30 Mrz

Brief von Jean-Claude an Ernst-August (Seuche)

Berlin, im Mai … heute ist es der zweite dieses Wonnemonats

Mon cher ami Ernst-August,

ich war gerade zu einer außerordentlichen Sitzung in Berlin – du hast sicher davon Kenntnis erlangt. Hielten dich nicht dringlichste Geschäfte von Berlin fern, ich bin gewiss, du weiltest an unserer Seite.

Mein geschätzter Freund, wie sehr vermisse ich deine wertvolle Gegenwart, denn die Ereignisse überstürzten sich erneut – und erneut war es dein elender Bruder, Karl-Friedlich, der uns wie die Puppen tanzen ließ.

Doch ich greife vor. Ich beginne in Bellevue.

Wir ­– das waren nebst meiner Wenigkeit Alex, die mir ein wenig hohlwangig erschien und doch wie stets mein Herz erwärmte. Ergänzend Helmut, dieser nicht unbeleumdete Stadtmagier, den ich als loyal und ehrenhaft erlebt habe –  allerdings, du wirst es sicherlich auch mit einigem Grauen festgestellt haben – ohne jeglichen Stil gesegnet. Ich leugne nicht, dass die Mode in diesem Jahrhundert einige Bequemlichkeiten hervorbrachte, die auch mich manches Mal verlocken, doch wie ein erwachsener Mann auf diese unsäglichen kurzen engen Beinkleider verfallen kann, die höchstens einem Säugling angemessen kleiden … 

Aber ich schweife ab. 

Anwesend war auch, wie so oft, der Stachel in meinem Fleisch, Björn, seines Zeichens Emissär des Sommerhofs und Herzensträger meiner geliebten Alex. 

Dazu überstrahlte die Schönheit meiner Gattin unsere Zusammenkunft. 

Wie du ja weißt, lieber Freund, weilte ich die letzten Monate auf meinem Weingut. Dort grollte ich meinem Eheweib aus der Ferne. Für ihr widerspenstiges Wesen, ihr unkontrolliertes Benehmen, das mich dazu zwingt, die ehrenhaften Eheverhältnisse zu verteidigen, für ihre Unberechenbarkeit, ihre moralischen Fehlentscheidungen, ihren beklagenswerten Mangel an Loyalität. Stets fühle ich mich in ihrer Gegenwart gezwungen, geradezu getrieben, Verhältnismäßigkeiten zu berichtigen, für uns eine Moralität zu beweisen, die zu keinerlei Zweifel berechtigt. Erschöpft von diesem Kampf gegen Windmühlen habe ich mich zurückgezogen.

Als ich sie in Bellevue nach all dieser Zeit erlebte, war ich überrascht, wie gut sie allein zurechtzukommen schien. Sie war ganz Königin. Kühl – zu mir – aber bestens vorbereitet auf das Zusammentreffen; ihre Gastlichkeit und vollkommene Souveränität waren beeindruckend. Ich hatte vergessen, wie schön Josefine ist. Wenn man tagein und tagaus die schönste Rose vor sich hat, nimmt man deren Schönheit als selbstverständlich.

Unsere Ehe stand nie unter einem günstigen Stern. Damals, als Josefine als junges Mädchen zu mir kam, vergötterte sie mich. Ich war ihr Held, sie wollte so sein wie ich – oder besser, sie wollte das sein, was Legenden aus mir machten – ihr Onkel Jean. Teurer Freund, du weißt, dass auch ich zweitweise das Monster in mir übernehmen ließ. Lange, lange Jahre. Meine Toten gehen in die Hunderte. Es zeugt von Hochmut, ihr das heute zum Vorwurf machen zu wollen, was ich einst ohne Reue auslebte. Meine neu gefundene Moralität und später meine Menschlichkeit, ich habe sie wie eine weiße Fahne vor mir hergetragen. 

Die Ehe mit Josefine war das Ergebnis politischer Erwägungen. Eine Königin gibt es nur mit einem König. Vor allem, eine so junge Königin. Du weißt, was folgte, sie verriet mich noch in der Hochzeitsnacht und ich demütigte sie … Und dann kam Ragnarök, das Bild, als ich Alex wie tot liegenließ, um Josefine zu retten. Ein erneuter Verrat. Fortwährend fügten wir uns gegenseitig kleine und größere Verletzungen zu. Ich benahm mich, als sei ich ein unerfahrener Jüngling und nicht über 300 Jahre älter als sie. 

Ernst-August, wie sehr lässt Josefine mich all meine Jahre vergessen. Sie lebt all die unwiderstehlichen arroganten und selbstüberschätzten Attituden einer jungen, schönen Frau aus – und ich falle auf jede einzelne herein. Wie ein tumber Tor. Ich verwandle mich in einen wütenden, polternden, schnaufenden Stier, der alles niedertrampelt, was sich meiner Gerichtbarkeit zufolge, der Ehre oder irgendeiner Moral im Wege steht. 

Ja, sieh hat mich verraten, sie hat uns alle verraten. Sie ist kapriziös, schwierig, nicht einschätzbar, immer auf ihrer Seite ­– genau das, was jeder weiße Vampir mit seiner Muttermilch aufsaugt. Doch dabei ist sie erstaunlich loyal und letztendlich sind wir es, die ihr wichtig sind. Dass sie dabei nicht unsere Moral übernimmt … wer sollte ihr das vorwerfen. Ich sicher nicht. Und doch tue ich es. Ich verurteile sie, schlage sie, stoße sie von mir. Sie tut das auch, aber sie braucht Führung – ich sollte sie ihr geben.

Und da ich das nicht tat, es schmerzt mich, dir das sagen zu müssen, hat sie sich deinem Bruder Karl-Friedrich anvertraut. Dieser hat ihre Jugend schmählich ausgenutzt, ihr Briefe geschrieben, ihr Vertrauen erschlichen – und uns alle hintergangen. Er hat Pippa ­– du erinnerst dich an das Gefäß des Frühlings und Tochter des Stadtmagiers – mit einem Entropie-Fluch belegt und dabei deine Signatur kopiert. Sodass jeder andere außer Alex, die das nicht glauben wollte, annehmen musste, du hättest das Kind verflucht. 

Überdies hat er sich mit Maeve zusammengetan, um ein Attentat auf Mab zu verüben – auf dem Beltaine-Ball, den ich mit Josefine ausrichtete – im Auftrag von Mab. Auf diesem Ball wurde das Frühlingskind an den Sommerhof übergeben – und der Herbstmantel an den Winterhof. Du kannst dich sicher an den Herbstmantel erinnern, den wir Alberich gaben. Mab nannte es ein Ereignis, das es seit Tausenden von Jahren nicht mehr gab. Und genau dieses Ereignis wählte Maeves neuer Buhle aus, um einen Königsmord zu begehen – den wir vereitelten.

Doch Karl-Friedrich ist auf der Flucht. Und ich werde ihn jagen. Er hat Josefine verletzt, er hat Alex verletzt und er wollte Mab töten. Ich werde ihn finden – und ich werden ihn töten, Ernst-August, auch wenn er dein Bruder ist. 

Ich weile noch in Berlin, so lange mich Josefine hier braucht.

Lass mich wissen, wie es dir ergangen ist. Ich vermisse deinen wertvollen Rat und deine freundschaftliche Verbundenheit.

Ich hoffe, auf ein baldiges Wiedersehen.

Dein treuer Freund Jean-Claude

30 Mrz

Die Seuche

online am 29.03.2020

von Timo

mit Helmut (+ Pippa und Mama Schmeißer), Josefine, Jean-Claude, Björn und Alex

30. April 2020 in Berlin während der Corona-Krise

Der Beltaine-Ball

Es sind gerade alle in Josefines Residenz versammelt, als ein Bote des Winterhofes (Archibald Grimm) eine Nachricht von Mab überbringt. Bis heute Abend soll Jean-Claude den Beltaine-Ball ausrichten. Die Einladungsliste ist vorgegeben, es sind geladen die Königinnen und Damen des Sommer- und Winterhofes nebst Gefolge, sowie die Sieben von Berlin, Karl-Friedrich von Schaumburg-Lippe und die beiden deutschen Wardens. Josefine ist sofort bereit, ihrem Mann zur Seite zu stehen und den besten Ball zu organisieren, den diese Feen je gesehen haben.

Björn kann über „den Gärtner“ (via Alberich) in Erfahrung bringen, dass zu Beltaine (ebenso wie zu Samhain) die Unsterblichen für eine Nacht sterblich sind. Björn teilt diese Information mit allen anderen unter der Bedingung, dass sie ihm helfen, wenn er während des Balls in Nöte gerät.

Pippa ist krank

Archibald Grimm ist kaum aus dem Haus, als Mama Schmeißer anruft und Helmut mitteilt, dass Pippa schwer krank sei. Kurz entschlossen fahren alle zusammen in Josefines Limousine nach Marzan, wo Mama Schmeißer berichtet, dass Pippa die typischen Corona-Symptome entwickelt hat, obwohl sie von Dr. Christine Lauterbach negativ getestet worden war. Auch ein zweiter Arzt habe Pippa im Krankenhaus untersucht. Alex betrachtet Pippa mit dem Dritten Auge und stellt fest, dass noch ein Entropie-Fluch nachwirkt, der – auf den ersten Blick – die Signatur von Ernst-August zu haben scheint. Das Ritual sorgt dafür, dass die Chancen sehr schlecht für Pippas Überleben der Krankheit stehen. Nachdem Mama Schmeißer den zweiten Arzt beschreibt, wird klar, dass es sich um niemand anderen als Karl-Friedrich halten kann, was dann auch die magische Signatur des Entropie-Fluchs erklärt.

Um den Zauber zu brechen, benötigen Helmut und Alex einen Ritualfokus für Karl-Friedrich. Josefine gesteht, dass sie eine Affäre mit ihm hat und stellt die Liebesbriefe und die erste Rose von Karl-Friedrich zur Verfügung. Jean-Claude holt die Sachen blitzschnell aus der Stadtresidenz, liest aber alle Briefe, bevor er sie Alex übergibt. Er ist dabei wie versteinert und schleudert bei seiner Rückkehr das Kästchens Josefine zu Füßen.

Verrat – Karl-Friedrich

Helmut und Alex haben inzwischen ein Ritual vorbereitet und planen, die benötigten guten Chancen für Pippas Genesung von Karl-Friedrich abzuziehen. Kurz bevor das Ritual fertig ist, warnt Josefine Karl-Friedrich via SMS vor dem Zauber. Dieser kann über die Ritualverbindung einen Feuerball senden, den Alex jedoch mit Helmuts Hilfe ableiten kann. An Helmut und Alex bleibt jedoch ein temporärer Makel in Form von Pech hängen.

Inzwischen sind die von Mama Schmeißer gerufene Dr. Lauterbach nebst zwei Rettungssanitätern eingetroffen. Es ist aber schon klar, dass man Pippa auf keinen Fall nur mit Helmut als Schutz ins Krankenhaus bringen lassen will. Dr. Lauterbach kann aber feststellen, dass Pippa plötzlich auf dem Weg der Besserung ist.

Während des ganzen Chaos’ – Autofahrt, Diskussion, Ritual – behält Josefine einen kühlen Kopf und organsiert die Feier ­– sie wird in Schloss Sanssouci stattfinden, dazu wird ein Ensemble der Berliner Philharmoniker spielen, es wird eine Ballettvorführung geben, das beste Essen der Stadt ist bestellt.

