Vampir): Geschwister von Olga sind auch schwarze Vampire. Letzten Worte des Vaters: Nadja, ich habe dich im Stich gelassen. (Nadja ist Olgas Mutter).

Jean-Claude tötet den Vampir

11 Sep

Weißes Prag

Josephine, Jean-Claude, Rabbi Rahel Liebermann, Polizistin, Chronik-Führerin des Weißen Hofes in Prag

Josephine und Jean-Claude reisen nach Prag, um die Böhmische Krone zu beanspruchen. 

Situation
Weiße Vampire wollen sich nicht Berlin beugen.
Schwarze Vampire wieder erstarkt.

Hotel
Soziales Duell mit Weißen Vampiren, das in einem Kampf endet.

Prager Juden
Rahel spricht mit Rabbi Löw von Prag. Juden von Prag haben ihren Golem wieder repariert und waren nicht bereit, der Gruppe zu helfen, weil sie selbst durch den Golem geschützt waren.

Die Spur des Geldes
Rabbi und Polizistin folgen der Spur des Geldes und diese führt zu einem Anwalt, der Stiftungsgelder lenkt. Brechen dort ein und kriegen fürchterlich eins aufs Maul: schwarzer Vampir hält dort Wache.

Der Tod fordert Tribut
Tod taucht wieder auf. Diesmal mit Verstärkung: Michael mit flammendem Schwert und Gabriel mit Waage. Rabbi Liebermann drückt Jean-Claude das Siegel Salomons auf, dass er nicht vom Tod geholt wird, sondern jetzt 370 Jahr lang Gutes tun soll.

Gebeugtes Haupt
Anwalt ist Geliebter einer Weißen Vampirin, Geheimdienstchefin des Böhm. Hofs, Elizabetha. Diese hat die Ambitionen, selbst Königin zu werden. Wir locken sie in eine Falle, indem wir ihr ein Rendezvous mit dem Anwalt vorgaukeln. Er hat angeblich Infos für sie. Treffpunkt ein Boot, wo wir dann auftauchen. Soziales Duell. Wenn wir alles kennen und was wir alles schon gerissen haben beeindruckt. Sie hat uns als Königspaar anerkannt. Sie ist dafür Stadthalter in Prag.

08 Aug

Drachensteigen auf Sylt

Mit dabei: Ernst-August, Björn, Josefine, Jean-Claude, Agnes

Ort: Berlin + Sylt + Hamburg

In der Berliner Wohnung von Ernst-August taucht ein seltsam gekleideter Bote auf. Er kommt vom dänischen Königshaus und erklärt, dass das Königspaar seine Anwesenheit wünscht. Der Bote eskortiert Ernst-August durch ein Tor zum Königshaus, wo er neben dem Königspaar auch seine liebreizende Gattin Agnes trifft. Ernst-August wird an einen ur-alten Pakt (so etwa 1100 nC geschlossen) erinnert, den seine Familie (das Haus Schaumburg, damals noch Haus Schauenburg, Grafen von Holstein) vor vielen Generationen mit dem König von Dänemark eingegangen ist, um die Grafschaft Schleswig als Lehen zu erhalten. Sein Ahne hat sein Geschlecht darauf verpflichtet, den Drachen Syltanus zur ewigen Ruhe zu bringen.

Jetzt scheint Syltanus aber wieder zu erwachen, da auf Sylt leichte Erdbeben festgestellt wurden. Deshalb soll Ernst-August als Nachfahre und Paktträger jetzt wieder dafür sorgen, dass Syltanus Ruhe gibt. Wie sich in Laufe dieses Abenteuers herausstellen wird, hat Agnes anscheinend damals den Pakt besiegelt und weiß darüber mehr, als sie – je – erzählen wird. Jedenfalls ist es dafür nötig, dass Ernst-August sein Erstgeborenes dafür opfert. Das ist seine Tochter mit Josefine.

Ernst-August reist samt Gattin sofort nach Sylt.

