01 Jan

Ware Namen

SL Timo

Oder auch: Die Hölle greift nach dem Winterkind

Vater schenkt Josefine Leibwächter: Ramesh Anar; ein Wehrmensch (originale Form Tiger). Er erweist sich als Beschäftigungsmaßnahme: Ramesh davon abzuhalten, Dummheiten zu begehen, ist legendär.

Alex und Christine Lauterbach (Ärztin auf Abwegen/ohne Grenzen) kommen auf die Spur von Kindern, denen Münzen aus dem Kopf geplatzt sind – der Denarier Achroniel wandert.

Mab liefert ihr Kind Stella an den Haushalt der von Richthofens. Ramesh riecht auf dem Arm der Amme Nicole das Winterkind (Stella) und beschließt, dass es sterben muss, da es ein schlimmes, gefährliches Raubtier ist.

Am nächsten Morgen ist Stella fort, die Amme auch. Josefine setzt alle Hebel der von Richthofens in Bewegung und schaltet Zagreus ein, der ein Privatdetektiv ist. Er will von Josefine als Bezahlung den Aufenthaltsort von Alex, die nach einem Überfall auf ihre und Frau Bikowskis Wohnung untergetaucht ist.

Mit weißer Stretchlimousine treffen Ramesh und Josefine bei dem letzten toten Kind auf die anderen. Hier ist der Gefallene auf einen Rettungshelfer namens Frank gesprungen. Der Denarier spricht, sagt, man käme ihnen dieses Mal nicht in die Quere, das Winterkind würde ihnen gehören.

Recherche ergibt, dass die Partnerin von Achroniel, die er zurückgeholt hat und die nun von Kind zu Kind wandert, Avriel ist, der gefallene Engel der Geburt, der Wahre Namen verleiht (seit dem Fall Castariel).

In der Stretchlimousine: Der Chauffeur ist plötzlich nicht mehr da. Ramesh ruft: „Alle raus!“, doch draußen werden die Fliehenden (Alex, Ramesh, Christine, Zagreus) von Kultisten und Castariel angegriffen, nur Josefine bleibt sitzen. Während sie den Champagner genießt, lässt sie Kultisten mit Blicken vor Lust vergehen. Doch der Chauffeur drückt auf den Knopf der Autobombe und jagt die Limo in die Luft – Josefine wird hinausgeschleudert und ist stark verbrannt. Draußen eilt ihr Ramesh zuhilfe – doch sie versucht sich von ihm zu nähren, um zu heilen, so dass er sich wehrt. Josefine entschwindet in die Nacht.

Im Eisstadion sucht Zagreus mit Alex, Josefine und Ramesh die Hilfe der Winterkönigin Mab. Sie erscheint in einem epischen Auftritt, friert fast alle ein, spricht nur mit Alex. Sie fordert, dass sie Stella zurückholen.

Nachdem sich Josefine ernährt und geheilt hat (sie hat getötet), kehrt sie in die Villa von Richthofen zurück. Sie erwartet der Sekretär; Christine hat versucht, sie zu erreichen. Unter der Dusche kommt ihr etwas komisch vor, sie lässt sich fallen, flieht durch das Haus. Doch der gesamte Haushalt ist umgedreht – Castariel kennt ihre Wahren Namen und hat Befehle eingepflanzt …

Nackte Flucht durch das Badezimmerfenster aus dem eigenen Haus, da Sekretär und Sicherheitschef von Avriel (dem Engel der Wahren Namen) korrumpiert worden sind und auf mich feuern, Kleider suchen, alle Elektronik und Kreditkarten weg, um sich nicht verfolgen zu lassen, neue Kleider aus Laden gestohlen. Josefine steckt der Polizei, in der Villa von Richthofen werde eine dreckige Bombe gezündet, und informiert auch die Presse, damit ihre Familie gewarnt ist. Ihrem Vater meldet sie: „Komm nicht nach Hause. Traue niemandem; nicht mal unseren engsten Vertrauten.“ Später nimmt sie Kontakt zu Goth Elvira aus Prager Internatstagen auf (sie studiert in Berlin), um Safe Haven zu haben, schließlich durch Location Spell von Warden Alex gefunden.