Kampf in Gelsenkirchener Barock

Gerade wollen alle zurück zu Josefine fahren (inzwischen wurden alle Dinge, die als Ritualfoki für Pippa benutzt werden können in die Waschmaschine gestopft oder unter die Dusche gepackt), als ein Wintertroll, ein Sidhe-Lord und weitere Sidhe die Wohnung stürmen, bzw. durch die Fenster Eispfeile schießen. Jean-Claude wehrt die ersten Pfeile mit Wintermagie ab. Doch dann schnappt sich der Wintertroll Pippa. Helmut und Alex gelingt es gemeinsam Pippa aus den Klauen des Troll zu befreien, dann herrscht Josefine den Wintertroll an, wie er es wagen kann, den Winterritter anzugreifen, er solle vor dem Winterritte niederknien und ihm seinen Respekt bezeugen. Das verwirrt den Troll so, dass er bereit ist, sich zurückzuziehen – und dabei stottert, dass “sie” ihn doch geschickt habe. Bevor er weiterreden kann, ersticht ihn der Sidhe-Lord. Josefine schafft es, den Sidhe-Lord so anzustacheln, dass er Jean-Claude zu einem Zweikampf herausfordert – der ihn vor dem Haus annimmt. Während des Kampfes entfachen sich plötzlich die Reste des Feuerballs und greifen auf das Wohnzimmer über. Helmut nimmt Pippa und rennt zusammen mit seiner Mutter, Josefine und Björn die zehn Stockwerke hinunter – und Alex bekämpft das Feuer und löscht es schließlich auch.

Währenddessen bekämpft sich Jean-Claude auf das Erbittertste mit dem Sidhe-Lord, ein Vertrauter Maeves. Er verhöhnt Jean-Claude, indem er ihm erklärt, dass er, der Sidhe-Lord, der neue Winterritter wird (wobei der Narr nicht bedenkt, dass das keine Fee sein kann) – aber das, was Jean-Claude wirklich trifft, sind seine Bemerkungen darüber, dass Josefine in Karl-Friedrich echte Liebe und Zuneigung gefunden hat. Mit aller Macht greif Jean-Claude an und verletzt die Fee schwer. Bevor es für diesen kritisch werden kann, verschwindet er ins Nevernever.

Gemeinsam fahren sie nach Bellevue. Zurück in Josefines Residenz, verfasst Jean-Claude handschriftlich die Einladungen ­ – wie von Grimm gefordert. Die Einladung enthält den Anlass, das Programm – und ganz wichtig: das Gastrecht Mabs. 

Der Deal

Schließlich bespricht man sich. Dabei wird allen klar, da Pippas Existenz nun nicht mehr geheim ist, dass sich ihre Zukunft heute Abend während des Balls entscheiden wird. Und das dies nur funktioniert, wenn Pippa zum Sommerhof kommt, während ein adäquater Machtanteil des Herbstes an den Winterhof gegeben wird.

Björn verhandelt mit Alberich und macht den Deal: Alberich soll Pippas Patenonkel werden, der Herbstmantel wird an den Winterhof übergeben. Oma Schmeißer wird als menschliche Ziehmutter mitgehen.

Am Abend auf Schloss Sanssouci wird klar, wie genial Josefine den ganzen Tag über diesen Event organisiert hat. Alles ist perfekt vorbereitet. Die noblen Gäste treffen ein. Die große Überraschung: An Maeves Arm schreitet Karl-Friedrich. Während Josefine noch an Jean-Claudes Arm um Fassung ringt, kommt Mab in einer Kutsche von Schimmeln gezogen an – Jean-Claude eilt sofort, um seiner Königin den Arm zu bieten. Diese ist – wie immer überaus kalt, gandenlos und prächtig – und voll des Lobes für Josefins Organisation (komisch, sie glaubt kein bisschen, dass ihr Winterritter damit was zu tun hat).

Frühling und Herbst

Der erste Teil des Abends verläuft wie geplant: Ein prächtiges Essen, alle amüsieren sich – oder tun so. Es wird reichlich getratscht, getuschelt und gelächelt … Vom Beobachten wir allen klar, dass die Sommerlady und die Winterlady gemeinsame Sachen machen, denn beide sind zu vertraut mit Karl-Friedrich. Das passt zu den Informationen von Björn, der herausfand, dass die Sommerlady einen Umsturz plant.

Schließlich steht Mab auf. Sie kündigt ein Ereignis an, dass es seit Tausenden von Jahren nicht gegeben habe. Titania tritt nach vorne, dann schaut Mab zu ihrem Winterritter. Der gibt Helmut ein Zeichen, dass er mit Pippa vortreten soll, der sich gefühlt EWIG dafür Zeit lässt. Nachdem ihm auch Alex zuredet und Björn ihm zunickt, tritt er endlich vor Mab und übergibt Pippa an Titania, die wie eine sommerwarme Mutter wirkt. Somit wird der Frühling in die Hände des Sommers gegeben. Alberich wird als Patenonkel genannt und Pippa ihm übergeben – der es schnell zur Erleichterung aller an Frau Schmeißer weiterreicht. Danach übergibt Alberich den Herbstmantel an Mab, die diesen zu Jean-Claudes Überraschung in seine Obhut gibt, damit dieser ihn behüte, bis es einen Träger gibt. Frühlung und Herbst haben wieder eine … Heimat.

Tanz um Leben und Tod

Jetzt wird zum Tanz aufgerufen. Josefine beobachtet, wie Maeve Karl-Friedrich küsst und dabei etwas in ihn übergeht. Ganz klar, dass ist die Vorbereitung zu dem von allen erwarteten Attentat auf Mab. Mab eröffnet mit ihrem Ritter den Tanz, Titiania mit Fix und Josefine fordert Karl-Friedrich auf, der eigentlich Mab auffordern wollte.

Gemeinsam bemühen sich im Folgenden alle darum Karl-Friedrich von Mab getrennt zu halten, während der Tanz jedoch ohne Gesichtsverlust weiterzugehen hat. Als Josefine mit Karl-Friedrich tanzt, ist dieser so erschüttert, dass er Eistränen weint. Denn sein “Ding” in ihm greift Josefine an, jede Runde immer und immer wieder. Sie wird schwer verletzt – alle beobachten sie und Helmut und Alex tanzen eilends heran, um abzuklatschen. Helmut stützt Josefine und führt sie von der Tanzfläche. 

Alex übernimmt und „fängt“ Karl-Friedrich in einem im Boden eingelassenen magischen Kreis ein. Sekunden zuvor hat Björn ihr seinen Wunschring auf den Finger gesteckt. Alex wünscht sich volle Kontrolle über ihr Drittes Auge und betrachtet sich Karl-Friedrich. In seiner Lunge steckt eine Art Seuche-Entität. Björn weiß inzwischen, dass es sich um den sog. „Königinnen-Tod“ handelt. Alex versucht, Karl-Friedrich zu überzeugen, die Seuche ihr zu übertragen, worauf er sich jedoch nicht einlässt. 

Jean-Claude bittet daraufhin, dass Mab kurz aussetzt, damit er die Sommerlady auffordern kann. Er tanzt mit ihr und erklärt ihr, dass in diesem Raum alle Frauen versammelt sind, die er liebe – und wenn diesen etwas passiert, werde er ihren Ritter töten, obwohl er diesen wirklich schätze. Doch wenn sie nicht dafür sorge, dass Karl-Friedrich aufhöre, seine Frauen zu verletzen – und damit tanzt er Karl-Friedrich an und übergibt die widerstrebende Sommerlady an den Ernst-Augusts Bruder. Mit Alex tanzt er zu Mab und klatscht wieder ab, da diese gerade Björn als Tanzpartner hat. Karl-Friedrich versucht weiterhin, Mab abzuklatschen, doch Jean-Claude ist auf der Hut und tanzt als nächstes zu Titania und klatscht ab – Fix tanzt mit Mab davon. Wieder einige Minuten gewonnen.

Happy End

Inzwischen hat Josefine alle Informationen gesammelt und weiß, wie sie die Situation bereinigen kann. Sie unterbricht den Ball und fordert Karl-Friedrich auf, den Ball zu verlassen, da er einen tödlichen Virus in sich trage. Sollte er trotzdem bleiben und jemanden anstecken, wäre das ein eindeutiger Verstoß gegen das Gastrecht. Karl-Friedrich verlässt den Saal und verschwindet durch ein Tor ins Nevernever. Daraufhin verlassen auch die Ladys überstürzt den Ball. Mab ist sehr zufrieden und bedankt sich bei ihrem Ritter – sie hätte ihm ja nicht umsonst die Organisation des Balls übertragen, denn sie wusste, dass er auf sie aufpassen würde.

09 Jan

Brief an Alex

Dezember, der 20., Chez Baptiste, Landgut in Burgund

Ma chère amie Alex,

wie geht es Dir? Ich hoffe, Du konntest Deine Unstimmigkeiten mit Edinburgh klären.

Meine Königin hat mich wissen lassen, dass es auch in ihrem Sinne war, das Buch zu vernichten. Allerdings lastet sie mir die 3 Seelen/Namen an, die Odin noch gehört hat. Aber auch ich tue das. Ich war nur so erschüttert von diesem Grauen. Wir haben schon viel erlebt, aber das dort gehört zu den grausigsten Bildern, die ich je sehen musste. Die Schreie der Gepeinigten werden noch eine Weile meine Träume heimsuchen.

Aber genug davon. Ich habe Berlin den Rücken gekehrt und werde in Frankreich sein. Soweit es meine Winterrittepflichten erlauben, bin ich vorerst auf meinem Landgut in Burgund. Falls Du mal weg aus Berlin möchtest – und liebste Freundin, Dir sogar so etwas wie einen Urlaub gönnen möchtest, schau hier vorbei. Ein Spaziergang durch die Weinberge und abends ein guter Rotwein wirken Wunder.

Du weißt, wenn Du mich brauchst, komme ich.

Votre Jean-Claude

P.S. Falls Du mich dort nicht erreichst, wissen meine Anwälte, wo ich bin:
Claude & Sarkozy, Boulevard Malesherbes à Paris.

09 Jan

Brief an Josefine

Dezember, der 19., Chez Baptiste, Landgut in Burgund

Josefine, ma chérie,

vorerst bin ich auf meinem Landgut in Burgund.

Hier ist die Adresse meiner Anwälte:

Claude & Sarkozy, Boulevard Malesherbes à Paris.

Die werden immer wissen, wo ich bin, falls ich nicht telefonisch erreichbar sein sollte.

Solltest Du etwas brauchen, melde Dich. Selbstverständlich werde ich für alle repräsentativen Aufgaben zur Verfügung stehen, soweit es meine Winterritterpflichten erlauben.

À toi pour toujours  Jean-Claude

09 Jan

Brief von Jean-Claude an Ernst-August, 2. Seite

Dezember, der 19., Chez Baptiste, Landgut in Burgund, 2. Seite

So viel zu dieser Auktion um das Buch der Namen und wie wir es vernichtet haben. 

Die Neuigkeit um Deinen Bruder Karl-Friedrich ist allerdings besorgniserregend. Immerhin kann auch ich sagen, dass ich den Vampir-Fluch entsagen konnte. Doch ich kann in keinster Weise einschätzen, was daraus erwächst. Dass Dein Bruder plötzlich ein Guter wird, nein, daran glaube ich nicht. Vorher war er ein berechenbares Übel, jetzt ist er das nicht mehr. Und das macht ihn meiner Meinung nach noch gefährlicher.

Ich halte auch die Verbindung mit meiner Gattin Josefine für höchst unberechenbar. Heute ein Spielzeug, morgen tot – oder bewahre uns alle davor: eine Liebelei.

Mein lieber Freund, ich kann nicht erahnen, welche Gefühle das in Dir wecken muss, dass Dein Bruder nun kein Monstrum mehr ist. Auf meinem Landgut hier bauen wir einen hervorragenden Burgunder an. Komm vorbei, wenn Du einen guten Schluck brauchst.

Soweit es meine Pflichten bei Mab zulassen, werde ich hier anzutreffen sein. Ich habe beschlossen, Berlin erst einmal den Rücken zu kehren. Die Streitigkeiten mit Josefine sind zu zermürbend. Ihre Tändeleien und ihre Sprunghaftigkeit, die ich früher bezaubernd fand, stoßen mich mehr und mehr ab. Ich wünsche mir jemanden Verlässliches an der Seite, das kann mir aber Josefine nicht geben. So wie ich ihr auch nicht das geben kann, was sie möchte: einen König an ihrer Seite. 