Währenddessen planen Josephine und Jean-Claude DIE Party des Jahres. Es soll wieder eine Love Parade geben und Ziel dieses Events ist es, alle Weißen Jungfrauen des Berliner Hofes zu Weißen Vampiren zu machen, um die stark unter Druck stehenden Weißen Vampire wieder erstarken zu lassen. Als Location ist Sylt angedacht, weshalb die beiden dort vor Ort sind, um eine geeignete Location zu scouten.

Auch Björn ist auf Sylt, da ihn ein Auftrag dorthin geführt hat.

Alle treffen sich im Hotel Vier Jahreszeiten. Die Lage wird besprochen, wobei Josefine sofort ablehnt, auch nur darüber nachzudenken, die Tochter zu opfern. Auf den Einwand von Ernst-August und Jean-Claude, dass sie noch weiter Kinder haben kann, geht sie nicht ein. Nach weiteren Recherchen kommt es zu der Vermutung, dass der Drache statt eines Menschenopfers auch eine Drachentöter-Waffe als “Bezahlung” dafür annehmen würde, sich wieder schlafen zu legen. Bekannte Waffen sind die Lanze des hl. Georgs und das Schwert Siegfrieds (bekannt als „Balmung“ oder „Grimm“).

Familie und der Orden des Heiligen St. Georg

Da Ernst-August mehr über den einstigen Pakt erfahren will, muss er nach Hamburg, weil er dort einen älteren Bruder hat, der den Nachlass der Familie Schaumburg-Lippe verwaltet. Das Problem an der Sache: Karl-Friedrich ist ein mächtiger Zauberer … und Schwarzer Meistervampir. Er lebt anscheinend in einer kleinen Kapelle beim Klinikum St. Georg, über das er sich wohl u.a. mit Blut versorgt.

Ein weiteres Vorgehen: Die Kirche wird von Björn kontaktiert. Über den Bischof von Köln wird ein Kontakt in Hamburg genannt. Diese seien Experten in Drachen-Angelegenheiten. Es sind Mitglieder des Ordens des Heiligen Georg. Als Treffpunkt wird die Apostelkirche in St. Georg genannt. Das Treffen verläuft etwas zäh. Die beiden Kirchenmänner sind nicht bereit, Josefine und Jean-Claude (da „Monster“) beim Gespräch zu dulden, auch Ernst-August hält sich zurück, weshalb Björn allein mit den beiden spricht. Nach dem Gespräch kann Björn noch erlauschen, dass die beiden anscheinend auf der Suche nach dem geeigneten Träger der Lanze des hl. Georgs sind, Björn aber nicht als den prophezeiten Träger erkennen. Sie hatten wohl gehofft, von Björn mehr zu erfahren. Wir vermuten, dass die Lanze sich in ihrem Besitz befindet.

Ernst-August, Björn, Josefine, Jean-Claude und Agnes stellen schließlich den Vampir in seiner Kapelle, ein erbitterter Kampf bricht aus – und der Bruder entflieht. So findet Ernst-August das Wächter-Schwert des Vaters und das Familienbuch (und Siegelring?).

Nach dem Kampf ist Jean-Claude so hungrig, dass er sich nicht beherrschen kann und einen Schergen des Vampirs tötet. Sein erster Mord seit er Alex versprochen hat, keinen Menschen mehr seinem Hunger zu opfern. Doch trotz dieser großen “Mahlzeit” kann Jean-Claude seinen Hunger nicht stillen.

Agnes deutet an, dass sie etwas darüber wüsste, warum Jean-Claudes Hunger solch quälenden Hunger verspürt. Für einen Deal ist sie bereit, mehr darüber preiszugeben. Jean-Claude und Josefine gehen darauf ein. Also lässt Agnes die Bombe platzen: Jean-Claude ist von Zeus schwanger. Es ist ein Geist des Wissens, der sich im Kopf eingenistet hat und immer größer wird. Wenn nicht bald was getan wird – also sofort – wird Jean-Claude sterben.