Ritualvorbereitungen (einerseits Ohrenstöpsel gegen den Wahren Namen, andererseits Spiegel, der Angriff von Avriel zurückwerfen soll), beide mit Blut; letzteres Ritual nutzt der Uhrmacher-Denarier, der Alexandras Magie berührt hat, um sie zu korrumpieren und Ramesh fast vollständig zu opfern. Alex entlässt die Kraft des Rituals in den Lastwagen und sprengt dabei fast alles in die Luft, Josefine rettet ihr Leben. Wiederholung des Rituals ohne Blut; mehr Ingredienzen.

Zagreus spioniert den Nazi-Bunker unter dem Tempelhofer Flugfeld aus, in dem der Platz ist, an dem Avriel fiel und zu Castariel wurde. Dort versucht sie, Stella einen Wahren Namen zu geben und für immer zu verderben – und ihr gleichzeitig eine Münze einzupflanzen. Auch Achroniel, der Uhrmacher, ist hier.

Während Zagreus, Alex und Josefine gegen die Höllenhunde und Kultisten sowie den Uhrmacher kämpfen, galoppiert Ramesh in Tigerform hinter Castariel her und fällt über sie her. Auch Josefine folgt, so dass man zur Rechten Zeit kommt, als Aurora und Fix (Summer Lady und Summer Knight) Stella aufheben und Mitnehmen wollen.  Als Castariel stirbt, fliegt die dritte Denarier-Münze im hohen Bogen auf Stella zu; Josefine kann mit einem Power-Slide und dem Schild dazwischen gehen und so verhindern, dass Stella von den Denariern korrumpiert wird. Doch Aurora fordert das Kind.

Als Ramesh und Josefine Mab anrufen, um Hilfe gegen die Summer Lady zu erhalten, erscheint Maeve, dreht eine Runde, sagt: „Ich habe keinerlei Interesse daran, diesem Kind zu helfen“, und verschwindet wieder. Als die Summer Lady erneut das Kind fordert und Josefine es nicht aushändigt, hüllt diese sie in Frühlingsflammen und verbrennt sie fast.

Alex, Zagreus und Christine haben derweilen den Uhrmacher in einem Gefängnis aus den zerlegten Korybanten eingesperrt und schließlich hinter einem Salzkreis gebannt. Alex hat ihn durch ein Mentales Duell bezwungen, er ist zerstört. Als alle Kämpfe beendet sind, haben Ramesh und die anderen alle drei Münzen eingesammelt und in einem Gurkenglas verschlossen. Wohin die Denarier-Münzen gehen, ist nicht geklärt.

Josefine tötet weitere Kultisten, um die schlimmsten Schäden aufzuheben. Der Blick in Alexandras Augen, als sie die Schreie hört, ist voll der bitteren Erkenntnis – die Freundin ist ein Monster.

01 Jan

Eilige Zeit

SL Lena

Oder auch: der erste Denarier in Berlin

Weihnachten in Berlin; am 24.12. leiern “Heilige Nacht”, “Djingle Bells” und “Wham!” im Radio hoch und runter. Am Flughafen Tegel sitzen der letzte Warden Deutschlands, Alexandra Lehmann, der ehemalige GSG-Polizist, jetzt Söldner Heinz Schneider, die Kriegsberichterstatterin Sophia Scholl-Latour sowie die Ikebana-Erschafferin Kim Yuë im Empfangsbereich und warten darauf, Menschen abzuholen (Alex will Frau Bikowski nach Hause bringen, um mit ihr Weihnachten zu feiern). Alle Flüge sind wegen Schneegestöbers Stunden verspätet, eine bierselige Nachbarschaftsatmosphäre entsteht, während anderswo Weihnachten gefeiert wird.