Ein Freund hat mich gefragt, ob ich mit ihm nach Aleppo komme, einen Konvoi Ärzte ohne Grenzen begleite. Etwas Simples nur für Menschen tun. Scheint sehr verlockend.

bientôt, ton ami Jean-Claude

P.S. Falls Du mich nicht über das Telefon erreichst, kontaktiere meine Anwälte: Claude & Sarkozy, Boulevard Malesherbes à Paris

09 Jan

Das Buch der Namen

Dresden Files Silvester 2019: Das Buch der Namen von Timo
Josefine, Königin der Weißen Vampir von Preußen und Böhmen, ihr Leibwächter und Schoßtiger, ihr indischer Boy Mashara, der Winterritter Jean-Claude, Alex, Warden vom Weißen Rat und Helmut Schmeißer, Berlin-Magier.

Tag 1: Die Figuren werden in Stellung gebracht

Helmut Schmeißer spürt Wesen von sehr großer Macht in Berlin und wird davon beinahe zu Boden gepresst.

Jean-Claude bekommt von Mab den Auftrag, das „Buch der Namen” zu finden und ihr zu bringen und dabei nicht zu versagen. Das Gespräch führt sie mit ihrem Ritter auf dem Dachgarten in Arctis Tor, wo einige in Ungnade Gefallene an Spießen neu dekoriert „herumhängen” und langsam herunterrutschen. Die Botschaft ist klar: Versagst du, landest du auch hier. Es werden ihm 30 Mio. Euro zur Verfügung gestellt über ein Konto.

Alex bekommt von einem Mitglied des Weißen Rats, Senior Counsel Christos, den Auftrag, bei einer Testamentseröffnung dabei zu sein und an einer Auktion teilzunehmen, wo sie ein Buch ersteigern soll. Sie soll über ein Konto 1 Mio. Euro zur Verfügung gestellt bekommen.

In Berlin treffen daraufhin zusammen: Josefine, Königin der Weißen Vampir von Preußen und Böhmen, ihr Leibwächter und Schoßtiger, ihr indischer Boy Mashara, der Winterritter Jean-Claude, Alex, Warden vom Weißen Rat und Helmut Schmeißer, Berlin-Magier.

Das Zentrum, wo sich die Macht bündelt, ist der Potsdamer Platz, namentlich ein Notariats- und Anwaltsbüro, das die Testamentsveröffentlichung und besagte Autkion betreut. Dort wurde  augenscheinlich einiges demoliert wurde – allerdings gibt es keine Tote, nur einen verletzten Anwalt in der Charité. Man beschließt, den Anwalt zu befragen.

Jean-Claude trifft zuerst ein und begegnet vor dem Krankenzimmer Karl-Friedrich, dem Bruder Ernst-Augusts – und ein schwarzer Vampir. Sie tauschen Freundlichkeiten aus, in deren Verlauf eine Krankenhauswand zu Bruch geht.

Das Testament

Bei der Befragung des Anwalts stellt sich heraus:

  • nur im Testament genannte Personen können an der Auktion teilnehmen, das sind:
    Alex, Helmut, Jean-Claude (aus dieser Gruppe).
    Wie sich erst hinterher herausstellt, hat Mab darauf eingewirkt, dass Josefine nicht daran teilnimmt – Mab will einen Keil zwischen die beiden treiben, sie braucht ihren Winterritter unbeeinflusst
  • es wird ein Grundstück versteigert, worauf wohl das Buch zu finden sein muss
  • der Verstorbene war ein Alt-Nazi, das Geld, das mit der Versteigerung erzielt wird, kommt der Stiftung Reichserbe zu Gute (die auf dem Papier selbstverständlich nur Gutes tut)
  • die Mächte, die über Berlin hereingebrochen sind, waren Königin Mab und Königin Titania sowie ein Gott namens Tetra,  Vater der Fomorer. Alle drei mussten aus dem Anwaltsbüro unverrichteter Dinge wieder abziehen.
  • Alex rät dem Antwalt, die bereits in Anspruch genommenen Dienste von Monoc Security zu verstärken

(K)eine Hilfe beim Weißen Rat

Nachdem Alex klar wird, dass Jean-Claude mal eben 69 Mio. Euro mehr zur Verfügung hat, will sie in Edinburgh klären, was sie mit nur 1 Mio. soll. Dort sind allerdings alle wichtigen Ratsmitglieder ausgeflogen (in Südamerika), sie trifft nur auf Christos Dukakis. Der sichert ihr schließlich auch 30 Mio zu. Da Alex Christos zutiefst misstraut, will sie über einen wachhabenden Jungmagier einen Brief nach Südamerika bringen lassen. Sie wartet stundenlang auf seine Rückkehr. Am Morgen muss sie schließlich zurück und entdeckt  im Niemansland direkt vor dem Eingang nach Edinburgh den jungen Magier: ermordet. Sie wird daraufhin von vier Spartanern angegriffen, kann sie jedoch vernichten.

Alex sieht, dass der Magier über ihre Signatur im Wardenbuch gefunden worden ist und merkt sich das Bild mit dem 3. Auge.

Sommer und Winter

Währenddessen hat der Winterritter Jean-Claude mit dem Sommerritter Fix eine Unterredung. Dabei stellt sich heraus, dass er genau denselben Auftrag von seiner Königin bekommen hat – und auch 30 Mio. Euro Verhandlungsmasse. Beide sind sich einig, dass keine der beiden Königinnen das Buch haben darf, das wäre eine zu große Machtverschiebung. Sie beschließen, bei der anstehenden Auktion zusammenzuarbeiten und zu versuchen, das Buch unter allen Umständen zu ersteigern, damit sie es anschließend vernichten können.

Am nächsten Morgen machen sich alle auf zur Testamentseröffnung, das im Hotel Adlon stattfindet. Im Hotelflur begegnen Josefine und Jean-Claude Aga Khan IV samt seinem Gefolge. Da er Josefine unverhohlen den Hof macht – vor den Augen des eigenen Ehemanns – und Josefine das geschehen lässt – muss der Winterritter einschreiten – und verdrischt Aga Khan nach Strich und Faden. Erst Alex Einschreiten bringt ihn zur Besinnung. Josefine ist außer sich, da sie versuchen wollte, Aga Khan auf ihre Seite zu ziehen.

Tag 2: Testamentseröffnung – Interessenparteien

Bei der Testamentseröffnung sind anwesend und ersteigerungsberechtigt:

  • Sommerritter
  • Winnterritter
  • Kardinal NAME
  • Roter Vampir & Erzbischof Bernhard von Baden
  • Nicodemus Archleone, Dernarier
  • Heinrich von Staufen, Weißer Vampir
  • Karl-Friedich von Schaumburg-Lippe, Schwarzer Vampir
  • Aga Khan IV, Imam der Assasine
  • Tetra, Gott und Vater der Fomorier
  • Odin/Donar Vadderung
  • Alex vom Weißen Rat der Magier
  • Berlin-Magier Helmut Schmeißer

Bei der Testamentseröffnung wird das Verfahren festgelegt:

Die Auktion beginnt am nächsten Tag, dauert je 3 Runden, zwischen jeder Runde gibt es 2 Stunden Pause. Während der gesamten Versteigerung ist der Aktionsraum sicheres Gebiet – außerhalb nicht.

Ein Brief von Josefines Vorfahren Reinhold von Richthofen beschreibt, dass dieser am sogenannten Projekt Walküre teilgenommen hat, in dem es genau um die Erstellung dieses Buches der Namen ging.

Das Ritual

Über ein Ritual wollen sie versuchen, mehr darüber zu erfahren. Helmut beschließt, mit den anderen Berliner 7 das Ritual zu leiten. Unter einer abgelegenen verpissten S-Bahnbrücke Ecke Dircksenstraße/Rochstraße am Alex wird mit Hilfe eines Penners ein Ritual abgehalten. Darin erfahren sie, dass auf dem Grundstück zahllose Juden geopfert wurden, um dieses Buch zu sichern (ein Portal wurde dort ebenfalls erwähnt). Der Penner spricht für Reinhold von Richthofen, aber auch für die jüdischen Opfer. Und er spricht schließlich einen Wahren Namen aus. Jean-Claude weiß sofort, dass es Mabs ist – woraufhin sich ein Portal öffnet und Tetra herauskommt, 14 Krieger dabei. Auch Nicodemus erscheint in einem Portal … es entbrennt ein heftiger Kampf, in dessen Verlauf Tetra Josefine vergewaltigt und Jean-Claudes Herz stehen lässt, woraufhin der sich einfriert. Marjara endet, von 14 Speeren gespickt, als Tiger-Igel … Alex gelingt es zuerst, die Angreifer zurückzuschlagen – aber erst, als das Ritual beendet wird, hören die Angriffe auf. Der Alex als Herz der Stadt und direkt neben dem Fernsehturm hat offenbar als patenter Sender für die Informationen gedient.

Grundlegende Erkenntnisse

Jetzt will man sich doch das Grundstück, das versteigert wird, anschauen. Es liegt im tiefsten Brandenburg. Die Nazis haben damals dort das Projekt Ahnenerbe betrieben. Das Grundstück ist sehr groß, umzäunt und man weiß von Google Maps, dass sich dort ein altes Herrenhaus befindet. Vom Zaun aus sieht man nichts. Alex stellt fest, dass das Grundstück sehr gut geschützt ist und sie nach dem vorangehenden Kampf jetzt nicht in der Lage ist, da magisch durchzubrechen. Während man draußen so rumsteht, kommt schließlich ein weiterer Wagen: Karl-Friedrich. Alle halten sich versteckt – was Jean-Claude allerdings schwerfällt. Karl-Friedich scheint niemanden zu bemerken und geht in Rauchgestalt auf das Grundstück.

Und während man noch fassungslos hinterherstarrt, gibt es neue Besucher:

Kardinal NAME und sein Gefolge – sie rufen sogar einen Engel herbei. Ein Gespräch ergibt, dass der Vatikan sehr an dem Buch interessiert ist und es keinesfalls zerstören möchte, da diese ja in der Lage sind, solche Schätze gut zu verfahren. Genau – so wie ja schon die Denarier-Münzen. Man kommt zu keiner Einigung, streitet sich aber auch nicht. 

Bei dieser Begegnung blickt der Engel Alex in die … Seele.

Auch mit Jean-Claude spricht er und sieht dessen Kampf ums Seelenheil.

Der Kardinal fährt wieder weg – ohne sich um den Vampir zu kümmern. Karl-Friedrich erscheint wieder und fährt davon.

Das Spiel beginnt

Zurück in Berlin schlagen alle unterschiedliche Wege ein:

Jean-Claude trifft Fix, Winterritter und Sommerritter betrinken sich in einer Bar.

Helmut verschafft sich bekifft Zutritt zu dem Ahnen-Gelände und sieht dort Tröpfchen und weiße kleine Einhörner. Er erhascht einen Blick in das Innere des Hause und erkennt,  dass sämtliche Wände des Hauses mit Schriftzeichen bedeckt sind. Vermutung: Das Haus ist das Buch der Namen. Doch auf dem Rückweg wird er von Karl-Friedich überrascht, der ihn entführt.

Die Schöne und das Biest

Josefine geht auf ein Date-Angebot von Karl-Friedrich ein, da sie hofft, so Helmut aus dessen Fängen zu befreien. Vorher bietet Josefine Marjara die Freiheit an, doch er sagt, dass er nicht frei sein kann, wenn er nicht an seinen Fängern vorher Rache geübt hat. Marjara versucht genauso wie Josefines Sicherheitsdienst, der schwarzen Limousine von Karl-Friedrich zu folgen, doch durch Magie und andere Methoden verlieren alle die Verbindung. Josefine ist allein mit einem Feind, gegen den ihre Waffen machtlos sind.