Deals mit Agnes

  1. Deal mit Jean-Claude und Josefine

Sie vereinbaren, dass sie Agnes 3 Dienste erfüllen müssen – die sie auch ablehnen können. Die Dienste können auch pro-aktiv erfüllt werden. Agnes verspricht dafür substantielle Unterstützung bei Konsolidierung und Expansion des Weißen Königshofs in Berlin.

  1. Deal mit Björn

Björn lässt sich auf einen Deal mit Agnes ein, da er mitbekommen hat, dass sie etwas über das Schwert von Jean-Claude weiß. Sie vereinbaren einen Info-Tausch. Er ist bereit, Agnes mit interessanten Infos zu versorgen (wie viele?) dafür gibt sie ihm preis, was sie über das Schwert weiß: Es ist das Schwert Gram(Notung oder Balmung), das Drachentöterschwert Siegfrieds.

Deal mit Alberich

Björn macht einen weiteren Deal mit Alberich. Er möchte von ihm die Fähigkeit zurück, lieben zu können. Dafür wird er sein Doppelagent, da er ja mit Agnes einen Deal hat, ihr Infos zu geben. Diese kann Alberich jetzt steuern.

Ritual, um Jean-Claude zu retten

Ritualführer Ernst-August, Agnes unterstützt

Um das Kind von Zeus und Jean-Claude aus dem Kopf zu entfernen, muss ein Ritual durchgeführt werden. Dazu braucht es für den Geist einen Ort, in den er nach der “Geburt” kann. Schnell wird klar, dass ein Schädel geeignet sein könnte, aber nicht jeder: Er muss mit der Familie zusammenhängen. Wie gut, dass Josefine noch den Schädel ihres Vaters (Manfred von Richthofen) hat, den sie ihm persönlich abschlug. Im Laufe des Rituals stellt sich aber heraus, dass am Schädel noch der mächtige Geist von Manfred von Richthofen hängt. Dieser ist er nicht ganz so davon beglückt, jetzt seinem Mörder helfen zu sollen. Daher geht Manfred auf einen Deal mit Agnes ein: Sie verhindert, dass Jean-Claude mit Josefine Kinder bekommt, dafür wird er dem Geistkind von Jean-Claude eine Heimat geben und Schutz und Wissen für das Königshaus bereitstellen.

Für das Ritual braucht es außerdem die Energie, die bei einem Sexualakt zwischen Jean-Claude und Josefine entstehen – weshalb diese miteinander schlafen müssen. Zärtlich ist Jean-Claude dazu nicht in der Lage: Erst als er Josefine mit Gewalt nimmt, wird die nötige Energie freigesetzt.

Während des Rituals löst Ernst-August den Geist aus Jean-Claude – und bemerkt dabei, dass sich dadurch auch der Sukkubus aus Jean-Claude lösen ließe. Auf Jean-Claudes Wunsch trennt er deshalb auch den Sukkubus aus Jean-Claude heraus und übergibt diesen Agnes. Jean-Claude ist nach 357 Jahren wieder menschlich. Das zeigt sofort Wirkung, da auf einmal Josefine Natur durchschlägt: Sie hat die Oberhand und reitet Jean-Claude, während sie sich dabei von ihm nährt. Björn bemerkt das und zieht Josefine von Jean-Claude runter.

Josefine ist entsetzt über Jean-Claudes Menschlichkeit. Dieser wiederum ist benommen und glücklich.

Ernst-August und Agnes übernehmen die Patenschaft für das Geist-Kind und Agnes gibt ihm einen Namen: Janus.

Syltanus erhebt sich

Die Nachforschungen, die Vorbereitung und die Durchführung des Rituals haben zu viel Zeit gekostet: der Drache Syltanus hat sich erhoben. Die Insel Sylt ist untergegangen – 30.000 Tote sind zu beklagen. Die Nachrichten sprechen von einer schrecklichen Sturmflut, die Sylt untergehen ließ und die Landmassen zerbrochen hätte, eine der schlimmsten Naturkatastrophen, die je die Menschen getroffen hat.