Plötzlich stehen Hunde mitten zwischen ihnen, greifen einen alten Priester im Abflug-Bereich an. Während Alex versucht, gegen die Hunde zu kämpfen, die wie gebeamt schnell von Ort zu Ort springen, erkennt Heinz, dass ein kleines rotes Tentakelwesen den Zeiger der Uhr angehalten hat. Sophia entdeckt einen kleinen Mann mit Backenbart und Brille, der einen grauen Uhrwerker-Kittel anhat. Er scheint die Höllenhunde zu befehligen. Heinz kann im Kampf zwei Kollegen von der Polizei vor den Hunden retten.

Der Priester, Bruder Markus, verstirbt in den Armen von Kim und Sophia, die versuchen, ihn zu behandeln, und spricht gebrochen: „Mün-ze!“, bevor er zusammenbricht. Als Alex ihn mit dem Dritten Auge betrachtet hat, sieht er einen jungen Sämling in einer faulenden Schale aus zerfallendem Humus (wie eine Apfel, dessen Fleisch den Wachstum der Kerne nährt).

Zurück bei Alex finden sie ihre und Frau Bikowskis Wohnungen überfallen und ausgebrannt vor; der Keller ist verwüstet, 5 von 13 Katzen sind tot. Der Troll Susi kann verwundet in einem Müllcontainer einige Häuser weiter gefunden werden. Man entschließt sich zum Rückzug in der Stadtwohnung der Scholl-Latours in Charlottenburg. Heinz stellt Sicherungen und Kameras auf.

Als Kim ihre Ikebana-Schale aus ihrer Wohnung holen will, werden sie erneut von Achroniel und seinen Hunden überfallen (am Kottbusser Platz), jedoch nachdem sie schon in der Wohnung waren. Heinz kann den Höllenhund aus dem Treppenhaus rausschießen, während Sophia dem Uhrmacher hoch zur U-Bahn auf der Hochtrasse folgt. Dort konfrontiert sie ihn und erfährt, dass Achroniel, der gefallene Engel der Zeit, die Spur zu seiner Geliebten (Avriel, nun genannt Castariel) aufgenommen hat und sie aus den Händen des Judasordens befreien will. Die anderen kommen zur Hilfe und retten die Passanten in der Bahn, einer der Hunde ist durch Sophias Gebet verletzlich und wird von Heinz per Kugeln gesprengt.

Über die einzige Nummer in des Priesters Wegwerf-Handy kommt man in Kontakt mit Vater Johannes,  einem viel jüngeren Priester des Ordens des Heiligen Judas. Dieser Orden wurde, so erzählt Johannes, gegründet, um die von der Katholischen Kirche eingesammelten Münzen der Denarier vor dem Zugriff der übrigen Denarier zu schützen. Zweierteams von Priestern sind stets auf Reisen, bleiben nie länger als zwei bis drei Tage an einem Ort, benutzen stets Wegwerfhandys, hinterlassen keine Spuren, nehmen keinen Kontakt auf. Sie wechseln die Münzen per Münzwurf untereinander (sie tauschen sie also nicht regelmäßig), damit nicht einer immer dem Einfluss der Gefallenen ausgesetzt ist.

Man entschließt sich, mit Bruder Johannes eine Falle aufzustellen: Am Platz am Nordbahnhof (ehemals Grenzübergang Bernauer Straße), wo ein Weihnachtsmarkt aufgebaut ist, erschaffen sie mit Kims Hilfe ein riesiges Feng-Shui auf dem Platz. Heinz bereitet sich minutiös zu, und diverse Vorbereitungen werden getroffen.

Schlussendlich kann Alex den Denarier Achroniel töten, doch die Münze wird auf sie zugeschleudert und berührt ihren Magischen Schild. Da Alex die Münze in eine bestimmte Richtung treiben möchte, erschwert sie sich das Manöver zusätzlich und nimmt eine extreme Konsequenz (sie hört Achroniels Stimme).