Doch es kommt anders. Sie verführt ihn – er verführt sie …? Alles ist da: Eine Villa auf dem Lande mit Ballsaal, flackernder Kerzenschein, schwarze und weiße Rosen, Orchester (die bestimmt sehr freiwillig spielen) … ein Rotwein mit dem Namen Jean Baptiste (der Wichser!) … Es ist schrecklich romantisch. 

Durch die Nacht, die eine Frau aus freien Stücken mit dem Monster und Schwarzen Vampir verbringt, wird Karl-Friedrich schließlich von seinem Vampir-Fluch befreit.

Tag 3:  Die Auktion 

Vorgeplänkel: Der Winterritter und der Sommerritter bietet sich einen (Schau-)kampf im Treppenhaus des Adlon. Währenddessen fährt Karl-Friedrich vor, mit Josefine. Im Kofferraum hat er Helmut dabei und gibt diesen frei – aus echter Liebe zu Josefine. Außerdem sagt er ihr 100 Mio. Euro zu.

Eine unglaublich Bietaktion nimmt ihren Lauf. Schnell wird klar, dass der Rahmen des zu Verfügung stehenden Geldes nicht ausreichen wird. Die Pausen werden dazu genutzt, weitere Allianzen zu schmieden. In der ersten Pause gewinnen wir den Vatikan als Unterstützer. Auch mit Odin sucht Alex das Gespräch. Der macht allerdings zur Bedingung, dass er zuerst in das Buch schauen darf. Als Gegenleistung bietet er uns freies Geleit zum Gelände, was angesichts der Fraktionen unschätzbaren Wert hat. Die Gruppe ist uneins, ob sie Odins Angebot annehmen soll. Außerdem einigt man sich darauf, dass Helmut die Versteigerung gewinnen soll, weder Jean-Claude, noch Fix wollen den Zuschlag bekommen.

Nach der ersten Bieterrunde kommen an Vermögen zusammen:

  • 130 Mio Winterritter (30 Mio. Euro drauf, weitere 100 Mio. möglich)
  • 130 Mio Sommerritter (30 Mio. Euro drauf, weitere 100 Mio. möglich)
  • 30 Mio Weißer Rat
  • 100 Mio von Karl-Friedrich
  • 250 Mio Vatikan

Berlin greift ein

Aber in der 2. Bietrunde wird klar, dass selbst diese Summen nicht reichen werden, dass allein Aka Khan 1 Mrd. wohl stemmen wird. So muss Helmut und die Stadt Berlin ran. Zusammen machen sie ein Crowdfunding für eine Jenny-Holzer-Ausstellung über die Namen der Holocaust-Opfer. Die Stadt spielt damit 7 Mrd. ein!

Während der zweiten Pause bespricht sich Jean-Claude mit Fix auf der Männertoilette – auch er willigt ein, auf den Deal mit dem freien Geleit von Odin einzugehen und ihm zähneknirschend den ersten Blick ins Buch zu erlauben. So geht die Gruppe schließlich auf Odins Bedingungen ein. Was sie nicht wissen: Alex hat eine extra Vereinbarung: Sie will den wahren Namen von Christos, dem Ratsmitglied, bekommen. 

Die 3. Bieterrunde treibt die Summe schließlich hoch auf 5,10 Mrd. Euro – Zuschlag für Helmut Schmeißer!

Das Erbe der Ahnen

In einem Hubschrauber fliegt die Truppe mit Odin ab – samt Walkürengeleit. Bereits auf dem Hinflug werden sie angegriffen und die ersten Walküren opfern sich. Auch nachdem Helmut mit dem ihm übergebenen Schlüssel die Tür zum Grundstück öffnet, werden sie auf dem Grundstück angegriffen. Doch sie schaffen es, unbeschadet das Haus zu erreichen.  Im Haus selbst sind die Wände zwar beschrieben, aber eher wie eine Gebrauchsanweisung. In einigen Räumen gibt es auch Bücher mit Namen. Zig verschiedene Bücher mit zig verschiedenen Namen. Fix und Jean-Claude nehmen sich jeder eines.

Doch der wahre Albtraum beginnt erst. Odin öffnet (nach den Anweisungen an den Wänden) ein Portal. Das führt in eine Dimension: in das Buch der Namen. Das sind die KZ-Opfer aus Buchenwald, die dort seit 80 Jahren in ewiger Qual vor sich hinvegetieren. Odin stößt einen an und der beginnt einen Namen zu singen. Alle, bis auf Odin, sind erschüttert. Helmut versucht, Odin aus dem Buch der Namen wieder rauszuschmeißen, weil der Pakt erfüllt wurde. Doch der lässt sich nicht beirren und stößt noch zwei weitere Gefangene an. Währenddessen töten Jean-Claude und Fix mit ihren Schwertern und Josefine mit ihrem Vampirangriff zusammen die armen Seelen (nachdem klar ist, dass sie nicht gerettet werden können). 

The Aftermath

Jean-Claude kehrt mit dem einen Buch zu Mab zurück. Diese sieht den Auftrag als erfüllt an – es wird klar, dass auch sie wollte, dass das Buch zerstört wird. Doch sie lastet ihm die 3/4? Namen/Seelen an, denn das wären 3 zu viel gewesen. Sie verspricht ihm, dass er dafür die Strafe erhalten wird.

Jean-Claude und Josefine sprechen sich aus. Beide wollen nicht, dass es so weitergeht. Josefine wirft ihm vor, dass er unberechenbar ausraste und er ihr, dass sie verantwortungslos handle, dass sie ihn provoziere und bloßstelle – und sich nicht wie eine Königin aufführe. Eine Scheidung kommt nicht in Frage. Aber eine räumliche Trennung sehr wohl.

Odin trifft Alex und gibt dieser den wahren namen von Christos. So ist ihr Pakt erfüllt. Nun hat Alex massiv etwas in der Hand. Sie wendet sich mit ihrem Wissen an Ernst-August.

Die Stiftung Reichserebe hat 5,1 Mrd. Euro bekommen …

Erwähnenswert

Der Schoßtiger Masha

Die Gruppe regt sich mehr und mehr darüber auf, wie Josefine ihren Boy/Tiger behandelt und besteht darauf, dass sie ihn frei lassen soll. Sie erklärt, dass er damit gar nicht zurechtkäme, aber gibt ihm Urlaub. 

Jean-Claude und Karl-Friedrich

Jean-Claude hasst Karl-Friedrich seit ihrer Begegnung damals in Hamburg, die mit daran Schuld war, dass sich Syltanus erhob. Die Titanic hat es nicht besser gemacht. Deshalb geht er auch sofort auf ihn los, als der ihn im Krankenhaus provoziert. Dass jetzt ausgerechnet Josefine ihn erlöst hat, macht es kein bisschen besser. Im Gegenteil. Daher streut er auch Salz in die Wunden, als er beim Auktionstag den verheirateten Mann ihm gegenüber raushängen lässt. Denn beide kommen aus einer Zeit, in der Ehe etwas bedeutet und eine Trennung nicht in Frage kommt.

08 Jan

In der Ghulhöhle

Dresden Files

Gespielt am 1.1.2020

Thema: Die Einführung des neuen Charakters von Lena: Maximilian Frey

PCs: Alexandra Lehmann, Wizard / Sophia Scholl-Latour, Schwertlose Ritterin des Kreuzes / Heinz Schneider, Sterblicher / Björn Hansen, Emissär Alberichs

Der Kampf mit den Ghulen

Alex, Sophia und Heinz befanden sich in einer Bunkeranlage unter Berlin, geschaffen von den Nazis, eingesetzt als Luftschutzbunker, bewohnt von Ghulen. 

Sie kämpfen gegen zwei Über-Ghule: Wesen, die außerordentlich zäh sind, groß wie ein VW-Bus, resistent gegen Magie und in der Lage, auch schreckliche Verwundungen rasend schnell zu heilen. Es steht nicht gut um sie. 

Was sie nicht wissen: Björn Hansen befindet sich auch in der Höhle. Einst ein rundlicher Privatdetektiv, ist er heute als Abgesandter des Zwergenkönigs Alberich eine wichtige Figur am Sommerhof. Er und Alex waren ein Paar, bis Björn einen Wunschring nutzte, um sich “Volle Kontrolle über seine Gefühle” zu wünschen. Er legt einen Glamour auf das Magierschwert von Alex, so dass es wie das verschwundene Schwert der Hoffnung Esperacchius aussieht und gleißend hell leuchtet. Zudem erzeugt er den Eindruck, dass Sophia noch Hilfstruppen haben müsse, indem er den Klang zu gregorianischen Gesängen marschierender Stiefel erzeugt.

Das sind mächtige Taten, aber auch “nur” Illusionen: Das Schwert vermag – sowenig wie das Sturmgewehr von Heinz – die Ghoule kaum zu verwunden. Nur Sophias Hände verbrennen die Ghoule, aber ohne ihr Schwert ist sie keine besonders mächtige Kämpferin mehr: Im Gegenteil, sie gerät in die mächtigen Pranken eines der Ghule, der sie auswringt wie einen nassen Lappen. Man hört ihre Knochen durch die ganze Höhle brechen.

Doch plötzlich verlangsamt sich die Zeit! Ein Mann taucht auf und verlangsamt die Zeit um die Ghule. Er steht plötzlich zwischen den Ghulen und hält sie mit seiner Magie in einer stehen gebliebenen Zeit. Einer der Ghule kann so bezwungen werden – allerdings nur mit einem Trick. Denn wenn die Zeit nicht läuft, kann auch der Ghul nicht verwundet werden. Die Zeit muss also wieder gestartet werden, was dem anderen Ghul die Möglichkeit gibt, zu fliehen.

Trotz der Hilfe sind die Helden gegenüber dem Zeitmagier höchst misstrauisch, so dass die Vorstellung über den Lauf einer Waffe hinweg stattfindet. Der Zeitmagier stellt sich als Maximilian Frey heraus, Ermittler beim BKA. Damit ist er ein Kollege von Heinz! Allerdings kennt Max sich überhaupt nicht mit übernatürlichen Dingen aus, und gehört insbesondere nicht dem Referat AV (Außergewöhnliche Vorkommnisse) an, dem Fachreferat für Übernatürliches. Björn gibt, nachdem Alex ihr drittes Auge zu öffnen droht, sein Versteck auf und gesellt sich zur Gruppe, die ihn mit einem gewissen Misstrauen als Verbündeten begrüßt.

In der Höhle befindet sich ein Nest mit zwei Ghul-Jungen, die über ein magisches Ritual mit Portal zu den Höllendimensionen verbunden sind. Man vermutet, dass so die Überghule erzeugt werden. Ein Fokusobjekt des Rituals ist ein falsch herum aufgehängtes, unhandlich großes Holzkreuz, dass offenbar aus einer Kirche gestohlen wurde. Alex erklärt, es müsse nur wieder richtig herum drehen, und das Ritual sei beendet, ohne dass es zu einem Unfall kommen könne.

Sophia übernimmt diese knifflige Aufgabe, die unerwartet dadurch erschwert wird, dass das Kreuz in ihr großes Schmerzen hervorruft – fast wie eine 220 Volt Stromleitung. Kaum ist das Ritual entschärft, tötet Alex die Ghuljungen mit ihrem Schwert. Max wird dabei ganz grün im Gesicht.

Als das Ritual entschärft ist, findet sie auf der Rückseite des Kreuzes eine nagelförmige Vertiefung, in der sich silbrig glänzender Staub gebildet hatte. Sie hofft, es könne der Nagel aus dem Kreuz Jesu sein, der sich in ihrem verlorenen Schwert befand und mit diesem vernichtet wurde und nun einen Weg zurück in die Realität sucht.