27 Mai

Notizen zur Hochzeit und Tromsø

Hochzeit Josephine und Jean-Claude

Jean-Claude die ganze Zeit betrunken

Alex ist im 7. Himmel und shoppen mit Björn – deshalb kommt sie zu spät zur Hochzeit

Die Feier beginnt aus dem Ruder zu laufen, aber irgendwie schrammen dann doch alle noch mal an einer Katastrophe vorbei – erst mal

Alex hält die Trauungsrede

Nach der Hochzeit Hochzeitstanze: Parkett für soziale Angriffe, Björn tanzt wie ein Meister, auch Alex schlägt sich wacker

Das Hochzeitspaar nimmt Glückwünsche und Geschenke entgegen

Tochter von Josephine taucht auf

Josephine trifft ihre wahre Liebe Oliver, verbrennt sich beim Kuss die Lippen, Alex legt eine Illusion darüber

Die Vampire aus Bayern und von Böhmen haben sich zusammengetan, um Preußen zu übernehmen

König von Böhmen (Name?), sehr alt, provoziert Jean-Claude, der ist total blau und flippt aus und fordert ihn zum Kampf – auf Leben und Tod

Jean-Claude tötet den König von Böhmen

Heftiger Kampf bricht aus

Pakt mit Bayern – wie sah der aus?

Böhmens König und Nachkommen getötet (?)

In der Hochzeitsnacht will Josephine plötzlich nicht – Jean-Claude vergewaltigt sie

Angespanntes Verhältnis

Der weiße Vampirhof in Preußen durchgerüttelt, einige Geschäftsfelder abgenommen – muss alles neu geprüft werden, zurückerobert … etc.

Alex werden die Augen geöffnet, mit was die weißen Vampire ihr Geld verdienen, sie zieht zu Björn

 

Abenteuer Tromsø

Berlin: Überfall

Hochzeitsgeschenk vom König von Bayern an das Brautpaar: ein Koffer (Inhalt noch nicht bekannt)

Überfall auf Geschenke-Transport. Oliver wird dabei verschleppt, andere weiße Vampire getötet. Die Russen sind hinter dem Koffer her.

Überfall auf die Villa – Werwölfe in russischer Spezialeinheit – dann kommt Nazi mit Geisterpanzer dazu

Rededuell zwischen Nazi-Obermufti, Schüler von Kemmler, Nekromant und Alex – wahre Blicke werden getauscht

Im Koffer: Vorrichtung, um die russischen Atombomben zu starten, allerdings ist das eine Attrappe, der echte ist woanders 

 

Berlin: Krankenhaus
Ärztin Christine, sie wird überfallen, Alex, Peter, Josephine und Jean-Claude kommen dazu – Nazi verschwindet durch Portal, Josephine und Peter springen hinterher. Alex sie über den Ehering zurück. Sie sind an einem Ort, wo nur Knochen sind.

Berlin: Zusammenarbeit
Treffen zwischen dem russischen Botschafter und der Gruppe. Zusammenarbeit.
Wie hieß der Botschafter?

Prag: Kampf
Unter Beschuss der Geisternazis (Name Anführer?)

Golem

Kabbalisten

Häuserkampf, Panzer (die Peter ausschaltet)

Mit Josephine in ein Haus gestürmt, niedergeschossen worden – also Josephine

Unter dem Golem macht Alex das Versteck aus, wo der echte Koffer für den Abschuss der russ. Atombomben versteckt ist. Sie merkt, dass bereits ein Ritual im Gange ist, das herauszuholen und will dagegen arbeiten (wie noch mal?

 

Prag: Nachbesprechung im Café
Walküre kommt dazu. Nagelfar wurde bereits im 3. Reich angefangen zu bauen, riesiger geheimer Hangar irgendwo bei Tromsø

Man einigt sich auf gemeinsamen Kampf mit Odin und den Walküren. In Berlin Treffen mit den Russen (Namen?), die haben schon massive Unterstützung vor Tromsø(was für Schiffe?).