Heinz bringt den Priester aus der Stadt, um ihm bei der Flucht zu helfen.

Im mundanen Berlin geht man von mehreren Terror-Anschlägen aus, die die Stadt getroffen haben, unter anderem auf dem Weihnachtsmarkt am Nordbahnhof.

01 Jan

Verrat

SL Karsten

Oder: Verrat und Geburt an den Olympia-Hallen

Ernst-August hat von Alberich für den Herbstmantel einen adäquaten Gefallen erhalten: Das Wissen darum, wie er seine in Ungnade gefallene Frau Agnes von Windsor rehabilitieren kann. Die Informationen beinhalten ein Ritual, mit dem man das Kind vom Wintermantel befreien kann, indem ein Verwandter das Kind mit Magie tötet. Die Alternative, eine normale Geburt, würde die Mutter das Leben kosten, und den Teil des Wintermantels im Kind belassen.

In Berlin ist Josefine hochschwanger und kurz vor der Geburt. Sie verschwindet aus ihrer Wohnung und Jeans Obhut, um ein Neugeborenes zu töten, denn der Hunger in ihr lässt sich von älteren Menschen, deren Lebenskraft nicht mehr so stark ist, nicht mehr stillen – sie muss sich von Kindern ernähren, und sie kann sich nicht mehr zurückhalten. Tatsächlich beginnt das Kind in ihr, sich von Josefine zu ernähren und sie langsam zu töten. Die mystischen Prognosen für die Geburt bestätigen Alberichs Worte: wird dieses Kind geboren, muss Josefine sterben.

Ernst-August und Jean suchen nach Alternativen, die Mutter UND Kind retten, doch beider Priorität liegen auf der Mutter. Auf der anderen Seite gehen Josefines Hormone mit ihr durch, sie versucht um jeden Preis, ihr Kind zu bewahren.

Ernst-August, Alex und Jean gehen einen Handel mit Agnes ein: Sie bringt den Winter-Knight zuverlässig an eine bestimmte Stelle, damit Jean ihn so weit in Bedrängnis bringen kann, dass er auf die volle Macht des Wintermantels zurückgreifen muss – auch den Teil, der im Kind ruht. Das Ritual, das Alex und Ernst-August parallel abhalten, soll Mutter und Kind soweit schützen, dass man sie retten kann. Der Preis dafür: Das Kind soll Agnes übergeben werden und bei ihr aufwachsen. Im Gegenzug soll Ernst-August mit Agnes ein Kind zeugen, das wiederum in der Familie von Richthofen aufwächst. Jean wird beider Kinder Pate.

Als Josefine von den Plänen Wind bekommt, ist sie verzweifelt: man hat sie zu dem Schicksal ihres eigenen Kindes nicht einmal befragt. In ihrer Not ruft sie ihren Vater zu Hilfe und verrät den Plan der Freunde –  gibt dabei aber zu, dass alles geschieht, um ihr Leben zu retten. Der Vater, Manfred Alexander von Richthofen, schreitet zur Tat und zieht alle weißen Vampire der Familie ab, um eine schlagkräftige Armee aufzustellen. Sein Hauptgrund: Jean nimmt ihm in Berlin zum wiederholten Mal das Heft der Entscheidungsgewalt aus der Hand. Er muss handeln, um nicht als Witzfigur in der eigenen Familie dazustehen. Doch Jean wird misstrauisch und verlegt den Ort des Rituals kurzfristig.

So kommt es, dass alles geschieht wie geplant. Alex und Ernst-August halten das Ritual ab. Agnes bringt den Winterritter. Jean geht mit ihm ins Duell. Josefine opfert rituell ihre Fruchtbarkeit. Die Geburt schreitet fort, Josefine stirbt für einen kurzen Moment. Das Teil des Mantel des Winterritters wird gleichzeitig aus dem Kind herausgesogen.  Alex nimmt das Kind auf und überreicht es Agnes, obwohl Josefine sie anfleht, es nicht zu tun.