Als Ghoule durch das Portal kommen, muss man fliehen. Max muss sich ganz offenbar sehr anstrengen, um die Zeit für einige Stunden vor dem Portal anzuhalten. Er kann sein Nasenbluten kaum stillen.

In Björns Privatdetektei

Man trifft sich im Besprechungsraum von Björns Privatdetektei. Noch auf dem Weg macht Alex Björn eine Szene, in der sich alle Gefühle Bahn brechen, die sich seit dem unerwarteten Ende der Beziehung aufgestaut haben. Björn aber, nun stets “Herr über seine Gefühle” versteht Alex und ihren Schmerz nicht mehr und serviert sie sehr, sehr kalt ab. Im Besprechungsraum kommt man kaum dazu sich zu setzen, als die Alarmanlage losgeht. Björns neue, auffällig attraktive Assistentin öffnet ein Portal ins Nevernever, um mit ihrem Chef zu fliehen, als etwas unerwartetes passiert: Ein Bild von Max’ Frau Julia, offenbar eine 1:1 Kopie des Fotos, dass er bei sich trägt, erscheint im Portal und spricht zu ihm: “Bring Ihnen das Kreuz, oder sie werden mich töten!”

Gleichzeitig brechen vier rote Vampire und eine südländische Schönheit durch die Wand zwischen Björns Wohnung und dem Besprechungsraum. Die Südländerin kann offenbar zaubern, eine dunkle, bösartige Wolke breitet sich im Besprechungsraum aus.  Alex, die noch immer aufgewühlt von dem gescheiterten Trennungsgespräch ist, wirft den größten Feuerball auf die Vampire, den sie je gewirkt hat – was mit den Vampiren kurzen Prozess macht, die Wolke verbrennt, die Südländerin aber nicht beeindruckt. Alex ist klar, die “Südländerin” ist eine Projektion. Durch eine Projektion zu zaubern ist aber fast unmöglich: Es muss eine sehr kompetente Magierin sein! Mit diesem Wissen identifiziert sie eine schwarze Obsidiankugel als Fokuspunkt der Projektion. Sie könnte jetzt in ein Willensduell mit der Magiern gehen, traut sich das aber in ihrem geschwächten Zustand nicht zu. Zudem brennt es jetzt, und die Menschen in dem Haus müssen gerettet werden.

Max Haus

Da unbekannt ist, wie die Vampire die Gruppe bei Björn gefunden haben, versucht man die Vampire abzuschütteln – durch Haken schlagen, durch die Waschstraße fahren (in der Hoffnung, das Wasser würde magische Verfolgung verhindern) und noch mehr geschlagene Haken schlüpft man bei Max unter. Dessen Haus liegt etwas außerhalb der Stadt und zeigt an einer Seite die noch nicht völlig beseitigten Spuren gewaltsamen Eindringens. Im Inneren sieht man deutlich, dass hier vor einigen Wochen eine Verwahrlosung begonnen hat. An dem Ultraschallfoto eines Embryos und der Babyerstausstattung wird klar, dass hier bald ein Kind erwartet wird.

Max, der seine völlige Unkenntnis des Übernatürlichen mehrfach gezeigt hat, wurde natürlich gefragt, wie er denn gelernt habe, die Zeit zu manipulieren. Er erzählte von der Entführung seiner schwangeren Frau vor einigen Wochen durch sonderbare Wesen, die so ausgesehen hätten die die heutigen Angreifer. Damals habe er dafür aber noch keinen Begriff gehabt. Die ermittelnden Kollegen hätten ihm nicht helfen können, und dann gestand er, dass er einen Pakt mit einem Wesen namens Achroniel eingegangen sei, der der habe ihn sofort mit mehr Hinweisen zum Verbleib seiner Frau versorgen können, als jeder Andere.

Sophia, die Achroniel als gefallenen Engel erkennt (einst ein Denarier, aber im Kampagnenverlauf wurde seine Münze vernichtet), redet Max ins Gewissen und bittet ihn, die Zeitmagie nicht mehr anzuwenden. 

Heinz Schneider recherchiert derweilen in der Datenbank des Bundeskriminalamts nach der südländischen Magierin, die die roten Vampire begleitet hat. Die Datenbank identifiziert sie ebenfalls als rote Vampirin mit dem Namen Baroneß Isabella. Damit kann eine Verbindung nach Spanien an die Costa del Sol herausgefunden werden: Isabella herrscht über diese Gegend, und ernährt sich und ihre Vampire von Touristen, Flüchtlingen und anderen verlorenen Gestalten dort. Ein Telefonat zwischen Alex und dem Warden in Spanien ergibt, dass dieser sich nicht mehr ohne weiteres an die Costa des Sol traut, seit dem Krieg mit dem Vampiren ist es dort zu gefährlich. Sie wird, so der Warden, stets von zwei weiteren wichtigen Vampiren begleitet: Consuela Caballero und Carlos Villa. Zudem habe sie sehr gute Verbindungen zu beiden Feenhöfen.

Heinz kann zudem mit etwas Getrickse auf die Ermittlungsakte zugreifen, die das BKA zur Entführung von Julia Frey, der Frau von Max, angelegt hat. Damit kann er ausschließen, dass mundane Hintergründe vorliegen – auch mal als Täter haben die ermittelnden Beamten ausschließen können. 

Heinz wird klar, dass er mit seiner Bewaffnung gegen rote Vampire kaum eine Chance hat. Er bittet daher Sophia um geweihtes Wasser und baut sich und Max Spezialmunition, die mit Weihwasser gefüllt ist.

Alex hingegen wollte mehr über die Abstammung von Max’ Ehefrau Julia herausfinden. Wenn sich Vampire aus Spanien für die Frau interessieren, so müssen sie ja wohl einen Grund dafür haben. Am besten kennen sollte die Frau ihr Vater, der ebenfalls in Berlin lebt. 

Der Bezirksschornsteinfeger a.D.

Klaus Briesecke, ein verrenteter Bezirksschornsteinfeger, erwies sich als alleinlebender, sehr charmanter älterer Herr. Ein Blick durchs dritte Auge der misstrauischen Magierin bringt die Information, dass er vom Glück gesegnet ist – es handelt sich geradezu um einen schwachen Avatar des Glücks. Er erzählt auf Wunsch der Gruppe von Julias Mutter. Er habe seine Maggie kennengelernt, als sie vom Baum fiel und er sie durch einen glücklichen Umstand auffangen konnte. Dann habe man sich besser kennengelernt und ein Kind bekommen. Aber bevor er sie heiraten konnte, sei sie gegangen. Er zeigt der Gruppe den Zettel, den sie auf dem Küchentisch hinterließ. Ein Besuch in Julias Zimmer führt zu dem Schluss, dass Julia wohl die Anlage zur Magiern hatte, aber wohl nie als solche ausgebildet worden sei. Ein stark abgenutzter und leicht verkohlter Teddybär und etwas mundane und magische Ermittlungsarbeit erlaubt es, die Mutter von Julia zu identifizieren: Es ist die von den Wardens am intensivste gesuchte Magierin überhaupt: Margaret LeFay

Wo ist die Baroness?

Heinz hatte noch über einen Kontaktmann Hinweise auf einen Drogendealer erhalten, der gelegentlich mit dem Speichel roter Vampire handelt. Dort erfährt man, dass Baroness Isabella zum Entführungszeitpunkt in der Stadt war, und jetzt – wie alle anderen Überbösewichte auch – im Adlon residiere. Dabei stellen Heinz und Max fest, dass sie in solchen Situationen ein hervorragendes Good-Cop-Bad-Cop-Duo abgeben.

Im Athlon kommt “Good-Cop” Max besser an als Heinz und ermittelt vor allem mit Charme an der Rezeption viele Informationen und erhält so sogar Zugang zur Suite. Dort findet sich auch der Hinweis auf eine Fleischfabrik in Berlin-Borsigwalde.

In der Fleischfabrik

Die Vermutung, die Baroness befinde sich dort, bestätigt sich. Während Heinz sorgfältig planend vorgehen will und das Gelände mit einer Drohne ausspioniert, hört Sophia Schreie aus dem Werk und stürzt los. Sie wird in einen Zweikampf mit einem roten Vampir verwickelt, der den Zugang bewacht, was Max und Alex die Möglichkeit gibt, auf das Werksgelände vorzudringen.

Max rennt schneller als Alex und kommt daher als erster an. Er sieht eine Securityfrau am Bein aufgehängt über einem riesigen, schwimmbadgroßen Bottich voller kochendem Blut – sie ist die Ursache der Schreie. Um den Bottich sind die übrigen Vampire verteilt, die unter Anleitung der Baroness ganz offensichtlich ein magisches Ritual durchführen. 

Alex ist klar, dass dieses Ritual nicht einfach unterbrochen werden darf. Eine gewaltige Menge magische Energie würde freigesetzt werden: Das ganze Werk und alle Personen in der Nähe würden sterben. Sie erwartet, dass Max das Ritual stört und sie dann die Magie auffangen und ableiten muss – bei der Menge an Energie kann das ihren Tod bedeuten.

Max verfehlt allerdings, da er ein eher mittelprächtiger Schütze ist, sein Ziel, so dass das Ritual leider ungestört weitergeht. 

Heinz, der als ehemaliger Angehöriger der GSG 9 gelernt hat, dass es dumm ist, hastig und unvorbereitet in unbekannte Gefahren zu stürzen, hat sich die Zeit genommen, zumindest seinen Körperpanzer anzulegen und sich auszurüsten. Als er bei Sophia eintrifft, können sie zusammen den Vampir besiegen. Sie folgen dann ins Innere des Werkes.

Sophia biegt im Dunkeln aber einmal falsch ab, und wie durch eine göttliche Fügung taucht sie auf der Arbeitsbrücke auf, von der die Security hängt und kann diese – nach einem Stoßgebet – auch retten.

Heinz gelingt es derweil die Baroness mit der Weihwassermunition zu treffen, was sie ausreichend verwundet, um das Ritual zu beenden. Alex schickt sich an, die Magie aufzunehmen – aber der scharfe Ermittlerblick von Max erkennt, dass sie sich damit übernommen hat. Er hält erneut die Zeit an, um Alex die Chance zu geben, die Magie kontrolliert abzugeben.

Isabella und die Vampire stürzen sich derweil auf Alex. Heinz kann Alex eine Weile schützen, indem er mit dem Sturmgewehr ein Sperrfeuer legt. Einer der Vampire bricht aber durch, als Heinz sein Feuer auf die Baroness konzentriert. Nur das Opfer von Sophia, die sich mit einem Stoßgebet vor Alex wirft und so statt ihr getroffen wird, verhindert die magische Explosion. 

Aber erst als Max einen Teil der Vampire in einer Zeitschleife fängt, können sie erledigt werden. Den letzten Vampir nimmt man gefangen, um ihn zu befragen. Man erhält Hinweise darauf dass sich Julia mit dem ungeborenen Kind in einem Keller eines Hotelrohbaus in Spanien befindet der von roten Vampiren bewacht wird. Man erfährt auch, dass das Ritual nötig war, um den nächsten Schritt zu erfahren: Die Baroness sei vom roten König beauftragt worden, einer Prophezeiung nachzugehen, bei der es um einen Generationenfluch gehe. So sei man auch auf die Frau von Max gekommen: Man folgte dem Blut.

06 Mai

Die Auktion im Nevernever – zukünftige Plotstränge

Es waren anwesend: Josefine, Aurora, Helmut und Alex.

Houdinis Schlüssel: Ein gefallener Engel bietet eine Seele aus der Hölle zu entlassen und bekommt den Zuschlag.

Der Sand der Ewigkeit: Raschid bietet einen Freibrief des Weißen Rats. Ferrofax bietet einen seiner Dienste. Der Zuschlag geht an Ferrofax.