Es fehlen die genauen Koordinatoren.

Alex telefoniert mit dem Weißen Rat, Magier kommen (Merlin, Morgan, Luccio?)

 

These:
Die Atombomben sollen gezündet werden, damit wird Europa zerstört und die Toten werden in Nekromantenarmee des Nazis eingegliedert und sollen auf Nagelfar den Tod für alle bringen.

 

Kutná Hora Sedlec bei Prag: Knochenkirche
Jea-Claude, Josephine, Alex, Peter, Christine,
100 weiße Vampire,
Magier: Donald Morgan, Ebenezar McCoy, Anastasia Luccio – wer noch?
gehen durch das Portal der Kirche und gelangen in den Hangar bei Tromsö.

 

Hangar, Tromsø
Unfassbar riesige Halle, darin ein riesiges Schiff: Nagelfar mit Geistern

Geister-Nazis greifen an

Trommeln

Großer Beschwörungskreis vorne vor dem geschlossenen Tor

Alex, Christine, Peter, Josephine und Jean-Claude schlagen sich zusammen zum Beschwörungskreis durch

Tor wird geöffnet, Signal an Verbündete

Odin mit Schiffen, Russen mit U-Boot, Geister-Tirpitz mit Nazi bemannt

Peter und Jean-Claude suchen nach dem Trommler, finden zuerst den Koffer – nehmen den an sich und schließen diesen, danach suchen sie den Trommler, Peter tötet diesen (?)

Alex, Josephine und Christine am Beschwörungskreis

Alex provoziert Obernazi, der bricht seine Beschwörung ab und greift Alex an, tötet diese … fast

Walküre hält die Seele von Alex, damit sie nicht vom Nekromanten gerufen werden kann

Christine gibt Herzmassage

Nazi haut ab, nimmt Josephine mit – sie geht freiwillig mit, weil sie glaubt, Oliver retten zu können

Jean-Claude kommt zurück, sieht die tote Ales und am anderen Ende der Halle Josephine, die mit dem Nazi durch ein Portal tritt – anscheinend wird sie verschleppt

Er lässt Alex tot zurück

Kutná Hora Sedlec bei Prag: Knochenkirche
Der Geist von Nazi verschwindet, Jean-Claude bleibt mit Josephine zurück, Jean-Claude flippt total aus, verprügelt Josephine und lässt sie dort liegen.

27 Mai

Aussprache von Jean-Claude und Josephine

Stichpunkte der Aussprach zwischen Jean-Claude und Josephine im Hades vor Luzifer

Josephine

  1. Wurde und wird von Jean-Claude immer bevormundet
  2. Sie wurde zum weißen Vampir (eine Frechheit, dass sie das ihm vorwirft!)
  3. Sie wird von ihm wie ein Kind behandelt
  4. Sie wollte nicht heiraten
  5. Jean-Claude hat sie in der Hochzeitsnacht vergewaltigt
  6. Er hat sie an den Winterritter verraten und dem Winterhof ihr Kind gegeben
  7. Er hat immer Alex über alles gestellt

 