Doch ein feines Detail läuft falsch: Von Alex‘ Angriff umgeworfen und von Jeans Schwert durchbohrt stirbt Lloyd Slate durch Jeans Hand. Der Wintermantel löst sich vollständig und schwebt frei; Alex schubst ihn mit einem Windstoß vom Kind weg – direkt auf Jean zu. Der wird umhüllt und akzeptiert dessen Bürde.

Agnes verschwindet mit dem Neugeborenen ins Nevernever. Ihre letzten Worte an Ernst-August: „Die eine Seite des Handels ist erfüllt. Nun muss die andere Seite gewahrt werden.“

Als der Hof der Weißen Vampire erscheint, öffnet Ernst-August ein Tor nach Arctis Tor. Er streckt der völlig geschwächten, verzweifelten und wütenden Josefine die Hand hin und beschwört die Freundschaft der kleinen Gruppe. Mit der Aussicht darauf, ihr Kind zu sehen, folgt Josefine trotz ihres Verrats.

In Arctis Tor jedoch ist alles anders. Das Kind ist nirgendwo zu finden. Mab hält Hof für die Inauguration des Winterritters. Der Winterhof wartet nur auf einen Fehler des neuen Ritters und testet seine Macht aus. Während Josefine einen Sidhe verführt und herausfindet, wo Agnes ist – sie steht als Eisstatue im Wintergarten von Königin Mab.

Mab hat dadurch, dass sie Agnes eingefroren hat, sämtliche Lehnspflichten ihrer Lehnsfrau auf sich genommen. Dazu gehören die Sorgfaltspflicht für Josefines Kind – aber auch das Zeugen eines neuen Kindes mit Ernst-August, das dann der Familie von Richthofen gegeben wird.

Die Geschichte wiederholt sich also: Erst vollzieht Mab mit dem Winterritter die rituelle Hochzeit auf dem Stein des Sehens, bei dem alle mystischen Wesen auf magische Weise zuschauen können, dann leistet Ernst-August Mab den Beischlaf. Ein Kind wird gezeugt, dass aus den Ehepflichten entspringt und doch nicht Agnes‘ Schoß entspringt.

Man kehrt in dem sicheren Verständnis nach Berlin zurück, dass sich alles verändert hat – auch die Beziehungen zwischen den Freunden.

01 Jan

Der Herbstmantel

SL: Susi

oder: Mit dem Panzer durch den Schwarzwald

Jean und Josefine werden von Alberich beauftragt den sog. Sachsen-Mantel in ihren Besitz zu bringen, genauer gesagt, sie sollen dafür sorgen, dass sie die rechtmäßigen Eigentümer des Mantels werden, um ihn dann anschließend Alberich rechtmäßig zu überlassen. (Der Mantel kann nicht gestohlen werden.) Dafür will Alberich ihnen jeweils einen Teil ihrer Namen „zurückgeben“. Ernst-August wird bei der Recherche hinzugezogen und der Privatdetektiv Peter Zagreus, der die derzeitigen Eigentumsverhältnisse des Mantels klären soll. Es stellt sich heraus, dass es sich bei dem Sachsen-Mantel um den Herbstmantel handelt, ein Feenartefakt, das dem mythischen Herbsthof der Feen zugeordnet wird. Ein Sidhe-Fürst namens Tamsin bemüht sich seit einiger Zeit (vergebens, aber mit beträchtlicher Verbissenheit) die Macht des Herbsthofes zu erneuern. Ein Gelingen dieses Unterfangens würde das Gleichgewicht der Feenhöfe empfindlich stören und hätte vermutlich extreme globale Klimaveränderungen in der Welt der Sterblichen zur Folge.

Peter Zagreus kann klären, dass ein Herr Markus Isenhag der derzeitige rechtmäßige Erbe des Sachsen-Mantels ist. Eine Spur führt von Aachen in eine Ferienhütte im Schwarzwald, wo er offenbar mit seiner Freundin (mit auffälliger grüner Haarsträhne) Urlaub macht.