Christines (und Jean-Claudes) Kind (war Agnes zugesprochen): Mohammed Abd el-Aziz (Weißer König von Kairo) bietet eines der Bücher des Thot. Björn (Sommerhof) bietet Alberichs Tarnkappe. Der Zuschlag geht an an Mohammed Abd el-Aziz

Das Blut von Attila geht an Ortegas Rote Vampire.

Die Posaune von Jericho geht an den Mann im grauen Anzug.

Die Kralle von Sylthanus: Björn (Sommerhof) bietet Alberichs Tarnkappe. Der Zuschlag geht an an Björn.

Japanischer Spiegel des Kaiserhauses: Die Leanansidhe bietet den Wahren Namen von Ernst-August. Alex setzt sich vehement dafür ein, dass Ernst-Augusts Name nicht verhandelt wird und wird von der Auktion ausgeschlossen.

Die Hand Fatimas (Schutz gegen Mentalmagie und Incite Emotion; Glück): Josefine bietet eine Botschaft in Berlin und erhält den Zuschlag. Da die Sache mit der Botschaft in meinem Abenteuer dann doch keine wirkliche Rolle gespielt hatte, kann dieser Plotstrang auch gerne nochmal verwendet werden, oder?

01 Feb

Nach der Titanic

Brief von Jean-Claude an Alex

Meine liebe Alex,

bald werde ich zu Mab gehen – meiner Königin. Erneut ihr Winterritter, aber diesmal gewählt. Der einzig mögliche Weg aus unserem Dilemma. 

Mir scheint jetzt, dass alles vorbildlich von Mab so in Szene gesetzt wurde, um ihren Winterritter zurückzugewinnen. Sie hätte sich schließlich jeden menschlichen Magier nehmen können für das Ritual. Es gibt so viele, die nicht so skrupelbehaftet sind wie wir – wobei ich da Josefine ausnehme. Immerhin halte ich ihr zugute, dass sie gehandelt hat, wärhrend alle anderen wie erstarrt waren. Und sie wollte mich retten, damit mich Syltanus nicht einfach in Stücke zerreißt – was er getan hätte, wäre ich einfach das geblieben, was ich war, nur ein Mensch.

Auch dass der Weiße Rat zugegen war und nichts unternommen hat. Nun, ich habe diesen Magiern sowieso noch nie getraut. Aber Du Alex, was sagst Du dazu? Was ist ihr Spiel? Manchmal glaubte ich, dass Josefine paranoid ist, wenn sie so auf die Einhaltung unseres Vertrags mit dem Rat pochte – dass es eben nur einen Wächter in Berlin geben darf. Doch scheint mir das nur ganz gesunde Vorsicht zu sein. Du und Ernst-August seid unsere Freunde, aber der Rest … Sie hätten doch mit Leichtigkeit einen Syltanus für die Energie opfern können. Aber sie hielten sich heraus. Alles ränkeschmiedende Machtbesessene.  Warum haben sie sich auf Mabs Spiel eingelassen?

Ich habe mich darauf eingelassen, weil ich nicht noch mehr Tote verantworten wollte – mein Leichenberg ist hoch genug. Aber wir hätten das Tor auch nicht offenlassen können. Mab schien sich ihrer Sache doch sehr sicher. Sie setzt uns mit unseren Todfeinden an einen Tisch und zwingt uns zu einer Einigung. Wenn ich nicht ihr Winterritter geworden wäre, dann Denarier? Oder einfach nur wieder meinen alten Dämonen zurück? Du hast mir ja versichert, Du würdest da an meiner Seite stehen. Ich weiß, der wäre Dir sicher lieber gewesen, als der Winterritter …

Und wenn ich einfach hätte frei bleiben wollen, einfach ein Mensch. Wer hätte dann die Entscheidung getroffen? Für Josefine wären die 3.000 Tote der kleinere Preis gewesen. Besser als ein Krieg mit den Outsidern. Rein rechnerisch stimmt das sicher. Und früher hätten mich diese Toten auch nicht belastet.

Aber was ist mit Dir Alex. Welche Entscheidung hättest du getroffen? 

Oder dieser Praktikant von dir. Helmut. Niemand wollte das Opfer, aber keiner wollte entscheiden.

Nun, ich habe mich entschieden und bin bereit, dafür zu bezahlen. Winterritter. Wieder einen Schritt weg von meiner Menschlichkeit. Das scheint immer mein Preis zu sein.

Es tut mir leid, dass ich jetzt mein Versprechen gegenüber Josefine nicht so halten kann, wie ich das möchte – auch wenn sie ihre mir gegenüber schon so oft gebrochen hat. Aber ich werde so oft ich kann an ihrer Seite sein – sie hat einfach zu viele Feinde. Allerdings hat sie auch auf dem Schiff gezeigt, was in ihr steckt. 

Meine Königin ruft. Es wird Zeit. 

Ich hoffe, ich sehe Dich bald wieder. 

Auch wenn ich es Björn nicht gönne, Dir wünsche ich alles Glück der Erde.

Dein Jean-Claude

15 Jan

Die Jungfernfahrt der Titanic II

Brief von Jean-Claude an Ernst-August

Berlin, 9. April 2018, später Abend auf der Richthofen-Baptiste-Residenz

Mon trés cher ami Ernst-August,

Dein Diener Jakob sagt mir gerade am Telefon, dass Du nicht zu Hause weilst und er nicht wisse, wann Du wieder zurück sein würdest. Ich hoffe doch sehr auf Deine unverzichtbare Gesellschaft an meinem ersten Hochzeitstag morgen mit Josefine.

Das „hohe Fest”, das wir vor einem Jahr gefeiert haben – was für eine Farce. Nicht nur, dass sie mich direkt an unserer Hochzeit mit ihrer Jugendliebe betrog, was schließlich zu dem Desaster in Tromsö führte. Nein, das Jahr hielt noch weit mehr Überraschungen bereit. Und obwohl sie es versprochen hatte, konnte sie nicht aufhören damit, alles und alle zu manipulieren. Sie erträgt meine Menschlichkeit nicht. Hätte sie mit mir darüber geredet, ich hätte sie sogar verstanden. Sie ist noch so jung und will doch Königin sein. Ich weiß, dass sie meine Unterstützung braucht, die ich ihr doch schon immer gegeben habe. Aber mich ihrem Willen zu unterwerfen, zu versklaven … nachdem, was wir hinter uns haben. Das Gespräch im Hades. Ihre Beteuerungen … Immer nur so lange, wie es für sie adäquat bleibt. Und dann hat Alex, wie immer, meine geliebte Alex, mich erneut gerettet und den Bann auf sich genommen – was dazu führte, dass Björn in seiner Kurzsichtigkeit das Schwert der Hoffnung dem Untergang preisgab. 

Und jetzt soll also ein Jahr dieser Ehe „gefeiert” werden. Natürlich mit einem rauschenden Fest, darunter geht es nicht. Wie es sich für einen liebenden Gatten gehört, habe ich ihr einen Diamanten besorgt. Und nicht irgendeinen: Den Hope-Diamanten. Passenderweise wurde er im 17. Jh. von einem Namensvetter, Jean-Baptiste, in Indien gefunden. Angeblich soll der blaue Stein der indischen Gottheit Vishnu gehört haben und als er gestohlen wurde, soll sie alle Eigentümer verflucht haben. Ein treffliches Geschenk. Aber wie ich Josefine kenne, wird sie diesen Fluch einfach über andere bringen …

11. April 2019 Nachmittag auf der Titanic II

Ernst-August, lieber Freund,

schmerzlich vermisst. Ich hoffe, Du bist wohlauf. Jakob konnte immer noch nichts über Deinen Aufenthalt mitteilen. Ich vermute, Deine Gattin geruhte, nach Deiner Gesellschaft zu verlangen.

Es ist doch alles ganz anders gekommen. Ich sitze in meiner Kabine an Bord der Titanic II. Auf der Jungfernfahrt der selbigen. Am anderen Ende dieses elendigen Schiffes hat von Schwarzenberg, dieser widerliche Kretin, seine Kabine. Es kostete einige Mühen, nicht sofort mein Schwert in seinen Unterleib zu rammen. Doch ich greife vor.

Wir versammelten uns gestern in unserer Residenz, um mit unseren Freunden auf den ersten Hochzeitstag anzustoßen. Das wollten wir einen Tag vor der großen Feier tun. Dazu empfingen wir in unserem „Wellness”-Bereich, wie es wohl modern heißt. Josefine konnte so ihre, zugegeben superben, Formen in einem weißen Nichts am besten zur Geltung bringen. Zu unserer illustren Runde gesellten sich Alex, Christine – die Schwangerschaft steht ihr ganz hervorragend, sie scheint von innen her zu leuchten – und ein gewisser Helmut, auch ein Magier, ich glaube ein Praktikant von Alex. Alex hatte ich eine Weile nicht gesehen, wie immer erwärmte ihr Anblick mein Herz. Allerdings kann ich ihre Worte nicht vergessen. Das gezähmte Biest, nicht der Versager. 

Seit ich Mensch bin, sind die vielen Empfindungen, die ständig auf mich hereinprasselnd mehr als verwirrend. Mir war vorher nicht bewusst, wie bezaubernd Sommersprossen auf blasser Haut leuchten können, ohne, dass mich ein Hungergefühl überwältigt. Ich kann diesen Anblick einfach genießen. Ich sehe auch, wie schön ein altes Gesicht voller Falten strahlen kann oder wie wundervoll sich Wolken verformen. Hunger bekomme ich jetzt eher von dem Geruch frischer Brötchen statt von Schweiß – den ich sogar eher als abstoßend empfinde. Aber es ist auch mehr als schwierig, dieses Gefühlschaos zu bändigen. Die Umgebung als Beute, Feind, Verbündeter, nützlich oder uninteressant einzuordnen, vereinfacht ein Weltbild enorm. 

Zurück zum Eigentlichen: unserem Hochzeitstag. Ich überreichte Josefine den 46-karätigen Hope-Diamanten an einer weißgoldenen Halskette – und bekam die Quittung. Auch sie hatte sich ein gar fürstliches Geschenk überlegt. Einen Anzug aus feinstem Leder mit Drachenschuppenoptik – und auf dem Rücken eine Ziel-Markierung. Die einzige Stelle, an der ich verwundbar bin. Chapeau. Unserem fortwährenden Glück sind keine Grenzen gesetzt.

Die Einladung

Als wir gerade so schön beisammen waren, wurde ein Gast angekündigt. Ein Bote des Winterhofs wie sich herausstellte. Allerdings hervorragend getarnt. Ich glaube, es war Alex, die ihn durchschaute. Dieser Bote überbrachte uns jedem einzelnen eine Einladung – ja, er hatte sogar für Christine und Helmut eine persönlich adressierte dabei – zur Jungfernfahrt der Titanic II. Sie sollte am nächsten Tag starten. Und für Josefine und mich war die Hochzeitssuite reserviert. Ich gebe zu, ich hätte auch einen erneuten Ausflug in den Hades meiner Feier zum ersten Hochzeitstag vorgezogen, so fiel es mir nicht schwer, zuzusagen. Wie sich herausstellte, war die Gastgeberin eine gewisse Elizabeth Stuart – ob nur der Name an die Winterkönigin aus dem 17. Jahrhundert erinnerte? Nach einigem Hin und Her sagten wir alle zu.

Christine schien ein wenig verängstigt ob der Namensgebung des Schiffes und wollte von mir alle möglichen Zusagen für ihre Sicherheit. Ach, schwangere Frauen und ihre Eigenarten – man muss sie lieben. Um des lieben Friedens Willens rief ich schließlich bei Monoc Security an und wurde mit einem gut gelaunten Odin verbunden. Ich erfuhr mehr als staunend, dass auch dieser auf der Jungfernfahrt dabei sein würde. 