Jean-Claude

  1. Ja, er hat auf sie aufgepasst und sie vor allem Schlimmen bewahren wollen, WEIL sie ihm anvertraut wurde.
  2. Sie wurde zum weißen Vampir, obwohl das Jean-Claude nicht wollte – er hat versucht, das zu verhindern, aber sie ist ihm immer wieder davongelaufen und hat alles getan und provoziert, damit sie zum weißen Vampir wurde.
  3. Weil sie sich wie ein Kind verhält, lügt, wegrennt und nicht die Verantwortung für ihre Taten übernimmt, sondern darauf vertraut, dass „Onkel Jean“ alles richten wird.
  4. Doch, sie wollte heiraten, weil sie nämlich Königin werden wollte. Jean-Claude wollte das überhaupt nicht. Er hat sich jahrhundertelang aus der Politik herausgehalten. Aber ohne ihn hätte Josephine nicht Königin werden können, weil kein weißer Vampir ein Kind auf dem Thron akzeptiert – dazu brauchte sie einen standesgemäßen „alten“ Partner. Und auch Ernst-August und Alex hielten es für eine gute Idee, den Vampirkönig zu stürzen, damit Josephine und Jean-Claude das Amt übernehmen, umso Freunde auf dem weißen Thron zu haben und damit die weiße Vampirpolitik zu beeinflussen.
  5. Die Hochzeit am weißen Königshof wird erst durch den Geschlechtsakt legitimiert. Etwas, was auch Jean-Claude eigentlich keinesfalls wollte – weshalb er die gesamte Hochzeit in einem Alkoholnebel verbracht hat. Aber es war nötig. An die Vergewaltigung kann er sich tatsächlich nicht erinnern (zu blau). Heute weiß er allerdings, dass Josephine das nicht mehr wollte, weil sie ja ihre wahre Liebe entdeckt hat – an ihrer Hochzeit.
  6. Er hat sie vor dem Winterritter beschützt – sogar soweit, dass er diesen tötete und so selbst zum Winterritter wurde. Das mit dem Kind war etwas, was sie und Ernst-August anging – und er hat nichts mit irgendwelchen Verhandlungen zu tun. Jean-Claude hat bis zur Hochzeit gar nichts mehr von der Tochter gehört oder gesehen – er hatte nach dem Zwischenfall genug mit seinem Winterritter zu tun.
  7. Seitdem Josephine bei ihm ist, belügt sie ihn und hintergeht ihn. Das fing damit an, dass sie sich an Ernst-August heranmacht und sich sogar von ihm schwängern lässt. Und es gibt immer irgendwas, was er nicht wissen soll, wo sie Geschäfte hinter seinem Rücken macht oder Vereinbarungen eingeht, von dem er nichts weiß. Aber dass sie ausgerechnet an ihrer Hochzeit ihre wahre Liebe entdeckt und ihn da hintergeht und ihn so unwissentlich in eine Situation manövriert, die ihn sofort das Ansehen des Hofs gekostet hätte – etwas, das er ja vor allem ihr zuliebe gemacht hat – und wird dann so von ihr verraten. Und das mit Alex … das kann er ihr nicht verzeihen. Er hat sie liegen lassen, obwohl sie noch lebte, wie er jetzt weiß. Etwas, was Alex ihm nicht verzeihen wird – und deshalb verloren ist.Alex war für Jean-Claude nach Jahren der Finsternis so etwas wie ein Sonnenstrahl – jemand, für den es sich lohnt, gut zu sein, seinen Dämonen zu bekämpfen. Doch selbst Alex belügt er, wenn es darum geht, Josephine zu helfen – zum Beispiel wenn sie im Hunger jemanden getötet hat und er ihre Leichen verschwinden lassen musste – oder er ihr hintergeht, um sie zu retten und Alex tot liegen lässt … Und das hat er alles getan, weil er sie immer liebte. Dass er gleichzeitig versucht hat, seinen inneren Dämon zu bekämpfen hat Josephine nie interessiert – denn sie interessiert sich immer nur für eins: für sich.

Versprechen

  1. Jean-Claude bevormundet Josephine nicht länger, sondert behandelt sie wie eine Partnerin auf Augenhöhe. Sie werden am Königshof alle Entscheidungen gemeinsam treffen.
  2. Dafür wird Josephine Jean-Claude nicht länger belügen oder Dinge vor ihm verbergen. Wenn sie ihn noch einmal hintergeht, wird er das Königsamt hinschmeißen und weggehen.
  3. Josephine wird für ihre Taten selbst Verantwortung übernehmen und schickt nicht „Onkel Jean“ vor.
  4. Jean-Claude wird im Gegenzug Josephine nicht länger wie ein Kind behandeln und nicht versuchen, sie vor allen Gefahren schützen zu wollen.