Der Sachsen-Mantel selbst ist eine Dauerleihgabe der Familie von Isenhag an das Museum „Domschatz“ in Aachen. Vor ein paar Wochen wurde das Artefakt im Rahmen einer Wanderausstellung an das Heimatmuseum Freudenstadt im Schwarzwald verliehen. Dort wurde es wenige Tage nach Ausstellungseröffnung aus dem schlecht gesicherten Heimatmuseum gestohlen und ist seitdem verschwunden.

Als Jean, Josefine, Ernst-August und Peter Zagreus an der Schwarzwaldhütte ankommen, treffen sie dort auf eine Gruppe von Zwergen, die die Hütte gerade auf den Kopf stellen. Einer der Zwerge (Graufang) wird von Josefine unterworfen und gibt anschließend bereitwillig Auskunft: Markus Isenhag wurde in die Domäne der Herrin vom See gebracht.

Zunächst wird Kriegsrat in einem Schwarzwaldgasthof in der Nähe gehalten. (Ernst-Augusts Rolls Royce hat Schwierigkeiten auf den schmalen, engkurvigen Schwarzwaldsträßchen.) Eine Gruppe trolliger Biker wird von Jean sehr taktvoll und zurückhaltend befragt (eine Prügelei kann gerade so vermieden werden), worauf sich herausstellt, dass es demnächst am Mummelsee ein Rennen (ausgerichtet von der Herrin vom See) um den Herbstmantel geben wird. Der Gewinner wird der rechtmäßige Eigentümer des Artefakts.

Kontakte werden angerufen und viel Geld wechselt die Besitzer, und am nächsten Morgen fährt in einem verschlafenen Schwarzwalddorf ein riesiger Sattelschlepper am Gasthof vor. Der Panzer wird geliefert.

Peter Zagreus (der die Fähigkeit des Gestaltwandelns beherrscht) ist der designierte Fahrer des Panzers, Ernst-August, Jean und Josefine die Unterstützung.

Am Mummelsee haben sich Feen aller Höfe und Domänen versammelt. Die Konkurrenz im Rennen setzt sich wie folgt zusammen: 1. Wurzelwichte, die eine riesige Felskugel rollen, 2. ein hölzerner, lebender Tausendfüßler, der von Zwergen mit Peitschen angetrieben wird (Lord Tamsins Truppe), 3. mehrere Sidhe in einer Cinderella-Kutsche, 4. ein Sidhe-Lord auf einem sechsbeinigen Pferd, 5. mehrere Trolle auf Harleys, 6. eine gewaltige Kutsche gezogen von 25 Highland-Rindern.

[Das Rennen ist mir nur noch als eine wilde Aneinanderreihung irrsinniger und witziger Szenen in Erinnerung, in denen ein Panzer durch Wald und Flur und Feenwesen pflügt. Einzelne Bilder sind: – das Gerangel um die Durchfahrt zwischen den beiden Felsnasen, – die tiefe Klamm, – Jean, der immer wieder falsche Spuren legt, – Josefine, die mit einer Nagelpistole oben aus dem Panzer schießt, – eine wilde Abfahrt durch den Wald, – der Geröllhang, – das Tor ins Nevernever, wo die ABC-Versiegelung des Panzers überraschend zu einem gloriosen Einsatz kam, – die groteske Kollision mit den Highland-Rindern, – der Hinterhalt kurz vor dem Ziel, den Ernst-August und Jean so vorausschauend gelegt hatten, – das versuchte Attentat der Bogenschützen ganz am Schluss.]

Am Ende bekommt Ernst-August von der Herrin vom See die Siegprämie überreicht, und so wird Ernst-August für kurze Zeit der rechtmäßige Eigentümer des Herbstmantels. Schließlich wird der Mantel jedoch Alberich übergeben, mit dem Versprechen, dass er ihn nicht für die Errichtung eines neuen Herbsthofes einsetzt.