1. Tag: Gefährlicher Reiseantritt

Am nächsten Tag trafen wir uns erneut bei uns, um von hier gemeinsam zu starten. Außer Josefine und mir fuhren Alex, Christine und Helmut mit – ein Auto mit fünf Angestellten vervollständigte die Entourage. Doch kaum waren wir gestartet, überfiel Josefine ein unerklärliches Unwohlsein, ja fast Angst. Sie meinte, sie spüre etwas, das sie verfolge. Bevor wir halten konnten, spürten das auch andere – und plötzlich wurde unser Fahrer verletzt. Aus dem Nichts heraus. Wir konnten gerade noch anhalten und sprangen aus den Fahrzeugen, doch wir konnten unseren Angreifer nicht sehen. Diesem Helmut gelang es schließlich mit Magie, das Licht um den Angreifer irgendwie zu beeinflussen und wir konnten so wenigstens eine Art Umriss wahrnehmen. Auch Alex legte etwas über sie. Doch half das unseren Angestellten nicht, die alle angegriffen und brutal ermordet wurden. Wir kehrten umgehend zurück, nur um auf unserem Anwesen zu erfahren, dass auch dort ein Überfall stattgefunden hat. Alex besaß die Geistesgegenwart, einen Schutzkreis zu errichten, in dem wir alle, auch das Personal, Platz fanden. So hörten die Angriffe innerhalb dieses Kreises auf.

Helmut war indessen wohl zu einer Dönerbude gelaufen – das sind diese Imbiss-Häuschen mit traditioneller türkischer Küche, die tatsächlich ganz hervorragend munden kann – anscheinend kann Helmut aus den Ergebnissen dieser türkischen Kochkunst Wahrsagemagie entwickeln. Doch auch dort kam es zu blutigen Übergriffen wie er später berichtete. Die Magier konnten schließlich erkennen, dass auf der Einladung ein starker Schutzzauber von Mab lag, der erklärte, warum wir selbst keinen Schaden nahmen. So beschlossen wir, niemand anderen mehr in Gefahr zu bringen und augenblicklich durch das Niemandsland nach Dover aufzubrechen, wo das Schiff vor Anker lag. Unser Personal blieb einstweilen im Schutzkreis zurück. 

Titanic II: Unvermutete Gäste

Als wir letztendlich auf dem Schiff ankamen, erwartete Alex eine weitere Überraschung: Magier vom Weißen Rat waren anwesend und unterzogen alle Passagiere, die auf das Luxusdeck wollten, einer genauen Prüfung. Doch wurden wir als Königspaar standesgemäß empfangen und konnten nicht über eine nachlässige Behandlung klagen – bis wir an Deck von Schwarzenberg trafen, diesen elenden Nekromanten – samt seiner Gefolgschaft. Ich hätte ihm am liebsten sofort seinen widerlichen „Sieg heil”-Gruß mit Metall erwidert – aber wir waren ja Gäste. Doch hielten wir es an Deck nicht länger aus und begaben uns in unsere Suite. Jetzt sitze ich hier, schreibe dir diese Zeilen und weiß noch nicht, was der weitere Abend bringen wird. Es soll ein Kapitänsdinner geben, wo wir unsere Gastgeberin kennenlernen sollen. Ich bin mehr als gespannt, was das Ganze soll. Ach, ich vergaß zu erwähnen, dass Alex Pläne von dem Schiff hat, die ihr Björn besorgen konnte – ich nehme an, als Sommerhofangehöriger kann er hier nicht dabei sein. Nicht, dass ich ihn vermissen würde. Jedenfalls ist auf den Plänen zu erkennen, dass sich hier wohl eine riesige Konstruktion befindet, die eine Art fester Beschwörungskreis bildet. Warum und wieso entzieht sich unseren Kenntnissen … noch.

12. April 2019 frühen Morgenstunden auf der Titanic II

1. Abend: Käpt’ns Dinner – Duellforderung

Es ist tiefe Nacht, fast schon morgens. Ich sitze sehr betrunken in meiner Kabine und kann trotzdem nicht schlafen. Ernst-August, es ist … ausweglos. Und das sage ich, der ich Josefine geheiratet habe, meinen Dämon aufgegeben … Aber jetzt. Was für ein abgekartetes Spiel. Als wir abends zum Dinner kamen, erwarteten und zuerst einige weitere Überraschungsgäste. Neben Odin und Sigrun setzen sich uns auf die andere Seite gegenüber: Syltanus, der Drache, daneben Nicodemus Archelone, der Denarier, gefolgt von dem widerlichen Schwarzenberg mit einem Priester. Und das wird dich am meisten interessieren: Auch dein Bruder Karl-Friedrich war dabei. Ja, du liest richtig. Wir befanden uns in einer illustren Gesellschaft von Todfeinden. Und der einzige Grund, warum wir uns nicht alle sofort bis aufs Blut bekämpfen war die Gastgeberin: Mab. Ja, Mab. Die Königin von Luft und Dunkelheit persönlich hatte eingeladen. Und sie sprach das Gastrecht für diesen Abend aus. Du weißt ja, was Mab davon hält, wenn man dies ignoriert.

Und wir waren nur zu einem Zweck hier: Wir sollten ein Ritual durchführen, das ein Tor zu den Outsidern verschließt. Wie es sich anfühlt, wenn die auftauchen, haben wir ja in Berlin erlebt. Ein offenes Tor in diese Welt bedeutet den Tod für zigtausend Menschen. Oder für 3000 Menschen. Denn so viele befinden sich auf diesem Schiff, die wir für das „größere Ganze” opfern sollen, denn es braucht die Lebensenergie von so vielen Menschen, um das Tor zu schließen. Bis auf meine geliebte Gattin ist das für uns undenkbar. Aber auch, dass die Outsider weiter in unsere Welt eindringen. Während des Essens und dem Tanz danach drehten sich meine Gedanken immer wieder wie ein Kreisel um dieses Problem. Im Grunde läuft es darauf hinaus, 3000 jetzt zu töten oder viele Tausende danach sterben zu lassen. 

In meinem Leben habe ich sicher schon mehr als 3000 Menschen getötet. Etwas, was mir früher sehr leichtfiel. Aber jetzt, ohne Dämon, da sehe ich jeden einzelnen Menschen. Jeder ist anders.

Wie zu erwarten, hat die Gegenseite kein Problem damit – doch Mab will, dass wir zusammen entscheiden. Irgendwann ist mir der Kragen geplatzt als Syltanus immer nur Alex anstarrte – da fragte ich ihn, wie viel Energie denn in ihm stecke. Und er antwortete selbstherrlich: Mehr als die von 3000 Menschen. Ich hatte die Nase so voll von all dem Gerede, kein Ausweg – also habe ich Syltanus zu einem Duell gefordert. Sollte er gewinnen, wäre ich das 1. Opfer von 3000 Menschen. Sollte ich gewinnen, wäre er das Opfer. Höhnisch lachend willigte er ein.

Jetzt sitze ich hier, nachdem ich eine Menge Alkohol in mich reingeschüttet habe – zusammen mit diesem neuen Magier, Klaus, ach nein, Helmut … Netter Kerl. Hat mich hergebracht. Ich bin wohl erst mal eingeschlafen. Aber jetzt sitze ich hier und bin einfach nur wütend. Verdammt. Ich habe Syltanus auch mit dem Drachentöterschwert nichts entgegenzusetzen.

Meine Gedanken kreisen. Wenn ich falle, wird Josefine allein sein am Königshof. Keine Frage, sie wird es schaffen, das hat sie heute Abend bewiesen. Sie war ganz Königin. Für mich schöner noch als Mab. Und sie strahlte eine ruhige Souveränität aus. Vor dem Abendessen habe ich ihr dann noch mein eigentliches Geschenk zum Hochzeitstag übergeben: die Hochzeitskette meiner Mutter. Sie sah wunderschön damit aus.

12. April 2019 Nachmittag auf der Titanic II

2. Tag: Feinde

Was für ein Vormittag. Ich wollte meinen Kopf auslüften gehen und bin an Deck und dort nur knapp einem Mordanschlag entkommen. Was kann man auch naiv sein. Völlig unüberlegt inmitten unserer Feinde – ich hätte mir auch gleich Josefines Anzug mit dem Zielkreuz anziehen können. Schwarzenbergs SS-Schergen. Zum Glück kam Alex dazu und hat mich – mal wieder – gerettet, sonst läge ich jetzt am Grund des Ozeans. Zurück in der Suite entdeckte Alex Abhörzauber an unserer Tür – und verhinderte einen weiteren Anschlag, was aber trotzdem unsere Tür kostete und die halbe Suite verwüstete. 

Mein Freund, Du fehlst hier massiv.

Mit Dir wären wir lange nicht so unvorbereitet hier. Wir waren noch mitten in unseren Diskussionen, als wir Besuch bekamen: Nicodemus, der Denarier. Ich bin bisher tatsächlich noch keinem Denarier persönlich begegnet. Und Nicodemus soll ja der mächtigste unter ihnen sein. Er war jedenfalls formvollendet höflich – und bot mir eine Münze an. Sehr ruhig hat er meine Chancen zusammengefasst, wie sie jetzt gegen Syltanus stehen: ich habe keine. Ja, das ist allen mehr als bewusst. Mit dem Denarier hätte ich unglaublich wertvolle Hilfe und auch Unterstützung. Denn damit käme ein gefallener Engel, der an meiner Seite wäre. Immer. Ich hatte eine Vision von Kameradschaft und die Wärme, die damit einhergeht. Doch Josefine machte sofort sehr deutlich, was sie davon hielt. Auch Alex war eindeutig dagegen. Dankend lehnte ich ab. Nicodemus nahm die Münze wieder und erklärte, er würde das Angebot noch eine Weile aufrechthalten.

Danach – ich gebe es zu, es ist mir unangenehm, Dir davon zu schreiben – überfielen mich Selbstzweifel und ich schüttete mein Herz Alex aus. Ohne Unterstützung würde ich untergehen – und diese Unterstützung war entweder die Münze oder ich muss versuchen, meinen Dämon wieder zurückzubekommen. Denn als Mensch kann ich nichts gegen Syltanus tun. Ich will meinen Dämon nicht zurück. Jetzt da ich Mensch bin, genieße ich diesen Zustand, als sei ich ständig ein wenig betrunken. Aber wenn ich schon einen Dämon wählen muss, dann kann ich auch den mächtigeren nehmen und die Münze wählen. Alex meinte, wenn ich den Dämon wähle, dann könne ich damit umgehen, sie stehe an meiner Seite. Mit einem Denarier würde ich ein Monster Zugang gewähren, gegen das ich nicht bestehen könnte. Ich hielt wieder dagegen, dass ich allein sei und allein meine Dämonen – welchen auch immer – bekämpfen müsse. Irgendwann platze Alex der Kragen und sie warf mir vor, in Selbstmitleid zu ertrinken und zu vergessen, dass ich Freunde habe, die alles für mich tun, wie zum Beispiel sie selbst. Touché. 

Immerhin haben Christine und Helmut eine interessante Entdeckung gemacht: Syltanus scheint von seinem letzten Zusammenstoß mit Alex noch geschwächt zu sein und muss seinen menschlichen Körper täglich mit Infusionen stärken. Also ist er nicht auf der Höhe seiner Macht. Allerdings ist er auch halb so mächtig noch immer übermächtig für mich.

13. April 2019 früher Morgen auf der Titanic II

2. Abend: Käpt’ns Dinner – Mabs Gastrecht

Der zweite Abend gestaltete sich ähnlich wie der erste. Ein endloses Abendessen, gefolgt von Tänzen. Doch mit einem Unterschied: Von Anfang an herrschte eine eher fiebrige Stimmung. Ich habe sofort dem Alkohol zugesprochen. Mir war alles egal. Irgendwann nahm ich wahr, dass Josefine ausgerechnet mit Schwarzenberg tanzte und sich süffisant lächelnd mit ihm unterhielt. Dagegen hatte Mab Helmut zum Tanzen aufgefordert, der anfangs noch sehnsüchtig zu Sigrun schielte, mit der er die letzte Nacht verbracht hatte. Mab wollte wohl demonstrieren, wer hier die Gastgeberin war. Helmut hatte dann auch nur noch Augen für sie. Ich ging Sigrun auffordern. Zur Abwechslung sollte sie einen richtigen Mann in ihren Armen halten.

Plötzlich wurde Schwarzenberg laut und beleidigte Josefine lautstark und griff sie an. Ich wollte bereits mein Schwert ziehen – da klatschte Mab in die Hände, die Musik verstummte und Schwarzenberg wurde von Eis eingeschlossen. Lächelnd wies sie auf das Gastrecht, das sie hier ausgesprochen hatte – und schnippte dann mit ihren Fingern. Und Schwarzenberg zersprang in Tausende von Eissplitter. Hut ab vor meiner Frau, sie hatte Schwarzenberg dazu gebracht, Mabs Gastrecht zu ignorieren. Meine geliebte Schlange. Danach spielte die Musik noch viel lauter auf und irgendwie war dieser Ausbruch an Gewalt wie ein Vorspiel. Noch auf der Tanzfläche fielen Sigrun und ich übereinander her. Mab verschwand mit Helmut und den Rest verlor ich aus den Augen. Irgendwann wachte ich in Sigruns Bett auf. Mein Körper fühlt sich an, als hätte ich tagelang Schlachten geschlagen. Lange habe ich keine solchen Schmerzen mehr gefühlt. Ernst-August sei gewarnt, falls du dir einmal eine Walküre als Bettgefährtin wählst. 

Ich sitze jetzt wieder in meiner Suite und schreibe dir diese Zeilen. Ich habe mein Schwert in diesem ganzen Lusttaumel in Mabs Ballsaal vergessen, doch mir ist so, als hätte Alex das Schwert mitgenommen. Wie immer die Besonnene.

13. April 2019 Nachmittag auf der Titanic II

3. Tag: Verzweiflung

O mein Freund, die Katastrophe ist eingetreten. Mein Schwert wurde gestohlen. Jetzt habe ich Syltanus nichts mehr entgegenzusetzen. Josefine hat die Nacht mit dem Priester dieses elenden Schwarzenberg verbracht, um mehr über die Machenschaften herauszubekommen. Sie hat herausgefunden, dass Schwarzenberg anscheinend einen äußerst starken Diebstabszauber gewirkt hat. Doch bevor sie mehr erfahren konnte, ging der Priester auch schon in Flammen auf – Syltanus hat ihn getötet. Er ist jetzt in dem Besitz des Schwertes. Alle wahnzitzigen Hoffnungen sind dahin. Ohne Schwert kann ich mich direkt zur Schlachtbank führen lassen.

Ach, noch eins, das Dich interessieren wird: Schwarzenberg hatte das vierte Buch Kemmlers in seinem Besitz, das Alex an sich genommen hat.

Wir haben darauf eine Menge Diskussionen geführt. Eine Unterredung mit Odin war auch dabei. Alex fragte ihn, ob er Loki damit beauftragen könne, für uns das Schwert zurückzuholen. Doch er konnte uns nur anbieten, einen Kontakt zu ihm zu vermitteln. Dafür wollte er aber auch das Buch Kemmlers haben. Ich hätte es ihm für weit weniger gegeben, immerhin traue ich ihm mehr, als fast jedem. Doch besonders Helmut wollte davon nichts wissen, aber auch den anderen war es nicht genug. Es ging ja auch nicht um ihr Leben … Alex hat das Buch jetzt verbrannt, also besteht keine Hoffnung mehr, um diese Hilfe zu bitten.

Immerhin habe ich für Christine ein Schutzamulett bei Odin in Auftrag gegeben, damit sie hier an Bord nicht verletzt wird. Sie ist schließlich nur ein Mensch zwischen all den … Monstern. Dafür hat Odin jetzt einen Gefallen bei mir offen. Bei Josefine auch, die für sich auch ein Schutzamulett geordert hat.

Danach kam Nicodemus noch einmal vorbei, um mir die Münze erneut anzubieten. Plötzlich hatte ich wieder eine Vision, wie ich mit Kameraden zusammen auf dem Schlachtfeld stehe, wie wir hinterher gemeinsam am Lagerfeuer sitzen, die Gesellschaft der anderen genießen. Wie Brüder, die alles miteinander teilen. Mich überfiel eine tiefe Sehnsucht. Nie mehr allein. Eine Gemeinschaft, wie sie nur unter Männern möglich ist. Dazu eine Macht, die ihresgleichen sucht. Ich würde Syltanus zerquetschen. Diesmal fiel es mir schwerer, die Münze nicht anzunehmen. Doch als ich Nicodemus auffordern wollte, sie wieder mitzunehmen, kam er mir zuvor. Er erklärte, dass er mir die Münze einfach leihweise überlasse und ich könne mich auch noch später dafür entscheiden. Wenn ich sie doch nicht wolle, könnte ich sie immer noch zurückgeben. Damit ließ er die Münze auf dem Tisch liegen und ging. Ich packte die Münze in ein Taschentuch und steckte sie ein.

Und wieder waren wir kein bisschen weitergekommen. Helmut hatte schließlich die Idee, eine Schiffskapelle aufzusuchen. Ausgerechnet. Aber du wirst das Ausmaß meiner Verzweiflung erkennen, lieber Freund, wenn ich Dir sage, dass ich zustimmte. Auch Christine kam mit. Josefine war kurz nach Nicodemus’ Besuch gegangen, Alex auch.

Also saßen wir zu dritt in einer wirklich charmebebfreiten Schiffskapelle. Nun, hier sollte wohl jeder seinen Gott finden, ohne dabei von schmückendem Beiwerk gestört zu werden. Und tatsächlich hörte ich mich plötzlich beten … Sagen wir, ich fing an „Gott” Vorwürfe zu machen. Wo war er denn, wenn man ihn mal wirklich brauche, wenn 3000 Menschenleben auf dem Spiel stehen, das wäre doch mal ein guter Zeitpunkt, sich blicken zu lassen. Aber nein, er würde sich ja immer schön heraushalten. Genau wie damals, als mich meine Familie auf mein Leben als Weißer Vampir vorbereitete … Am Ende schrie ich fast. Doch da stand auf einmal ein kleines Mädchen neben mir. Es wollte ein Eis essen gehen. Irgendwie schien das genau das Richtige zu sein. Auch Helmut und Christine kamen mit. Es hatte etwas seltsam Tröstliches, in dem kleinen Café zu sitzen und dem Mädchen beim Eisessen zuzusehen – und dann heiße Schokolade zu trinken. Etwas, das ich seit Kindestagen nicht mehr getan habe. Rahel, so hieß das kleine Mädchen, war wirklich entzückend. Es versicherte mir, wie lieb es mich habe.

Als wir drei danach zusammen zur Suite zurückgingen, waren wir alle ruhiger und ich legte die Münze leichten Herzens in den Tresor. Nicht einmal die Tatsache, dass Alex meine geliebte Gattin dabei beobachtet hatte, wie sie mit Syltanus ein Abkommen geschlossen hat, konnte mich aus meiner Gelassenheit reißen. Josefine hat den Drachen dazu bekommen, mich aus dem Duell zu entlassen, wenn diese im Gegenzug alles dafür tut, dafür zu sorgen, dass die Magier am Ritual teilnehmen. Aber ich will ja gar nicht aus dem Duell entlassen werden. Ich weiß, Josefine sorgt sich. Aber den Tod von 3000 Menschen zu verantworten, nein, das kann ich auch nicht. Und obwohl wir keinen Plan mehr haben, bin ich gerade sehr zuversichtlich, während ich Dir diese Zeilen schreibe. Wir müssen uns bereitmachen, für den 3. Abend.

14. April 2019 Tagsüber auf der Titanic II

3. Abend: Winterritter

Mein Freund, Du wirst es ja mitbekommen habe, ich bin wieder Mabs Winterritter. Glaube mir, ich bin so überrascht wie Du. Aber der Reihe nach.

Der letzte Abend brach an, wie die anderen auch. Zuerst das Menü, danach der Tanz. Doch die Stimmung blieb gedrückt. Alles war wie unter einer Schneedecke, leise und gedämpft.

Ich selbst hatte einen Entschluss gefasst. Als es soweit war, forderte ich Mab zum Tanz auf. Ich fragte sie, nach meinem Dämon. Am Anfang des Tanzes schien sie geistesabwesend. Doch als sie verstand, dass ich sie um ein Geschäft bat, gab sie mir zu verstehen, dass sie ihren Winterritter zurückhaben wollte. Ich willigte ein. Sofort verschwand der Ballsaal um uns herum und ich lag mit Mab auf dem Tisch. Nun, Du und die gesamte übernatürliche Welt wart ja Zeuge …

So auch die Gesellschaft im Ballsaal. Wie mir später berichtet wurde, tanzte Alex da gerade mit Syltanus, als alle mitbekamen, was geschah. Syltanus soll vor Zorn geglüht haben und hat Josefine Paktbruch vorgeworfen. Damit löste er offensichtlich einen Fluch aus, der Josefine traf, da diese ja einen bindenden Vertrag mit ihm eingegangen war. Doch wurde der Fluch von Odins Schutzamulett aufgehalten, war aber so stark, dass er die Walküre umwarf, die wohl irgendwie an den Schutz gekoppelt war. Was können wir froh sein, dass Josefine so weitsichtig war, für sich einen Schutz zu beschaffen.

Ich hingegen verbrachte die Nacht auf dem Steintisch. Am Morgen danach schlug mich Mab erneut zu ihrem Ritter – selbst als Winterritter merke ich den Schlag noch immer. Und sie übergab mir ein Schwert. Grimfang. Und erklärte mir, wie ungehalten sie wäre, sollte ich das Duell nicht gewinnen.

Ich sitze jetzt wieder in meiner Suite. Die Karten sind neu gemischt. Josefine ist nicht erfreut. Sie wirft mir vor, dass ich sie alleine lasse. Meine Zusicherung, dass ich ihr auch als Winterritter zur Seite stehen würde, stimmte sie kaum milde. Ja, den Königstitel kann ich nun nicht mehr tragen. Kein Mann kann zwei Königinnen dienen. Aber ich werde es versuchen. Eben kam Nicodemus vorbei und hat die Münze geholt. Er fand meine Entscheidung bedauerlich.

14. April 2019 spät auf der Titanic II

4. Abend: Das Duell + das Ritual

Der letzte Abend brach an. Wir gingen ein letztes Mal zusammen zum Ballsaal, der sehr viel größer als vorher war, eindeutig für das Duell vorbereitet. Ich hatte meinen Winterritter-Rüstung mit Mantel angelegt – so schritt ich zu Mabs Tisch und verbeugte mich vor meiner Königin. Als Gunstbeweis übergab sie mir ihr Tuch – und danach habe ich Syltanus erschlagen. Gleichzeitig haben die Magier das Ritual durchgeführt und so tatsächlich das Tor zu den Outsidern unter einem Eisberg verschlossen. 

Interessantes Detail: Das Ritual war damals beim ersten Untergang der Titanic bereits durchgeführt worden – doch war der Eisberg mittlerweile geschmolzen. Deshalb musste das Ritual erneuert werden. Es scheint, als hätte der Sommerhof damit etwas zu tun. Zutrauen würde ich es ihnen.

Ich werde diesen Brief jetzt beenden. Meine besten Wünsche begleiten Dich und ich hoffe, Du bist wohlauf, aber ich nehme an, Mab wollte nicht, dass Du an unserer Seite weiltest. Es wäre wohl zu einfach gewesen … 

Wir werden uns sicher eine Weile nicht sehen. Du weißt ja, wo Du mich finden kannst. Bitte hab’ ein Auge auf Josefine, sie wird jetzt etwas einsam sein. 

Leb wohl mein getreuer Freund.

Dein Jean-Claude